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Mementos

von Ari Fey
Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost, Erotik / P18 / MaleSlash
Goro Akechi Protagonist
11.01.2021
11.01.2021
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6.508
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11.01.2021 6.508
 
Mementos war kalt. Das kognitive Unterbewusstsein der Massen war so kalt, wie der Tag im November in der realen Welt. Die Temperatur machte Akira nichts aus; der Mantel seines Joker-Outfits hielt ihn warm. Trotzdem zitterte er. Nicht wegen der Kälte, nicht wegen Mementos; es waren Akechis rasende, rote Augen, die ihn herausfordernd anstarrten, welche ihm einen Schauer über den Rücken jagten.

Akira hatte ihn geschlagen. Beim Billard, offensichtlich, denn aus einem anderen Grund waren sie nicht hier. Akechi hatte darauf bestanden, dass Akira ihm zeigen würde, wie stark er war, wie machtvoll Joker während seiner Zeit im Metaverse geworden war. Akira hatte zugestimmt, wie konnte er auch nicht? Akechi war... unberechenbar. Und er wusste, dass er im Begriff war, in eine gigantische Falle zu tappen, aber -- er war sich sicher, dass Akechi dasselbe empfand wie wer. Mehr, als Rivalität, mehr als Freundschaft. Sie verband etwas Größeres; etwas, dass nicht Greifbar war. Aber Akira wusste, dass es da war, dass es ihr Schicksal bestimmte.

Crows Prinzen-Kostüm war rein und weiß und perfekt; so wie Akechis Detektiv-Prinz-Persona. Ein perfektes Spiegelbild seines Selbst in der realen Welt. Wunderschön, gerecht, höflich und zuvorkommend. Der Ausdruck seiner Augen, hingegen, war anders; ein gewaltiger Kontrast. Sie waren kalt, unberechenbar.

“Wir sind Rivalen, nicht wahr?” zischte Akechi ihm zu. Der Tonfall seiner Stimme war ganz anders als sonst; einige Oktaven tiefer und mit einem gewissen Spott. “Ich habe dir versprochen, dass ich dich mit meiner linken Hand schlagen würde, wenn du mich besiegst. Also dann, lass uns kämpfen!" Verkündete er selbstsicher.

“Deswegen wolltest du nach Mementos? Wieso sollte ich das tun?” fragte Akira erschrocken und wich einige Schritte zurück.

“Muss ich noch deutlicher werden?” Akechis Mundwinkel verzogen sich zu einem grausamen Grinsen.

Er legte endlich die Maske ab, die er ihm gegenüber immer getragen hatte. Die er vor der ganzen Welt trug. Das war sein wahres Gesicht. Mit einem eleganten Ausfallschritt nach vorn zog er seinen Säbel und richtete die Spitze auf seinen Gegenüber.

“Worauf wartest du, verdammt?” zischte er erneut. Es war keine Frage; viel mehr eine Aufforderung, die Akira erschaudern ließ. Akira biss die Zähne zusammen und zog widerwillig seinen Dolch aus dem Halfter. Er positionierte sich in einem Ausfallschritt und erhob die Waffe, richtete sie auf seinen Gegenüber und suchte gleichzeitig nach seinen Augen, in der Hoffnung etwas anderes darin zu sehen, als rasende, zerstörerische Wut.

Akechis weinrote Augen funkelten düster und bildeten einen starken Kontrast zu dem Weiß seiner Augen, seiner makellosen Haut und dem haselnussfarbenen Haar, welches ihm wirr in die Stirn hing. Er strich einige Strähnen hinter sein Ohr, vergebens, denn sofort fielen diese wieder zurück.

Voller Anspannung zog Akechi die Schultern zurück, setzte den linken Fuß hinter sich und richtete den hellblau leuchtenden Säbel auf Akira. Die Augen weit aufgerissen und die Mundwinkel zu einem grotesken Grinsen verzogen, begann Akechi hysterisch zu lachen. “Was ist? Warum die Zurückhaltung?” fauchte er und forderte mit einer winkenden Bewegung seiner freien Hand seinen Rivalen dazu auf, ihn endlich anzugreifen.

Akiras Magen zog sich zusammen. Dass Akechi sich ihm gegenüber zum ersten Mal so verletzlich zeigte, indem er ihn zum Duell aufforderte, versetzte Akira einen Stich ins Herz. Das war nicht, was er gewollt hatte und er zweifelte, dass es ihnen beiden etwas nützen würde, sich gegenseitig abzuschlachten. “Worauf wartest du?” schrie Akechi und spuckte ihm achtlos vor die Füße. “Bin ich deiner Zeit nicht würdig, Joker?” zischte er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor.

Akechis Blick verfinsterte sich. Bevor Akira eine Entscheidung treffen konnte, abbrechen konnte, machte Akechi den ersten Schritt.
Er stürmte auf ihn zu, den Säbel zielgenau auf Akiras Kopf gerichtet. Akira wehrte den Angriff ab indem er geschickt zur Seite auswich, nahm eine defensive Haltung ein und fokussierte seinen Gegner.

“Warum, verdammt nochmal, sagst du nichts?” Akechi war außer sich, zitternd und voller Adrenalin sammelte er sich, ließ seinen Rivalen keine Sekunde aus den Augen.

Was sollte er schon sagen? “Ich will dir nicht weh tun,” entgegnete Akira so beschwichtigend wie möglich, konnte den zitternden Unterton seiner Stimme nicht verbergen.

Seine Worte hatten allerdings nicht den gewünschten Effekt auf Akechi, im Gegenteil. Akechis hysterisches Gelächter wurde lauter, spöttischer. Mit seiner freien Hand krallte er sich in die Strähnen an seiner Schläfe. “Du kannst mich nicht verletzen. Dazu bist du zu schwach,” spuckte er ihm verächtlich entgegen. “Wie könntest du auch? Was bist du schon? Ein Nichts mit einer Vorstrafe, der auf einem Dachboden in einem dreckigen Café lebt?” An Akechis Hals traten die Venen hervor und seine Augen verdunkelten sich weiter. Das Purpur seiner Iren verschwand hinter einem unheilvollen, schwarzen Schleier. “Du weißt es, nicht wahr? Dass ich dich die ganze Zeit über verachtet habe?”

