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Die Mikaelson Überlebenden

von Kalissi
GeschichteDrama, Übernatürlich / P18 / Mix
Davina Claire Freya Mikaelson Kol Mikaelson Rebekah Mikaelson Vincent Griffith
14.01.2021
26.02.2021
11
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14.01.2021 1.862
 
Kol lag schlafend in seinem Bett neben Davina. Er stöhnte leise vor sich hin. Schweißperlen liefen ihm über das Gesicht.

Im Traum
Kol rannte im Regen durch einen Wald. Sein Rücken schmerzte unglaublich. Er versuchte nach dem Schmerz zu greifen. Als er die Stelle berührte, erkannte er erschrocken, dass seine Hand voller Blut war. Hinter ihm waren laute Knurrgeräusche zu hören. Er verspürte unglaubliche Angst. Warum hab ich nur solche Angst? Ich bin ein Urvampir. Irgendwelche Wölfe können mir doch nicht gefährlich werden. Und trotzdem wollte die Angst einfach nicht verschwinden. Er kam an einen sehr tiefen Abgrund. Seine Augen weiteten sich. Das Knurren wurde immer lauter. Er drehte sich um und in dem Moment wurde es hell...
"Kol wach auf" "Kol". Er blinzelte. Langsam wurden Konturen sichtbar. Es war Davina. Kol sah sich um. Er lag in seinem Bett. Er war komplett nass von Schweiß. "Tut mir leid, hab ich dich geweckt?" fragte Kol müde. "Soll das ein Witz sein? Du hast wie ein Angestochener geschrien" antworte Davina mit angsterfüllter Stimme. "Was hast du denn geträumt?" Kol setzte sich auf. Er bemerkte die Sorge in Davinas Stimme. "Ach nichts" sagte er und stand abrupt auf. "Wo willst du denn jetzt hin?" fragte Davina etwas verärgert. "Duschen" rief Kol in einem nachdenklichen Tonfall ohne sich nochmal umzuschauen. Kol schloss die Tür hinter sich zu, zog die nassen Sachen aus und stellte sich unter die Dusche. Dieser Traum war so real, so als würde es mir wirklich passieren, überlegte er, während er seinen Körper einseifte. Ich habe sogar die Schmerzen gespürt. Wie kann das nur sein? Kol stieg aus der Dusche, trocknete sich ab und schwang sich ein Handtuch um die Hüften. Vor dem Spiegel versuchte er seine wilden, braunen Haare zu bändigen, während er sich langsam wieder sammelte. Er blieb vor der Tür stehen und atmete tief ein. Davina durfte ihn nicht so sehen. Es machte einfach keinen Sinn, wenn sie sich ebenfalls Sorgen machte. Dann setzte er sein hin reißendstes Kol-Lächeln auf und öffnete die Tür. Davina saß auf dem Bett und kontrollierte ihre Handynachrichten. Selbst so kurz nach dem aufstehen, war sie so unglaublich schön. Ihre langen, schwarzen Haare umspielten ihre traumhaft geschwungenen Lippen in ihrem perfekten Gesicht. Kol konnte einfach nicht anders als sie ständig bewundernd anzustarren. Davina schaute auf. "Möchtest du jetzt vielleicht darüber reden?" fragte sie fordernd, als sei das seine Pflicht, als ihr Ehemann. Das hab ich wohl verdient, aber ich habe im Moment nun wirklich keine Lust einen auf Gequälten zu machen, dachte Kol. "Ich würde viel lieber mit meiner wunderschönen Ehefrau in unserem Lieblingscafe frühstücken" antwortete er mit schelmischem Lächeln. Davina schien immer noch nicht vollständig überzeugt. Dann musterte sie ihn von oben bis unten mit so einem gewissen Glitzern in den Augen. Ihre Mundwinkel zogen sich langsam nach oben bis sich ein Strahlen manifestierte. Sie stellte sich vor ihn, zog ihn zu sich runter und küsste ihn. Langsam löste Davina sein Handtuch von den Hüften. Sie betrachtete seinen muskulösen Körper und ging mit ihren Fingerspitzen an seiner Brust langsam nach Unten . Kol schaute sie mit lüsternen Augen an. Er streifte Davina vorsichtig das Nachthemd vom Körper. Er küsste sie an ihrem Nacken und fuhr mit vielen kleinen Küssen über ihren ganzen Körper, bis er an ihrem Venushügel angekommen war. Dann drückte er sie auf das Bett. Davina stöhnte und fuhr mit ihren Händen über seine immer noch nassen Haare. Davinas Körper vibrierte. Sie fuhr mit ihren Fingern über Kols Nacken und kraulte ihn. Er fuhr hoch und küsste sie noch einmal leidenschaftlich auf den Mund. Sie liebten sich bis die Sonne auf ging.


Im Cafe
Kol und Davina saßen unter einer großen Terrasse und scherzten miteinander. Das Dach wurde von 6 großen massiven italienischen Säulen getragen. Die Bordüren der Säulen bestanden aus verschiedenen fantasievollen Verschnörkelungen. Am Dach rankten verschiedene Kletterpflanzen entlang. Die Stühle waren kunstvoll aus Stein gefertigt. Beide tranken einen Cappuccino. Kol schüttete sich meist heimlich etwas Blut dazu, wie er selbst sagt für die besondere Würze. Ein paar Tische von den Beiden entfernt saß eine Familie mit einem kleinen Kind. Das Kind schrie laut herum, das es ein  Eis wolle. Die Mutter versuchte ihm mit Mühe begreiflich zu machen, dass es jetzt noch kein Eis gibt und man sah ihr an, dass sie peinlich berührt war. Davina wurde darauf aufmerksam und stockte im Gespräch. Kol verfolge ihren Blick. "Da können wir ja froh sein, dass wir uns nie mit so etwas rumschlagen müssen. Es hat auch Vorteile unsterblich zu sein" erklärte Kol mit einem schelmischen Grinsen, ohne groß darüber nach zu denken. Davina schaute ihn bloß an ohne die Spur eines Lächelns. Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. Kol erkannte, dass er ein heikles Thema angesprochen hatte und versuchte schnell es zu wechseln, bevor es ungemütlich wurde. "Äh, ich hab mich entschieden mal wieder Freya in New Orleans zu besuchen. Kommst du mit?" "Nein, das geht nicht. Ich habe doch jetzt bald Prüfungen. Danach darf ich endlich mit meinem Praktikum in der Grundschule beginnen" antwortete Davina in resolutem Ton. Kol schaute sie entnervt an. "Dann manipuliere ich deinen Lehrer, damit du bestehst. Wo ist das Problem?" Davina hatte sich in den Kopf gesetzt Lehrerin zu werden. Kol hatte ohne Erfolg versucht sie davon abzuhalten. Er verstand nicht wirklich wofür das gut sein soll. Davina blitzte ihn wütend an "Ich möchte aber nicht, dass du das tust. Ich will das aus eigener Kraft schaffen." Langsam verlor Kol die Geduld "Ich verstehe immer noch nicht warum du das tust. Wir haben doch alles. Ich kann die Leute manipulieren, damit sie uns ihr Geld geben." Davina war nur noch am Lernen. Jedes mal wenn er was Tolles mit ihr unternehmen möchte kommt die gleiche Ausrede. Davinas Stimme wurde nun lauter:"Darum geht es doch hier gar nicht. Es geht hier darum das ich in meinem Leben etwas erreichen möchte. Und wenn du mal nicht da bist möchte ich eigenes Geld haben auf das ich zugreifen kann. Ich hab es schon immer gehasst von Jemandem abhängig zu sein. Das weißt du doch. Jedenfalls dachte ich immer, dass du das weißt." Kol holte tief Luft. "Immer ihr Menschen und eure Selbstverwirklichung. Ich dachte wir lieben uns. Was brauchen wir mehr. Wir haben uns damals geschworen das wir den Rest unseres Lebens zusammen bleiben wollen." "Du meinst den Rest meines Lebens." unterbrach ihn Davina schnippisch. "Du wirst nach meinem Tod noch lange weiter leben. Wenn ich 50 bin siehst du immer noch so aus wie jetzt. Und wenn ich sterbe steht auf meinem Grabstein, sie war die Frau von Kol Mikaelson, nicht mehr und nicht weniger." Kol schluckte. Wo kam das denn auf einmal her. "Heißt das du willst nicht mehr mit mir zusammen sein?" Davina schaute etwas unsicher. Tränen glitzerten leicht in ihren Augen. Mit heiserer Stimme antwortete sie: "Das hab ich nicht gesagt. Aber vielleicht wäre es ganz gut wenn wir uns mal für eine Weile nicht sehen. Dann kann Jeder über das was er möchte nachdenken." Kols Welt verschwamm langsam vor seinen Augen. Wie konnte sie ihm das nur antun? Er bewegte den Mund, aber kein Wort wollte heraus kommen. Er musste hier weg, bevor er die Beherrschung verlor.  Er schob den Stuhl mit voller Wucht nach Hinten, welcher daraufhin an der Wand in tausend Stücke zerbrach. Die Leute an den anderen Tischen starten sie jetzt alle an. " Was guckt ihr so blöd? Kümmert euch um euren Scheiß." Kols Traurigkeit hatte sich blitzschnell in Wut verwandelt. Er nahm den Tisch und warf diesen ebenfalls an die Wand. Die Leute schrien laut auf. Das Kind an einem der Nachbartische fing an zu weinen. Nur Davina blieb ganz ruhig, schaute ihn mit finsterer Miene an, aber sagte keinen Ton. Kol rannte davon, ohne zu wissen wo er eigentlich hin wollte. Er wusste nur, dass er dingend hier weg musste.

