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Die wilden Hühner und ein Moment, der alles verändert

von Anonym7
OneshotRomance, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Friedrich Baldwein / Fred
16.01.2021
16.01.2021
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5.373
 
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Ein letztes Mal musste Fred sich noch strecken, auf diesem wackeligen Stuhl. Er hasste es, die Lichterkette aufzuhängen, dass war traditionell immer Willis Job gewesen, er war ja schließlich der Größte von ihnen.
Aber der hatte ja heute abgesagt, mal wieder wegen Melanie. Genauso wie Steve und Torte. Steve wegen einer Theaterprobe und Torte? Nun das wusste Fred selbst nicht, vermutlich  musste er Frieda Liebesbriefe schreiben. Es war hoffnungslos mit ihm.
Doch Fred hatte es trotzdem geschafft. Er hatte das Baumhaus alleine für ihr Fest dekoriert, sogar die letzte Lichterkette hing an ihrem vorgesehenen Platz. Das Baumhaus war definitiv bereit für das nächste legendäre Fest der Pygmäen. Schnell brachte er den Stuhl zurück an das andere Ende des Baumhauses, wo er seit Jahren nur für diesen Zweck aufbewahrt wurde.
'Irgendwann mussten wir das drecks Teil mal wegschmeißen und ne Leiter besorgen', dachte er sich noch.

Es gab nurnoch eins zu tun, die letzte Test stand an. Er würde zeigen, ob Fred alles richtig gemacht hatte. Vorsichtig ließ er das Stromkabel des Mischpults über den Rand des Baumhauses hinunter, bis es den mit Laub in den buntesten Farben bedeckten Waldboden berührte. Anschließend kletterte er selbst die alte Leiter des Baumhauses runter und schloss das Kabel an ihren geheimen Stromgenerator an.

Die Pygmäen waren schon immer stolz auf ihre Idee gewesen, diesen alten Generator zu kaufen. Lange hatten Willi und Fred daran rum gewerkelt. Mit der Hilfe von Freds Großvater natürlich. Er würde keinen Sportwagen mehr betreiben können, aber für das Baumhaus reichte er allemal. So konnten sie mit den entsprechenden Verlängerungskabeln oben auf ihrem Sofa am Wochenende Fußball schauen, Musik hören oder im Sommer sogar einen kleinen Kühlschrank betreiben. Sie wurden auf jeden Fall darum beneidet, vor allem natürlich von den wilden Hühnern.

Zufrieden schaute Fred nach oben und betrachtete das festlich beleuchtete Baumhaus. Das hatte er wirklich gut gemacht. Die verschiedenfarbigen Lichterketten, die natürlich Melanie für sie ausgesucht hatte, setzten die Tanzfläche und alles drum herum super in Szene. Für einen Moment hätte er dabei sogar fast vergessen, dass ihn die anderen dabei völlig im Stich gelassen hatten. Er war nicht sauer. Die Party konnte auf jeden Fall kommen.

Fred wurde schließlich von zwei näher kommenden Stimmen aus seinem Trance-Zustand zurück in die Realität geholt. Es waren eindeutig Willi und Melanie. Sie fuhren wie immer nur auf einem Fahrrad, wie Fred schwer erkennen konnte. Willi hatte ihm mal gesteckt, dass er ihr das immer anbieten würde, damit sie sich auf dem Fahrrad von hinten an ihm festhielt. Er genoss ihre Nähe. Aber all die Mühe nur für eine Umarmung von ihr? Es war manchmal schon beängstigend, wie sehr er sie vergötterte.

Doch kurz vor der Stolperfalle hielten die beiden an. Gut hörbar beförderte er sein Fahrrad ins Gebüsch neben den Waldweg, der dumpfe Aufschlag war bis zu Fred zu hören. Langsam konnte er auch verstehen was die zwei von sich gaben.

"Nein ich verarsche dich nicht. Er hat ihr wirklich 50 rote Rosen nach Hause geschickt. Per Kurier. Zusammen mit einer Liebeserklärung. Frieda war nur leider nicht zuhause, ihre Mutter dafür schon. Das Theater mit ihren Eltern will ich mir garnicht erst vorstellen. Dabei sind die eh schon so streng. Es würde mich nicht wundern, wenn sie ihn heute Abend umbringt.", es war klar Melanies Stimme. Tortes Aktion mit den Rosen war wohl wie erwartet schief gegangen. Er konnte einem ja schon leid tun, dass immernoch so unglücklich verliebt war. Obwohl Frieda ihm mehr als einmal klargemacht hatte, dass sie nichts mehr von ihm will.

"Tja, das haben wir ihm gesagt, aber er will ja nicht auf uns hören. Vielleicht wäre der Tod für ihn ja eine Erlösung, so verknallt wie er ist.", gab Willi zurück, man merkte ihm an, dass er manchmal so seine Probleme hatte mit Melanies dauernder Lästerei. Es war einfach nicht sein Ding.

"Das kann sein,", gab Melanie nur kichernd zurück, "aber apropos verknallt, solange wir noch alleine sind, glaubst du Fred traut sich heute endlich mal Sprotte zu küssen?"

Fred merkte sofort, dass er rot wurde. Sein Gesicht begann regelrecht zu glühen.

"Hey ihr zwei!",rief er schnell dazwischen und tat so als hätte er das nicht gehört. Doch an Melanies Gesichtsausdruck erkannte er, dass sie wusste, dass er es gehört hatte. Sie wirkte ertappt.

"Besonders an dich Willi, danke dass du erst jetzt aufkreuzt!", fügte er sarkastisch dazu, während er noch schnell versuchte, sich die Rötung aus dem Gesicht zu wischen, vielleicht half es ja. Gegen das Rot werden musste endlich mal jemand was erfinden.

"Sorry Boss, du weißt ja, Freitag ist der einzige Tag, an dem Melli und ich beide Zeit haben.", antwortete er schulterzuckend. Doch Melanie nahm das nicht so hin. Sie schien ihre Verlegenheit abgelegt zu haben und lachte, als Willi das Wort Boss sagte.

"Was gibt es zu lachen?", fragte Fred sie nur unsicher, das letzte was er wollte war, dass sie ihn jetzt direkt auf das Thema ansprach.

"Nichts. Verzeih großer Pygmäenboss, dass dein Untergebener Zeit mit einem Mädchen verbracht hat, ist bei dir ja noch nie vorgekommen.", antwortete sie nur so trocken wie sie nur konnte. Typisch Melanie, mit ihr sollte man sich echt nicht anlegen, sie traf immer einen wunden Punkt. Doch innerlich atmete Fred auf.

"Ich nehme eure Entschuldigung an," gab er nach einer kurzen Pause zurück. Er hatte kurz getan, als würde er ernsthaft nachdenken und kratze sich nachdenklich am Kinn, "aber nur ausnahmsweise."

"Puh da bin ich aber erleichtert,", antwortete Melanie gespielt erleichtert, "aber wenn wir schon von Mädchen sprechen, in der Schule hat mich wieder Pia angesprochen. Vielleicht solltest du ihr einfach mal sagen, dass du nichts mehr von ihr willst, statt sie nur zu ignorieren. So wie deine anderen Freundinnen bisher immer."

Fred war froh erneut genug gewesen, dass Melanie nur über Pia sprechen wollte. Seit Monaten nerven ihn alle und besonders sie wegen Sprotte. Ständig flüsterten die Leute hinter seinem Rücken über seine angebliche Verliebtheit, wenn er in der Schule war oder die Leute warfen ihm diese viel sagenden Blicke zu, wenn er sich mit ihr unterhielt.

Doch zur Klarstellung. Fred war nicht in Sprotte verliebt. Als er es das erste Mal gehört hat, wie jemand das geflüstert hatte, hatte er sich hingesetzt und versucht herauszufinden,ob irgendetwas anders war an ihm. Irgendein Anzeichen dafür. Doch er konnte nichts feststellen. Sprotte und er hatten einfach aufgehört sich zu hassen, denn die wilden Hühner und die Pygmäen waren ja auch schon lange keine echten Feinde mehr gewesen. Seit der Hühnerrettungsaktion waren sie alle sogar sowas wie Freunde geworden. Es half auch, dass Willi und Melanie bald einem Jahr zusammen waren. Da wollte keiner Streit anzetteln. Denn Bandenkrieg würde auch Krieg zwischen den beiden bedeuten. Also herrschte dauerhafter Friede zwischen den alten Erzfeinden und somit auch zwischen den Anführern.
Aber Fred wollte das auch gar nicht mehr anders. Es gab inzwischen viel interessantere Dinge als sich gegenseitig Streiche zu spielen, Schwüre zu leisten und sich bis auf den Tod zu bekriegen. Sie alle wurden langsam erwachsener.
Alle Pygmäen interessierten sich inzwischen mehr für Mädchen und auf dem letzten Fest hatte Willi sogar heimlich einen Schnaps von seinem Vater mitgebracht. Auch Fred scherzte und flirtete inzwischen viel lieber mit den Mädchen, als ihnen Streich zu spielen. Und tatsächlich musste er sogar zugeben, dass man sich besonders mit Sprotte gut unterhalten konnte. Besser als mit allen seinen Freundinnen bisher und das obwohl sie kein Fußball mochte. Er musste sogar gegen seine Pygmäen- und Chefehre zugeben, dass sie auch eine gute Anführerin war. Er bewunderte ihren Mut, ihre Unerschrockenheit und die Tatsache, dass sie, obwohl die wilden Hühner den Pygmäen in allem unterlegen waren, nie aufgegeben hatte. Er musste oft grinsend daran denken, wie sie trotz der Pistole ihrer Großmutter ohne Furcht die Hühner aus deren Stall befreit hat, oder an die triumphalen Blicke , die sie ihm zugeworfen hatte, und ihre rausgestreckte Zunge, wenn die Pygmäen ihnen ausnahmsweise mal in die Falle gelaufen waren. Doch das musste ja nicht gleich bedeuten, dass er in sie verliebt war. Nur weil man sich nicht umbringen wollte oder? Sonst hätte er ja Schmetterlinge im Bauch spüren müssen oder so, wie die Menschen in den Filmen, die seine Mutter immer ansah.

