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Le camp équestre

GeschichteAngst, Freundschaft / P12 / Gen
Alma Rodriguez Benny Handler Molly Washington Nani Cloud Sarah Wittner William "Willi" Tagert
16.01.2021
26.07.2021
4
2.884
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16.01.2021 461
 
Benommen richtete sich die Gestalt auf. Der sandige Boden trennte sich nur sparsam von den dunklen Klamotten. Hände waren zerschrammt. Oberflächliche Kratzer an den Fingerkuppen, aufgeplatzte Knöchel. Die Wunden selber waren braun-verkrustet. Die Erde sammelte sich dort nicht gerade sparsam und verursachte ein unangenehmes Jucken. Eine tiefe Platzwunde an der Stirn pochte unangenehm. Angetrocknetes Blut klebte störend um das linke Auge, benetzte Augenbrauen und Wimpern. Träge wollte sich die Person aufrichten. Ein plötzlicher Schmerz lies sie wieder zu Boden gleiten. Die Rippen pochten, vor allem auf der rechten Seite. Der Schmerz zog bis in die Schulter und verhinderte ein übermäßiges Bewegen dieser. Zischend wurde Luft ausgestoßen. Die Atmung bewusst ruhig gehalten, obwohl das Gedankenkarussell seine Runden drehte. Wie konnte es soweit kommen? Abermals wurde versucht sich aufzurichten. Beim Anwinkeln der Knie wurden zog ein Schmerz in den Bauchraum. Kurz und stechend. Mit Tränen in den Augen sank die Person wieder zu Boden. Fiel wieder in die Benommenheit. Der letzte, zynische Gedanke war „Das wird bestimmt ein toller Urlaub. Frankreich ist der Hammer!“ Dann wurde es Schwarz.



Wie ein einsamer Strohballen in Westernfilmen rollte das Knäuel Papier über den Feldweg. Ein liniertes Blatt Papier aus einen College-block herausgerissen, beschrieben mit einem Bleistift. Zwei, vom Alter gezeichneten Hände griffen danach. Wie automatisch wanderte das Knäuel Richtung Mülleimer. Doch irgendwas lies den Mann innehalten. Ein Bauchgefühl, wie er später erklärte. Vorsichtig faltete er das Blatt Papier auseinander. Unordentlich geschriebene Buchstaben bildeten Wörter. Allerdings war das letzte Viertel des Zettels durch Nässe nicht mehr leserlich. Der Finder fing an zu lesen:
„Hey Leute,
es ist irgendwie sinnlos euch zuschreiben. Wenn ich genau darüber nachdenke, weiß ich gar nicht mehr, warum ich es überhaupt tue.. Wahrscheinlich damit ich mich näher bei euch fühle. Kitschig oder? Oder weil ich froh bin, mal etwas scheinbar Sinnvolles zu tun zu haben. Zu blöd, dass man mir hier nicht mehr Ablenkung bietet. Bin ja eigentlich selber Schuld. Habe es nicht besser verdient. Oh man, bin ich wehleidig, Liegt wahrscheinlich daran, dass ich nicht mehr weiß, wie lange ich hier sitze. Es gibt hier kei Fenster oder keine Luke, welche Tageslicht zeigt. Lediglich eine kleine, alte Glühbirne spendet zäh Licht. Irgendwie macht mich das verlorene Zeitgefühl völlig kirre!
Das Essen kommt sehr unregelmäßig und ist nicht gerade auf 5 Sterne Niveau. Aber wisst ihr was? Dafür habe ich meine Balett-Künste wiederbelebt. Mit einer gebrochenen Rippe nicht so das Wahre, aber was soll´s..
So, genug gejammert. Was ich eigentlich nur los werden wollte: Ich liebe euch! Und vermisse euch! Euch meine Familie, meine Freunde, mein Pferd, Horseland, USA, eigentlich alles.
Ach, falls jemand außerhalb dieser Auflistung diesen Brief finden sollte(ich hoffe der Rabe frisst ihn nicht...), bitte hilf mir! Bring den Brief zur Polizei.
Ich bin...“Text
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