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Vanilles Wunsch

Kurzbeschreibung
OneshotFantasy, Freundschaft / P12 / Gen
Oerba Dia Vanille
12.01.2021
12.01.2021
1
724
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Ich liebe FF XIII und das Ende hat mich ganz besonders berührt. Vanilles Last und ihr Schicksal hat mich bei dem Spiel nie kalt gelassen und sie tat mir leid, auch wenn ihr Verhalten nicht immer richtig war. Ich habe versucht, ihre möglichen Gedanken in ihrem letzten Moment zu fassen. Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber schlecht finde ich es auch nicht.
Vielleicht ließt das ja wer, und mag mir ne Review da lassen :)

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Ich habe gelogen und betrogen. Habe andere als Schild genutzt, habe anderen Leid angetan, sie hintergangen und alleine gelassen. Mein Herz wiegt schwer, die Sünde aller Sünden liegt auf mir und ich bin nur geflohen. Immer nur bin ich weggelaufen und habe andere alles machen lassen und war es noch so schrecklich. Ich dachte, wenn ich nur lang genug laufe, könnte ich eines Tages meinem Schicksal entfliehen. Doch was war der Preis dafür? So viele Unschuldige haben wegen mir alles verloren!
Ich habe ein Konstrukt aus Lügen erbaut, bis es zu einer Schlinge um meinen eigenen Hals wurde.
Und doch …Sazh hat mir verziehen, dass sein Sohn Dajh zu einem L‘Cie wurde, auch Fang vergab mir, obwohl ich sie immerzu belogen habe.
Sag mir Serah, würdest du mir auch vergeben können?
Einst war ich bereit an der Seite von Fang für Grand Pulse zu kämpfen. Für unsere Heimat und unsere Freunde. Doch als wir auf Cocoon aus unserem Schlaf erwachten, da wollte ich nichts mehr, als auch zu vergessen. Hätte Fang nicht zu sehr darauf beharrt, unsere Bestimmung wieder zu finden, wäre es mir dann gelungen? Hätte ich bis zum Ende alles vergessen können?
Doch dann nahm alles seinen Lauf und zog immer mehr Menschen mit hinein.
Und wo sind wir jetzt?
Das Licht der schwebenden Welt ist erloschen, Dunkelheit umhüllt das Paradies. Und mein Schicksal? Meine Bestimmung? Es war nie die Bestimmung der anderen. Snow, Lightning, Hope und Sazh, es war nie eure Bestimmung. Es war stets nur meine. Schon immer.
„Fang! Vanille!“, ruft Snow und ich hebe den Kopf. Sie sind alle zusammen, unversehrt und steigen am dunklen Himmel empor. Nach dieser Nacht werden sie wieder frei sein können.
Fang drückt meine Hand und mein Herz zieht sich zusammen. Ich habe Angst.
„Vanille?“, fragt sie entschlossen. Wenn ich könnte, würde ich wieder davonrennen. Aber das wäre nicht richtig, nicht nach allem, was ich bereits getan habe. Nicht nach allem, was andere bereits für mich getan haben. Diesmal muss ich es richtig machen, und möge es noch so schwer sein.
Mir fallen Fangs Worte wieder ein. Du bist nicht mehr allein. Wir haben eine neue Familie .Wir halten zusammen, hörst du? Ich schließe die Augen und nicke. Genau, ich habe eine neue Familie, und diesmal werde ich sie beschützen!
„Bereit“, sage ich dann und versuche es mit einem tapferen Lächeln. Dieses Schicksal war uns schon von Anfang an vorherbestimmt. Wir sollten zu Ragnarok werden. Doch nicht um Cocoon zu zerstören, sondern um es zu befreien. Um die Menschen zu befreien und ihnen die Augen zu öffnen. Ob unser Weg gleichzusetzen mit einer Zerstörung ist, mögen andere entscheiden.
Während meiner Reise habe ich so viel gelernt. Angst, Furcht und Lügen hatte seit jeher meinen Blick getrübt. Aber zu sehen, dass es nie die Menschen Cocoons waren, die Grand Pulse so zerstört haben, sondern die Fal‘Cie, hat mir die Augen geöffnet.
Snow, Ligthning, Sazh und Hope kennenzulernen hat mir gezeigt, das die Menschen auf Cocoon nicht anders sind, als die auf Grand Pulse. Manchmal muss man über seinen Tellerand blicken, um zu erkennen, dass die Welt auch ganz anders aussehen kann, als man bislang vermutet hat.
Ich kann mich nicht erinnern, wie es war, das erste mal in den Kristallschlaf zu fallen.
Sag mir Serah, wie war es für dich, Snow und Lightning zu verlassen? Hast du dich auch so schwer und traurig gefühlt? Oder warst du glücklich, weil du nicht allein warst?
Auch ich bin nicht alleine.
Vor eintausend Jahren wurden Fang und ich zusammen erwählt, um Grand Pulse zu schützen.
Und nach unserem fünfhundert Jährigem Kristallschlaf sind wir abermals gemeinsam an diesen Punkt zurück gekehrt, diesmal um Cocoon zu retten. Diesmal nehme ich mein Schicksal selbst in die Hand und entscheide, wie es enden wird.
Wünsche können wahr werden. Doch nicht, wenn man auf ein Wunder wartet.
Wunder lassen wir selbst geschehen. Hier und jetzt!
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