Akiras Gedanken rasten durcheinander, natürlich wusste er, dass mehr hinter dem Detektiv steckte, als ein Idol, Medien-Liebling und Detektiv-Prinz. Er hatte jedoch nicht geahnt, dass Aekchis wahres Ich so sein würde. Hysterisch, aufbrausend, egoistisch und abstoßend.

Akira schluckte und wandte sich ab. “Wenn es das ist, was du willst, dann los. Töte mich,” sagte er mit fester Stimme und warf seinen Dolch achtlos auf den Boden in Mementos.

“Was sagst du da?” Akechis Hand wanderte von seinem Haaransatz sein Gesicht herunter. Für einen Moment sah er aus, als hätte Akira ihm eine Ohrfeige verpasst. “Verteidige dich gefälligst! Wo liegt sonst der Spaß?” fauchte er. Akira blieb standhaft. Er erwartete Akechi, der sich angespannt, wie ein Raubtier auf Beutejagd, mit langsamen, geschmeidigen Schritten auf ihn zu bewegte. Seine Absätze hallten in Akiras Ohren wieder, sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Er schluckte, während das Adrenalin in ihm aufstieg und seinen ganzen Körper unter Strom setzte.

Akechi kicherte. “Wenn es das ist, was du willst.” Mit diesen Worten schmiss auch er seinen Säbel achtlos auf den Boden. Das Metall klirrte, als es aufschlug.

Mit den Zähnen zog er sich die Handschuhe von den Fingern und ließ diese auf den Boden fallen, entblößte seine hellen, schlanken Finger. Akira schluckte, versuchte, seinem Blick verzweifelt Stand zu halten, als Akechi nun nur noch wenige Centimeter von ihm entfernt stand. Akechi war so nah, dass Akira seinen schnellen, unregelmäßigen Atem auf seinem Gesicht spürte. Akiras Herz schlug so laut in seiner Brust, dass er Angst hatte, dass Akechi es hören könnte und bemerkte, wie nervös er war.

Akira versuchte, seinen Gegenüber nicht merken zu lassen, dass er ihm sehr wohl Angst einjagte. “Wie du willst, Joker.” Er sprach Akiras Code-Namen mit so viel Verächtlichkeit aus, als wäre es ein Schimpfwort. "Vergiss nicht, dass du darum gebeten hast."

Akechis Fingerglieder schlossen sich einer nach dem anderen um Akiras Hals. Seine Finger waren eiskalt, als sie sich gegen die Wärme der Haut des Anderen Haut pressten. Die Sensation, Akiras Puls unter seinen Fingerspitzen schlagen zu fühlen, jagte einen Schauer über Akechis Rücken. Sein Atem beschleunigte sich, je fester sich seine Hände um den Hals des Anführers der Phantom Thieves schlossen. Er starrte unentwegt in Akiras vor Schock aufgerissenen, eisengrauen Augen. “H-hör auf, Akechi, b-bitte-” presste Akira hervor. Die Vibration seiner Stimme sendete elektrische Schauer durch Akechis Finger.

Akira schnappte verzweifelt nach Luft. Seine Muskeln verloren nach und nach die Kraft, sein Gewicht aufrecht zu halten. Akiras Knie gaben nach; er verlor den Halt auf den Beinen und drohte, nach unten zu sacken, aber Akechi hielt ihn fest. Ohne die Hände von seinem Hals zu lösen, sank er gemeinsam mit Akira auf die Knie. In einem erbärmlichen Anflug von Gegenwehr, griff Akira mit letzter Kraft nach Akechis Handgelenken und umschloss sie mit zitternden Fingern. “Du musst das nicht --” presste Akira hervor.

“--Spar dir die Worte. Deine Luft wird langsam knapp,” entgegnete Akechi mit eiskalter Stimme und festigte seinen Griff.

Akechi spürte Akiras Puls rasen, die Vibration seiner Stimme,  beobachtete seine Wangen, welche immer blasser wurden und die Tränen, die sich langsam in seinen Augenwinkeln bildeten. Er verlor sich in den stürmischen Augen Akiras, wie in einem tiefen See, aus dem er nie wieder auftauchen wollte.

Das war kein würdevolles Ende für ihn, schoss es Akechi durch den Kopf. Akechi hätte nicht erwartet, dass der Anführer der Phantom Thieves einfach so sein Leben wegwerfen würde, und dann auch noch durch die Hand seines Rivalen sterben wollte. Dazu hatte er gar keinen Grund. Es stimmte, dass Akechi ihn verachtete und aus tiefstem Herzen verabscheute. Er wusste auch, dass der Grund dafür vor allem war, dass er sich selbst für seine Eifersucht schämte. Wieso sollte ein Nichts, ein Niemand, mehr haben als er? Wieso wurde er von allen geliebt und geachtet, als Anführer angesehen, auch wenn ihm diese Rolle überhaupt nicht zusagte? Wer entschied, dass Akira ihn im allem übertraf, und er ihm immer einen Schritt voraus war? Das war nicht fair! Nichts von all dem war fair! Er sollte es Akechi nicht so leicht machen, nein, das war nicht gut genug, nicht befriedigend genug.

Akiras verzweifeltes Schnappen nach Luft riss Akechi blitzschnell aus seinen Gedanken. Akiras Augen verloren den Fokus und waren verschleiert vor Tränen und Sauerstoffmangel, und kurz bevor er ohnmächtig wurde, ließ Akechi ihn abrupt los und stieß ihn energisch von sich. “Nein!” entschied er, zu sich selbst. “Nein, nein, nein!” wiederholte er mehrmals, mit jedem Wort hysterischer, krallte seine Hände in sein Haar und schüttelte den Kopf.

