Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ortus:Kiribaku Fantasie AU

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16
Eijiro Kirishima Katsuki Bakugo
13.01.2021
15.01.2021
2
1.729
2
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
13.01.2021 863
 
Sie nannten es meine Bestimmung, mein Schicksal, ob ich es mochte oder nicht war nicht ihr Problem.

Eines Morgens, der genau so beschissen wie alle anderen mit dem Weck-Geschrei meiner Mutter angefangen hatte, klopfte eine kräftige Hand laut an unsere hölzerne Eingangstür. Während ich und meine Mutter uns noch giftige Bemerkungen an den Kopf warfen, eilte mein Vater zur Tür, um unseren Besucher nicht warten zulassen. Schnell öffnete er, doch was er sah ließ sein lächelndes Gesicht zu einer harten Grimasse erstarren.

Sie hatten den größten und kräftigsten Man geschickt den sie hatten, um mich zu holen. Sie dachten ich würde nicht ohne Gewalt mein Haus verlassen. Als ich ihn erblickte viel mir ein welchen Tag wir eigentlich hatten. Es war der 21 Juni, Sommersonnenwende und der Tag, an dem der Fluch, der die Bewohner unseres Dorfes in der Senbō Gebirgskette einschloss, seinen Tribut forderte. Ein Menschenopfer.  Als meine Mutter den ungebetenen Gast bemerkte, wurde sie kreidebleich und drehte ihren Kopf wieder ruckartig zu mir. Ihre Augen spiegelten dieselbe Panik wieder, die wahrscheinlich auch in den dunkelbraunen Augen meines Vaters zu finden war. Ohne Vorwarnung kehrte wieder Leben in die Züge meines Vaters und er sagte mit barschem Ton „Wir bringen ihn raus, bitte wartet vor der Tür damit wir uns noch verabschieden können" und knallte die Tür vor der Nase meines Henkers zu. Wir wussten schon seit 2 Monaten darüber Bescheid, das ich das nächste Besänftigungsopfer sein soll, doch der Tag an dem sie mich holen würden kam schnelle als wir die Information verdauen konnten. Meine Eltern stürmten zu mir und klammerten sich mit aller Kraft an mich. Das ganze ist ein Bild, dass man in diesem Haushalt unter normalen Umständen niemals sehen würde, doch an jenem Tag brauchten wir diese Nähe alle. Meine Mutter streichelte mir mit zitternden Händen durch die Haare und flüsterte mir traurige Abschiede zu, während mein Vater uns alle fest zusammendrückte. Ich selbst war unter schock und verstand weder was meine Mutter mir zuflüsterte noch was gerade eigentlich passierte. Ein Moment verging bis ich realisierte das dies mein letzter Tag und diese Umarmung die letzte Zärtlichkeit war die ich bin zu meinem Tod erleben würde. Meine Arme hoben sich mit meiner steigenden Realisation und umschlossen meine Eltern ein letztes mal, bevor die Tür ungeduldig aufgetreten wurde und der große Man uns auseinander riss. Er packt mich am Arm und seine Helfer hielten meine Eltern auf Abstand die versuchten mich wieder zu ihnen zu holen. Er schleifte mich nach draußen zum Dorfplatz, wo sich das gesamte Dorf zu meinem Abschied versammelte.

Es ist nicht so das die Bewohner mich oder meine Familie besonders gut leiden konnten,  nein im Gegenteil, mich mochte  wegen meinem vulgären Wortschatz keiner so richtig, aber egal wer ausgewählt wird, alle Einwohner kommen und sehen zu, als wäre es eine Art Ritual.

„Heute ist dein großer Tag junger Bakugo, du wirst uns allen weitere 12 Jahre friedlichen Lebens verschaffen", auch wenn der Man lächelte, bemerkte ich wie gezwungen es war, immerhin war er es der nun schon zum 4ten mal ein junges Leben, einem tödlichem Fluch opferte. Als ich nicht antwortete, sah er wieder geradeaus und brachte mich bis zum Eingangtor, das das Dorf vom kurzen Waldstück und der Wand aus reiner Schwärze, die der Fluch geschaffen hatte um uns hier einzusperren, trennte.

„Du weißt, von hier musst du das letzte Stück selber laufen, junger Bakugo", sagte er und ließ meinen Arm, den er bis gerade mit einem schmerzhaften Griff gepackt hatte los. Langsam sah ich zu ihm auf und flüsterte „Ich will aber nicht sterben", mit kraftloser Stimme.Er drehte sich nicht zu mir und sah weiter hinaus in den Wald

„Keiner will das, deshalb ist es wichtig das du es tust, damit wir, als Gemeinschaft überleben können" Ich seufzte. Warum muss ich für alle sterben?Mir ist hier niemand wichtig, außer vielleicht die alte Hex- meine Mutter und mein Vater! Langsam kochte meine all zu vertraute Wut wieder hoch und ich sah wieder den Man an.

„Nur sie! Meine Mutter und mein Vater! Sie sind die einzigen die es verdienen zu leben! Ihr alle, Jahr für Jahr opfert ihr Menschen um eure eigene Haut zu retten und glaubt mir wenn ich sage das ich weiß, das die Losungen zur Auswahl der Opfer nicht zufällig sind. Der Bürgermeister versucht nur seine eigene Haut zu retten und Unruhestifter los zu werden. Ich sterbe nicht für euch! Ich sterbe für meine Eltern! Um ihnen ein längeres Leben zu schenken" Ich hatte laut genug gebrüllt,  das alle die oben auf dem Dorfplatz standen mich hören konnten.

Eigentlich war es an dem Tag der Opferung totenstill, um denen zu gedenken die sich für uns alle hingeben, doch heute wurden die Hügel mit einem unruhigen Murmeln bedeckt. Ich drehte mich um und stampfte den Pfad zum Wald entlang. Mein Todestag würde nicht so still und traurig , wie der der anderen sein und vielleicht brachte ja meine Rede das Dorf zum nachdenken und sie würden die nächsten 12 Jahre sinnvoll nutzen und versuchen eine Lösung zu finden, statt abzuwarten und ein nächstes Kind in den Tot zu schicken.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast