Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Manga / Vexal

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Vexal

von Raevor
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
11.01.2021
03.03.2021
46
101.285
2
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23.02.2021 2.405
 
Shura und seine Freunde ist es gelungen, Jaffar von seinen Ketten zu befreien und schloss sich Team Vexal an. Gemeinsam mit ihm wollen sie nun ihre Zeit dafür nutzen, um bei Asahi die Aurafreisetzung besser zu lernen, während jeder sein eigenes, individuelles Training vollzieht.

Asahi kümmerte sich persönlich um Shura und Lexyl, die oberkörperfrei vor ihm draußen beim Hauptplatz vor seinem Palast stehen. ,,Sag mal, Asahi. Gibt es einen Grund dafür, warum wir unser Oberteil ausziehen mussten?", fragte Shura verwirrt, während Asahi lachte. ,,Nero hat euch doch bereits gesagt, dass die Verstärkungsaura das Wichtigste ist. Um zu gucken, wie weit ihr sie freisetzen könnt, könnt ihr an euch selbst erkennen, ab welcher Stelle an eurem Körper es aufhört, schwarz zu färben." ,,Reichen nicht einfach nur die Hände?", fragte Lexyl ebenso verwirrt wie sein Kapitän. ,,Nicht ganz. Für manche schon, aber je weiter ihr sie verbreiten könnt, desto stärker wird sie. Außerdem kannst du die Verstärkungsaura nicht einfach so auf dein Schwert übertragen, wenn du nur deine Hand schwarz färbst.", erklärte Asahi, woraufhin Lexyl es verstand.
,,Wenn ihr dann also soweit seid, dann fangt an!", meinte Asahi, woraufhin Shura und Lexyl ihren Körper anspannten und ihre Fäuste ballten, um die Verstärkungsaura freizusetzen. Beide schafften es, ihre Unterarme mit ihrer Verstärkungsaura schwarz zu ummanteln, wenn sie jedoch weitergehen wollen, müssen sie all ihre Kraft anwenden, was Asahi kritisch betrachtete. ,,Wenn ihr es mit Zorn versucht, werdet ihr daran scheitern. Versucht, eure Energie mit Ruhe zu konzentrieren."

Während Shura und Lexyl das praktische Training vollziehen, sitzt Flora in dem Palast und bevorzugt die theoretische Variante. Während sie an einem Tisch mit einem Metallkasten sind, ließt sie sich die Trainingsmöglichkeiten zur Materialisierungs- und Wahrnehmungsaura durch. Entschlossen schloss sie das Buch und konzentrierte sich auf den Metallkasten, woraufhin sie ihre Aura auf ihre rechte Hand konzentrierte und nach ein paar Sekunden ihren rechten Arm hochhob.
Obwohl sie eine Blume aus dem Metallkasten hervorbringen wollte, kam zu ihrer ernüchterung nur eine minimal kleine Wurzel raus, woraufhin sie enttäuscht seufzte. In dem Moment ging Hiyori in das Zimmer rein, während sie 2 Gläser mit Orangensaft und einen Strohhalm brachte. ,,Hey Flora, willst du nicht langsam mal eine Pause machen und was trinken?", fragte Hiyori lächelnd, worauf die Braunhaarige sie bedrückt ansah. ,,Ich muss die Aurafreisetzung besser lernen, ich hab keine Zeit.", meinte Flora und warf ein Radiergummi hoch in die Luft, damit sie ihn während des Falls ausweichen kann.

Als das Radiergummi jedoch fiel, hat Flora es nicht wahrnehmen können und es landete auf ihren Kopf, woraufhin sie deprimiert auf den Boden guckte. ,,Du kannst es dir nicht erzwingen, sowas braucht seine Zeit.", meinte Hiyori und stellte das Glas auf dem Tisch, während sie zu dem Fenster ging und es aufmachte.
,,Aber wenn ich es nicht schnell schaffe, kann ich den anderen nicht mehr helfen.", erwiderte Flora weiterhin traurig, als Hiyori aber nach draußen guckte, lächelte sie. ,,Guck mal kurz nach draußen, vielleicht geht es dir dann besser!" Flora ging rüber zum Fenster und guckte ohne große Erwartung raus, als sie aber den trainierten Rücken von Lexyl sah, lief sie rot an und konnte ihren Blick davon nicht mehr abwenden. Ein paar Sekunden später lachte Hiyori hämisch hinter ihrer Hand, während sie weiterhin die Braunhaarige ansah. ,,Ich sagte 'nur kurz'", meinte Hiyori, was Flora aus ihren Gedanken riss und sie wie verrückt mit den Armen fuchtelte.
,,Nein nein nein! D-Denk jetzt nichts falsches, ich hab nur..."
,,Ja?"
,,Nur..."
,,Ich höre?"
Flora fiel keine Ausrede mehr ein und schämte sich dafür, woraufhin Hiyori sie an die Schulter fasste. ,,Du liebst Lexyl, nicht wahr?", fragte die Rothaarige ruhig, sodass es niemand anderes im Flur hätte hören können, woraufhin Flora ihren lilafarbenen Schal hochzog, um ihr Gesicht zur Hälfte zu verstecken.

In der Zwischenzeit sind auch Sayu und Pippo fleißig am Trainieren, während sie sich abwechselnd im  Trainingsstudio mit Tennisbällen abwarfen. Pippo war diesmal an der Reihe, war jedoch schon aus der Puste. Während er mit den Bällen warf, wich Sayu mit zugebundenen Augen immer wieder aus, bis Pippo bei seinem nächsten Wurf irgendwann umfiel.
Durch den Fall nahm Sayu schnell ihre Augenbinde ab und lief zu dem am Boden liegenden Pippo. ,,Geht es dir gut, Pippo? Willst du zu Flora?", fragte sie besorgt, während sie sich zu Pippo bückte. ,,Alles gut... Ich bin nur ein bisschen erschöpft. Wenn ich mich nicht verwandel, habe ich nicht so die beeindruckende Ausdauer.", erklärte Pippo lächelnd, während er weiterhin noch am Boden lag und Sayu mit einem Lächeln aufstand. ,,Ich hole uns eben was zu trinken, dann können wir eine Pause machen.", meinte die Schwarzhaarige und ging raus, damit sie für die Beiden was zu trinken holen kann.

Als Sayu wieder da war, hatte sie eiskalte Flaschen Wasser gebracht, welches Pippo sofort ausgetrunken hat. ,,Ahhh! Das war genau das, was ich gebraucht hab!", stöhnte Pippo erleichtert aus, nachdem er die leere Flasche wieder von seinem Mund nahm. ,,Für so ein kleines Kerlchen hast du ein ziemlich schwer zu sättigen Magen, egal ob beim Essen oder Trinken!", stellte Sayu lächelnd fest, woraufhin Pippo sie grinsend anguckte. ,,Natürlich! Ein großer Kämpfer muss sich ja schließlich auch groß ernähren!", erwiderte Pippo, was von Sayu nur belächelt wurde.
Während sie ihre kurze Pause genossen, brach Sayu Ruhe und guckte Pippo neugierig an. ,,Kann ich dich mal was fragen, Pippo?" ,,Natürlich.", erwiderte Pippo mit fragendem Gesicht, woraufhin Sayu in die Hocke ging. ,,Ich wollte schon immer wissen, wie du und Shura euch eigentlich kennengelernt habt."

Pippo lächelte und dachte zurück an die Zeit, als er Shura das erste Mal traf. ,,Unser erstes Treffen werde ich nie vergessen. Er hat damals mit Koshi mein Leben gerettet, als ich noch ein kleiner Babyaffe war.", erzählte Pippo lächelnd, worauf Sayu erstaunt guckte. ,,Er hat dein Leben gerettet?" ,,Ja. So wie es Koshi erzählte, wurde meine Familie von Leoparden getötet und ich wäre auch gestorben, aber es war Shura damals, welcher die Leoparden mit seinen Flammen in die Flucht schlug. Ich habe dann wohl bitterlich geweint, weswegen Shura sich um mich kümmern wollte. In dieser Zeit habe ich dann vieles gelernt, zum Beispiel das Laufen oder das Kämpfen, ich habe mir sogar das Sprechen angelernt, damit ich mich bei Shura in wörtlicher Form bedanken kann.", erzählte Pippo lächelnd, was Sayu nach seiner Erzählung ebenfalls tat.
,,Das ist wirklich eine schöne Geschichte. Ihr seid ein perfektes Team und so wie ich Shura kenne, sieht er es genauso." Pippo lief kurz rot an und kratzte sich grinsend am Hinterkopf, bis er ebenfalls neugierig die Schwarzhaarige anguckte. ,,Aber jetzt sag mal, wie habt ihr euch kennengelernt?"
Auch Sayu dachte lächelnd an ihre Zeit mit Shura, wo sie noch Kinder waren. ,,Es liegt mittlerweile 13 Jahre zurück, als wir uns kennengelernt haben. Ich habe meine leiblichen Eltern nie kennengelernt, weswegen ich in ein Waisenhaus kam. Meine Anfangszeit war von großer Trauer und Einsamkeit geprägt, weil ich niemanden kannte und keine Bezugsperson hatte, doch dann kam Shura und hat mich angesprochen. Seine positive Ausstrahlung ist wohl mit der Zeit immer mehr auf mich abgefärbt, da ich mich von Tag zu Tag immer weniger einsamer wurde, seit ich ihn traf. Vor 7 Jahren aber nahm Koshi Shura mit und ich hatte Angst, dass ich wieder alleine wäre, aber dann gab mir Shura den Ohrring, mit welchem ich immer daran denken sollte, dass ich nie alleine bin und er schwor, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden. Das ist dann auch passiert, als wir uns in Vexal getroffen haben.", erzählte Sayu und hielt sich inmitten ihrer Geschichte an ihrem linken Ohr, wo der Ohrring von Shura nach wie vor noch drinnen ist.
Pippo stand derweil auf und streckte lächelnd seine Faust zu Sayu, was sie überrascht vernahm. ,,Wir beide haben einen Großteil in Shura's Leben verbracht, daher dürfen wir ihn nicht enttäuschen!" Sayu nickte lächelnd und schlug leicht gegen die Faust von Pippo, womit sie ihren Pakt beendeten, dass sie Shura niemals enttäuschen werden.

