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Fehler die ich am Anfang als Autor gemacht habe

GeschichteAllgemein / P12
14.01.2021
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Ich schreibe mittlerweile seit ungefähr 15 Jahren regelmäßig und erst seit wenigen Jahren habe ich das Gefühl etwas Annehmbares zu produzieren. In der ganzen Zeit habe ich viel ausprobiert und immer wieder Fehler gemacht, die einfach vermeidbar sind. Vielleicht hilft dir dieser Text einige der Fehler zu vermeiden.

Nichts durchziehen

Mein Start als Autor war ein Fantasyroman, ach was, ein EPOS! Auf zweitausend Bände oder so ausgelegt. Ich habe jahrelang an der Idee herumgefeilt und manche Teilideen finde ich heute noch interessant. Aber: Über Seite 12 habe ich es nie geschafft und das trotz dessen, dass ich drei Seiten mit einem Figurenverzeichnis gefüllt habe. Es gibt hunderte Kurzgeschichten- und Romananfänge, die im Nichts versanken. All das ist wertlos. Ein unfertiger Text ist nichts wert. Wenn du Kafka bist, dann ja, aber für alle anderen Autoren ist ein unfertiger Text einfach kein Text. Eine Rohfassung mit Anfang und Ende ist der erste Grundstein, damit ein fertiger Text entstehen kann, aber ein Kapitel und zwei Notizen bringen dir gar nichts.

Rechtschreibung und Grammatik

Meine Rechtschreibung- und Grammatikkenntnisse waren nie grottig, allerdings noch weit weg von perfekt. Ich beschäftigte mich auch kaum damit. Viele Rechtschreib- und Grammatikfehler hätte ich mir erspart, wenn ich gründlicher gesucht hätte. Zumindest ab und an sollte man gewisse Grundregeln wiederholen.

Etwas sein wollen, was man nicht ist

Literaturnobelpreistexte. Das bin ich nicht. Ich schreibe Horror und ein klein wenig Fantasy. Sachtexte noch. Dieser Versuch irgendwie besonders tief wirken zu wollen, hat mich ewig aufgehalten. Vieles kommt von ganz allein.

Tunnelblick

Ich habe jahrelang scheußliche Gedichte geschreiben, weil mir ein paar Leute gutes Feedback dazu gegeben hatten. Aber damit kam nicht weiter, trotzdem habe ich es noch ewig weiter durchgezogen. Erst durch Horror habe ich das Gefühl mit den Texten weiterzukommen. Ein anderer Punkt ist, dass ich mich oft auf ein Genre versteife, wenn ich schreibe und so das Gefühl habe mich mehr und mehr in eine Ecke zu schreiben.

Nicht kürzen

Jetzt hat man es schon geschafft und endlich seine ersten 100 Seiten geschrieben. Ich kann verstehen, dass es da schwerfallen kann, etwas zu kürzen, aber es ist nötig. In jedem Text ist Bullshit, den man nicht braucht. Überflüssige Adjektive, Adverbien, redundante Sätze, unnütze Nebenhandlungen. Richtig kürzen ist fundamental.

Fazit

Natürlich mache ich auch heute nicht alles perfekt, im Gegenteil. Ich muss mich zu vielen Sachen aufraffen und vieles braucht Zeit, damit ich es durchziehe. Aber sich ab und an bewusst zu machen, was läuft und was auch nicht läuft, ist auf jeden Fall nicht schlecht.
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