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The Auror

von Die Meg
GeschichteRomance / P18 / Het
Draco Malfoy Hermine Granger
13.01.2021
16.07.2021
46
157.073
85
Alle Kapitel
329 Reviews
Dieses Kapitel
11 Reviews
 
12.06.2021 2.689
 
A/N: ihr lieben, ich hatte mit dem letzten kapitel echt gehadert, weil ich mir schon dachte, dass es konfliktpotential bietet und hatte überlegt, es zu ändern, aber dann habe ich gedacht, probiere ich es einfach mal. und teilweise habt ihr damit ja gerechnet, teilweise gar nicht, und es war echt für mich ein spaß, eure gedanken zu lesen. als ich's geschrieben hatte, dachte ich mir, das wäre doch mal krass :> so ungefähr hatte ich es am anfang auch geplant, allerdings mit der gedanklichen änderung, dass draco freiwillig mit astoria zusammen kommt, aber das hat die story letztlich nicht hergegeben. habe ja am anfang nur ein rohgerüst im kopf und schreibe dann drauf los. und manchmal führen einen die charaktere in andere richtungen :>>>
das nur eben dazu, da es ja doch erheblichen mitteilungsbedarf in den kommis gegeben hat :> lol. es geht weiter, wünsche viel spaß!
M.
41. one shot

Es war Montag, und sie war im Ministerium, teilweise, weil sie sich abgefunden hatte, teilweise, weil sie Pansys Stimmungsschwankungen nicht mehr ertragen konnte. Sie hatte für sich den Entschluss gefasst, dass sie McGonagalls subtilem Ratschlag folgen würde, und sich nicht mehr verstecken brauchte. Was kommen würde, würde kommen, egal, ob sie versuchte, es zu vermeiden oder eben nicht.

Deshalb war sie hier. Und nicht nur das. Sie hatte den Unterricht mitgemacht, als wäre sie einfach ein paar Wochen in Urlaub gewesen, weil sie es sich leisten konnte, garantiert nicht, weil sie starr vor Angst gewesen war. Sie ignorierte die meisten gekonnt, hatte nur mit Penelope und Dean gesprochen – und natürlich mit Harry beim Mittag – und jetzt besuchte sie, weil Kingsley ihr alles erlaubte, was ihr armes, krankes Herz begehrte, Malfoys Animagus-Training des zweiten Jahres. Offiziell, mit Erlaubnis, und gestern hatte sie zwar kaum geschlafen, hatte geweint und sich selbst bemitleidet und Malfoy dafür gehasst, ein untreues, dummes Arschloch zu sein – auch wenn sie ihm glaubte. Teilweise zumindest. Er blieb ein dummer Mann. Grenzenlos dumm. Und wieder erkannte sie, er war nichts für sie. Aus der Ferne vielleicht. Hinter Glas, zum Angucken.

Sie betrat die Halle, als gehöre sie ihr, war mehr oder weniger absichtlich zu spät gekommen, und immerhin unterbrach er seinen Vortrag. Auch Sam war noch immer hier, wollte wohl trotzdem den Schein machen, und kurz erntete sie seinen Blick. Und Kingsley schien noch keine Zeit gehabt zu haben, Draco zu informieren, stellte sie zufrieden fest. Dann durfte sie das jetzt wohl tun.

„Hermine“, entkam es ihm, völlig aus der Bahn geworfen. Er sah sie an, schien sich nicht sicher zu sein, was sie hier wollte, aber sein Blick glitt über ihre Uniform. Anscheinend hatte er sie heute noch nicht hier gesehen. „Du bist… wieder da?“, entfuhr es ihm, und ein Drängen lag in seiner Stimme.

„Ja, ich dachte mir… ich muss mich nicht verstecken. Nicht vor dir“, ergänzte sie bloß achselzuckend, und es kümmere sie nicht, was alle denken mussten – Malfoy eingeschlossen. Seine Stirn runzelte sich. „Oh, und Kingsley erlaubt mir, offiziell an deinem Kurs hier teilzunehmen, weil – tja, weil ich sowieso besser bin, als der Rest“, entkam es ihr offen, ohne Reue oder Scham. Sein Mund öffnete sich knapp.

