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Kleines Licht der Hoffnung

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P16
Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
13.01.2021
15.01.2021
2
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13.01.2021 3.082
 
"Ein Jahr lang ... oder vielleicht auch ein wenig länger ... werde ich nicht zurückkommen ..."

Er wandte seinen Blick zu seinem geliebten Häschen, das neben ihm auf der Brücke stand und den bezaubernden See vor ihnen anstarrte

"Wäre das in Ordnung?"

Ihre Antwort kam direkt und unverblümt. Mamoru konnte sehen, wie ihre Finger leicht zitterten, als ob sie versuchte, sich an etwas festzuhalten, während ihre Handflächen auf dem steinernen Geländer der Brücke ruhten.

"Aber sicher. Es ist doch nur Amerika."

Mamoru war traurig. Traurig, Usagi für so lange Zeit zu verlassen. Er wusste in diesem Moment nicht, ob das die richtige Entscheidung war, aber als ihm diese einmalige Chance geboten wurde, im Ausland zu studieren, musste er sie einfach ergreifen.

Natürlich war er ein Superheld, der eines Tages über diesen Planeten als König gemeinsam mit seiner Königin herrschen würde. Aber diese Zukunft, sie war weit, weit weg und er wollte Usagi unbedingt etwas für dieses Leben bieten. Sie würde nur das Beste verdienen und darum wollte er alles geben, um sich als ihrer würdig zu erweisen.

Usagi hob ihren Blick vom Wasser zu ihm und sprach mit leicht gebrochener Stimme

"Das bedeutet ja nicht, dass wir uns nicht für immer mehr sehen können!"

Sie trat ein wenig näher an ihn heran und lehnte ihren Kopf leicht an seine Brust, als sie gestand

"Und ... ich werde dich immer lieben ... viel Glück in deinem Studium."

Als sie so nah, so zerbrechlich und einfach nur so absolut liebenswert vor ihm stand, war Mamoru kurz davor, spontan das zu tun, was er schon so lange sorgfältig geplant hatte.

Er war kein Mann für die große Show. Ganz und gar nicht. Gerade mit Usagi hatte er so viele wunderbare kleine, stille Momente geteilt, die ihm die Welt bedeutet hatten.

Die Zeit, in der ihre zukünftige Tochter Chibiusa bei ihnen war, hatte er sehr genossen, denn die beiden zusammen hatten ihm einen Sinn für das Wort 'Familie' gegeben, den er bis dahin nie wirklich verstanden hatte.

Nachdem sie sich vor anderthalb Jahren in diesem Leben wieder getroffen und seitdem so viele Dinge zusammen durchgestanden hatten, kam er zu dem Entschluss, seine Beziehung zu Usagi für immer zu festigen.

Wenn er aus Amerika zurückkäme, würde sie alt genug sein, dass sie zusammen leben und ihre Zukunft gemeinsam verbringen könnten. Es war alternativlos für ihn, noch länger zu warten. Sie würde „ja" sagen und er wusste, dass es nicht viele Worte brauchen würde, außer einem, das alles ausdrückte, was er für seine Usako empfand.

"Aishiteru"

sagte er zu ihr leise aber fest entschlossen, nachdem er den Verlobungsring herausgezogen und ihn an ihren linken Ringfinger gesteckt hatte. Mitten auf dem Flughafen, einem riesigen öffentlichen Platz, umgeben von so vielen Menschen hatte er diesen immens wichtigen, in seiner Sprache kaum benutzten Ausdruck ihr gegenüber ausgesprochen.

Aishiteru... ein Wort, das für die Ewigkeit bindet.

Ihre Antwort war das schönste Lächeln, das er je an ihr gesehen hatte. Der leidenschaftliche Kuss, den sie teilten, war erfüllt von Liebe, Sehnsucht und Hoffnung auf ein besseres, gemeinsames Leben.

Es waren keine Tränen auf Usagis Gesicht zu sehen, als sie ihm zum Abschied winkte und Mamoru wusste nun, dass dies die richtige Entscheidung gewesen war. Ohne jede Frage.

Er freute sich auf dieses neue Abenteuer in seinem Leben. Dieses Mal würde es etwas Normales sein. Ohne jegliche Kämpfe, grausame Feinde und es würde keine Schlachten geben, in der einer seiner Verbündeten sich opfern müsste, um die Welt zu retten.

Jetzt herrschte Frieden und es war Zeit, die Dinge, die nunmal zum Leben dazugehörten, voranzutreiben.

"Usako"

sagte Mamoru zu sich selbst, während er im Flugzeug saß und ein Foto von ihm, Chibiusa und Usagi lächelnd betrachtete. Er war so glücklich in dem Moment, dass ihm ganz warm ums Herz wurde.

Plötzlich aber traf ein helles Licht das Flugzeug und ließ Mamoru sich innerhalb weniger Sekunden in sein Alter Ego Tuxedo Mask verwandeln.

Von einem Moment auf den anderen hatte sich ALLES verändert.

Selbst die Zeit, denn sie schien still zu stehen, als er eine Kampfposition einnahm, während er draußen auf einem Flügel des Flugzeugs stand und der Ungewissheit mutig ins Auge blickte.

"Ich fühle es! Die leuchtende Energie eines Sternenkristalls." Eine weibliche Stimme aus dem Nichts lachte ihm diabolisch entgegen

Ein grelles Strahlen blendete den tapferen Helden, der sich die Hand vor den Augen haltend in die Leere fragte

"Wer bist du?"

Die böse Stimme antwortete mit festem, scharfen Ton

"Herrscherin der gesamten Galaxie, Galaxia."

Von diesem Titel hatte er noch nie gehört und auch nicht von dieser Frau, die nun aus dem hellen Licht trat und ihn mit ihren teuflischen Augen aufmerksam musterte

"Warum tust du das?" hörte sich Mamoru selbst fragen „Welchen Sinn hat es, unschuldigen Menschen Schmerz und Leid zuzufügen?"

Statt einer angemessenen Antwort erhielt er nur eine ziemlich arrogante Erklärung von dieser ihm ganz und gar nicht wohl gesonnenen Erscheinung, die ihm in ihrer goldenen Rüstung eher wie eine Sailor Kriegerin vorkam.

"Die gesamte Galaxie gehört mir! ICH allein entscheide, wie sie zu behandeln ist!"

Dieses egoistische Verhalten konnte Mamoru so nicht stehen lassen. Mit entschlossener Stimme entgegnete er ihr trotzig

"Die Galaxie gehört niemandem."

Das schien nicht die Meinung dieser neuen Gegnern zu sein und es begann, ziemlich gefährlich für Mamoru zu werden, als sie ihm schließlich süffisant erwiderte

"Ach ja? Möchtest du das gerne klären?"

Natürlich wartete sie eine mögliche Antwort nicht ab. Die böse Frau zögerte nicht im Geringsten und ließ unverzüglich eine gewaltige Energie aus den beiden goldenen Armbändern herausbrechen, die sie an jedem ihrer schmalen Handgelenke trug.

Sie traf ihr Ziel vollständig und gnadenlos.

Es gab keine Möglichkeit für Mamoru, lebend aus dieser Situation herauszukommen, und als die Maske von seinem Gesicht hinabfiel und sein leuchtend heller Sternenkristall in ihren Händen lag, war die gnadenlose Kriegerin höchst zufrieden

"Dieser Sternenkristall beherrscht die Erde! Jetzt ist auch dieser Planet in meinen Händen!"

Bevor für ihn alles schwarz wurde, konnte Mamoru tatsächlich noch klären, was Galaxia zuvor von ihm auf ihre perfide, ironische Art verlangt hatte. Während er auf dem Boden kniete und seine letzten Worte in dieser Welt sprach, klärte er sie über ihr Fehlurteil auf

"Das glaube ich nicht. Auf diesem Planeten gibt es Kämpferinnen für Liebe und Gerechtigkeit. Sailor Kriegerinnen, die den Frieden bewahren. Sie werden auf jeden Fall deinen bösen Ehrgeiz ausmerzen."

Er schaute nun zum Himmel hinauf, sein Blick war mit nichts als völliger Hoffnung erfüllt, als er seinen letzten Atemzug tat. Sein allerletzter Gedanke galt

"Usako"

Bevor alles beginnen konnte, war es zu Ende.

Es herrschte Stille. Nur Stille. Nichts als völlige Stille. Bis... Mamoru seine Augen öffnete.

"Er ist wieder da! Schau!" Es klang wie ein Flüstern, das nach ihm greifen wollte.

‚Was ist passiert? War das nur ein Traum?'

Mamoru blinzelte ein paar Mal, rieb sich die Augen und blickte sich schließlich um. Er konnte zuerst kaum etwas erkennen, da seine Sicht durch einen mysteriösen Nebel getrübt war.

"Wo bin ich?"

Er spürte saftiges, feuchtes Gras, ein Geruch von Regen lag in der Luft, aber es gab keine Tropfen, die auf seinem Kopf auftrafen, auch nicht auf dem weichen, grünen Boden, auf dem er sich augenscheinlich befand.

Langsam löste sich der Nebel auf und selbe Sicht wurde allmählich klar. Offensichtlich befand er sich auf einer Lichtung, umgeben von hohen dunklen, immergrünen Nadelbäumen. Ein schöner, stiller See lag direkt vor ihm.

Mamoru beugte sich über den Rand des Gewässers und warf einen Blick auf sein Spiegelbild. Er erstarrte, als er merkte, dass er nicht allein war. Vier andere Köpfe waren neben ihm im natürlichen Spiegel zu sehen.

Mit einem Ruck fuhr er hoch und drehte sich um.

"W...was?"

stotterte er, als er in vertraute Gesichter blickte ... na ja, die meisten von ihnen kannte er schon eine ganze Weile.

"Helios? Pluto? Was ist denn hier los?!"

Die beiden Verbündeten waren allerdings nicht die einzigen, die diese spezielle Gruppe komplettierten. Es gab noch zwei Mädchen, eines war etwas älter als das andere, es hatte etwas helleres rosa Haar als das andere und es schien ganz so, als sei sie die erwachsene Version seiner zukünftigen Tochter.

"Chi...Chibiusa?"

Die junge Frau errötete und grüßte ihn zurück, indem sie schüchtern winkte

"Ähm, hallo Papa!"

Mamoru hatte schon viele sehr seltsame Dinge erlebt, aber dieses merkwürdige Zusammentreffen, nachdem er von Galaxia... getötet worden war, übertraf alles, was er bisher erlebt hatte. Zumindest so weit er sich erinnern konnte.

Offenbar war er in einer sehr außergewöhnlichen Art von Himmel gelandet.

"Gut, ich schätze, jetzt bin ich an der Reihe, euch ein paar Dinge zu erzählen, Prinz Endymion." Helios räusperte sich und begann dem überaus verblüfften Mamoru den Grund ihrer Zusammenkunft an diesem so besonderen Ort zu erklären

"Zunächst einmal seid Ihr nicht tot oder so etwas. Euer Sternenkristall wurde gestohlen, was ziemlich schlimm ist, aber in Eurem Fall nicht wirklich eine hoffnungslose Situation darstellt."

Während er von einem der Anwesenden zum anderen schaute, schien Helios darauf zu warten, dass jemand in seine Geschichte einstieg. Es war Pluto, die sich letztendlich entschloss, etwas zu der Konversation beizutragen.

"Prinz, Ihr seid in Elysion. Hier seid Ihr genauso sicher wie wir und jeder andere, der von Galaxia geschädigt wurde. Dieser Ort kann denjenigen am Leben erhalten, dessen Sternenkristall genommen wurde. Allerdings wird das nicht ewig funktionieren und unser Planet ist in ernster Gefahr. Wir müssen dem Sailor-Team helfen, gegen Galaxia zu gewinnen, sonst wird zukünftig das Chaos über die Welt herrschen."

Plutos Aussage verwirrte Mamoru jetzt nur noch mehr.

"Was willst du mir damit sagen?"

Es war das Mädchen mit den dunkelrosa Haaren, die sich nun mit einem etwas übertrieben ernsten Gesichtsausdruck in das Gespräch einschaltete.

"Nun, Mamoru, du musst deinen Planeten retten, indem du das Licht der Hoffnung findest. Das ist der einzige Weg zum Erfolg."

"Was ist das Licht der Hoffnung, wo kann ich es finden und wer zum Teufel bist du?"

Mamoru hörte, wie sie etwas Seltsames in ihren imaginären Bart murmelte, so etwas in der Art wie "diese Amnesie ist immer so lästig", aber sie sammelte sich sofort und fügte einige Hintergrundinformationen für den Erdenprinzen hinzu.

"Das Licht der Hoffnung ist Galaxias eigener Sternenkristall. Bevor sie böse wurde, befahl sie diesem Teil von ihr, durch den Weltraum zu  eilen und ein sehr gutes Versteck zu finden, damit es noch Hoffnung gibt, die Galaxie zu retten. Leider gibt es ein klitzekleines Hindernis, das wir überwinden müssen, um eben diesen Sternenkristall zu finden."

Nun übernahm Pluto das Wort abermals und sprach ihren zukünftigen König an: "Wir wissen, dass dieser Sternenkristall auf unserem Planeten angekommen ist, aber anscheinend ist er nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit gereist."