Alle verfolgten ein bestimmtes Training, bis auf Yosuke. Er sitzt auf einer Bank, weit entfernt von den anderen, während er über alles verschiedene nachdenkt. ,,Auf das Leben vorbereiten... So ein Schwachsinn!", dachte sich Yosuke erzürnt, während er sich auf die Zähne biss. ,,Du denkst über den Professor nach, nicht wahr?", fragte Jaffar, während er zu der Bank ging und Yosuke aus den Gedanken riss. ,,Wie sieht's aus, darf ich mich setzen?" ,,Klar.", erwiderte Yosuke, worauf sich Jaffar neben ihn setzte und beide mit starrem Blick gradeaus guckten. ,,An dir nagt es wohl noch immer, wie Asahi damals mit dir umging, hab ich Recht?", fragte Jaffar, während sie Beide noch nach vorne gucken. ,,Ich habe mir nichts weiteres gewünscht, als von ihn Unterstützung zu bekommen, aber er wollte mir nie die Freiheit geben, sondern nur, dass ich in seine blöde Element Five gehe. Selbst Celica, meine Schwester, hat mich dazu gedrängt. Das ist ihn nach all den Ereignissen sagen höre, dass er mich auf die Welt vorbereiten will, macht mich nur so..." ,,Traurig? Wütend?" ,,Das ist es ja...", meinte Yosuke ernüchternd als Antwort auf Jaffar's Tipps, ,,Ich kann es nicht wirklich sagen. In einer Hinsicht ist es herzlich gemeint, aber hat er gleich dadurch auch das Recht, meinen Weg zu bestimmen, den ich gehen will?"

,,Ich kann dich verstehen. Auch ich frage mich das, seitdem ich erfahren habe, dass Asahi mich nur an den Schüler von Koshi übergeben wollte und mich deswegen einsperrte, damit ich nicht von dem Militär gefangen genommen werde." ,,Nehm es mir nicht übel, aber ich glaube nicht, dass du mich verstehst." ,,Wirklich?", fragte Jaffar, woraufhin Yosuke zu ihm rüberguckte. ,,Du bist ein guter Kerl, Jaffar, und ich respektiere dich als unser neuestes Teammitglied, aber ich hatte damals niemand als die Beiden, welche meine Familie sind und sie waren nie für mich da.", meinte Yosuke nachdenklich, woraufhin er sofort in Panik verfiel. ,,T-Tut mir Leid... Ich habe vergessen, dass du... auch... unter ein familiäres Problem leidest..."
,,Mach dir keine Sorgen, jeder trägt sein eigenes Kreuz. Manchmal überschneiden sie sich eben bei ihren Gewicht.", meinte Jaffar und stand wieder auf um zu gehen, drehte sich jedoch noch einmal zu Yosuke. ,,Lass dir aber gesagt sein, dass nichts auf dieser Welt für immer hält. Wenn du ein Familienmitglied verlierst, dann kann es weh tun, sich nicht richtig verabschiedet zu haben."
Mit diesen Worten ging Jaffar von der Bank weg und ließ Yosuke dort alleine. Während er noch ein wenig nachdenkte, fing er mit seinem ernsten Gesicht an plötzlich zu Lächeln.