"Fred verdammt nochmal, wo bist du denn in Gedanken?", holte Melanie ihn zurück ins echte Leben.

Die drei waren, während er überlegt hatte, die Leiter herauf geklettert und Willi und Melanie hatten sich auch schon auf das Sofa gesetzt. Nur Fred stand noch in Gedanken versunken am Ende der Leiter und starrte ins Leere.

"Ähm was ist denn, wieso, wie ,ich bin doch hier?", gab er nur verwirrt zurück.

"Was ist wegen Pia??", fragte Melanie ihn energischer.

"Ich red schon irgendwann mal mit ihr.", sagte er nur. Melanie verdrehte daraufhin nur die Augen, doch Fred war es egal. Er wusste schon was sie sagen wollte, doch er wollte es einfach nicht hören. Allein die Anspielung auf Sprotte vorher hatte seine Laune völlig gekippt. Ihm war nicht mehr danach zu reden. Langsam setzte sich in seinen Chefsessel. Er war bequemer als das Sofa, das die anderen immer benutzten. Er hatte ihn von seinem Großvater mitgebracht. Er hatte ihm gesagt, ein guter Chef sollte auch einen entsprechenden Sitz haben. Und Fred war schließlich ein guter Chef.

Entspannt lehnte er sich völlig zurück und versank wieder in Gedanken. Er dachte kurz an Pia, die ihn einfach nicht in Ruhe lassen wollte. Vor zwei Monaten war sie seine Freundin gewesen. Sie hatte schon länger ein Auge auf ihn geworfen gehabt und immer wieder Andeutungen in seine Richtung gemacht.
Fred fand sie hübsch und als sie ihm bei der Vorbereitung auf die letzte Mathe Klausur geholfen hatte, war es passiert. Die beiden wurden ein Paar und kurz lief es gut.
Aber er hatte sich schnell wieder von ihr getrennt. Er fühlte sich mit ihr irgendwie nicht glücklich. Nach einer Woche war sie schon so nervig, dass er es einfach nicht mehr ausgehalten hatte. Sie war ihm einfach zu mädchenhaft gewesen. Er mochte es nicht, wenn er das Gefühlt hat, dass Melanie neben ihm saß. Pia hatte nicht verstanden, wie viel ihm seine Bande bedeutete und ständig wollte sie mit zum Baumhaus, obwohl es für ihn in der Zeit schnell zum Rückzugsort vor ihr wurde. Sie war immer eifersüchtig, wenn er mit den anderen Pygmäen oder gar zusammen mit den wilden Hühnern Zeit verbrachte. "Ist Sprotte auch dabei?", hatte sie dann immer genervt gefragt und Fred hatte darauf nur mit "Natürlich sie ist ja das Oberhuhn." geantwortet.
Fred liebte dieses Wort. Oberhuhn. Immer wenn er Sprotte so nannte, blitzen ihre Augen kurz auf. Er genoss es, wenn sie sich ärgerte. Und er freute sich auch über jede sarkastische Bemerkung von ihr. Manchmal machte es wirklich Spaß sich mit ihr zu unterhalten.

Pia aber war nach ein paar Tagen schon nervig geworden, also servierte er sie ab, nachdem sie ihn das vierte Mal in einer Woche wegen einem Bandentreffen blöd kam. "Ich hab keine Lust mehr.", hatte er nur gesagt, hatte sich umgedreht und war gegangen. Er hatte einfach nichts gefühlt, er vermisste sie nicht, wenn sie nicht da war und sein Tag wurde auch nicht schöner wenn sie kam. Dabei war das doch so, zumindest in den Filmen, die seine Mutter immer sah.
Bei keiner von seinen Freundinnen war das bisher anders gewesen. Alle waren sie hübsch gewesen, aber keine war interessant genug, alle waren sie langweilig und nur auf ihr Äußeres bedacht. Wie keine Melanies.
Immer wenn er Willi sah war er neidisch. Er war ,seit er denken konnte, verliebt und seit er mit Melanie zusammen war, glücklich gewesen. Manchmal fragte er sich, warum das bei ihm nie funktionierte.