Helios fühlte ganz offensichtlich den Drang, sich ebenfalls wieder in das immer interessanter werdende Gespräch einzuschalten. Mit einem sehr ernsten Blick auf Mamoru, bemerkte er: "Wir können einen bestimmten Zeitraum in der Vergangenheit eingrenzen, in dem wir eine gewisse Energie lokalisieren konnten, die zu Galaxia's Sternenkristall gehört, aber wir kennen das exakte Datum nicht. Deshalb... brauchen wir Eure Hilfe."

"Meine Hilfe? Warum sollte ausgerechnet ich von Nutzen sein?" hörte Mamoru sich selbst fragen.

"Das ist ganz einfach, Mamoru. Du bist der Einzige von uns, der diesen Ort verlassen und in die Vergangenheit reisen kann." Das merkwürdige, etwas vorlaute Mädchen sah ihn nun leicht amüsiert an und zuckte bloß mit den Schultern.

"Du hast mir immer noch nicht gesagt, wer du eigentlich bist." bemerkte Mamoru nun leicht genervt.

Bevor das Mädchen etwas sagen konnte, schaute Chibiusa Mamoru an und erklärte mit einem leichten Schmunzeln um ihre Mundwinkel herum

"Das ist Kousagi. Sie ist ... meine Assistentin."

"Mmmpf!"

Der Teenager schnaubte wütend zurück zu Chibiusa, die nun einen offen schelmischen Ausdruck im Gesicht trug. Auch Helios konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen

'Mhm, muss wohl ein Insider zwischen den drei sein (AN: oder auch nicht für den Leser der Mamories-Trilogie ;).'

stellte Mamoru in Gedanken fest und erhob schließlich wieder seine Stimme zu seinen Verbündeten

"Okay, dann sagt mir, wie kann ich Elysion verlassen und in die Vergangenheit reisen? Wohin soll ich gehen, wo soll ich bleiben? Ich brauche Details, bitte."

Helios trat näher an Mamoru heran und mit einer schnellen Bewegung seiner Hände setzte er etwas frei, das wie eine orangefarbene Blume mit großen, langblättrigen Blütenblättern aussah, bis sich die Blütenblätter öffneten und ein hell leuchtender, goldener Kristall zum Vorschein kam.

"Hier, das ist mein Sternenkristall. Nehmt ihn für Eure Mission. Ich werde auch ohne ihn hier überleben können, so wie es Kousagi und Chibiusa derzeit auch tun müssen. Deshalb sind sie ja ebenfalls hier in Elysion."

Mamoru musste schwer schlucken bei der Tatsache, dass diese aktuelle Veränderung, verursacht durch die böse Hexe Galaxia, offensichtlich zu dem Problem geführt hatte, dass Chibiusa in der Zukunft nicht existierte.

Sailor Pluto schien seine Gedanken zu lesen und setzte ein warmes Lächeln auf, als sie sagte

"Mach Euch keine Sorgen, Prinz Endymion. Wir sind hier in Elysion in Sicherheit und sobald Ihr Eure Mission erfüllt habt, können wir Galaxia mit den anderen Sailor Kriegerinnen bekämpfen und alle Sternenkristalle, die sie gestohlen hat, zu ihren wahren Besitzern zurückbringen. Hier"

Sailor Pluto nahm ihre Halskette ab und legte ihm den daran befindlichen goldenen Zeitreiseschlüssel in seine Hand

"Ihr wisst, wie man ihn benutzt." sie zwinkerte ihm ermutigend zu und fügte sich wieder in die Reihe ihrer Freunde ein

"Das ist sehr nett von euch beiden. Danke ... aber wohin soll ich denn jetzt gehen und was muss ich tun?"

Kaum hatte Mamoru seine Frage zum wiederholten Male gestellt, ertönte das helle Klingeln eines Glöckchens. Hinter Chibiusa trat das hellgraue Kätzchen hervor, das er schnell als eine weitere, sehr gute Bekannte von sich ausmachte

"Diana"

"Königliche Hoheit! Chibiusa hat mich gebeten, Euch zu begleiten und Euch bei der Suche nach dem Licht der Hoffnung zu unterstützen."

Die süße Tochter von Luna und Artemis setzte nun ein sehr ernstes Gesicht auf und schwor, während sie eine ihrer winzigen Pfoten hob

"Ich werde Euch beschützen!"

Mamoru war gerührt von ihrem aufrichtigen Versprechen und irgendwie auch erleichtert, dass er nicht alleine diese Mission bestreiten musste. Der Ort, an den er nun reisen sollte, schien immer noch ein unausgesprochenes Geheimnis zu sein.

