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Le camp équestre

GeschichteAngst, Freundschaft / P12 / Gen
Alma Rodriguez Benny Handler Molly Washington Nani Cloud Sarah Wittner William "Willi" Tagert
16.01.2021
26.07.2021
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18.01.2021 884
 
„Das wird spitzen mäßig!“, freute sich Benni gerade und die seine Freunde, Nani, Alma, Molly, Sarah, Zoe und Chloe, stimmten ihm begeistert zu. Die sieben Freunde saßen auf Sofas und Sesseln verteilt im Horselandischen Wohnzimmer und betrachteten mit entzückten Gesichtern Eva-Marie. Diese stoppte die euphorischen Beifallsrufe mit einer leichten Handbewegung.
„Wie gesagt: Durch die Stiftung verschiedener Unternehmen und euren hochklassigen Leistungen in den letzten Turnieren, seid ihr eingeladen 2 Monate im Le camp équestre in Collioure, Frankreich, zu verbringen.“
„Das ist eine DER Reitschulen Europas!“, fiel Alma der Frau ins Wort.
„Ganz genau Alma. Betrachtet es als eine Chance. Sowas bekommt man kein zweites Mal zu bieten. Ich habe schon mit euren Eltern gesprochen. Sie sind ausnahmslos einverstanden. Die 8 Wochen sind in den Sommerferien. Wobei eine Woche davon die letzte Schulwoche davor beinhaltet. Aber in dieser Woche macht man erfahrungsgemäß nichts Besonders, oder?“, grinsend sah Eva-Marie auf die Teenanger, welche nun wieder aufgeregt durcheinander redeten. Gleichzeitig spürte sie, wie ihr Mann John sie von hinten umarmte und seinen Kopf auf ihre Schulter bettete.
„Die Reitschule soll direkt am Meer liegen!“; rief Chloe gerade begeistert aus und deutete euphorisch auf das Google-Ergebnis welches ihr Handy ihr präsentierte.
„Ohh schaut euch mal den riesen Hof an!“ „Sogar ´ne Freilaufführanlage haben die.“ „Da kommen wohl alle spitzen Reiter her!“
„Wollt ihr die Eckdaten rund um eure Reise schriftlich haben? Oder gibt’s das auch inzwischen bei Wikipedia.“. Eva-Marie musste bei den Worten ihres Mannes leicht schmunzeln. Sofort wurde es wieder still im Raum und Benni sprang auf, um die Blätter seines Vaters an seine Freunde zu verteilen.
„Es geht um 3 Uhr morgens los?“, entsetzt sahen sich die Stiehler Schwestern an.
„Natürlich. Ich werde euch zum Flughafen fahren. Von da aus fliegt ihr bis Perpignan. Dort bringt euch dann ein Bus nach Collioure direkt zum Hof.“
„Und wer kümmert sich in der Zeit um die Pferde?“, fragte Nani. Ihr war nicht wohl bei den Gedanken die Versorgung der 7 Tiere noch zusätzlich dem Team von Horseland aufzubürden
„Na ihr natürlich. Ihr fahrt auf einen Reiterhof. Die Pferde kommen mit nach Frankreich.“
Nun wurde das Strahlen auf den Gesichtern noch breiter. Nur Nani sah noch etwas bedrückt aus. „Und begleitet uns jemand? Ich meine, ich bin noch nie mit dem Flugzeug geflogen und mit Pferd wird es bestimmt eine Menge Papierkram.“
„Keine Sorge.“, sprach nun Eva beschwichtigend, als sie merkte, dass diese Sorge auf die anderen Schüler übersprang,„Will ist auch eingeladen. Er ist schon etliche Male geflogen, davon schon das ein oder andere Mal mit Pferden. Er wird euch sicher gerne helfen.“

„Vergiss es!“, blaue Augen sahen entschlossen in die braunen von John. „Ach Will, wieso denn nicht. Le camp équestre  bietet eine ausgezeichnete Reitausbildung.“, der ältere lächelte seinen Neffen beschwichtigend an und setzte auf die Kante von Will´s Bett.
„Das weiß ich. Aber ich möchte nicht nach Frankreich. Wenn ihr mich los werden wollt, fahre ich meinetwegen nach Kalifornien zu Onkel Tim.“, schon beinahe trotzig klappte der 17 jährige sein eben gelesenes Buch zu.
„Du weißt, dass Tim gerade mit seinem neuen Hof sehr beschäftigt ist. Der Reiterhof in Frankreich bietet nur das Beste vom Besten an. Und du kannst Jimber mitnehmen. Was also spricht dagegen? Es ist eine einmalige Chance, die dir da geboten wird. Du hast die Möglichkeit viel zu lernen und deinen Reitstil um einiges zu verbessern.“, argumentierte John.
„Bis gestern war euch mein Reitstil noch gut genug. Zumindest gut genug um Geld durch Reitunterricht rein zu bekommen. Oder hat sich wieder irgendwer beschwert. Hatte wieder irgendein Vater Angst, dass ich mich an seiner neunjährigen Tochter vergehe?“
Bei der Erinnerung an das Vorkommnis musste John kurz schmunzeln. „Du weißt ganz genau, dass der Vater sich nur Sorgen gemacht hat. Vorallem als seine Tochter anfing Bilder von sich und dir im Hochzeitsoutfit und mit Kindern zu zeichnen, weil sie sich in dich verliebt hatte.“
„Als wüsste sie schon was Liebe ist... Aber, dass seine Tochter Sarah angegriffen hatte, weil sie der Meinung war, dass Sarah sich an mich ran schmeißen würde, hat der Vater völlig ignoriert.“, murrte Will Allerdings wurden auch seine Züge bei dieser Erinnerung wieder etwas weicher. Nun konnte John ein Lachen nicht mehr zurück halten.
„Am Besten war doch Sarahs Gesicht. Und deines, als du als heuchlerischer Ehebrecher und Schürzenjäger bezeichnet wurdest.“ Nun konnte auch Will sich sein Schmunzeln nicht mehr verkneifen.
„Und viele solcher Erinnerungen schaffst du dir nur, wenn du mal über den Tellerrand hinaus blickst.“, kam es nun von Eva-Marie, welche nun im Türrahmen stand.
„Und damit möchtest du mir sagen, dass?“
„Dass du mit nach Frankreich fahren solltest. Willi, was ist denn so verkehrt daran?“ Nun kam die Frau ebenfalls in Will´s Zimmer und setzte sich neben ihren Ehemann. Sanft nahm sie die Hände ihres Neffens in ihre.
„Ich... möchte einfach nicht. Okay? Ich kann auch sonst woanders hin verschwinden. Vielleicht zu Großvater. Oder zu Onkel Anton.“
„Willi.“, stoppte John den beginnenden Redeschwall,„Ich weiß, es ist nicht immer leicht was Neues zu beginnen. Glaube mir, aber es ist das Beste für dich.“
Als hätten diese Worte einen Schalter umgelegt, senkte Will nun beinahe ergeben den Kopf. „In Ordnung. Ich fahre mit. Bin nochmal Jimber versorgen.“ Schnellen Schrittes verließ er den Raum und lies seine erleichterten Verwandten zurück.
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