Diesmal holte er sich selbst aus seiner Paralellwelt. Was für ein komischer Gedanke. Er hatte in der Zwischenzeit gar nicht gemerkt, dass schon mehr Leute da waren. Er war eine gefühlte Ewigkeit in Gedanken gewesen. Es war schon dunkel geworden. Außerhalb der Beleuchtung drangen schon die ersten Sterne durch die übrigen Baumkronen. Und inzwischen war es auch merklich kühl. Der Herbst kündigte sich an.
Schnell stand er auf und drängelte sich durch die ersten tanzenden Menschen. Er hatte erst jetzt gemerkt, dass er furchtbaren Durst hatte. Kein Wunder, so lange wie er in Gedanken gewesen war.

In dem, was die Pygmäen immer ironisch Küche nannten, traf er dann zu seiner Überraschung Torte, der hinter einer Holzbank, die als Tisch fungiert, stand. Darauf hatte er schön säuberlich die Getränken aufgereiht, obwohl sie nicht viel da hatten. Es gab nur Tortes berühmte Bowle und Cola. Trotzdem stand er einfach nur da und sah ihn verschmitzt an.

"Na Boss, was kann ich dir anbieten?", fragte er grinsend.

"Bist du heute Barkeeper? Sonst machst du doch immer auf DJ?", fragte Fred ihn etwas verdutzt. Seit er denken konnte regelte Torte immer die Musik auf ihren Festen. Er kam sich dabei immer cool vor, doch tatsächlich regelte die Maschine das meiste von allein. Es war schließlich eine Gute. Aber das wussten die Gäste natürlich nicht.

"Kommt bei den Ladys besser an.", gab er schulterzuckend zurück.

"Auf jeden Fall besser als 50 Rosen,", foppte Fred ihn, doch er konnte ihn nicht täuschen, er wollte einfach nur Frieda näher sein.

„Gib mir ne Cola."

Torte setzte an etwas zu erwidern, doch dann drückte er ihm einfach die Cola in die Hand, denn in dem Moment kletterte Frieda die Leiter nach oben. Sofort vergaß er, dass Fred existierte und sah ihr nach, selbst als sie ihm kurz einen Todesblick zuwarf, der selbst den von Sprotte übertraf, wenn jemand ihren Vater erwähnte. Die Rosen hatten ihr wohl wirklich nicht gefallen.
Fred folgte belustigt seinem Blick und sah deshalb die übrigen Mädchen kommen, denn die anderen wilden Hühner folgten Frieda auf dem Fuße. Sie hatten sich wohl vorher getroffen, denn sie hatten sich alle hübsch gemacht.
Als nächste kletterte Wilma die Leiter nach oben, die Pygmäen nannten sie nur Pistolenhuhn, denn sie war stets bewaffnet mit einer Wasserpistole in ihrer Jeansjacke. Doch ihre einzige Waffe war heute ihr Textbuch, das sie sofort aus der Jacke zog und damit Steve aufsuchte, gefolgt von Trude die sich wohl zu der lustigen Runde dazugesellen würde. Sie drehten alle langsam durch wegen diesem verdammten Stück. Romeo und Julia. Fred nervte es. Selbst die beiden hatten Glück, irgendwie zumindest.

Den Abschluss bildete natürlich Sprotte, sie hatte ja schließlich Höhenangst. ‚Hühner können eben nicht fliegen, da macht ihnen Höhe von Natur aus Angst.', hatte Fred ihr entgegnet, als sie ihm zum ersten Mal die Leiter des Baumhauses hochgeklettert war. Dafür hatte sie ihn auf die Schulter gehauen, doch grinsen musste sie trotzdem.
Fred überlegte kurz, ob er hingehen und  ihr helfen sollte, doch er wollte nicht schon wieder Kommentare abbekommen. Sie schaffte es schließlich auch ohne seine Hilfe, war ja nicht das erste Mal.
Fred musste grinsen als er sie sah, sie war die einzige, die auf übertriebenes Make-Up verzichtet hat. Sie hatte sich dabei schon immer bravourös gegen Melanie behauptet. Sie hatte sich zwar etwas anderes angezogen und war nicht in ihrer Tigerhose gekommen, aber sie war trotzdem immer noch Sprotte. Sie sah so einfach viel schöner aus als alle anderen, die es krankhaft versuchten.

Schnell schüttelte Fred den Gedanken ab und quetschte sich durch die inzwischen gut gefüllte Tanzfläche zurück zu seinem Chefsessel. Die Musik machte aktuell wohl Willi, wie er vorher mit einem flüchtigen Blick bemerkt hatte, aber so eiskalt wie Frieda grade Torte angesehen hatte, war der wohl froh bald nach oben zu können, um doch wieder etwas Abstand zu gewinnen. Und tatsächlich war Torte grade dabei, die Leiter zur nächsten Etage hoch zu steigen. Willi war inzwischen sowieso nicht mehr auf seinem Posten. Er ist vermutlich irgendwo und knutscht mit Melanie, dachte sich Fred und wurde irgendwie neidisch.
Aber auch sonst ist von den anderen auf der Tanzfläche wenig zu sehen. Steve und die übrigen wilden Hühner stehen auf der anderen Seite des Baumhauses und und unterhalten sich wohl über das Theaterstück. Steve gestikuliert irgendwas mit wilden Handbewegungen, doch die Mädchen müssen lachen. Wie schon gesagt, die drehen alle langsam durch. Sogar Sprotte musste darüber lachen.

Endlich angekommen an seinem Chefsessel, lässt Fred sich erschöpft zurückfallen. Er hat seit vorhin gar keine Lust mehr auf das Fest, doch abhauen kam nicht in Frage. Fred war noch nie ein Spielverderber gewesen.

Die anderen beschließen irgendwann dann doch noch zu tanzen, denn Torte machte seinem Ruf mal wieder alle Ehre. Man konnte viel über ihn sagen, doch ein guter DJ war er. Er hatte ein feines Gespür dafür, was gerade passte und brachte die Leute immer in gute Stimmung.

Zunächst tanzten nur die wilden Hühner in der Gruppe, doch schnell nähert sich Jungs von allen Seiten. Sie wurden aber wohl abgehalten von Sprottes abweisenden Blick, mit dem sie alle Jungs belegte. Sie war nicht umsonst die Jungs-Hasserin, was Fred komischerweise beruhigte.
Doch irgendwann schaffte es doch ein Junge, zumindest bis zu Frieda. Es war Marcus aus ihrer Parallelklasse. Fred mochte ihn, aber als Torte die beiden tanzen sah, gefiel ihm wohl nicht, was er da sah.
Sofort als die beiden anfingen miteinander zu tanzen, wechselte Torte den Song von einer Schnulze hin zu Rock'n'Roll. Es war natürlich ein Vorteil, dass er die Macht über die Musik hatte, aber als Frieda ihn dann zum zweiten Mal heute mit einem Todesblick belegte, half ihm das auch nicht mehr, sich besser zu fühlen. Er tat Fred wirklich leid.

Die anderen drei Hühner tanzen daneben weiter, nur Sprotte war nicht wirklich dabei. Sie stand seit Frieda weg war mehr herum, als das sie tanzte. Er musste lächeln, als er daran dachte, wie sie das letzte Mal aussah, als er sie ohne Frieda tanzen sah. Auf ihrer Klassenfahrt war das gewesen. Kurz bevor die Hühner und Pygmäen ihren Deutschlehrer als den alten Jap Lornsen enttarnt hatten. Ihr erster gemeinsamer Tanz. Es war zwar um eine Wette gegangen, aber es hatte Fred trotzdem nichts ausgemacht zumindest halb zu verlieren. Mit Sprotte zu tanzen hatte dafür einfach Spaß gemacht, auch wenn sie sich beide sehr blöd angestellt hatten.

Eine Stunde lang saß Fred so in seinem Sessel, trank seine Cola und beobachtete die Hühner beim Tanzen. Es war insgesamt eine gutes Fest. Ihre Mitschüler hatten Spaß, tranken Tortes fast schon ekelhaft süße Bowle und tanzten zu seiner Musik. Alle waren gut drauf. Nur Fred nicht. Ihm ging einfach zu viel durch den Kopf. Seit Melanies Bemerkung war er völlig lustlos gewesen und er bekam Sprotte einfach nicht mehr aus dem Kopf. Zweimal lehnte er sogar das Angebot zu tanzen ab, als ihn Mädchen aus seiner Klasse gefragt hatte.

Schließlich beschloss er aufzustehen und das Fest zu verlassen, er brauchte Ruhe um einen klaren Kopf zu bekommen. Schnell trank er seine Cola leer und stand aus seinem Sessel auf. Vorsichtig bahnte er sich seinen Weg hinter die „Theke" und stellte die leere Flasche zurück in die Küche. Es war garnicht so einfach sich den Weg zu bahnen durch die tanzende Menge. Viele Gruppen tanzten im Kreis miteinander und standen eng gedrängt zusammen wie in einer Disco, aber irgendwie hatte er es geschafft die Küche zu erreichen und irgendwie schaffte er es danach auch zur Leiter. Schnell setzte er seinen Fuß auf die erste Sprosse und begann die Leiter runter zu klettern. Er wollte nicht, dass jemand ihn dabei sieht.

Er schaffte es offenbar unbemerkt, vom Baumhaus zu entkommen. Unten angekommen setzte er sich auf den etwas kälteren Waldboden und lehnte sich an den Baumstamm, der das Baumhaus trug. Die Musik war natürlich immer noch zu hören, aber endlich in einem erträglicheren Maß.
Die Beleuchtung der Lichterketten erhellte den gesamten Bereich um das Baumhaus herum, sodass er selbst in den benachbarten Bäumen die Bewegungen der Blätter sehen konnte, wenn ein kleiner Lufthauch kam und einige von ihnen mitriß. Sogar der Weg, der aus dem Wald wieder herausführte war gut sichtbar, soweit, bis man die Umrisse der einzelnen Pflanzen nicht mehr sehen konnte. Doch das interessierte Fred grade nicht. Er legte seinen Kopf einfach nur am Baum an und betrachtete lieber die Sterne. So oft saß er nachts im Baumhaus oder bei sich daheim auf dem Balkon und betrachtete die Sterne, wenn er über etwas nachdachte. Es beruhigte ihn zu wissen, dass draußen im Weltall alles weiterging, egal wie sehr ihn etwas belastete.

Den ganzen Abend hatte er Sprotte nicht aus dem Kopf bekommen, war es weil er sie tanzen sah? Oder wegen Melanies Kommentar? Anders konnte er es sich beim besten Willen nicht erklären. Denn verliebt konnte er nicht sein. Nicht in Sprotte. Nicht in das Mädchen, dass er am meisten auf der Welt gehasst hatte. Nicht in das Mädchen, dass ihn für diesen Gedanken vermutlich auslachen würde.
Doch dann würde er gerne wissen, warum er sich dann den ganzen Abend schon so bedrückt gefühlt hatte, so lustlos, so unzufrieden.

Doch das ruhige Nachdenken war ihm heute nicht vergönnt. Sofort hörte er wie jemand langsam die Leiter herunterklettert. Wenn man das Knarzen des alten Holzes schon so oft gehört hatte wie der Pygmäenboss, erkannte man es sogar mit Tortes Musikbeschallung im Hintergrund. Es hatte ihn also doch jemand gesehen.

Die roten Haare erkannte er sogar im Dunkeln sofort, denn ein letzter Schimmer der Beleuchtung traf ihren Rotschopf und musste grinsen, als Sprotte es vorsichtig geschafft hatte, die Leiter fertig runter zu klettern. Natürlich komplett ohne nach unten zu sehen. Sie drehte sich in seine Richtung und wirkte erleichtert, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Doch plötzlich erblickte sie ihn und der Ausdruck verschwand aus ihrem Gesicht.

„Sei gegrüßt Oberhuhn, wie komme ich zu der Ehre?", fragte er spielerisch und deutete eine Verneigung an, so weit das im Sitzen möglich war. Beim Wort Oberhuhn blitzen wieder kurz kaum merklich ihre Augen auf.

„Hier bist du also Zwergenboss, es dachten schon alle, du wärst verschwunden.", gab sie darauf zurück und klang dabei fast etwas erleichtert, obwohl sie offensichtlich versuchte schlagfertig zu sein.

„Was habt ihr denn gedacht, wo ich stecke?"

„Tortes Vermutung war irgendwo mit Pia zum Knutschen.", antwortete sie ihm und lachte. Doch da war noch irgend was anderes in ihrem Ausdruck.

„Nene, so schnell passiert mir das nicht mehr, du hast ja keine Ahnung wie nervig dieses Mädchen ist. Sie nervt mich schon seit Wochen pausenlos.", sagte Fred augenrollend. Dankbar war er ihr nicht, dass sie ihn wieder an diese Plage erinnerte.

„Ich finde es auch besser so, ich habe sie nie gemocht.", antwortete sie nur kurz und sah ihn dann etwas verlegen an, als wüsste sie nicht was sie tun soll. Sie sah etwas unsicher in der Gegend herum, bis Fred ihr signalisierte, dass sie sich gerne setzen konnte. Zuerst zögerte sie, doch dann setzte sie sich ebenfalls an den Baum, allerdings mit etwas Abstand zu ihm und lehnte sich am Baumstamm an.

„Warum tanzst du nicht oben mit den anderen Hühnern?", fragte Fred nach einer Weile vorsichtig. Das Schweigen war ihm langsam unangenehm geworden.

„Wenn dein besseres Spaghettisieb in deinem Kopf, das du Gehirn nennst nicht alles sofort durchlassen würde, wüsstest du noch, dass ich nicht tanzen kann.", antwortete sie ihm, doch an ihrem frechen Grinsen erkannte er, dass sie es nicht böse meinte. Doch er fragte sich, warum ihn das kurz getroffen hatte.

„Natürlich weiß ich das noch, aber wenn ich mich richtig erinnere, warst du garnicht so schlecht, zumindest warst du filigraner als der alter Staubmann.", gab er ihr grinsend zurück und erwiderte ihren Blick. Er hatte sie zum Lachen gebracht. Doch das konnte nicht verbergen, dass sie rot geworden war. Schnell drehte sie sich wieder weg und schaute in den Himmel. Doch Fred hatte es schon gesehen irgendwie sah sie so süß aus.

Doch dann legte sich wieder das Schweigen über die beiden. Beide wussten nicht recht was sie sagen sollten.

