Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Liebe / Zu krass

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Zu krass

GedichtRomance / P12 / Gen
15.01.2021
15.01.2021
1
361
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
15.01.2021 361
 
Krass.
das ist es.
eigentlich viel zu krass für Worte,
Wie verdammt gut wir uns verstehen,
Also wirklich die Bedeutung des anderen verstehen.

Es ist Als würde ich die Tiefe deiner Existenz, drückend auf meiner Seele spüren, zu schwer um noch dagegen anzukämpfen, Stück für Stück zieht sie meinen Geist mit sich.

Ich kann mich nicht dagegen wehren. Bin machtlos. Sie entreißt mir die Kontrolle, nimmt mir die Zügel aus der Hand. Legt sich über mich, hüllt mich ein.

Regungslos der Ohnmacht nahe, starre ich in die Leere die sich vor mir auftut. Taubheit füllt mich aus, spüre nichts. Nur noch dich. Wie du in mir Wellen schlägst, mein Innerstes in Brand setzt, selbst das Blut in meinen Adern zum Kochen bringst.

Was machst du nur mit mir? WAS? Sag es mir!
Nistest dich hier ein, in meinem Leben, meinem Kopf, in jeder noch so kleine Faser meines Körpers. Vereinnahmst mich, ziehst mich in deinen Bann, schließt mich ein. Gibst den Weg vor, leitest mich, lässt mir keine Wahl, zwingst mich dir zu folgen. Gegen alle Gesetze, gegen alle Vorhaben, überredest du mich stillschweigend mich dem hinzugeben, der Neugier nachzugeben. Ich kann nicht anders, als mich dir zu ergeben.

Kann meinen Körper nicht mehr kontrollieren, doch ich hab keine Angst, nicht mehr. Ich hab dich. Deine Stärke in meinen Knochen, ich fühle dich, du bist ein Teil von mir.

Deine Gedanken, denken meine.
Deine Liebe erfüllt mein Herz.
Deine Worte, aus meinem Mund.
Deine Augen, Tor zu meiner Seele.

Du und ich schon längst ein wir.
Ergänzen uns, vervollständigen einander.
Eine Verbindung auf ganz anderer Ebene, wie aus einer fremden Dimension. So unbekannt, so neu und doch vertraut. Fernab von allem Menschenmöglichen, fernab der Welt.
Das kann man mich beschreiben, nicht in Worte fassen.

Wie wir zu einander sind, wie wir miteinander sind.
Wie wir sind. Wir einfach wir. So einzigartig, einmalig.

Das ist zu krass für simple Worte.
Das muss man fühlen. Das muss man leben.
Das muss man spüren.

Wir atmen erleichtert auf,
befreit von der Gedankenlast,
als ein neuer Tag beginnt.
Nein! Unser erster Tag beginnt.

Goldgetränkt erwartet uns der Horizont,
als Bote uns'rer Ewigkeit.
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast