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Show me Love

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / Gen
Hijiri Shikaido OC (Own Character)
14.01.2021
24.12.2021
12
8.105
2
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Dieses Kapitel
1 Review
 
24.07.2021 845
 
Gähnend machte ich mich auf den Heimweg. Rhythmische Gymnastik machte ganz schön müde. Zum Glück war der Muskelkater nicht mehr so schlimm, wie in der ersten Woche.
Es fing sogar an mir richtig Spaß zu machen. Auch Frau Pakkyaramao war angetan von mir.
Sie sah mich sogar schon in Turnieren. Akira Megushi der neue Star des Momokuri Gymnasium. Wegen meiner Tagträumerei übersah ich die Treppe, die vor mir runter verlief. Doch ich fiel nicht. „Wie es aussieht bin ich dein Schutzengel“, hörte ich eine Stimme dicht an meinem Ohr.
Perplex sah ich auf. Herr Shikaido hatte mich aufgefangen. „Statt zu träumen solltest du auf den Weg achten“, sagte er zu mir, während er mich runter lies. „Danke“, flüsterte ich als er mich abgesetzt hatte.
„Was war denn so interessant?“ fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf „Ach nichts weiter. Sagen Sie Herr Shikaido....“, setzte ich an. Er sah mich fragend an. „Wollen wir nicht ein Stückchen gehen. Ich würde Sie gerne etwas fragen.“ Ich wollte dies aber an einem ruhigeren Ort tun. Der Hauptplatz war mir zu lärmend.
„Nun, was liegt dir auf dem Herzen Akira?“, begann er nachdem wir in einer ruhigeren Allee angekommen waren. Zögerlich begann ich. „Ich.... ich hatte mich nur gefragt, ob ich irgendwas falsch gemacht habe. Sie waren zuletzt so komisch...“ Herr Shikaido sah mich durchdringend an. „Du hast überhaupt nichts falsch gemacht. Vergiss die Situation einfach. Ich war nicht ich selbst.“ Lächelnd sah er mich an. War das etwa hiermit schon abgehakt? „Also wenn Sie nicht wollen... Ich kann mir auch ein anderes Fach heraussuchen!“, platzte es aus mir heraus. Impulsiv packte er mich an den Schulter. „Ich habe dir doch gesagt, dass es okay ist. Jetzt hör auf dir deinen hübschen Kopf zu zerbrechen“, wisperte er nur wenige Zentimeter von mir entfernt. Die Sonne lies seine braunen Augen funkeln. Ich verspürte plötzlich den Drang ihn zu küssen. Doch bevor ich dem Drang nachgeben konnte ließ er mich los. „Komm ich bring dich nach hause.“
Ich wollte ablehnen, aber er bestand darauf. Schweigend gingen wir nebeneinander her.
„Sag mal Akira... Glaubst du an Gott?“ Überrascht sah ich ihn an.
„Wenn es einen Gott gibt ist er nicht sehr gut zu mir“, gab ich von mir. „Wie ist es mit Ihnen?“
„Ich tat es mal... Bis ich lernte, dass Gott nur zu drei Taten fähig ist.“ Irritiert blickte ich zu ihm. Er schaute in den Himmel.
„Erstens er gibt Menschen eine Seele. Zweitens er kann diese Seele beschützen und drittens ist er in der Lage für schlechtes Wetter zu sorgen.“ „Er sorgt für schlechtes Wetter...“, murmelte ich verwirrt. „Er hat bei seiner zweiten Aufgabe die Seele zu beschützen versagt...“, erklärte er mir.
Plötzlich ging er einen Schritt auf mich zu. „Da ich ebenfalls nicht an Gott glaube kann er mich hierfür nicht bestrafen.“ Bevor ich etwas erwidern konnte spürte ich seine linke Hand hinter meinem Rücken. Die rechte Hand war an meiner Wange und ehe ich einen Laut von mir geben konnte waren seine Lippen auf meinen. Ich merkte, dass meine Knie nachgaben, aber Herr Shikaido hielt mich fest.
„Akira..... Hallo hörst du mich?“ Herr Shikaido rüttelte an meiner Schulter. „ Wie, Was..“, verwirrt sah ich mich um. „Du bist plötzlich stehen geblieben und warst wie in Trance.
Geht es dir gut?“, fragte er mich besorgt. Hatte ich das nur geträumt? Ich war mir nicht sicher. „Was haben Sie als letztes zu mir gesagt?“, fragte ich ihn. „Das Gott versagt hat...“ Er hatte also nicht gesagt, dass Gott ihn nicht bestrafen würde. Er kam mir ehrlich gesagt auch nicht so vor, als hätte er mich gerade geküsst. Er wirkte so wie immer. Ein Ächzen entfuhr meinen Lippen. Vor Schreck hielt ich mir die Hände auf den Mund. Herr Shikaido sah mich verwirrt an. „Ich glaube du solltest schleunigst ins Bett. Nicht das du hier irgendetwas ausbrütest. Komm, es ist nicht mehr weit.“  Ich stimmte voll und ganz zu, dass ich schnell nach hause sollte.

Ächzend ließ ich mich aufs Bett fallen. Mit Argusaugen hatte Herr Shikaido mich bis zum Eingang des Momokuri Palace, dass Wohnhaus in dem meine Wohnung lag, im Blick gehabt. Er hatte wohl damit gerechnet, dass ich kollabiere. Ich fing an zu grübeln, wie es zu dieser Tagträumerei kommen konnte. Es hatte sich so real angefühlt. Kam mein Unterbewusstsein hoch?
Ich fuhr mir mit dem Zeigefinger über die Lippen. Eigentlich wäre das gar nicht so übel gewesen.
Was redete ich da. Kopfschüttelnd stand ich auf und ging in die Küche.
Aus dem Augenwinkel sah ich die Flasche Wein, die mir Herr Shikaido gereicht hatte.
Die hatte ich ganz vergessen. Ich nahm mir ein Weinglas aus meinem Schrank und öffnete die Flasche. Ich beschloss mich auf meinen Balkon zu stellen, denn es war eine sternenklare Nacht.
Am Geländer angelehnt sah ich in den Himmel. Ich liebte das Funkeln der Sterne und das seichte Licht des Mondes. Die kühle Luft war angenehm auf der Haut. Ich trank einen Schluck Wein. Er war sehr süß. Herr Shikaido hatte einen sehr guten Geschmack. Ob seine Küsse ebenfalls so süß waren?
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