Als Akiras Lungen sich endlich wieder mit Luft füllten, hob und senkte sich sein Brustkorb unkontrolliert, er hustete mehrmals, als seine Lungen sich langsam wieder mit Sauerstoff füllten und griff sich an den Hals, als wollte er spüren, dass Akechis Hände nicht mehr dort waren. Akiras ganzer Körper zitterte und es dauerte einige Sekunden, bis der Nebel in seinem Gehirn sich wieder verzog, bis er die Realität vor sich wieder wahrnehmen konnte. Halt suchend stützte Akira sich mit einer Hand auf dem Knie ab und konzentrierte sich nur darauf, zu atmen. Ein und aus, ein und aus.

Nachdem er wieder Kontrolle über seinen Körper erlangt hatte, fiel Akiras Blick auf Akechi.
Akechi krallte seine Hände so sehr in sein Haar, dass er sich einige der haselnussbraunen Strähnen ausriss. Sein ganzer Körper erzitterte vor Anspannung, das Weiß seiner Augen verschluckte beinah seine dunklen Pupillen, so weit waren seine Augen aufgerissen. Das grimassenhafte Grinsen war noch immer nicht aus seinem Gesicht gewichen, stattdessen begann er, seine Lippen so sehr zu beißen, dass sich ein kleines Rinnsal an Blut bildete, das nun sein Kinn hinunter lief. Vermischt mit Speichel und Tränen, die sich heiß in seine Wangen gruben.

Akira zuckte innerlich zusammen bei diesem Anblick, es versetzte ihm einen Stich ins Herz, Akechi so zu sehen. Er kroch zu ihm, auf allen Vieren, die Gliedmaßen voller Schmerz, bei der kleinsten Bewegung. Seine Muskeln hatten sich noch nicht daran gewöhnt, wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt zu werden, aber das machte nichts, denn er musste Akechi erreichen. Er musste ihn aus dem Abgrund ziehen, in den er gefallen war.
“Akechi," seine Stimme war heiser. "Bitte, hör auf-” er bezweifelte, dass Akechi ihn hören konnte, auch nicht, als er seine Hand auf seinen Rücken legte und begann, ihn sanften, kreisenden Bewegungen zu streicheln.

“Das reicht jetzt," sagte Akira mit Nachdruck, setzte sich direkt vor Akechi und umgriff sanft seine Handgelenke. Mit Druck führte er Akechis Hände weg von seinen Schläfen. Akechis Kopf sank kraftlos zwischen seine Schultern, sein Haar hing wirr herunter und verschleierte sein Gesicht. Akechis Atem rasselte zwischen leisem Kichern. Akira griff Akechis Arme und legte diese um seine Schultern, rückte näher an ihn heran und schloss seine eigenen Arme um Akechi.

Sanft begann er, über sein seidiges Haar zu streicheln. Akechis Gesicht ruhte nur wenige Centimeter von Akiras Hals, an dem sich langsam dunkle Abdrücke von seinen Fingern bildeten. Halt suchend erwiderte Akechi seine Geste, er krallte sich in den Stoff von Jokers Mantel.

Akira wartete einige Momente bis der Andere sich endlich etwas beruhigt hatte, dann wich er ein Stück zurück und nahm Akechis Gesicht in seine Hände, zwang ihn, ihn anzusehen. Akechis Augen und Wangen waren gerötet und leicht geschwollen. Seine malträtierten Lippen hatten einige Risse und bebten. Akira strich sanft mit seinem behandschuhten Daumen über Akechis Wange und wischte eine Träne weg.

Akechi entspannte unter Akiras Berührung. Sein Atem wurde regelmäßiger und sein Blick verlor langsam den Hass und die Abscheu, mit der er Akira noch vor wenigen Minuten angesehen hatte. “Du bist wunderschön,” sagte Akira sanft.
Akechi verzog das Gesicht. “Was stimmt eigentlich nicht mit dir?” entgegnete er schnippisch und wendete den Blick ab. “Ich habe versucht dich umzubringen, du Idiot.”

Akira hob eine Augenbraue. “Ich wusste, dass du es nicht durchziehst,” sagte Akira und bemerkte, wie der Rotton auf Akechis Wangen sich verdunkelte.

"Woher...?"

"Ich habe dir vertraut, Crow,"  antwortete Akira sanft und lächelte, als Akechi entgegnete: "Ich hasse dich."

“Und lässt du jeden, den du hasst, dich auf diese Art halten?” fragte Akira unschuldig. Als Antwort bekam er ein Kopfschütteln. “Lass uns reden. Komm mir mir ins Leblanc,” forderte Akira ihn auf und bekam als Antwort nur ein unscheinbares Nicken.

 
***


Akira stellte eine heiße, duftende Tasse selbst-gebrühten Kaffees vor Akechi ab.

Er hatte kein Wort gesagt, seitdem sie aus Mementos zurückgekehrt waren. Akiras Dachboden war ruhig und seltsam komfortabel, im Gegensatz zu dem kalten, absurden Abgrund, den Mementos darstellte. Akechi sah Akira aus glanzlosen Augen an, als er die Tasse entgegennahm.
Nicht einmal auf Morganas schnippische Bemerkungen, zu seiner Verfassung hatte er mit mehr reagiert, als einem teilnahmslosen Blinzeln. Akira hatte Morgana gebeten, sie vorerst allein zu lassen. Nach wenig Protest von Morgana, war die Nicht-Katze in den Nebenstraßen von Yongen-Jaya verschwunden. War es unklug, mit seinem beinahe-Assassinen allein zu sein? Vielleicht, aber Akira Kurusu war eines; jemand, der anderen half. Und Akechi schien seine Hilfe zu brauchen.

Akechis zusammengesunkene Form saß auf Akiras klapprigem Sofa und reagierte nicht auf Akira, als er sich Akechi gegenübersetzte.

“Was sollte das alles?” begann Akira forsch und zog die Augenbrauen zusammen. Akechi zuckte unwillkürlich zusammen und wendete den Blick von ihm ab. “Ich - also… Es tut mir leid," stammelte er, stoppte, und schüttelte den Kopf. "Nein, das ist gelogen. Es tut mir nicht leid. Ich - ich weiß, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt."

Akira runzelte die Stirn. “Wovon in aller Welt sprichst du?”

“Shido,” seufzte Akechi leise. “Du weißt es doch, nicht wahr?” begann er und starrte auf den Kaffee. “Du weißt, dass ich für die psychotischen Zusammenbrüche verantwortlich bin. Dass ich im Auftrag für Shido die Schatten im Metaverse ermorde," etwas Glanz kehrte zurück in seine Augen, als er aufsah, Akira ansah. "Ich weiß, dass ihr versucht, sein Herz zu stehlen.”

Akira öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, aber blieb still. Selbstverständlich hatte er es gewusst, nichtsdestotrotz hatte er nicht erwartet, dass jemals aus Akechis Mund zu hören. “Und du willst uns davon abhalten, indem du mich tötest?” fragte Akira, obwohl er die Antwort bereits kannte.

Akechi nickte. Akira schluckte und lehnte sich im Stuhl zurück, die Arme vor der Brust verschränkt. “Wieso hast du es dann nicht zu Ende gebracht?”

“Ich konnte nicht,” entgegnete Akechi.

“Wieso?” fragte Akira harsch. “Wieso konntest du es nicht tun, Akechi?” wiederholte er, aber Akechi blieb still.

Er starrte immer noch auf den Kaffee, den er noch immer nicht angerührt hatte.

”Sag es mir!” verlangte Akira und erhob die Stimme. Akechis verschleierter Blick fokussierte nun Akira für einen Augenblick, nur um sich sofort wieder abzuwenden. Akechi verschränkte unter dem Tisch die Finger ineinander und begann, mit seinen Daumen Druck auf seine Handflächen auszuüben, um sich zu beruhigen.

“Ich konnte es nicht tun, weil das nicht gerecht wäre,” sagte er.

“Gerecht?” wiederholte Akira perplex. “Und was bitte weißt du von Gerechtigkeit?”

“Ich bin immerhin ein ‘Ace-Detective’” entgegnete Akechi sarkastisch und schüttelte den Kopf. Einige Strähnen fielen ihm bei der Bewegung ins Gesicht, welche er mit einer schnellen Handbewegung wieder hinter sein Ohr strich. “In Mementos ist mir etwas klar geworden,” begann Akechi und suchte wieder nach dem Blick seines Gegenübers. “Shido - mein Vater - ich kann das alles nicht mehr für ihn tun. Ich… Ich will das nicht mehr," seine Stimme begann zu zittern und Tränen bildeten sich in seinen Augenwinkeln. “Er hat mein Leben zerstört!” zischte Akechi und biss sich gleich danach auf die Unterlippe. “Ich war ein Idiot, dass ich dachte, wenn ich dich töte, würde das alles leichter machen! Die Phantom Thieves würden sich auflösen ohne ihren Anführer und Shido wäre nicht mehr in Gefahr,” erklärte er, “aber ich … ich-” Akechi starrte auf seine Hände und presste die Zähne aufeinander. “Ich konnte es nicht tun,” flüsterte er. "Ich habe versagt."

Akira fasste sich bei der Erinnerung an seinen Hals, an dem sich mittlerweile dunkle Hämatome gebildet haben und schluckte. “Sag mir, wieso,” forderte Akira ihn erneut auf und strich sich über die empfindliche Haut an seiner Kehle. “Zwing mich nicht, bitte” entgegnete Akechi, den Kopf gesenkt.

Akira erhob sich und ließ sich neben Akechi sinken. Akechi reagierte nicht, als Akira seinen Daumen an Akechis Kinn legte und sein Gesicht langsam zu ihm drehte. Akechi musterte ihn aus unfokussierten Augen, bis sein Blick auf Akiras Hals fiel. Seine Augen weiteten sich in Schock, beim Anblick der roten und blauen Flecken, die in einem perfekten Abdruck seiner eigenen Finger nun Akiras Hals zierten.

Zitternd erhob er seine behandschuhte Hand und fuhr die dunklen Linien auf Akiras weicher, heller Haut nach. Die Wärme, die von ihm ausging, erreichte Akechis Fingerspitzen durch den Stoff seiner Handschuhe hindurch und ließ ihn schaudern. Es war, als würden sanfte Stromstöße durch seine Fingerspitzen jagen, genau dort, wo er Akira berührte.

“Ich… Es-Es tut mir leid, Akira,” begann er erneut, seine Stimme zitterte bei jedem Wort und versagte schließlich. Er sah Akira an, als würde er nach etwas Suchen, und als er meinte, es gefunden zu haben, lehnte Akechi sich nach vorn und ließ seine Lippen sanft über die Blutergüsse unter Akiras Haut streifen. Auch wenn er beinahe zu vorsichtig war, schmerzte die Berührung, und als Akechi schließlich mit seiner glatten, nassen Zunge über Akiras Kehle fuhr, hinterließ er eine brennende Spur unter Akiras sensibler Haut.

Akira legte eine Hand auf Akechis Haar und strich sanft darüber, nur um sich dann verlangend zwischen seinen Strähnen zu verhaken und seinen Kopf mit sanfter Gewalt von ihm zu entfernen. “Was tust du da…?” fragte er atemlos, hatte gar nicht bemerkt, wie Akechis Lippen ihn dazu gebracht hatten, seinen Atem und seinen Herzschlag zu beschleunigen.

Akechis blinzelte verlegen und grinste beinah ein wenig. In seinen Augen flammte endlich wieder etwas von der rubinroten Farbe seiner Iren auf, die von den vor Erregung geweiteten Pupillen beinah verschluckt wurden.

“Mich… entschuldigen?” flüsterte er unschuldig und hielt Akiras Blick mit seinen Augen gefangen.

“Ich verzeihe dir, wenn du mir sagst, wieso du mich nicht getötet hast," entgegnete Akira schnippisch und freute sich, als ein leichtes Lächeln über Akechis Lippen huschte.

“Wieso ich dich nicht getötet habe, hm?” säuselte er und stieß Akira mit der flachen Hand von sich. Akira ließ sich auf den Rücken fallen und gab Akechi die Illusion von Dominanz, die er suchte. Akechi stützte seine Hände links und rechts neben Akiras Kopf ab und beugte sich über ihn, grinsend. Ein Knie schob sich zwischen Akiras Beine, mit dem anderen Bein stützte sich Akechi auf den knarrenden Dielen neben dem Sofa ab.

