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Gemeinsam durchs Leben-in guten wie in schlechten Zeiten

von bettyxws
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
14.01.2021
04.05.2021
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2.133
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04.05.2021 468
 
Stunden vergingen und kein Zeichen, dass diese endlose Zeit des Wartens bald ein Ende haben würde. Die Angst die Kai verspürte übernahm immer mehr die Kontrolle über seinen Körper und er konnte nicht anders, als sich hinzusetzen und einmal tief Luft zu holen. Auch, wenn er eigentlich nicht der Typ Mann war, der Gefühle zeigte, schon gar nicht in der Öffentlichkeit, so musste er jetzt doch zugeben, dass er von Marias schwerem Autounfall sichtlich geschockt war und er eine riesen Angst hatte, die Liebe seines Lebens zu verlieren. Am meisten machte es ihm jedoch zu schaffen kein einziges Zeichen aus dem OP bekommen zu haben. Er war selber Arzt und auch, wenn er in diesem Moment vielleicht nicht wirklich klar denken konnte, so wusste er doch genau, dass Marias OP eigentlich schon beendet sein sollte, doch das war sie nicht und das konnte einfach nichts gutes bedeuten.

"Laden auf 200" "Geladen!" "Und weg!" "Herzstillstand, beginne mit Herzdruckmassage" rief Dr. Stein. Seit schon fast 20 Minuten versuchte er gemeinsam mit seinen Kollegen das Leben seiner Freundin zu retten. Er wollte sie nicht gehen lassen. Jetzt noch nicht. Da draußen wartete schließlich ihr sicherlich sehr besorgte Lebensgefährte Dr. Hoffmann. Auch wenn die beiden nicht wirklich gut miteinander klarkamen, so wusste Martin genau, dass Maria für Dr. Hoffmann alles bedeutete und auch für ihn hatte sie einen ganz besonderen Wert. "Maria, komm schon! Du stirbst nicht jetzt, nicht heute, hast du mich verstanden?! Ich brauche dich doch! Und was soll ich Kai sagen? Er liebt dich und das weißt du auch, also kommst du jetzt sofort zu uns zurück und lässt uns nicht alleine. Komm sofort zurück!" Schon fast verzweifelt redete Martin auf seine Freundin ein, obwohl er ziemlich sicher war, dass sie ihn sowieso nicht hören konnte. Mit verzweifeltem Blick sah Martin nun zu dem Überwachungsmonitor und stellte fest, dass Marias Herz wieder angefangen hatte zu schlagen. "Okay wir sollten sie so schnell, wie möglich wieder zu machen, sonst bleibt sie uns heute noch auf dem Tisch."

Kai war in der inzwischen komplett in seiner Sorge verschwunden. Zusammengekauert saß er auf einem der Stühle vor dem OP und er konnte nicht verhindern, dass er anfing zu weinen. Ja, er der Mann, der aus der Sicht der anderen keine Gefühle zeigen konnte hatte tatsächlich angefangen zu weinen. Ihm war jedoch egal, dass ihn nun so jeder sah. Da drinnen kämpften seine Kollegen um das Leben von Maria. Sie war die Frau, die er über alles liebte und für die er auch weinte. "Sie werden gleich aus dem OP kommen und sagen, dass alles gut ist. Sie wird leben." sagte Kai zu sich selber. Ob er damit richtig lag sollte er jedoch noch nicht so schnell erfahren...
 
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