„Ok“, sagte er dann. „Das ist… gut.“ Er klang sparsam. Er sah müde aus, und sein Blick verließ sie keine Sekunde. Aber anscheinend besaß er genügend Professionalität, um ihr keine hundert Fragen zu stellen.

Und natürlich war es nur Show. Innerlich starb sie. Ihn zu sehen war immer hart. Es tat immer weh. Zu wissen, dass er nicht mit geschlafen hatte, sondern mit Astoria schmerzte viel zu sehr, als dass sie es auf Dauer würde ignorieren können, aber jetzt gerade musste sie das. Denn sie hatte keine Wahl. Es half nichts.

„Ok, alle, die ihren Patronus wechseln wollen, kommen nach vorne“, befahl er, anscheinend befehlsgewohnt, mit dem rechten Maß an Autorität in der Stimme, und trotz ihrer Wut, trotz ihres Schmerzes fand sie ihn unheimlich sexy. Das würde sie ihm nicht sagen, aber ihre Gedanken waren noch frei.

Sie trat mit einigen weiteren nach vorne, die sie nur vom Sehen kannte, und-

Die Hallentüren flogen auf. Überrascht wandte sie sich um, als sie die Strafverfolgung erkannte. „Draco Malfoy?“, erkundigte sich diese, fasste ihn aber bereits ins Auge. Seine Stirn runzelte sich, als sie ihn überrascht ansah.

„Ja?“, erwiderte er langsam.

„Wir haben dringenden Tatverdacht einer unsittlichen Straftat und möchten Sie bitten, auf der Stelle freiwillig mit uns zu kommen“, erklärte ein hochgewachsener Mann, ohne ihn aus dem Blick zu lassen, und Hermines Mund öffnete sich. Astoria! Sie handelte scheinbar unfassbar schnell. Dracos Kiefer mahlten, sie sah es.

„Ok“, sagte er lediglich, steckte den Zauberstab ein, und sie konnte nicht fassen, dass er einfach gehen würde!

„Warte!“, sagte sie jetzt sofort und kam auf ihn zu. „Was… was tust du?“, fuhr sie ihn an. Er schenkte ihr einen knappen Blick.

„Ich mache keine Szene, wonach sieht es aus?“, erwiderte er gepresst.

„Miss, ich bitte Sie, den Einsatz nicht zu behindern“, bat sie ein zweiter Beamter streng, und sie schenkte dem Beamten einen so zornigen Blick, dass er kurz den Blick senken musste.

„Malfoy“, sagte sie, und er schüttelte nur sachte den Kopf.

„Lass es“, warnte er sie sehr still.

„Du kannst nicht-“

„-Granger, halt deinen Mund. Mach da keine große Sache draus“, unterbrach er sie eindringlich.

„Aber du hast keine unsittliche Straftat begangen! Ich war da!“, entfuhr es ihr blind.

„Sie waren da?“, wiederholte der erste Beamte mehr als interessiert, und Draco fuhr dazwischen.

„War sie nicht!“, korrigierte er sie knapp, den Blick nun entschieden zornig.

Es betraten weitere Männer die Halle, und Hermine erkannte Lucius Malfoy, so, wie er wohl aus der Irrwicht-Box erscheinen mochte. Sam hatte es ihr damals erzählt. Und seine Erscheinung war imposant und äußerst gruselig, ganz in schwarz, mit glänzenden Schuhen und einem Gehstock, der bei jedem zweiten Schritt ein gefährliches Geräusch auf dem Boden machte.

„Er wird nicht mit Ihnen kommen“, schien Lucius zu entscheiden. Seine Haare schienen zu leuchten. Sie steckten elegant in einem langen Zopf, und seine scharfen Züge, erinnerten sie an Dracos Gesicht. Sehr unwillkürlich fiel ihr die Ähnlichkeit der Männer auf. Draco sah seinem Vater zum Verwechseln ähnlich, dachte sie fast bestürzt. Nur die Augen, die hatte er wohl von seiner Mutter.

Und die Beamten gaben nicht mal vor, ihn nicht zu kennen. „Mr. Malfoy, wir haben unseren Befehl, ihn direkt-“

„-ich kann Ihnen gerne sagen, wohin Sie sich Ihren Befehl schieben können, wenn Sie möchten“, erklärte der Mann mit kalter Stimme. Und wäre Dracos Stimme kalt und herablassend, dann würde auch seine Stimme der seines Vaters ähneln, erkannte sie dumpf.

