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Zieh aus und such dein Glück (Arbeitstitel)

von Animenia
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Calcifer Hauro Markl OC (Own Character) Sophie
14.01.2021
14.01.2021
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14.01.2021 2.180
 
Halli hallo, lange ist es her, dass ich etwas poste. Und mindestens so lange ist es her, dass ich überhaupt etwas geschrieben habe. Corona sei dank, hatte ich genügend Zeit zum einem mein Lieblingsbuch "Das wandelne Schloss" von Diana Wynne Jones mal wieder zu lesen und auch genügend Zeit den Film "Das wandelne Schloss" mal wieder zu sehen.
Und da kam die Erleuchtung! Ich hatte eine Idee zu einem OC und einer Geschichte. Diese Geschichte, sei es nun Buch oder Film, braucht einfach mehr Fanfictions. Ich brauche mehr von dieser Geschichte. Also hier mein Versuch!
Beachtet: Ich  weiß selber noch nicht so ganz wohin diese Geschichte führen soll. Und noch viel weniger weiß ich ob überhaupt jemand mein Geschreibsel lesen möchte.
Alles was bisher feststeht ist, dass ich diesen Charakter, meinen OC, und gerade diesen Anfang der Geschichte so präsent vor meinem Inneren Auge hatte, dass ich es endlich aufschreiben musste.

Ich freue mich über jede Rückmeldung, sei es zum OC, oder wie ich die existierenden Charaktere beschrieben habe oder zu Ideen, welche ich in der Geschichte umsetzen soll. Ich bin offen für alles ;)

Achso PS: Markl = Michael  und Hauro = Howl

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In dem von einem überraschenden Samstag berichtet wird (Pilot)


Es war ein wunderschöner und vor allem ruhiger Tag im Schloss des Zauberers Howl. Ein äußerst seltener und fragiler Zustand.
Es war Samstag kurz vor dem Maifeiertag  um genau zu sein. Samstag war, so hatte sich die kleine zusammengewürfelte Familie - die aus dem Zauberer Howl höchstpersönlich, seiner Geliebten Sophie, Howls Lehrling Michael und dem Feuergeist Calzifer bestand – entschieden ein arbeitsfreier Tag.
An einem perfekten Samstag und so einer schien dieser Tag werden zu wollen, standen sie spät gemeinsam auf, frühstückten ausgiebig und dann zog jeder seiner Wege. Was meist bedeutete, dass Michael zu seiner Freundin Martha (Sophies jüngster Schwester) ging und den ganzen restlichen Vormittag sie anhimmelte, während sie in der Bäckerei Cesari Kuchen und Torten verkaufte, bis es auch für sie hieß, den restlichen – natürlich freien Tag -  nach ihren Belieben zu nutzen.
Calzifer flog ein und aus, so wie jeden Tag. Er streunerte mal hierhin und mal dahin und schaute ab und an wieder im Schloss herein. Sophie als Herrin des Hauses kümmerte sich am Vormittag gewissenhaft um den Haushalt, putzte, machte Wäsche.  Howl frotzelte derweil über sie und betonte immer wieder, dass er das alles mit Magie mit nur einem Handschlag erledigen könne. Doch er tat es selten, denn er wusste, so würde er Sophies Unmut auf sich ziehen.
Während sie also durch das Schloss fegte, wischte und wienerte, widmete er sich einigen Zaubereien. Keine allzu aufwendigen, schließlich sollte  man am Samstag ja entspannen. Die Zauber waren meist allerlei Kleinigkeiten mit denen er Sophie überraschen und manchmal auch erschrecken wollte. Zum Beispiel zauberte einen Samstag ihr ein neues Kleid herbei, einen anderen Samstag zauberte er einen riesigen Blumenstrauß direkt vor Sophies Nase, woraufhin sie sich fürchterlich erschreckte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie drehte sich um, stellte den Besen mit dem sie gerade den Durchgang zum Laden fegte an die Wand und fuhr zu ihm herum. Sofort war der Strauß in Howls Hand. „Genug geputzt“ sagte er und schmunzelte über ihren angestrengten Gesichtsausdruck, „lass uns doch ein Picknick in den Blumenfeldern machen, ja?“ Sofort gab es Sophie auf ihn böse anzuschauen, rollte die Augen, aber nahm sich ihr Tuch, was sie sich über die Schultern legte und so machten sie ein Picknick.