“Willst du wirklich wissen, wieso?”

"Ich will, dass du ehrlich bist, Akechi,” verlangte Akira und schürzte die Lippen.

“Du bist eigentlich nicht in der Position, Forderungen zu stellen, oder?” säuselte Akechi und streichelte mit einer Hand Akiras Wange entlang. Die rabenschwarzen Locken hingen Akira wirr ins Gesicht und bildeten ein flauschiges Nest um seinen Kopf herum, auf dem Polster des Sofas. “Ich verstehe dich nicht," seufzte Akira und schüttelte leicht den Kopf. “Ich verstehe dich einfach nicht," wiederholte er.

“Ist das jetzt wichtig?” fragte Akechi und wanderte mit seiner Hand an dem Kragen von Akiras Uniform entlang. Mit behandschuhten Fingern öffnete er den ersten Knopf des Blazers, aber er kam nicht weit. “Warte, Akechi,” sagte Akira und umfasste Akechis Handgelenk an seinem Revers. “Was soll das? Erst willst du mich töten und jetzt verführen? Was dann? Stichst du mir im Schlaf einen Dolch in den Rücken?” fragte Akira, etwas wütender, als er es wollte.

Akechi hatte für einen Moment einen Ausdruck, den Akira nicht deuten konnte. Irgendetwas zwischen Schock, Wut und Traurigkeit. “Nein, ich--” begann er, aber Akira schnitt ihm das Wort ab: “Schluss mit den Lügen und den Ausreden. Sag mir, was du von mir willst,” verlangte er und legte seine freie Hand in Akechis Nacken. Sanft vergrub er seine Finger in den haselnussbraunen Strähnen und zog ihn näher zu sich heran.

Akechi ließ ihn gewähren, auch, als ihre Gesichter nur noch wenige Centimeter voneinander trennten. “Ich konnte es nicht, weil ich... ich dich liebe, Akira," flüsterte Akechi leise gegen Akiras Lippen. Sein Atem roch nach Kaffee. “Keine Lügen mehr? Meinetwegen. Ich weiß, dass ihr Shidos Herz stehlen wollt, und ich... ich möchte mich mich euch anschließen. Ich will frei sein," wisperte er und biss sich nach den letzten Worten auf die Lippen. “Verzeih mir, dass ich dich verletzt habe,” fügte er hinzu und ließ seine Zunge sanft über Akiras Unterlippe gleiten. "Es ist so frustrierend, dich als Rivalen zu haben."

Ein angenehmer, warmer Schauer lief über Akiras Nacken, als er die Worte aus Akechis Mund hörte. “Endlich,” wisperte Akira mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Er schloss die Augen und ließ Akechi gewähren, konzentrierte sich auf die Sensation von Akechis warmen, weichen Lippen auf seinen, seiner Zunge, die sich zwischen Akiras Lippen schob. Wie lange der Kuss dauerte, konnte er nicht sagen, denn es bedeutete nichts. Akira verlor sich an Akechis Lippen, die sich so warm und weich gegen seine bewegten. Es war unglaublich, so voller Leidenschaft, dass es Akira beinahe den Atem raubte. All die Fantasien der Monate, in denen er davon geträumt hatte, Akechi so nah zu sein, verblassten. Die Realität war so viel besser, als Akira es sich je hätte vorstellen können.

Atemlos löste Akechi sich von ihm. Akira sah in Akechis vor Lust geweitete Pupillen, seine geröteten Wangen, er sah so verletzlich aus, aber gleichzeitig so... ehrlich. Akira kicherte leise, als er Akechi zu sich zog und ihn küsste, so lange, bis seine Lippen wund waren. Als er Akechis verlangendes Wimmern an seinen Lippen hörte, schoss die Vibration seiner Stimme einen elektrischen Schauer durch seinen ganzen Körper, bis hin zu seiner Mitte. Akechi schien es ähnlich zu gehen; vorsichtig, beinahe unschuldig, rieb er sich gegen Akira und Akira stöhnte leise auf, als er bemerkte, dass Akechi genau so hart wie er selbst war.

Sich von Akechi zu lösen war schwierig, beinahe unmöglich, aber Akira brachte den Willen auf, als sich eine Sprungfeder unangenehm in seine Schulter bohrte. "Bett?" raunte er zwischen zwei Küssen. Akechi schien einen Moment zu brauchen, um die Frage zu verarbeiten. Er stahl noch ein, zwei Küsse von Akira, bevor er sich von ihm löste und wortlos nickte.

Akira richtete sich auf, schwang seine Beine vorbei an Akechis und zog den Detektiv die wenigen Schritte über den knarrenden Dielenboden zu seinem Bett. Akechi war wieder bei ihm, bevor sie sich auf die Matratze fallen lassen konnten. Mit einem stürmischen Kuss, der keine Fragen offen ließ, nahm er Akiras Lippen gefangen, während er mit flinken Fingern die Knöpfe seines Uniform-Blazers öffnete. Akira streifte den Stoff von den Schultern, ließ den Blazer auf den Boden fallen, wie vorher den Dolch in Mementos.

Mit fordernden, raschen Bewegungen öffnete er Akechis khaki-farbenen Blazer und kicherte leise, als das perfekte, weiße Hemd darunter zum Vorschein kam. Natürlich hatte er es bis oben hin zu geknöpft, so perfekt und rein. Es wird eine Freude sein, das perfekte Image endgültig zu zerstören, dachte Akira. Akechi protestierte nicht, als Akira seine Hände über Akechis schlanken Oberkörper fahren ließ, ihn erkundete, sich jede Erhebung, jeden Muskel unter seinen Fingern einzuprägen schien. Als er Akechis Nippel über den Stoff des Hemds erreichte und sanft zwickte, stöhnte Akechi laut auf. Der Laut war so voller Wollen, dass Akira beinahe auf der Stelle kam, bevor ihn eine Welle aus Verlangen zum Ertrinken brachte. Er wollte mehr davon hören, mehr von Akechi, er wollte alles von ihm sehen, hören, er wollte ihn fühlen, ihn halten, alles von ihm --

Akechi wimmerte in Protest, als Akira sich für einen Moment von ihm löste.