„Mr. Malfoy“, begann der zweite Beamte.

„Mein Sohn wird mit mir kommen, und unter überhaupt gar keinen Umständen wird er von Ihnen in die verdammte Verwahrung gebracht werden. Meine Rechtsmagier hier hätten Sie schneller aus Ihrem jämmerlichen Job geklagt, als Sie den Stupor auch nur würden denken können“, schloss er gefährlich ruhig, und die Beamten tauschten einen knappen Blick. „Sie können Ihrem Vorgesetzten gerne mitteilen, dass ich die volle Verantwortung übernehme, und lassen Sie Hastings ruhig wissen, dass ich immer noch über Informationen verfüge, die er wohl äußerst ungern mit der Öffentlichkeit teilen möchte – und garantiert nicht mit seiner Frau“, ergänzte Lucius mit einem falschen Lächeln. „Und Mrs Belvadour können Sie meine freundlichsten Grüße bestellen!“, ergänzte er derartig herablassend, dass Hermine annahm, Lucius und Eugenia Belvadour verband ein wenig mehr, als eine oberflächliche Bekanntschaft. Und das konnte sie sich fast schon denken, war Eugenia doch mehr als berüchtigt dafür, Ehemalige zu fassen.

Unschlüssig verharrten die Beamten eine knappe Sekunde.

„Vater-“, wagte Draco zu widersprechen, aber der knappe Blick aus den dunkelgrauen Augen seines Vaters brachte ihn zum Schweigen.

„-du hältst deinen Mund“, warnte er ihn tonlos. Nach einer weiteren Sekunde verschwanden die Beamten. Es verging ein weiterer unangenehmer Moment.

„Vater, du-“ Aber Lucius Rückhand kam unfassbar schnell und unfassbar laut aus dem Nichts geschossen, und er verpasste Draco einen unfairen Schlag, direkt ins Gesicht, so dass Draco keuchend zu Boden stürzte. Er spuckte Blut, und als sein Vater den Gehstock hob, reagierte sie blind, absolut unbewusst und ohne auch nur eine Sekunde lang zu zögern. Sie warf sich dazwischen, landete über Draco, und schloss die Augen, aber Lucius schien den Schwung gerade noch bremsen zu können.

Sie öffnete die Augen mit schnellen flachen Atemzügen wieder. Sie sah dem Mann furchtlos entgegen.

„Aus dem Weg, Miss Granger“, spuckte ihr Lucius kalt entgegen.

„Sie werden ihn nicht mehr verletzen!“, warnte sie den Mann. Kniete schützend vor Draco, und dieser regte sich hinter ihr.

„Ich werde mit meinem Sohn tun, was ich für richtig erachte“, informierte er sie herablassend, „und jetzt verschwinden Sie auf der Stelle“, schloss er mahnend, während er langsam den Zauberstab aus dem Gehstock zog.

„Sie können nicht-!“ Aber der Fluch traf sie stumm, schien eine Art Entfesslungs- und Bewegungsfluch zu sein, denn ihr Körper flog minimal über den Hallenboden und landete zwei Meter weit entfernt. Draco kam sofort auf die Beine, stürzte sich praktisch auf seinen Vater, aber die Rechtsmagier hielten ihn effektiv auf. Er warf sich gegen ihren Griff.

„Du rührst sie nicht an!“ Blut lief aus seinem Mundwinkel, und er spuckte es achtlos zu den Füßen seines Vaters. Lucius griff umstandslos und grob in seine Uniform und brachte ihn näher an sich.

„Das ist vorbei, Draco! Du wirst nichts mehr mit ihr zu schaffen haben! Deine kleine Muggel-Freundin wird hier bei ihresgleichen bleiben, hast du mich verstanden?“, fuhr er ihn an.

„Du kannst nicht-!“

„-teste mich nicht, Draco!“, warnte Lucius jetzt mit dröhnender Stimme, griff härter zu, und Hermine spürte die Tränen praktisch. Er war ein grausam böser Mann! Sie wollte reagieren, wollte selber den Zauberstab heben, aber zwei Arme zogen sie in die Höhe.

„Komm“, sagte Sam neben ihr, und sie wollte nicht! Sie wollte nicht!

„Kluge Entscheidung, Mr. Black“, nickte Lucius anerkennend, und Hermine hasste, dass Lucius ihn kannte, seinen Namen benutzte, als wären sie auch nur im Ansatz etwas wie Bekannte. Sam zog sie weiter.

„Nein, ich will nicht-!“, begann sie, vernahm aber dann Dracos Stimme.

„-bring sie hier weg!“, rief er Sam zu, und dieser zog sie erbarmungslos mit sich.

„Lass mich los!“, rief sie wütend, als er mit ihr die Halle verlassen hatte. Kaum war sie draußen, riss sie sich los. „Ich kann selber laufen!“

„Ja, und scheinbar kannst du dir selber eine verdammte Handvoll von Probleme aufhalsen!“, fuhr er sie an, und zornig fixierte sie ihn. „Du hilfst ihm garantiert nicht, wenn du dich da drinnen mit seinem Vater anlegst!“

„Seit wann interessiert es dich, was mit ihm passiert?“, wollte sie fast verständnislos von ihm wissen, und sein Blick kühlte ab.

„Glaub mir, es interessiert mich einen Scheißdreck – von mir aus kann er ihn totprügeln“, entkam es Sam abwertend, und sie hasste, wie er sprach. „Aber du musst nicht mit ihm untergehen“, ergänzte er bloß.

„Ich dachte, du hasst mich?“, wollte sie bitter wissen, und Sam atmete aus.

„Scheinbar nicht genug, um dich Dummheiten machen zu lassen“, antwortete er finster. „Und jetzt beweg dich“, befahl er ihr. „Malfoy ist ein großer, dämlicher Junge, der schon wissen wird, wie er sich unter der Hand seines Vaters zu verhalten hat.“

Hermine gefiel es nicht, aber sie erkannte, dass sie nicht viel ausrichten konnte. Widerwillig setzte sie sich in Bewegung und nahm an, würde sie nicht freiwillig gehen, würde Sam sie an den Ohren hinterherschleifen.

~*~

Er war den Männern gefolgt, der Geschmack des Blutes in seinem Mund war widerlich betäubend. Sein Kopf dröhnte, und er hasste seinen Vater. Hätte er Hermine auch nur einen blauen Fleck verpasst – er hätte ihn umgebracht!
Sie waren in der siebten Etage angekommen, und er betrat ein protziges Büro mit Doppelschreibtischen.

„Mr. Headley und Mr. Crane werden sich um die Verhandlung kümmern. Du wirst nicht anwesend sein müssen“, entschied Lucius schlicht.

„Vater“, begann er wieder, und Lucius hob die behandschuhte Hand.

„Sofern du nicht vorhast, mir handfeste Beweise zu liefern, dass du nicht mit Astoria geschlafen hast – spar deinen Atem.“ Draco schwieg unwillig. Er hatte keine Beweise. „Und der Stammbaum lügt wohl kaum“, informierte ihn sein Vater über alle Maße gereizt.

„Was?“ Draco verstand nicht, wollte nicht mal verstehen.

„Der Stammbaum. Im Haus“, ergänzte er ungeduldig. „Deine Leibesfrucht befindet sich in Astorias Uterus, und deine Mutter und ich sind ungleich beruhigter, dass Astorias Name im Baum steht – und nicht der des Schlammbluts“, informierte Lucius ihn kalt.

Sie war schwanger. Sie hatte es durchgezogen. Draco konnte Lucius nur anstarren.

„Nun, es gibt eine einfache Lösung“, fuhr Lucius beherrschter fort. „Nach Hogwarts wirst du sie heiraten, mit Glück passt sie dann noch in ein Kleid“, ergänzte er bitter.

„Ich werde sie garantiert nicht-“ Aber Lucius brachte ihn mit einer herrischen Geste zum Schweigen, und seine Augen funkelten gefährlich.

„-mein Junge, was in Salazars Namen lässt dich annehmen, dass dieser Beschluss in irgendeiner Weise zur Disposition steht?“, wollte er glatt von ihm wissen. „Ich stelle dich vor Tatsachen – garantiert hole ich nicht deine Meinung ein!“, warnte er ihn.

„Du kannst nicht-“ wieder ließ er ihn nicht ausreden.