- Zur selben Zeit in der Big Pearl Taverne

Während Shura und seine Freunde die Zeit bei Asahi in Oseris dazu nutzten, ihre Aura zu trainieren, saß Nero alleine in der Taverne und laß die Zeitung. Wie aus dem Nichts jedoch wird erneut seine Tür eingetreten, dieses Mal jedoch viel brutaler als sonst. Nero guckte zu dem Eingang der Taverne und schärfte seine Augen beim Anblick der 2 Personen. Vor ihnen standen nämlich die Frau mit den türkisen Haaren und der Mann mit den kurzen, schwarzen Haaren und dem Schal vor dem Mund, die von der schwarzen Apokalypse Azrun geschickt worden sind. ,,Sieh' mal einer an... 'Todesgott' King und 'Cyberkralle' Queen, die Offiziere von Azrun. Was führt euch zu mir?", fragte Nero, während sich Queen angewidert den Innenraum der Taverne betrachtete. ,,Du hast es ja wirklich schäbig hier, du weißhaariger Streuner!" ,,Freut mich, dass du es so siehst. Du siehst übrigens so aus, als hätte man dir Lebensmittelfarbe über den Kopf geschüttet.", erwiderte Nero, während er die Zeitung ablegte und langsam aufstand. ,,Wie war das, du-"

Queen wollte sich grade mit Nero anlegen, allerdings hielt King seine Hand vor ihr und guckte Nero direkt in die Augen. ,,Wir sind nicht gekommen, um gegen dich zu kämpfen. Wir haben den Auftrag bekommen, König Vaerldus eine Nachricht zu überbringen. Führe uns also zu Vaerldus und wir werden im Anschluss friedlich gehen.", erklärte King friedlich und diplomatisch, allerdings blieb Nero weiterhin kaltschnäuzig. ,,Wie kommt ihr darauf, dass sich der König hier befindet? Ich habe ihn seit Armageddon nicht mehr gesehen." ,,Versuche erst gar nicht, es zu leugnen. Wir wissen, dass er hier irgendwo ist.", erwiderte King trocken, was Nero ebenso entgegnete. ,,Ich habe gestern Nacht wirklich stark gesoffen, ich habe keine Lust, mit euch über eine Lüge zu diskutieren. Wenn ihr also nun gehen könntet, wäre ich euch wirklich verbunden."
Queen riss danach der Geduldsfaden und bekam scharfe Zähne, womit sie auf Nero losgehen wollte. ,,Bring und jetzt sofort zu Vaerldus, du weißer-"
Erneut wird Queen unterbrochen, dieses Mal aber nicht von King, sondern von Nero, welcher sich plötzlich hinter Queen teleportieren konnte und mit der Klinge seines Masakiri's vor Queen's Hals hält. ,,Ich wiederhole mich nur sehr ungerne. Verschwindet von hier, wenn ich es nicht mit euch beenden soll!"
Während Queen sich nicht mehr rührte, hielt King seine Hand vor Nero's Hinterkopf. ,,Wir sind uns über deine wahre Stärke durchaus im Klaren und ich habe großen Respekt davor. Wenn du dich aber weigerst, müssen wir leider Gewalt anwenden, um zu Vaerldus zu kommen.", meinte King bedrohlich, jedoch ließ sich Nero nicht bedrohen und drehte sich mit seinem Kopf zu dem Schwarzhaarigen Offizier, welchen er mit kleinen Pupillen tief in die Augen starrte. ,,Wenn du mit meinem Gegenschlag zurechtkommst, kannst du es gerne versuchen!"

King und Nero blickten sich für eine kurze Zeit noch in die Augen, ehe der Offizier wieder seine Hand runternahm und einen Brief rausholte. ,,Für den Moment werden sich unsere Wege wieder trennen. Überbringe dies aber König Vaerldus, wenn euch Vexal wirklich am Herzen liegt.", erklärte King und legte den Brief auf einen Tisch, woraufhin sich die Beiden plötzlich in Luft auflösten.
Nero zögerte noch eine Weile, während er seine Wahrnehmungsaura konzentrierte. Nach ein paar Minuten atmete er kurz aus. ,,Sie sind wirklich weg...", sagte Nero und nahm den Brief entgegen, welcher er sofort aufriss.
Als er sich jedoch die Nachricht durchlaß, stand er wie geschockt dort und konnte es nicht fassen, was dort geschrieben stand. ,,Nein... Das... Das kann nicht wirklich wahr sein..."
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