Dieser Samstag fing ganz ähnlich an. Die Sonne schien warm und golden durch die Fenster und weckte Sophie, die sich noch einmal im großen Himmelbett herum drehte und seufzte. So viel Platz hatte sie selten, so allein im großen  Bett konnte man es sich auch gut gehen lassen.
So allein im großen Bett…, Sophie blinzelte träge. Die andere Seite des Bettes war leer, Howl war bereits aufgestanden. Sie setzte sich auf. So wie die Sonne ins Zimmer schien, war es bereits recht spät am Vormittag.  „Wieso hat er mich denn nicht geweckt?“ murmelte sie zu sich selbst, streckte sich noch einmal ausgiebig, sie hatte wirklich wundervoll geschlafen. „Meine Haare sind ja das reinste Nest!“ stellte sie dann weniger zufrieden fest und machte sich gleich daran die vielen Knoten zu lösen und stand auf.
Während sie mit ihrem Haar kämpfte, lauschte sie angestrengt ins Schloss. Nichts was zu hören, aber auch gar nichts. Obwohl das Schloss sich an mehreren Orten gleichzeitig befand und zudem sich an einem der Orte auch ständig bewegte, konnte man dies nicht wahrnehmen. Aber auch sonst war nichts zu hören. Sie hörte weder Micheal im anderen Schlafzimmer, noch hörte sie ihn unten im Wohnraum. Es war wahrhaftig mucksmäuschenstill. Das lies Sophie die Stirn in Falten werfen. „Die sind doch nicht wirklich alle ausgegangen und haben mich hier schlafen lassen!“ murmelte sie entrüstet ihr Spiegelbild an.
Doch zu ihren größeren Unmut, waren wirklich alle ausgegangen. Als Sophie runter in den Wohnraum ging, musste sich das eingestehen. Alles war leer. Niemand saß an der Werkbank, niemand war da um das Bad zu blockieren (was Howl ja mit Vorliebe tat) und auch der Kamin war, was bedeutete, dass Sophie wirklich völlig und ganz und gar allein im Schloss war.
Sie schnaubte und verschränkte die Arme. So blieb sie eine ganze Weile einfach auf der Treppe stehen. Irgendwann aber wurde es ihr selber zu doof, denn schmollen brachte ja auch nichts, dachte sie und machte sich daran die Vorräte zu begutachten und zu entscheiden was sie, so mutterseelenallein, denn frühstücken wollte. Schlussendlich entschied sie sich für Brot mit Honig.
Nachdem sie gesättigt war, wusch sie das Geschirr ab und räumte es ordnungsgemäß in den Schrank. Dann machte sie sich daran das Schloss sauber zu machen, da ihr erst einmal nichts Besseres einfiel. Dabei fand sie eine Notiz auf der stand:

Sind ausgegangen, wollten dich nicht wecken.
               Howl und Michael!


„Haha, sehr witzig. Als ob ich darauf nicht gekommen wäre...“ wieder schmollte Sophie einen momentlang. Da sie erst gestern im Schloss geputzt hatte (das hatte wirklich ihr gesamtes Arsenal umfasst, von fegen und wischen, über zu wienern und bohnern), war sie viel zu schnell wieder fertig und wusste dann nicht so recht etwas mit sich anzufangen.
Sie könnte durch den Laden (welcher nicht, wie der Rest des Schlosses an vier Orten zugleich war) nach Market Chipping, ihrer alten und auch neuen Heimat, gehen um ihre jüngste Schwester Martha bei Cesari besuchen. Doch Sophie war sich sicher, dass Micheal auch dort war und sie wollte ungern das junge Paar stören. Sophie hatte Howl fast den ganzen Tag um sich, die beiden hatten dieses Glück nicht. Sie zu stören, kam ihr daher unfair vor.
Dann überlegte sie über die magische Eingangstür  nach Kingsbury zu gehen und ihre andere Schwester, Letti, dort zu besuchen. Doch Sophie konnte sich in Kingsbury nie orientieren, obwohl das Haus des königlichen Magiers Ben Suliman, bei dem Letti nun selbst Magie lernte, nur wenige Straßen entfernt war. Sophie wollte sich ungern, wieder einmal, in Kingsbury verlaufen.
Sie seufzte. So ganz allein war ihr auch nicht danach spazieren zu gehen. Nach einigem überlegen kam sie zu dem Schluss, dass jetzt doch eine hervorragende Zeit war um mal wieder zu lesen. So schnappte sie sich ein Buch aus dem Regal und ließ sich auf dem kleinem Sofa, welches in einer Nische unter einem Fenster stand nieder.
Kaum, dass Sophie auch nur eine Seite gelesen hatte, klopfte es aber an der Tür. Sie blickte auf, von dem Sofa aus konnte sie gerade noch die magische Tür des Schlosses sehen. Als Calzifer noch einen Vertrag mit Howl hatte und an den Kamin des Schlosses gebunden war, hätte er immer gewusst an welcher der vier Türen es nun klopfte. Durch seine magischen Fähigkeiten als Dämon war Calzifer in der Lage gewesen, nicht nur das Schloss mit allen seinen Abwehrzaubern aufrechtzuerhalten und zu bewegen, nein er konnte auch hinaussehen, wenn auch nicht all zu weit. Da der Feuerdämon nun aber nicht mehr da war, sondern kam und ging wie er lustig war, musste Howl den Zauber, der auf der Eingangstür lag verändern.
Über eine drehbare Scheibe mit bunten Tupfern konnte man entscheiden durch welche Tür man hinausgehen wollte. Es war Kinderleicht. Man musste dazu nur den richtigen Tupfer in der Scheibe nach unten drehen.
Klopfte es nun von außen, drehte sich eine neben der Tür hängende Scheibe mit denselben Farben wie die Tupfer. Die Farbe, die an der Scheibe nach oben Sprang zeigte an wo der Besuch vor der Tür stand.
Sophie erschrak. Auf der Scheibe ragte das schwarze Viertel nach oben.
„Wales.?“ Hauchte Sophie. Wer um Himmelswillen wollte aus Wales zu Howl?
Sophie war einige Male dort gewesen in diesem weitentfernten, fremden Land aus dem Howl stammte. Sie kannte seine Schwester Megan, mit der sie sich nicht allzu gut verstand, und seinen Neffen Neil und seine Nichte Mari. Sophie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer der drei vor der Tür stand und klopfte. Sophie wünschte Calzifer wäre hier, er hätte sagen können, ob dieser Unbekannte gefährlich war oder nicht.
Es klopfte wieder, diesmal eindringlicher. Sophie überlegte einfach abzuwarten, bis derjenige es aufgab. Doch ihre Neugier siegte und sie ging zur Tür als es ein drittes Mal klopfte.
Wer kann das schon sein? Die Schutzzauber ums Schloss waren stark genug, jeden aufzuhalten, der ihnen etwas Böses wollte! Und schließlich kann ich auch zaubern, auch wenn ich darin nicht allzu geübt bin, dachte Sophie.