„Wenn du nicht mit Pia knutscht, was machst du dann hier unten", fragte sie dann nachdem beide eine Weile in die Sterne gesehen hatten. Dabei schaute sie ihn nicht an sondern fokussierte weiter angestrengt den Nachthimmel.

Wenn Fred das nur gewusst hätte. Er war ja gerade hier um das herauszufinden. Doch er hatte noch keinen klaren Gedanken fassen können. Dazu kam er heute einfach nicht. Und er konnte ihr ja schlecht sagen, dass es auch irgendwie an ihr lag, schließlich war sie es, die er nicht mehr aus dem Kopf bekam.

„Ich hab heute einfach keine große Lust auf das Fest, ich wollte einfach ein bisschen Ruhe haben und nachdenken.", antwortete ihr notgedrungen, „Aber dann bist du ja hergekommen."

Sie drehte ihren Kopf zu ihm um zu sehen wie er die Aussage gemeint hat, doch als sie seinen frechen Blick sah musste sie lachen.

„Das glaube ich nicht, du denkst doch nie nach!", gab sie zurück.

„Ich sehe über diese grobe Beleidigung mal hinweg und akzeptiere deine Anwesenheit, aber nur wenn du mich ablenkst. Erzähl mal irgendwas.", erwiderte er gespielt formell auf ihre Provokation und sah sie erwartungsvoll an.

„Was soll ich denn erzählen?"

„Zum Beispiel ob du dich aufs in zwei Tagen Reiten freust.", antwortete er mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Er wusste genau wie sehr es Sprotte nervte, etwas derart mädchenhaftes machen zu müssen. Doch dieser Scherz kam bei ihr deutlich schlechter an. Sofort versteinerte sich ihre Miene und sie schaute ihn wütend an, dass es Fred fast Angst machte. Er war irritiert, er hatte nicht erwartet sie damit so zu kränken.

„Idiot.", sagte sie nur und erhob sich plötzlich. Fred realisierte sofort, dass sie das bewegt hatte und drauf und dran zu gehen. Instinktiv griff er nach ihrer Hand um sie aufzuhalten, dass sie jetzt ging wollte er nicht. Sie drehte sich um und sah ihn für eine Sekunde verwundert an. Dann zog sie ihre Hand wieder weg. Doch es schien gewirkten haben, denn sie blieb stehen, wo sie war.

„Was sollte das?", fragte sie Fred mit einem noch leicht wütenden Unterton. Doch er sagte nichts sondern sah ihr nur in die Augen.

„Sprotte was ist los?", fragte er ruhig.

„Was interessiert dich das?", fragte sie immer noch sauer. Doch ihre Wut verflog langsam.

„Wir sind doch Freunde und dich bedrückt offenbar etwas. Also raus damit bevor es dich auffrisst.", gab er ruhig zurück ohne den Augenkontakt zu ihr abzubrechen. Ihm war bisher nicht aufgefallen, wie strahlend blau ihre Augen waren. Das war selbst im Dunkeln zu erkennen.

„Warum sollte ich gerade dir was aus meinem Privatleben erzählen?" Sie blickte ihn weiter skeptisch an, doch sein ruhiger Blick schien tatsächlich zu helfen sie zu beruhigen.

„Ich bin ein guter Zuhörer und habe kein Schandmaul wie Torte. Bei mir ist sowas sicher. Großes Pygmäenehrenwort.", sagte er lächelnd, während er den Rechten Arm zu Eid hochhob, wie er und seine Freunde es damals getan haben, als sie ihre Bande gründeten. Doch Sprotte blieb misstrauisch. Gespielt genervt rollte Fred mit den Augen.

„Okay... großes Hühnerehrenwort, solange ich wegen sowas nicht bei euch eintreten muss."

Er hatte es geschafft. Sie musste lachen. Sie kam wieder auf ihn zu und setzte sich langsam wieder hin und begann zu erzählen. Im Scheidersitz saß sie ihm gegenüber und schaute zu Boden. Sie vermied es ihm in die Augen zu sehen, sondern malte mit einem kleinen Stock Muster in den Boden, den sie dort gefunden hatte.
Viele Dinge, die sie erzählte kannte Fred schon, teilweise weil Willi es schon über Melanie wusste und erzählt hatte, teilweise weil es einfach fast schon Allgemeinwissen war, doch vieles hatte er so nicht erwartet. Wie oft hatte Sprotte in der Schule schon über den Klugscheißer gesprochen. Doch immer nur oberflächlich, nur wie nervig er war und meistens waren die Geschichten am Ende sogar lustig gewesen und alle hatten über den Mann gelacht, der ihre Einkaufszettel auf Rechtschreibung kontrollierte.