„Astoria hat ihrer Mutter mitgeteilt, dass sie ungeschützten Verkehr mit dir hatte, sie wurde getestet, und siehe da – so schnell passiert der dumme Fehler. Die Greengrasses sind willig, ihr Angebot aufrechtzuerhalten. Astoria wird deine Frau; solltest du ablehnen, werden Sie die Anklage der Vergewaltigung durchsetzen“, klärte ihn sein Vater sehr geschäftlich auf.

„Vergewaltigung?“, entkam es ihm ungläubig.

„Ich bin mir sicher, du wünschst dir, klüger gewesen zu sein, bei Merlin, das wünsche ich mir täglich, aber auch wenn du sie nicht gezwungen hast – das wird dem Richter ziemlich egal sein. Dein Name ist Grund allein, das Verfahren zu eröffnen, Draco. Eugenia Belvadour lechzt nach jedem Strohhalm, unsere Familie aus egal welchen Gründen nach Askaban zu verschiffen – und ich gehe ganz stark davon aus, dass es dir an ausreichenden Beweisen mangeln wird, in Anbetracht der Tatsache, dass Hermine Granger… befangen ist“, schloss er kalt. „Außerdem wäre es eine Schande für Astoria, und es ist deine letzte Chance, Falsches wieder gut zu machen.“

Draco starrte ihn an. „Ich hatte dir damals Bedenkzeit gegeben“, erinnerte ihn Lucius achselzuckend. „Ich hatte dir gesagt, hab so viel Spaß wie du willst – du selber hast deinen Spaß merklich kurz gefasst. Ich informiere dich lediglich, Draco. Heute Nachmittag werden wir mit den Greengrasses das weitere Vorgehen besprechen. Arthur und Allegra favorisieren den 20. Juli. Das Wochenende nach dem offiziellen Abschluss. Bis dahin ist für euch der Westflügel im Herrenhaus hergerichtet. Deine Mutter plant bereits die Dekoration“, schloss er mit einem freudlosen Lächeln. „Nett, wie sich alles fügt, nicht wahr?“

„Du glaubst doch nicht, dass ich das mitmachen werde?“, entfuhr es Draco einigermaßen tonlos.

„Zurzeit beläuft sich die Haftstrafe für Vergewaltigung und daraus resultierender Schwangerschaft nach magischem Strafgesetz auf zehn bis zwölf Jahre, wie Mr. Headley die Güte hatte, mir mitzuteilen. Acht, wenn die Richter gute Laune haben. Ich kann dir nicht empfehlen, hierbei deinen Kopf durchzusetzen. Askaban wird kalt im Winter“, ergänzte Lucius vielsagend. „Zumindest hörte ich das“, schloss er lächelnd.

„Ich habe sie nicht vergewaltigt!“, knurrte er praktisch.

„Erzähl das der Richterbank, Draco. Heute Nachmittag werden Headley und Crane dafür Sorge tragen, dass die Anschuldigung der Greengrass‘ zurückgezogen wird, dann ist dieses leidige Thema erst mal vom Tisch. Und ich rate dir, keinen Fehler mehr zu machen. Meine Macht ist begrenzt. Ich möchte meinen einzigen Sohn nicht hinter den Gittern von Askaban sitzen sehen, aber ich werde keinen Handschlag für dich tun, wenn du dich selbst in die missliche Lage eine Verhaftung bringen solltest. Du hast die eine Chance – sonst hast du gar nichts mehr. Haben wir uns verstanden, Draco?“ Er konnte nicht fassen, was er hörte. Er wurde erpresst! Von allen Seiten! Er hasste sich! Er hasste Astoria! Aber sie noch mehr. Wäre er doch einfach nicht in Hogsmeade aufgetaucht – aber es war Grangers Schuld! Astoria hätte sie dort so oder so irgendwie gesehen, sie hätte… irgendwie herausgefunden, was sie hätte herausfinden müssen – Draco kochte innerlich.

„Ob wir uns verstanden haben?“, wiederholte sein Vater warnend.

„Ich habe verstanden“, entkam es ihm hohl.

Was für eine Wahl hatte er? Keine große, wenn er Granger sehen wollte. Er bezweifelte, dass sie ihn in Askaban besuchen käme.

tbc...
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