"Ist das okay?" fragte er atemlos. Akechi nickte und suchte erneut nach Akiras Lippen. Er griff nach Akiras Händen und führte sie zurück an seinen Körper, bis Akiras Handflächen an seiner Taille platziert waren.

Akiras Geduld näherte sich einem jähen Ende, als Akechi unter seinen Händen zu zerfließen schien. Er lehnte sich Akira entgegen, so warm, so unerwartet fügsam. Akira lächelte dunkel, als er seine Hände in Akechis Hemd krallte, es harsch aus seinem Hosenbund zog und dann mit einem einzigen Kraftaufwand zerriss. Die Knöpfe fielen klappernd zu Boden und Akechis Krawatte folgte, als Akira harsch an dem Knoten zog um diese zu lösen. "Warte, warte," keuchte Akechi an seinen Lippen. Akira löste sich nur widerwillig von ihm. Er wich einen Schritt zurück und sah Akechi fragend an.

Akechi streifte die Reste des Hemds von sich, öffnete seine Gürtelschnalle und zog das Leder aus den Schlaufen seiner Uniform-Hose heraus. "Ich will dir zeigen, dass du mir vertrauen kannst," hauchte er und drückte Akira den Ledergürtel in die Hand.

Akira blinzelte, bis sein vor Lust vernebeltes Gehirn die Bedeutung von Akechis Worten verarbeitete. "Akechi," entgegnete er, aber mehr wollte, konnte er nicht sagen. Er schluckte schwer. Dann schnappte Akira sich Akechis Handgelenke und legte sie übereinander. Er wickelte den Ledergürtel mehrmals darum und zog die Schnalle fest, nachdem er überprüft hatte, dass Akechi sich nicht daraus befreien konnte. "Du bist unfassbar," raunte er, bevor er Akechi an seinen gefesselten Handgelenken zu sich zog, ihn in einen verlangenden Kuss verwickelte, nur um ihn anschließend auf die Matratze neben sich zu stoßen.

Bevor Akechi sich davon erholt hatte, war Akira über ihm. Er öffnete den Knopf von Akechis Hose, hakte seinen Daumen unter den Saum der Hose und seiner Boxershorts und schob beides nach unten. Akechi streifte sich die Hosenbeine über die Füße, bis er ganz und gar vor Akiras hungrigen Augen entblößt war. Es war erregend, zu beobachten, wie Akira sich mehr und mehr im Anblick von Akechis perfektem Körper unter ihm verlor. Seine langen, muskulösen Beine waren so einladend, sein Schwanz war hart und pink und feucht an der Spitze. Akira leckte sich über die Lippen, bevor er sich zwischen Akechis Beinen positionierte.

Akira fuhr entlang Akechis muskulösen Oberschenkeln, konnte nicht genug von der weichen, warmen Haut unter seinen Fingerspitzen bekommen oder von der Art, wie Akechi unter jeder seiner Berührungen schauderte, als könnte er nicht genug davon bekommen. Akira verteilte sanfte Küsse auf Akechis Knie, entlang seines Oberschenkels, bis er an der Innenseite seiner Oberschenkel angelangt war, nur noch wenige Centimeter von seiner einladenden Mitte entfernt.

Akira biss in die sensible, weiche Haut und leckte anschließend über den Fleck. Akechi belohnte jeden Biss, jeden Kuss, alles, was Akira ihm gab, mit verbaler Zustimmung; er stöhnte, wimmerte und flüsterte Akiras Namen wie ein Gebet.

Es war zu viel und gleichzeitig nicht genug, und Akira wollte mehr.

"Wie weit willst du gehen?" fragte Akira sanft. Er stoppte für einen Moment, hielt inne. Akechi blinzelte ihm aus halb-geschlossenen Augen entgegen, seine Lippen teilten sich einladend, rot und wundgeküsst, als er antwortete: "Ich will dir gehören."

"Weißt du, was du da sagst?" entgegnete Akira. Er beugte sich über Akechi, stützte sich mit den Händen links und rechts neben seinem Kopf ab. Seine Augen fanden Akechis, als er zustimmend nickte. "Ich will das, Akira," hauchte er so sanft, so einladend. "Ich will dich."

Akira stöhnte leise auf, als Akechi nach seiner Hand griff und diese an seine Wange legte. Seine Lippen streiften Akiras Handfläche in einer seltsam intimen, liebevollen Geste. "Halt dich nicht zurück, Anführer," sagte er mit einem verführerischen Grinsen auf den Lippen. "Mein Rivale," er biss sanft zu, bevor er seine Wange wieder an Akiras Handfläche schmiegte. "Mein Joker."

Mit einem leisen Fluch auf den Lippen zog Akira seine Hand von Akechi zurück. Er beachtete Akechis leise Proteste nicht, als er nach der Schublade in seinem Nachttisch griff, diese öffnete und ohne hinzusehen schnell fand, wonach er gesucht hatte.
Akira richtete sich auf, noch immer zwischen Akechis wundervollen Oberschenkeln positioniert, als er mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen die Tube Gleitgel öffnete und etwas von der kalten Flüssigkeit auf seinen Händen verteilte.

"Du bist unglaublich," sagte er sanft, als er die Fingerspitze seines Zeigefingers über Akechis zuckenden Eingang fahren ließ. Akechi wimmerte und zog instinktiv einen Oberschenkel an, aber Akira hielt ihn mit seiner freien Hand fest, spreizte Akechis Beine ein Stück weiter. Er biss sich auf die Lippe, als er Akechis Reaktionen beobachtete. Ein leichter, roter Schimmer hatte sich auf Akechis Wangen, Hals und Oberkörper ausgebreitet. Akechi krallte sich mit beiden Händen in den Stoff des Kopfkissens. Seine Augen weiteten sich für einen Moment, als Akira seinen Zeigefinger bis zum Knöchel in Akechis enger Hitze versank.

