Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Manga / Vexal

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Vexal

von Raevor
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
11.01.2021
29.07.2021
118
298.439
6
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11.01.2021 1.684
 
Inmitten eines dunklen Raumes sitzt ein großer, muskulöser Mann auf einer Art Thron. Neben ihm steht eine weitere Person und vor ihnen wird grade ein Hologramm projiziert. Der Mann, welcher auf dem Thron sitzt, trinkt etwas aus einem großen Krug, bis er ihn absetzt und aufstoßt. ,,Bist du dir da auch ganz sicher?" Der Mann, welcher sich in der Mitte des Raumes als Hologramm befindet, stemmt seine Hände an seiner Hüfte und lächelt leicht. ,,Was ist los, vertraust du mir nicht mehr?" ,,Glaube jetzt bloß nicht, dass du als Hologramm frech werden kannst!", sprach der Mann auf dem Thron bedrohlich, woraufhin das Hologramm ernster wurde. ,,Es besteht aber kein Zweifel. Ich habe ihn nun 6 Jahre trainiert, bis ich ihn alleine ziehen gelassen hab. Wenn ich mit meiner Theorie richtig liege, dürfte er nun stark genug sein, um seine Bestimmung langsam zu erfüllen." In dem Moment schreitet der Mann neben dem Thron ein und wirkt aufgebracht. ,,Er ist für solch eine Aufgabe noch viel zu jung und unreif! Woher kannst du dir überhaupt sicher sein, dass er das Erbe fortsetzen kann?!" ,,Deine Zweifel sind berechtigt", antwortet das Hologramm mit geschlossenen Augen, ehe er sie wieder aufmacht und den Mann neben dem Thron anguckt, ,,Trotz allem dürften die kalten Flammen und sein enormes Potenzial dafür sprechen, grade wenn man seine Blutlinie dabei betrachtet." Der Mann neben dem Thron wirkt nach wie vor ein wenig abgeneigt von dieser Idee. ,,Also schön! Sorge dafür, dass du an die nötige Information rankommst!" ,,Selbstverständlich!", antwortete das Hologramm den Mann auf dem Thron, ehe er sich auflöst und die Zwei alleine in dem Raum sind. ,,Ich stelle deine Entscheidung nicht in Frage, nichtsdestotrotz zweifle ich daran, ob es nicht noch etwas zu früh dafür ist." Der Mann auf dem Thron schweigt für eine kurze Zeit, ehe er tief ein- und ausatmet. ,,Ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher, aber wir müssen ihn vertrauen...", der Mann erhebt sich von seinem Thron und präsentiert seine enorme Größe, ,,Die Regierung wollte nach dem Vorfall vor 17 Jahren die Welt wieder in Frieden und Harmonie setzen, dabei wählten sie die 3 stärksten Wesen, die diese Welt nun mal zu bieten hat, doch es kam alles anders... Wenn es so weitergeht, wird es nicht mehr lange dauern und uns würde der Untergang der Welt bevorstehen!"

- Ganz woanders außerhalb des Geschehens.

In einer friedlichen Gegend, welche von Mutter Natur umgeben ist, wandert der junge Shura Kawazaki mit einem Lächeln im Gesicht durch die Gegend. Shura ist ein schlanker, muskulöser Mann von durchschnittlicher Größe und einen leicht gebräunten Hautton, stachelige blonde Haare und blaue Augen. Auffällig an seinem äußeren Erscheinungsbild ist seine Narbe, die aussieht wie eine Feder mit Flammen, welche sich durch sein rechtes Auge ziert und trägt einen roten Jumpsuit. Während seines Ganges durch die Natur blieb er kurz stehen, um sich seine Arme zu strecken und aufzustöhnen. ,,Man! Ich bin schon viel zu lange ohne was zu essen unterwegs... Es wird langsam Zeit, für mein tägliches Vormittagessen!" Shura löst sein Rucksack von seiner rechten Schulter und zieht ihn mit seinem linken Arm vor sich, wo er dann schließlich herumwühlt. Es dauerte nicht lange, bis sich ein kleines Lachen in dem Rucksack bemerkbar machte. Ein kleiner oranger Affe kommt plötzlich aus dem Rucksack hervor und sieht erschöpft aus. ,,Warum kitzelst du mich, Shura?!" ,,Wie... Pippo?! Was machst du denn dort in mein Rucksack?!", fragte Shura geschockt, während sich Pippo den Bauch kratzt. ,,Du hast mich gekitzelt und ich wollte wissen, warum. Also... warum?" ,,Ich wollte nur mein Essen holen und dann bist du auf einmal da gewesen!"

Es dauerte nicht lange, bis es Shura wie Schuppen von den Augen fiel, was wirklich gespielt wird. ,,Pippo... Kannst du mir eigentlich sagen, warum du neuerdings so ein dicken Bauch mit dir rumschleppst?" Pippo kratzte sich verlegen an sein Hinterkopf und lief mit einem Lächeln rot an, woraufhin Shura der Kragen platzt. ,,Ich glaub' ich spinne, das ist ja die Höhe! Tickst du noch ganz richtig, du hast mein ganzen Vorrat leergefuttert! Das war mein ganzer Proviant, den ich von Zuhause mitgenommen hab, einschließlich das Hamburger-Sandwich von Meister Koshi!"
Bei dem Wort fing Pippo das schwärmen an. ,,Oh jaa... das Hamburger-Sandwich war fantastisch..." ,,Natürlich ist es das! Das wollte ich mir zum Schluss aufheben!", schrie der Blonde empört den Affen an, welcher sich seiner Schuld nicht bewusst ist. ,,Wenn du es so sehr haben wolltest, warum hast du es dann nicht gegessen?!" ,,Weil man sich das Beste zum Schluss aufhebt, das weiß doch jeder! Außerdem steht uns ein neues Abenteuer bevor, da muss ich gestärkt für sein!" Der letzte Satz verwirrte Pippo jedoch sehr, was er auch zeigte. ,,Ein neues Abenteuer?" Shura starrt den orangen Affen wie paralysiert an, da er fassungslos war. ,,Du... hast es... vergessen...?" Pippo überlegte kurz, bis er ein einfaches "Jap." von sich gab. Genervt stöhnte Shura auf, bis er in seiner Hosentasche rumwühlt und von dort ein Zettel rausholt. Der Blondhaarige übergibt den Zettel Pippo, welcher ihn aufmacht und ließt.

Kurze Zeit später ging ihn ein Licht auf. ,,Ahhhhh, das... stimmt... Hast du denn noch genug Geld, dir auf dem Weg was zu essen zu holen? Wäre schlecht, wenn du mit leeren Magen dort auftauchst." Während sich Pippo ganz entspannt den Zettel durchliest, war Shura's Geduld nun am Ende. Er ließ alles fallen, um den Affen an seinen Schultern zu packen und ihn hin und her zu schütteln. ,,Du trotteliger Trottel, deswegen rege ich mich doch auch so auf! Du hast meine letzten Vorräte gegessen und ich bin nicht mehr stark genug, um mich vor den anderen zu beweisen!" Als Shura mit seiner Wutrede fertig war, hielt er Pippo zwar weiterhin fest, fing aber danach an, wegen seinen verlorenen Essensvorrat zu trauern. ,,Ach was, das wird schon werden, Shura! Stell' dir einfach vor, dass die anderen ebenfalls so sehr am verhungern sind, dass sie am liebsten sterben wollen!", sagte Pippo mit breitem Grinsen, allerdings nahm es Shura nicht ganz so positiv auf. ,,Weißt du eigentlich, dass du keine große Motivation bist, Pippo?" Stolz dreht sich Pippo von Shura weg und guckt mit heroischen Blick in den Himmel, während er stolz seine Arme überkreuzt. ,,In Wirklichkeit wüsstest du nicht, was du ohne mich machen würdest!" ,,Vielleicht würde ich was essen...", entgegnete Shura ernüchternd den Affen, welcher daraufhin unschuldig lächelt.