Kol lief den ganzen Tag ziellos und wütend durch die Straßen Roms. Nach Hause wollte er nicht, da er es nicht ertragen hätte Davina dort zu treffen. Er hatte einen unglaublichen Hunger. Nicht unbedingt nach Blut. Nein er hatte Hunger auf Mord. Er brauchte jetzt dringend dieses übermächtige Gefühl der Überlegenheit, wenn er das Leben aus einem menschlichen Wesen presste. Davina zu Liebe hatte er größtenteils damit aufgehört und versucht nur Obdachlose umzubringen, die eh niemand vermisst. Davina wusste davon natürlich nichts. Aber jetzt hatte er Lust auf eine hübsche, hilflose Frau. Das hatte er schon lange nicht mehr. Und als ob es das Schicksal so wollte kam ihm gerade eine auf der anderen Straßenseite entgegen. Blitzschnell wechselte er auf die andere Seite. Kol grinste diabolisch. "So eine hübsche Frau des Nachts allein unterwegs? Wer weiß was sich im Dunkeln für üble Gestalten herum treiben." Die Frau lief an ihm vorbei ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Das machte Kol nur noch wütender. Er griff sie blitzschnell am Arm und zog sie in seine Arme. Die Frau schrie sofort laut auf. "Oh nein, was wollen sie von mir? Ich habe kein Geld." "Aber ich will doch nicht dein Geld." erwiderte Kol und fuhr dabei mit seinen Lippen vorsichtig über den Hals der Frau. Er stöhnte leise und leckte ihr provokativ über das ganze Gesicht. Die Frau wimmerte und versuchte sich aus der Umklammerung zu befreien. Dann schrie sie:"Hilfe! Hilfe!". Kol drückte ihr mit seiner Hand die Luft ab. "Du sagst kein Wort" manipulierte er sie und nahm die Hand von ihrem Mund. Nun war sie still. Tränen liefen ihr über das Gesicht. Anders wollte es Kol im Moment auch gar nicht haben. Er wollte das sie leidet. Er nahm ihren Arm und saugte ihr langsam das Blut aus. Am Hals würde es viel zu schnell gehen, dabei wollte er es doch genießen. Dann schmiss er sie gegen die Wand, riss ihre Bluse auf und trank an ihren Brüsten weiter. Es war für ihn immer wieder ein erhebendes Gefühl zu töten. Das Adrenalin ließ ihn alles Andere vergessen. Irgendwann verstummte ihr Puls, bis er dann völlig versiegte. Über und über mit Blut bedeckt lehnte sich Kol entspannt an die Wand und genoss das Glitzern der Sterne.


Persönliche Anmerkungen:
Hiermit versuche ich mich mal an meiner ersten Geschichte. Da ich das noch nie gemacht habe bin ich sehr dankbar für Feedback von euch. Ich habe die Serie The Originals geliebt und war sehr traurig als diese zu Ende ging. Daher dachte ich mir, jetzt schreib sie doch einfach weiter. Ich werde mich dabei so gut es geht an die bestehenden Fakten aus der Serie und auch aus der Serie Legacies halten. Wo ich mir etwas unsicher war ist das bestimmen der Altersfreigabe. Ich habe mich jetzt erst mal für P18 entschieden. Falls ihr meint das es doch zu brutal dafür ist wäre ich für einen Tipp dankbar. Dann ändere ich es. Beim nächsten Kapitel sind wir dann bei Freya.
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