Doch sie schaffte es offenbar meisterhafter als er es je gedacht hatte, ihr Inneres vor anderen geheim zu halten. Es war, als würde sich Fred auf einmal eine völlig neue Sprotte zeigen. Keine mutige und starke Sprotte, sondern verletzlich und unsicher. Sie erzählte lange darüber, wie sie sich von ihrer Mutter verraten fühlte und ging dabei fast weiter, als Fred es erhofft und erwartet hatte. Schließlich hatten sich die beiden bisher wenig wirklich privates erzählt. Doch offenbar vertraute sie ihm, das fühlte sich gut an.
Fred saß dabei einfach nur da und hörte ihr zu und irgendwie schien es ihr gut zu tun. Und es machte ihm nicht mal etwas aus, minutenlang dazusitzen und einfach nur zuzuhören.

Allein die Tatsache, dass sie sich dadurch offenbar besser fühlte, machte ihn glücklich. Doch obwohl er wünschte, dass es ewig so weiter gehen würde, kam sie irgendwann zu einem Ende. Sie beendete den letzten Satz und ließ sich nach hinten fallen und lag nun mit dem Rücken auf dem Boden und schaute wieder in die Sterne. Nachdem sie minutenlang geredet hatte, war es wieder still geworden, doch es war diesmal keine unangenehme Stille. Er spürte, dass er jetzt nichts sagen musste.

Fred ließ sich ebenfalls mit dem Oberkörper nach hinten fallen und lag neben ihr. Der Abstand, den sie vorher noch krampfhaft eingehalten hatte, er war egal geworden. Für Fred fühlte es sich an, als wäre eine Barriere zwischen ihnen eingerissen worden.

„Es tut mir leid.", flüsterte er nach ein paar Minuten nur leise. Doch von ihr kam keine Antwort. Sie brauchte jetzt ebenfalls nichts zu sagen.

„Ich wollte schon immer wissen wie dieses Sternbild heißt.", sagte sie, nachdem die Stille einige Zeit lang angehalten hatte. „Das was wie ein M aussieht."

„Was meinst du?", fragte Fred verwirrt.

„Das da!", gab sie zurück und zeigte nach oben. Da musste Fred plötzlich lachen. Wie oft hatte sein Opa ihm als Kind die Sternbilder gezeigt, wenn er wie so oft bei ihm übernachtet hatte. Vermutlich war er davon deshalb so fasziniert.

„Du meinst Cassiopeia! Aber das ist ein W und kein M, siehst du.", zeigte er ihr den Verlauf der Linien mit seiner Hand.

„Wo soll das ein W sein?", fragte sie.

Doch Fred sagte nichts. Er griff nur vorsichtig nach ihrem noch ausgestreckte Arm und tastete langsam nach ihrer Hand. Sobald er ihre Hand umfasste begann er mit ihr zusammen das W nachzufahren. Ganz langsam fuhren sie gemeinsam von Punkt zu Punkt bis sie das W nachgezeichnet hatten. Ganz weich und warm fühlte sich ihre Hand an. Es war ein schönes Gefühl. Als sie den Buchstaben vollendet hatten, blieben sie gemeinsam am letzten Punkt stehen. Doch ihre Hände blieben eine Sekunde länger zusammen als es nötig war.

Sofort nachdem sich ihre Hände losgelassen hatten, stand Sprotte schnell auf. Sie wusste offensichtlich nicht, was sie sagen sollte. Aber man konnte selbst im Dunkeln sehen, dass sie rot geworden war. Noch geröteter als sie es oft war.

„Naja ähm... ich geh dann mal wieder hoch.", sagte sie schnell und lief Richtung Leiter ohne ihn nochmal anzusehen. Inzwischen war auch Fred aufgestanden und starrte ihr nach. Irgendwie hoffte er, dass sie sich nochmal umdrehen würde, doch sie hatte bereits wieder konzentriert die erste Leitersprosse anvisiert. Langsam stieg sie die Leiter nach oben und verschwand wieder auf der Tanzfläche. Fred blieb allein auf dem Boden zurück.

Er berührte instinktiv mit seiner rechten Hand die Stelle, wo sich gerade noch ihre Hände berührt hatten. Es fühlte sich fast noch an, als würde sie seine Hand immer noch berühren. Seine Haut war wie elektrisiert. Als er von seiner Hand wieder aufsah, war Sprotte schon die Leiter hinaufgeklettert. Er sah in den dunklen Wald und musste erstmal realisieren, was passiert war.

Den ganzen Abend hatte er sich einfach nicht glücklich, unzufrieden und fehl am Platz gefühlt. Doch auf einmal wurde ihm alles klar. Es hatte keinen Zweck sich dagegen zu wehren.

Es war auf einmal alles anders. Es war irgendwie..., er wusste auch nicht wie er es beschreiben sollte, als... hätte jemand 1.000.000 Schmetterlinge in seinem Bauch ausgesetzt oder so.

Was immer das noch bedeuten würde.
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