Die Streitereien wurden verdrängt und sie reisten weiter, bis spät in die Nacht. Pippo streckt sein Kopf aus dem Rucksack und setzt ein leidendes Gesicht auf. ,,Shuraaaaaa! Ich bin müde..." ,,Hör auf zu jammern, ich bin derjenige, der ausgehungert einen Rucksack tragen muss!", konterte Shura immer noch wütend über die Aktion des Affen. ,,Genau, du kannst dich gar nicht in meine Lage versetzen... Vollgefuttert am schlafen gehindert werden ist nicht schön..." Während Pippo die ganze Zeit am jammern ist, seufzt Shura genervt, bis er doch noch nachgibt und sich langsam dazu bereit macht, ein Lagerfeuer für die Nacht aufzuschlagen.

Er legt den Rucksack ab und will nach Holz für das Feuer suchen, Pippo allerdings klettert sofort aus dem Rucksack, legt sich mit dem Rücken auf der Wiese und genießt die Stille. ,,Endlich! Das tut gut!" ,,Ich nehmen mal an, das feine Äffchen wird mir nicht helfen, ein wenig Holz zu suchen?", fragte Shura genervt, worauf Pippo rot anläuft. ,,Das feine Äffchen, ach Shura du kleiner Charmeur! ,,Vergiss es, mehr als das brauch ich nicht hören!", erwiderte Shura, hebt seine Hand zum Abschluss und geht alleine los, während Pippo dort bleibt.

- 30 Minuten später

Shura sammelte alleine das benötigte Holz für das Lagerfeuer und brachte es wieder dorthin zurück, wo Pippo auf ihn wartet. Keuchend legte er das Holz ab, welches er über seine rechte Schulter trug. ,,So, das sollte für heute Nacht reichen!" ,,Ich bin stolz auf dich, Shura!", rief Pippo, während er grade ein Blatt isst, ,,Ich habe für uns was zu essen besorgt!" ,,Ernsthaft?!", fragte Shura voller Vorfreude und blickt auf den gesammelten Haufen, welchen Pippo gebracht hat. Ernüchternd muss er aber daraufhin feststellen, dass dort nur wenige kleine Beeren liegen. ,,Soll ich... Soll ich davon etwa satt werden? Das sind, wenns hochkommt, 10 Beeren oder so..." ,,Also wenn dir das nicht genügt, werde ich sie alle alleine essen!", erwiderte der Affe bockig und plustert seine Wangen auf, woraufhin Shura mal wieder seufzt. ,,Weißt du, Pippo? Ich frage mich schon manchmal, warum du überhaupt mitgekommen bist." Pippo legt sein kleines Essen beiseite und guckt Shura unentweg an. ,,Na weil wir ein Team sind. Außerdem hat Meister Koshi es so beordert gehabt." ,,Ja, aber ich mache mir trotzdem Sorgen. Was ist, wenn dir etwas passiert?" Shura guckt besorgt seine Handflächen an und fühlt sich unsicher über das, was die Zukunft bringen wird. Pippo bemerkt das natürlich und steht auf, um mit langsamen Schritte zu den Blondhaarigen zu gehen. Vor ihm stehend streckt er seine kleine Hand aus und Shura guckt wieder geradeaus, wo er Pippo's Grinsen bemerkt. ,,Wenn mir etwas passiert, dann wirst du mir eben helfen!", sagte Pippo entschlossen über die Lage. Shura ließ die Aussage seines tierischen Freundes unkommentiert und öffnete nur seine rechte Handfläche. Er erzeugte eine hellblaue Flamme und guckt damit Pippo bedrückt an. ,,Und wie soll ich das tun? Ich kann nichts anderes, als kaltes Feuer zu erzeugen. Nicht einmal Koshi konnte mir dabei weiterhelfen." Shura's niedergeschlagene Art zieht auch Pippo runter und er fühlt sich nutzlos, was auch Shura nicht unbemerkt blieb. Er löste seine Flamme auf und ballte mit dieser Hand eine Faust. ,,Was soll's! Wir sollten jetzt schlafen, sonst werden wir beide Morgen ganz schön gerädert sein!" ,,Ja... du hast Recht.", erwiderte Pippo, wirkte jedoch weiterhin ein wenig bedrückt. Nichtsdestotrotz lassen die Beiden sich ihren Schlaf nicht nehmen und legen sich hin, um für den morgigen Tag bereit zu sein.
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