Es war unbeschreiblich, so eng, feucht und heiß, so intim, aber Akechis Reaktion verriet Akira, dass es alles andere als unwillkommen war. Er bog den Rücken leicht durch, seine Lippen teilten sich einladend, als er stöhnte, nach mehr verlangte. Akira nahm einen zweiten Finger dazu und öffnete Akechi in scherenden Bewegungen. In einer besonders gezielten Bewegung, fand er schließlich, wonach er gesucht hatte; der Punkt, der Akechi Sterne sehen lassen würde.

Akechi stöhnte laut auf, als Akira über seine Fingerspitze über die kleine Erhebung gleiten ließ, so laut und verlangend, dass Akira nicht anders konnte, als seine freie Hand auf seine eigene, schmerzhaft-harte Erregung zu legen. Er rieb über den rauen Stoff seiner Hose in einer Illusion von Erlösung, aber es war nicht genug.

Akira öffnete den Kopf seiner Hose und schob den Stoff herunter, sodass er seine Erregung befreien konnte, dann ließ er seinen Blick wieder zu Akechis Gesicht wandern. Seine Wangen glühten und seine Augen funkelten vor Lust. Er sah so, so einladend aus, so fügsam, so wunderschön. Akira nahm einen dritten Finger hinzu und als Akechis Inneres begann weicher zu werden, zog er sich aus ihm zurück.

Er kostete den Moment noch eine Sekunde länger aus, nahm seinen eigenen Schwanz in die Hand und setzte die Spitze an Akechis vor Erregung zuckendem Loch an, ohne in ihn einzudringen. Akechis unfokussierter Blick traf Akiras. Akechi verzog das Gesicht, bevor er seine Beine um Akira schlang und sich näher an ihn drängte, bis Akiras Spitze den ersten Muskelring durchbrach. Akira stöhne zeitgleich mit Akechi auf, als ihn seine einladende Hitze umfing.

"Beweg dich!" forderte er ihn auf. Akechi streckte die Arme nach ihm aus und Akira gab nach, beugte sich über ihn, ließ sich von Akechi in einen weiteren, stürmischen Kuss verwickeln. Akechi bog den Rücken durch und Akira konnte, wollte sich nicht mehr zurückhalten -- mit einer fließenden Bewegung ließ er seine gesamte Länge in Akechi gleiten, bis sie voll und ganz miteinander verbunden waren. Akiras Herz flatterte aufgeregt hinter seinen Rippen, als Akechi sich unter ihm verlor.  

“A-Akira” stöhnte Akechi seinen Namen lang gezogen. Akechis Inneres zog sich um seinen Schwanz zusammen, was ihn umso schärfer machte. Schweißtropfen bildeten sich an Akiras Schläfe, als dieser sich aufrichtete und Akechis linkes Bein über seine Schulter legte. “Sieh mich an,” forderte Akira den Anderen auf und als Akechi nicht sofort reagierte, stieß er erneut und heftig in ihn.

Akechis lustverhangener Blick traf nun Akira, der bei dem Anblick von Akechis perfektem Gesicht nicht anders konnte, als leicht zu lächeln.
Sanft strich er an der weichen Haut seines Oberschenkels entlang. “Du bist so schön,” sagte Akira erneut, denn er meinte, es nicht oft genug wiederholen zu können, biss in das zarte Fleisch des Schenkels auf seiner Schulter und begann dann, sich mit gleichmäßigen, tiefen Stößen wieder und wieder in Akechi zu versenken. Akechi bewegte seine Hüften im Takt mit und erlaubte ihm so, noch tiefer in ihn einzudringen.

Akechis Schwanz zuckte und Lusttropfen quollen hervor, verschmierten in einem glänzenden Film auf seinem Bauch und verrieten Akira, dass er nicht mehr lange brauchte, bis er kommen würde. Akira nahm Akechis Bein von seiner Schulter, um sich zu ihm herunterbeugen zu können, und seine Finger langsam um Akechis Hals zu schließen.

“Was-Was-tust du da…? Ah!” brachte Akechi hervor, aber sein Blick verriet Akira, dass er bei dieser Berührung keine Angst empfand. Seine Augen waren dunkel, aber nicht vor rasender Wut, sondern vor Lust und... Vertrauen. Akechis zusammengebundene Hände rieben unter dem Leder aneinander. Er versuchte, sich aus den Fesseln zu befreien, gab jedoch schnell wieder auf und überließ Akira die Kontrolle. Die Hände um seinen Hals schlossen sich für einen kurzen Moment enger, enger, bis Akechi erbärmlich wimmerte. Er kniff die Augen zusammen, und erst dann löste Akira abrupt seinen Griff um Akechis Hals.

Akechi stöhnte laut Akiras Namen. Akiras Blick fiel auf die perfekte, makellose Haut an Akechis Hals und der Wille überkam ihn, sich auf Akechi zu verewigen, ihn zu Seinem zu machen. Akira vergrub seine Zähne in Akechis Halsbeuge, so tief, dass er süßes, warmes Kupfer schmeckte. Der Abdruck würde definitiv für einige Tage zu sehen sein. Der süße Schmerz, der von Akechis Hals ausging und Akiras pulsierender Schwanz in ihm, waren genug, um Akechi in mehreren Schüben kommen zu lassen. Sein heißes Sperma verteilte sich auf seinem Bauch und auf seiner Brust. Akechi keuchte heftig unter ihm, biss sich auf die Unterlippe und wandte den Blick von Akira ab.

"Akechi, fuck --" fluchte Akira, als Akechi um ihn immer enger wurde. Er fickte ihn weiter, bis die Nachwellen seines Orgasmus verebbt waren und Akechi leise vor Überstimulation wimmerte. Akira blieb in ihm, genoss das Gefühl der Verbundenheit, von Akechi.

Als Akechi wieder zu sich kam, grinste Akira auf ihn herab. "Akechi" sagte er sanft. Mit einer Hand strich er über Akechis Wange. "Du bist unglaublich," versicherte Akira ihm. Akechi lächelte, süß und erschöpft.

"Du bist noch nicht gekommen, hm?" fragte Akechi leise. Akira schüttelte den Kopf. "Dann lass mich -- ich will dich in meinem Mund --" begann er und gab Akira zu verstehen, aus ihm herauszugleiten. Akira stöhnte leise auf, als er Akechis enge Hitze verließ, bevor er Akechi einen fragenden Blick zuwarf.

Akira setzte sich auf und half Akechi, sich ebenfalls aufzurichten. Sein sonst so perfektes Haar hing in wirren Strähnen in seine Stirn, und Akira konnte nicht anders, als seine Hände in Akechis Nacken zu vergraben und ihn in einen Kuss zu ziehen. Es fühlte sich an, als hätten sie sich seit Ewigkeiten nicht mehr geküsst, so sehr vermisste Akira das angenehme Gefühl von Akechis Lippen auf Seinen. Er keuchte, als er sich von Akechi löste. Akechis Mund sah so, so einladend aus, mit roten, wundgeküssten Lippen. Akira schob seinen Zeige- und Mittelfinger zwischen Akechis Lippen und ließ ihn mit seiner Zunge seine Fingerglieder umspielen.

Akechi löste sich mit einem feuchten 'Pop' von Akira und positionierte sich auf Knien vor Akiras Bettkante. Schüchtern sah er zu Akira auf, seine Lippen nur wenige Centimeter entfernt von Akiras hartem Schwanz, der vor Erwartung lustvoll zuckte. Akechi lehnte sich nach vorn und umspielte die nasse Spitze mit seiner Zunge. Dann verteilte er sanfte Küsse entlang Akiras Schaft, auf und ab. Akiras feuchte Spitze verteilte Lusttropfen auf Akechis Mundwinkeln, seinen Lippen und auf seiner Zunge. Es war berauschend, Akechi so vor sich zu sehen und Akira war sich nicht sicher, ob er je genug davon bekommen würde. Als Akechi sanft an seiner Eichel saugte, vergrub Akira seine Finger in Akechis haselnussbraunen Strähnen. Sein Haar war so weich, viel weicher, als Akira es vermutet hatte. Mit sanftem Druck forderte er ihn dazu auf, seinen Schwanz ganz in seinem heißen, feuchten Mund aufzunehmen, bis er den Widerstand seines Rachens an seiner Spitze fühlte.

“Fuck, ja --” kam es ihm über die Lippen bei dem Anblick von Akechis schönem Gesicht, den geröteten Wangen und den geschlossenen Augen, umrahmt von langen, dunklen Wimpern, und seinem Schwanz zwischen den geteilten Lippen.

Akechi konnte Akiras gesamte Länge nicht in sich aufnehmen. Unbeholfen nahm er seine gefesselten Hände dort hinzu, wo seine Lippen ihn nicht erreichen konnten. Dann begann er, seinen Mund langsam auf - und ab zu bewegen. Er glitt mit der Zunge an der Unterseite von Akiras hartem Schaft entlang. Akira beobachtete die Bewegung seines Halses, als er schluckte, das sanfte Auf und Ab seines Adamsapfels. Akechi schloss konzentriert die Augen und Akira bemerkte, dass der Druck in seinen Lenden immer größer wurde.

“Ich- komme gleich, Akechi- darf ich?” warnte Akira ihn vor. Akechi gab keine Antwort sondern führte seine Bewegungen fort, schneller, forscher. Akira kam mit einem Fluch und Akechis Namen auf den Lippen. Sein heißes, salziges Sperma verteilte sich in Akechis Mund und Rachen und es war so gut, so viel, dass Akechi Schwierigkeiten hatte, alles mit einem Mal zu schlucken. Akira hielt Akechi an seinen Strähnen fest, bis der Höhepunkt verebbte. Erschöpft gab er Akechi frei, seine Hände fielen kraftlos auf die Matratze. Akechi behielt ihn in seinem Mund, saugte sanft an seinem schlaff werdenden Schwanz. Als er sich von ihm löste, sah Akechi unschuldig zu Akira rauf, welcher verschwitzt und atemlos nach Luft rang. Auch er war unfassbar schön, wenn auch unscheinbar, wie Akechi in diesem Moment bewusst wurde. Langsam kletterte er wieder aufs Bett und hielt Akira seine noch immer gefesselten Hände hin.

Akira verstand und öffnete wortlos die Schnalle. Akira verzog das Gesicht bei dem Anblick von den roten Malen, die das Leder an Akechis Handgelenken hinterlassen hatte. “Das ist nicht schlimm,” versicherte Akechi ihm schnell, bevor Akira sich dafür entschuldigen konnte. “Ich wollte das,” sagte er und rieb sich die wunden Stellen. Akira nickte, nahm Akechis Hände in seine und küsste sanft entlang der roten Striemen. Akechi erschauderte, aber lehnte sich Akiras Zuneigung entgegen.

***


Eine lange, warme Dusche später, bestand Akira darauf, dass Akechi für die Nacht blieb. Akechi protestierte nicht, stattdessen ließ er sich von Akira in die warmen, sauberen Laken seines Betts ziehen. Sein Schopf ruhte an Akiras Schulter. Akira strich sanft über Akechis Hals, Schultern, entlang der Arme und wieder zurück. Eine Gänsehaut blieb dort zurück, wo Akira ihn berührte. Die Dunkelheit und Stille des Dachbodens war seltsam komfortabel.

“Danke, dass du mir vertraust, trotz dem was… was heute passiert ist,” flüsterte Akechi, während er mit dem Finger unsichtbare Muster auf Akiras Brust zeichnete.

“Ich liebe dich, mein Prinz," entgegnete Akira liebevoll und streichelte weiter über Akechis Haar.

Akechi schnaubte. “Wenn du mich noch einmal so nennst, überlege ich mir, ob ich dich nicht doch im Schlaf ermorde,” entgegnete Akechi schnippisch. Akira lächelte und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. “Das könntest du nicht,” und er wusste, dass er Recht hatte, als Akechi leise seufzend neben ihm die Augen schloss.
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