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Farewell

OneshotAngst, Familie / P16 / Gen
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
14.01.2021
14.01.2021
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Hey ihr. Jap wir haben ne ganz schön lange Pause gemacht. Ich hoffe, das nehmt ihr uns nicht übel. Ich schreibe immer die Ffs, lad sie aber iwie nicht hoch. Heute habe ich aber einen Oneshot für euch. Ich hoffe er gefällt euch.
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Farewell

Er hatte ihn nun doch noch gefunden.
Izaya stand mit dem Rücken zur Wand. Wortwörtlich.
Sein Blick verlor das schelmische, dieses neckische Funkeln, was er immer inne gehabt hatte.
Es stand nur noch eins in seinen Augen. Nackte Panik.
Todesangst.
Sein Atem rasselte schmerzhaft in seiner Lunge als sein Körper verzweifelt versuchte ihn mit dem Lebenswichtigen Sauerstoff zu versorgen.
Er kam immer näher. Izaya hörte sein Schnaufen, seine Schritte, die wie ein drohendes Gewitter zu ihm hinüber donnerten.
Unwillkürlich presste er sich fester an die Backsteinmauer hinter ihm und krallte seine skelettartigen Hände hinein. Der rote Stein gab nicht nach. Blut sammelte sich in seinen Nagelbetten als er verzweifelt versuchte sich hochzudrücken, einen halt an der Mauer zu finden.
Aussichtslos.
Es gab wenige Momente in denen er echte Angst empfand, aber jetzt, in diesem Moment, schlug sie über ihm zusammen wie ein brennender Tsunami. Er drehte sich um, blickte gehetzt zu dem Mauerende in knapp vier Metern auf. Er rannte wie ein Hase in der Falle hin und her, suchte nach einem Aufstieg.

Shizuo kam näher.
Die Schritte waren langsamer geworden. Er konnte das tiefe Grollen aus seiner Kehle hören. Nun hatte er ihn doch noch in die Enge getrieben. Normalerweise hätte diese Mauer für Izaya kein Hindernis dagestellt, wenn dort etwas gestand oder gehangen hätte, auf das er klettern konnte um über die Mauer zu kommen, aber vier Meter? So hoch konnte nicht einmal Izaya springen.

Izaya sprang die Wand an, versuchte verzweifelt mit seinen Händen die obere Kante zu erreichen, aber ihm fehlte der Schwung, und so weit zurückzugehen um genug Schwung zu holen, konnte er nicht.
Shizuo kam mit der Gelassenheit eines grausamen Raubtieres auf ihn zu, das genau weiß wie sinnlos es ist vor ihm fliehen zu wollen, wie sinnlos es ist zu kämpfen. Ein Lächeln, das wie das Beil eines Henkers über ihnen hing, hatte sich auf dem Gesicht des Blonden ausgebreitet.
Izaya tastete gar nicht nach seinem Messer, er wusste dass es hoffnungslos war. Er hatte es irgendwo, in der vorrangegangene Jagd durch das Gewirr der Gassen verloren.

Ein dünnes Lächeln verzog die Lippen des Jüngeren. Es war nur ein trauriger Schatten seiner normalen Häme. Der Andere versperrte den Ausgang.

In dieser Nacht starb Izaya Orihara. Ja er starb. Aber nicht durch die Hand Shizuos. Nein, durch seine Annahme er könnte immer fliehen.

Shizuo, dessen Lächeln schadenfroh sein gesamtes Gesicht einnahm, und dessen Blickfeld nur weiß durch den glühendheißen Zorn war, der durch seine Adern pulsierte, stürmte auf Izaya zu.
Eine Hand schloss sich zielsicher um die dünne Gurgel des anderen. Pure Mordlust pochte durch seinen Körper, übertrumpft nur von der Blutrünstigkeit. Der Informant wand sich in seiner Hand, schlug um sich, versuchte zu entkommen.
Oh wie genoss er die Panik in den Augen des Andere! Oh wie labte er sich an dessen Verzweiflung!


Die Schläge prallte nutzlos an seinen muskulösen Armen ab. Izaya biss und trat und schlug um sich, spürte die Luft immer knapper werden. Aber er kämpfe, verbissen. Shizuo ließ lockerer als Izaya durch seine blindwütige Angst einen guten Treffer landete.
Auf einmal war er frei während sich der andere hinter ihm krümmte. Hustend und würgend stand er einen Moment an der Hauswand, unfähig sich zu rühren.
Dann stob er wieder los, schlitterte um die Ecke und hechtete in eine neue Seitenstraße. Izaya setzte über zwei kleinere Mauern und wollt gerade Anlauf für die dritte nehmen, als ihn etwas in die Rippen wie ein Rammbock traf.
Stöhnend ging er zu Boden, den glühenden Schmerz wegatmend.


Aber da war keine Luft mehr zum atmen. Er rang nach Luft, schmeckte Blut. Ein gurgelnder, röchelnder Laut kam über seine Lippen als er sich mit der verbliebenen Kraft aufsetzte. Im erstem Moment fragte er sich, was ihn da so getroffen hatte, dann sah er jemanden aus der Dunkelheit kommen.
Doch es war nicht Shizuo. Er kannte Denjenigen nur flüchtig.
Und Derjenige trug eine dicke Eisenstange mit sich herum.

Izaya wollte weiter, stützte sich auf Hände und Knie und versuchte aufzustehen.
Es gelang ihm erst nach dem dritten Anlauf. Wieder rang er nach Luft, versuchte den stechenden Schmerz zu ignorieren
Der andere stand noch immer grinsend da, hätte leichtes Spiel, doch er wartete.
Das Herz des Informanten donnerte im hastigen Galopp, als er sich aufrichtete. Die Schmerzen ließen sein Sichtfeld verschwimmen, aber er musste weiter.
Hinter sich hörte er Shizuo röhren.
Nicht einmal die Kraft, sich zu fürchten hatte er noch.
Izaya taumelte weiter, eine Hand an seine Rippen gepresst, die andere an der Mauer abstützend.
Als er auf die Straßen von Ikebukuro hinaustrat dachte er für einen Moment daran, endlich sicher zu sein- was für ein naiver, folgenschwerer Irrtum.
Der Schmerz sandte zornige Wellen durch jede seiner Körperteile. Er hörte grausames Lachen, hörte das Rasseln seiner verletzten Lungen, versuchte mit der Menge zu verschmelzen, aber seine Verletzungen machten ihm einen Strich durch die Rechnung.

Auf einmal teilte sich die Menge. Shizuo kam auf ihn zu, Izaya fixierend wie ein Greifvogel seine Beute.
Izaya wagte einen weiteren Fluchtversuch aber weit kam er nicht. In dem Treppenhaus eines nahen Parkhauses erbrach er das erste mal eine Unmenge an Blut. Er schleppte sich die Treppen hinauf, weiter immer weiter.

Er konnte kaum noch was sehen, sein Mantel war zu heiß und fühlte sich klebrig an.
Auf einmal stand er auf dem windumpeitschten Dach. Er richtete sich nocheinmal auf, hörte das Wutgebrüll des Monsters von Ikebukuro im Treppenhaus.
Einen Moment hielt er inne und blickte über die Dächer der Stadt. Er legte den Kopf in den Nacken, blickte die Sterne an. Eine plötzlicher Frieden überkam ihn.
Eigentlich, dachte Izaya, eigentlich konnte er damit Leben. Dass er einmal verlor.

Nicht weit von dem Parkhaus entfernt war ein anderes Flachdach. Er würde es schaffen, ganz sicher. Izaya sprintete los.


Shizuo preschte in dem Moment durch die Tür, als er sah wie Izaya sprang. Sah wie er sich streckte, verzweifelt nach dem Dachgeländer angelte und….
Und verfehlte.

Izaya schloss im Fall die Augen.
Komischerweise, fühlte er keine Panik, sondern nur noch grenzenlose Ruhe.
Er hört Shizuos Schrei. Ob aus Wut oder aus Entsetzen, wer weiß das schon? Der Fall war endlos lang, den Aufprall fühlte er fast gar nicht.
Ein näherer Schrei ließ ihn aufblicken. Einmal öffnete er noch mühsam die Augen. Es war eine seiner Schwestern. Sie stand da, blickte auf seinen zerschmetterten Körper hinab. Ein sanftes Lächeln zupfte an seinen blutverschmierten Mundwinkeln.
Seltsamer Weise schien sie eher erstaunt als entsetzt.
„Izaya“, sagte sie, milde interessiert, ließ sich neben ihm auf die Knie sinken, hob seinen Kopf etwas an, damit er besser atmen konnte. Er hustete schwach. Sie fuhr mit ihrer Hand durch seine Blutverschmierten Haare. Es tat zwar weh, es war aber auch auf eine eigentümliche Art und Weise schön. Sie legte seinen Kopf auf ihre Knie, blickte in seine roten Augen. Er lächelte noch ein letztes mal, das für ihn so typische Lächeln.


Sie fuhr über seine Stirn, niemals würde sie ihn alleine sterben lassen. „Niemals“, flüsterte sie. Sein typisches Lächeln wich unausgesprochener Sanftheit.
Als sie an ihm hinabblickte wusste sie schon, dass es zu spät war um ihn zu retten. Heißes Blut sickerte über ihre Hände und in ihre Kleidung, aber das war ihr gleich. Ein letztes mal stieß Izaya Orihara ein tiefes Seufzen aus und schloss die Augen. Auf seinem Gesicht blieb die letzte Spur seines Lächelns zurück. Dieses für ihn so eigentümliche Lächeln. Sie schmiegte sich an den immer kälter werdenden Körper ihres Bruders. „Schlaf gut, Bruderherz“, murmelt sie. Auch sie schloss für ein kurzen Moment die Augen, drückte seinen leblosen Körper an sich. Dann stand sie auf, ließ ihn sachte zurück auf das blutige Pflaster sinken und verschmolz mit den Schatten der Gasse.


Shinra kam zu spät.





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Sorry für das tragische Ende. Tatsächlich sit der letzte Absatz, aus der Sicht von einer von Izayas Schwestern, schon vor Ewigkeiten entstanden. Ich hoffe es ist nicht zu OOC- lastig geworden. Ich kann mir irgendwie gut vorstellen, dass eines Tages der Tag kommt, an dem die Geschichte mit den Beiden so sehr ausartet, das einer von beiden draufgeht.
Naja.
Sombre Contre wird auf jeden Fall noch mal ordentlich überarbeitet und weiter geführt. Hatten nur zwischendurch mal nen Festplatten Schaden.
Oki, dann bis nächstes Mal. Rückmeldungen wären lieb. XD
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