Hinter der Tür hörte sie jemanden etwas sagen, doch sie verstand es nicht.
Sophie öffnete die Tür und ein kühler, feuchter Windstoß kam ihr als erstes entgegen. Der Himmel in Wales war grau und trüb und es regnete. Es war nass und kalt und ziemlich unfreundlich. So war Wales fast immer, wenn Sophie dahin ging. Sie konnte verstehen, dass Howl lieber in Ingari war (das war sie selbst auch).
Der Unbekannte vor der Tür war gerade einmal so groß wie Sophie selber und  trug die seltsame Kleidung, die in Wales üblich war. Hohe klobige Stiefel, dann folgte eine enge Hose aus derbem Stoff und ein dicker Pullover, dessen Kapuze tief in das Gesicht der Person gezogen war. Sie trug schwarz in schwarz in schwarz. Unter der völlig durchnässten Kapuze blitzen grünblaue Augen hervor.           „Ist Howell da?“, fragte die Person. Sophie erkannte an der Stimme, dass ein Mädchen, eher eine junge Frau vor ihr stand.
In einer Hose! Also wirklich, dachte Sophie und: Nicht, dass das eine alte verflossene von Howl ist! Dieser Gedanke machte Sophie wütend und eifersüchtig, etwas das sie gar nicht gerne war. Und da sie dieses Gefühl absolut nicht mochte, war sie drauf und dran der Frau die Tür vor der Nase zuzuschlagen.
Sie schien das zu bemerken und eher Sophie dazu kam den Gedanken umzusetzen, hatte sie einen Fuß in die Tür gestellt. „Ist er da oder nicht?“ fragte sie. Eine dunkle Strähne löste sich aus der Kapuze und die grünblauen Augen, welche Sophie ganz schrecklich an Howls erinnerten blitzen sie mit einem Hauch Verzweiflung an.
„Nein ist er nicht.“ Erwiderte Sophie steif.
„Wann kommt er wieder?“ bohrte die Frau nach.
„Das weiß ich doch nicht!“ platze es aus Sophie heraus. Das brachte ihren Unmut darüber wieder zurück, dass sie von allen heute allein gelassen worden war. Wo steckte dieser vermaledeite Zauberer überhaupt?!, fragte sie sich nun einmal mehr.
Die Unbekannte legte ihre Hand an die Tür, gleich neben Sophies. Sie war bleich und eiskalt. „Kann ich bitte drinnen warten bis er wieder kommt?“  Sie klang wirklich verzweifelt.  Naja ich würde auch ungern bei diesem Wetter vor der Tür bleiben… , gab Sophie in Gedanken zu. Allerdings missfiel es ihr wirklich diese Fremde einfach ins Schloss zu lassen, also sagte sie patzig: „Wer glauben Sie denn, wer sie sind?“
„Seine Nichte!“ kam es ähnlich barsch zurück. Sophie schnaubte.
„Ich kenne seine Nichte, Sie sind das bestimmt nicht.“
Die grünblauen Augen blitzen sie wieder an. „Ich bin Howells älteste Nichte. Wenn Sie Mari meinen, das ist meine Cousine.“
Sie kannte Howls richtigen, seinen walisischen  Namen, den hatte sie am Anfang auch gesagt, fiel Sophie wieder ein.
Ein Windstoß knallte Sophie in diesen Moment entgegen und sie wurde nass. Bei diesem Wetter jagte man wirklich nicht einmal den Hund vor die Tür. Sie schnaubte wieder. „Wie heißen Sie überhaupt?“
„Gwen.“ Antwortete die Frau.
„Also gut, Gwen, kommen Sie rein und wärmen sich etwas auf.“ Damit trat Sophie beiseite und lies sie eintreten.  Gwen griff neben die Tür und hievte einen riesigen schillernd blauen Rucksack über die Schulter und trat schnell an Sophie vorbei, bevor diese es sich anders überlegen konnte.  Die Frau war dünn und zart gebaut, wie sie im nun besseren Licht, denn in Ingari schien ja die Sonne ins Schloss herein, sehen konnte. Und sie triefte den Boden regelrecht voll…

















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So das war  mein kleiner *hust*1900 Worte*hust* Pilot und Prolog. Ich hoffe es hat Spaß gemacht zu lesen und wenn nicht schriebt auch gerne einen Review warum nicht!
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