"Na schön, dann begleite mich... also, wohin geht es jetzt für uns beide?" Diese Frage hatte er nun gefühlt zum fünften Mal gestellt.

Kousagi sah die anderen Verbündeten an und zog schließlich eine kleine weiße Kugel in Form von einem Katzengesicht hervor.

"Hier, das ist ein nützliches Werkzeug, das Merkur vor kurzem aufgerüstet hat. Seine neu hinzugefügten Funktionen beinhalten die Beeinflussung der Erinnerungen von Menschen für eine bestimmte Zeit sowie die Fähigkeit, Erinnerungen komplett zu löschen, die durch deine Anwesenheit verursacht werden. Wenn du den Ball benötigst, so werf ihn einfach hoch in die Luft und rufe laut "Artemis T - verwandle dich!" Glaub mir, er wird dir von sehr großem Nutzen sein, ganz besonders in deinem neuen Zuhause."

„In meinem neuen Zuhause?"

Mamoru hob etwas ratlos eine Augenbraue. Er hatte immer noch keine Ahnung, wo er jetzt mit Diana hinreisen sollte.

Alle Mitglieder dieser seltsamen Gruppe sahen sich nun ziemlich auffällig gegenseitig an und es war Chibiusa, die ihm schließlich den entscheidenden Hinweis auf sein neues Heim gab.

"Es gibt da ein sehr schönes Zimmer für euch beide, direkt im Dachstuhl des Hauses meiner Großeltern."

Oha...Langsam bekam Mamoru eine Idee, wo sein Ziel sein würde...

"Du wirst eineinhalb Jahre zurückgeschickt, genau an den Zeitpunkt deiner ersten Begegnung mit Usagi. Von diesem Moment an musst du nach dem Licht der Hoffnung suchen. Wir wissen, dass es nach Mama Ausschau halten wird, da sie den stärksten Sternenkristall dieses Planeten besitzt, und deshalb wird es versuchen, sich mit dieser Macht zu verbinden. Daher ist es auch so unglaublich wichtig, dass du in der Nähe von Usagi bleiben musst."

Mamoru schaute seine zukünftige - und nun erwachsene Tochter - mit einem verwirrten Gesicht an.

"Willst du mir damit etwa sagen, dass ich mit Usagi unter einem Dach leben soll ... und mit Ikuko, Shingo und Kenji??????"

Als Mamoru sich so in der Runde umsah, stellte er mit einem leichten Entsetzen fest, dass die anderen eifrig mit dem Kopf nickten, um seine Vermutung zu bestätigen.

"Aber warum soll ich da hingehen? Ich meine, das ist doch lächerlich, sie hasst mich doch zu dem damaligen Zeitpunkt!!!"

Kousagi grinste ihn nun breit an.

"Dafür hast du ja Artemis-T, der dir helfen kann... wie ich dir eben schon gesagt habe, er wird dir von großem Nutzen sein."

Nun war Mamoru gänzlich baff. Er warf einen kurzen Blick auf die weiße Kugel in seiner Hand und während er sich am Kopf kratzte, fiel ihm noch eine ganz andere, etwas größere lila Kugel ein.

"Funktioniert der wie Luna P?" Mamoru musterte den kleinen Ball neugierig und drehte ihn dabei zu allen Seiten

Das dunkelrosa haarige Mädchen wandte ihren Blick ebenfalls auf das weiße magische Objekt und erklärte lapidar

"In dieser Zeit bist du nicht Mamoru. Du bist Usagis entfernt verwandter Cousin Endy. Sei ohne Sorge. Sie werden dich lieben ... und Usagi ganz besonders, da bin ich mir mehr als sicher."

Mamoru überlegte kurz; es klang wie die dümmste Idee, die er je in seinem Leben gehört hatte, aber ihm wurde auch klar, dass er die einmalige Gelegenheit bekommen würde, seine große Liebe Usako wiederzusehen, auch wenn es nur in der Vergangenheit sein würde.

Er holte tief Luft, kniff die Augen zusammen und sagte schließlich

"Ich weiss nicht, ob das überhaupt funktionieren wird, aber ich werde mein Bestes geben, um Galaxia's Sternenkristall zu finden, damit wir unseren Planeten retten können."

Mit diesen Worten hob er Diana vom Boden auf und umklammerte die zuvor erhaltenen Gegenstände fest in seinen Händen.

In seinen Augen tanzte ein herausforderndes Funkeln, als er seine Verbündeten ansah. Bevor er durch Zeit und Raum verschwand, versprach er ihnen mit fester Stimme

"Ich werde euch das Licht der Hoffnung bringen."
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