Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Was man(n) für eine Wohnung alles tun muss...

von Violetay
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Aether
14.01.2021
14.01.2021
1
678
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
14.01.2021 678
 
"Paimon, ich werde nicht noch einmal mit dir in eine Wohnung ziehen... und nein auch nicht in eine "WG" und damit hat es sich." Aether wurde mit jedem Wort schneller, innerlich blitzten die Bilder seiner verbrannten Sachen immer wieder in seinem Gedächtnis auf. Wer hätte gedacht das ein einfaches Huhn in der Lage wäre die komplette Wohnung in Asche zu legen? Als Aether mit Paimon in eine WG zog, dachte er, dass die Tochter einer 5-Sterne Köchin zumindest halbwegs kochen könnte aber leider weit verfehlt. Paimons Kochkünste bestand darinnen kostenlos bei ihrer Mutter im Restaurant zu essen. Im Gegenzug kellnerte sie jede Woche für ein paar Stunden. Dank ihrer freundlichen Mutter und Personal, welches sich häufiger in letzter Minute krankschrieb, bekam auch Aether den "Kostenloses-Essen-für-Arbeit"-Pass.

"Ich weiß, aber schau mal du kannst bei deinen Eltern wohnen und etwas Geld sparen, während ich mich mit hoffentlich freundlichen fremden Menschen in einer kleinen WG anfreunden werde und aufpassen muss nicht zu verarmen. Ich kann kaum glauben, dass deine Mutter weiterhin mich dort arbeiten lässt. Ich will gar nicht wissen wie teuer die Flasche letztens war ... WAS?! ... Vielleicht hätte lieber ich aus dem Regal fallen sollen." Aether schaffte es gerade noch so in den Bus zu springen. Entgegen seiner Erwartung war der Bus halbleer und er setzte sich hinter einem Jungen, welcher scheinbar gerade einem beliebten orange haarigen Livestreamer zuschaute. Sitzend fragte er sich zwar um welches Spiel es gerade ging, verwarf diesen Gedanken jedoch schnell als Paimon ihm erzählte es gäbe eine Reihe von neuen "gutaussehenden" wissenschaftlichen Mitarbeiter, die ab diesem Semester die Übungen in Kleingruppen  leiten werden.  Den Gerüchten zufolge sogar einer aus dem Ausland. Paimon stellte viele Theorien über den mysteriösen Ausländer auf und behauptete zu bereuen sich nicht zu jedem Modul in eine Übungsgruppe eingetragen zu haben. Aether glaubte ihr kein Wort.

"Du meinst wie das letzte Mal als du unbedingt in die eine Bar wolltet in der angeblich "der hotteste Typ der ganzen Uni" arbeitet und ich vergeblich 3 Stunden auf dich in dieser Bar am Tresen auf dich gewartet habe?" Überraschenderweise hatte Paimon mit ihrer aufgeweckten Art nie einen Mann für sich gewinnen können. Das letzte Date endete damit, dass sie ihr Date in Grund und Boden aß. Wenn Paimon in drei Dingen gut war dann waren es: essen, Freundschaften knüpfen und anderen die Meinung sagen, wobei manchmal ein kleiner Filter von Vorteil wäre. Wie aus dem heiteren Himmel hatte sie von dem Barmann erfahren, auf Nachfrage meinte diese nur "Infoquelle Nr.1 persönlich hat mir das erzählt!". Wer war Infoquelle Nr.1? Das fragt sich Aether bis heute.

Im Gegensatz zu ihm befindet sich seine beste Freundin demnächst im 3. Semester und somit zwei über ihm. Möglicherweise wisse sie deswegen so viele Insiderinformationen. Seit Anfang dieser Woche redete sie ihn über mögliche Modulkombinationen dicht und erstellte ganze Handouts zum Thema wer der bessere Professor sei. Aether, als gewissenhafter Prokrastinierer, würde sich dieser Aufgabe am Sonntagabend, dem Abend vor Semesterstart widmen.

Aethers Zielhaltestelle wurde angesagt und er stieg aus, immer noch vertieft im Gespräch merkte er jedoch nicht wie jeder seiner Schritte gezählt worden waren. Aufgrund von Bauarbeiten an der Straße wechselte er diese und gerade als er sich Richtung WG-Besichtigung abbiegen wollte, fiel ihm auf, dass dies eine unbebaute Straße war. Er las sich das Inserat in der App erneut durch, verwirrt und leicht beschämt auf solch ein Fake-Inserat hereingefallen zu sein, sowie immer noch Paimon am Telefon habend, nahm er Kurs auf ein nahegelegenes Restaurant. Dies schien ein asiatisches Restaurant zu sein, davorstehend war ein junger schwarzhaariger Mann mit blaugrünen Strähnen in sportlicher schwarz-weißer Kleidung, bei näherer Betrachtung fielen ihm sowohl die gleiche Körpergröße als auch der Zettel in seiner Hand auf. Der Unbekannte klebte an der daneben stehenden Straßenlaterne mit etwas Klebeband genau diesen Zettel auf und ging in das Restaurant.

"Halb so wild Paimon, ich habe möglicherweise eine neue Anzeige gefunden..."
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast