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The Story Of Another Us

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
11.01.2021
12.04.2021
13
27.839
3
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
11.01.2021 1.744
 
Hey liebe Leser, falls es überhaupt welche gibt, und willkommen bei dieser Geschichte. Die Idee zu der Geschichte ist mir einfach total spontan gekommen und da sie mir so gut gefiel, konnte ich  sie nicht einfach wieder gehen lassen und tada, 'The Story of another us' entstand. Ich muss euch warnen, denn das ist keine 08/15 One Direction Fanfiction. In der Geschichte ist nämlich einiges anders... Lasst euch überraschen.

!Warnung: Es können unsensible Inhalte, wie Sex, Beschimpfungen und Selbstverletzung bzw. Tod vorkommen!

Hier ist der Trailer zur Geschichte: https://youtu.be/vnD27YPkZ6A

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"Be the change that you wish to see in the world."
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„Nina, Laura, kommt her!", rief Amara. Genervt verdrehte ich die Augen, sprang aber von der Kiste, auf der ich bis jetzt gesessen und mich mit meiner Cousine Laura unterhalten hatte. „Was gibt's?", fragte ich, als ich bei ihr angekommen war. Amara war die Art von Leuten, bei denen immer alles nach ihrer Nase laufen musste. Mit ihren kurzen, blond gefärbten Haaren, der dicken Hornbrille, der Knubbelnase, dem fast unscheinbaren Oberlippenbart und dem viel zu engen Karorock sah sie aus wie eine viel zu strenge Lehrerin im falschen Film. „Simon will euch sehen", meinte sie verbittert. Es gab drei Arten von Leuten hier. Die, die Simon hassten, jene, die ihn vergötterten, oder die, die ihn nicht kannten. Wobei letzteres so gut wie gar nicht vorkam. Am Set von X Factor, der von Simon ins Leben gerufene Show, kannten ihn die meisten Leute schon. Amara gehörte jedenfalls zu der zweiten Gruppe von Leuten. Wann immer es nur ging, schwänzelte sie um Simon herum machte ihm Komplimente und brachte mich so dem Würgereiz nahe. Simon und ich hatten keine normale Vater – Tochter Beziehung, das musste ich zugeben, denn welches Kind nannte seinen Vater schon beim Vornamen? Vielleicht lag es daran, dass ich als Kind größtenteils von irgendwelchen Nannys großgezogen wurde, während er um die Welt reiste, vielleicht war es aber auch einfach so, weil er eben Simon Cowell war und kein gewöhnlicher Vater.

Während Amara ihr Zeit damit verschwendete, uns den Weg zu dem Büro von Simon so umständlich wie möglich zu beschreiben, machten Laura und ich uns aus dem Staub. Nachdem die Tür des Backstagebereiches laut hinter uns ins Schloss gefallen war, fanden wir uns in dem Wartezimmer wieder, in dem die Kandidaten in weniger als fünf Tagen sitzen und auf ihre Audition und die Chance ihr Leben zu verändern, warten würden. So leer sah der Raum traurig und karg aus. Durch die große Fensterfront, an der einen Seite, konnte man die dicken, grauen Wolken sehen, die schon seit einiger Zeit am Himmel hingen, die Sonne verdeckten und nur darauf zu warten schienen, die Erde mit Regen zu bewässern. Die Bildschirme, die an allen Wänden außer der Glasfront angebracht wurden, waren alle schwarz, bis auf einen, der unaufhörlich das Intro der Show abspielte. Ziemlich ermüdend. Viele Bänke standen auf dem Boden. Weiße Bänke, die das ganze Zimmer noch langweiliger und steriler erscheinen ließen, als es ohnehin schon war. Ich konnte es kaum erwarten, dass der Raum mit Leben gefüllt wurde, dass tausende Kandidaten und deren Familien hierherkommen würden, sich auf diesen Bänken niederlassen würden und alles weniger grau sondern eher farbig und schön erscheinen lassen würden.

Als Laura und ich gemeinsam über die Bänke stiegen, wohlbedacht nichts zu verschmutzen, war ich mal wieder dankbar, dass ich soviel Sport machte. Tanzen, zum Beispiel, war mein Leben. Ich liebte es, mich im Takt zu der Musik zu bewegen und alles um mich für ein paar Minuten zu vergessen. Das Tanzen war auch einer der Gründe, warum ich hier war. Simon meinte, es wäre eine gute Idee, wenn Laura und ich Tänzerinnen bei X Factor werden würden. Im Stillen dankte ich ihm dafür, nicht mehr in meinem Zimmer sitzen und Latein Vokabeln lernen zu müssen. Als wir die Tür des Wartezimmers, die übrigens genau so langweilig und weiß wie die Wände war, geöffnet hatten und in den Flur hinaustraten, befanden wir uns in einem der tausend weißen, sterilen und immer gleichen Gänge, mit den immer gleichen Türen, die in verschiedene Zimmer führen, die vermutlich auch alle gleich aussahen. Hin und wieder stand eine weiße Kommode neben einer der Türen doch ansonsten gab es nichts abwechslungsreiches in den Gängen.

Nach einiger Zeit waren Laura und ich endlich an Simons Büro angekommen. An der Tür, die, wer hätte es gedacht – weiß, war, hing ein Zettel mit dem Wort ‚Simon' darauf. Kurz klopfte ich an die Tür und trat dann ein. Simons Zimmer war anders und passte perfekt zu ihm. Es war eine Mischung aus altmodisch und neu. Die Wände waren in einem sehr hellen blau gestrichen, welches fast schon ins weiße überging. Von meinem Platz an der Tür aus, konnte man durch ein riesiges Fenster auf London hinabblicken, jedenfalls, wenn man über das große, weiße Sofa hinüberblickte, dass davor platziert war. Rechts von mir aus, stand ein weißer Schreibtisch mit einem großen, schwarzen Bürostuhl davor, auf dem Simon saß. Gerade schaute er konzentriert auf den großen Bildschirm seines Computers und tippe dann ziemlich energisch auf den Tasten herum. Neben ihm stand eine Tasse Kaffee und bei Simons ziemlich hektischer Tipperei wunderte es mich, dass sie noch keine Bekanntschaft mit dem Boden gemacht hatte. Über dem weißen Schreibtisch befanden sich genau drei Dinge – ein großer, schlichter und einfach nur langweiliger Kalender, ein hölzernes Schweberegal auf dem so viele Ordner und Notizbücher standen, dass ein Windhauch wahrscheinlich genügt hätte, um sie alle umzuwehen und ein Bild von mir und Simon. Es war ziemlich alt, zehn Jahre waren seit der Aufnahme vergangen. Damals war mein fünfter Geburtstag gewesen und Simon war mit mir ins Disneyland gegangen. Dort hatten wir Minnie Mouse getroffen, was meine absolute Lieblingsfigur zu der Zeit war. Auf dem Bild hatte Simon mich auf dem Arm und ich lächelte glücklich und streckte meine Arme nach Minnie aus, die neben uns stand und Simon einen Arm um die Schulter gelegt hat. „Seid ihr gekommen um mein Büro zu bewundern, oder wollt ihr mit mir reden?", fragte Simon belustigt und drehte sich zu uns um. „Amara meinte, dass du mit uns reden willst" Er winkte uns nach drinnen und bedeutete uns, auf dem weißen Sofa Platz zu nehmen. Dann stand er auf und schloss die Tür.

Als ich mich auf das Sofa setze, stellte ich angenehm erstaunt fest, dass es ziemlich weich und gemütlich war und nicht wie ich gedacht hatte steinhart. Aber warum wunderte ich mich überhaupt darüber – es war nichts neues für mich, dass Simon immer nur das Beste vom Besten nahm. Und wenn ihm das nicht reichte, ließ er sich extra etwas anfertigen. So war er nun mal.

Nachdem er die Tür geschlossen hatte und sich wieder auf seinen Bürostuhl gesetzt hatte, wandte er sich uns zu.

„Nina, Laura, wie ihr beide wisst, geht X Factor dieses Jahr weiter und da Dannii erst vor kurzem ein Kind bekommen hat, wird sie für die Castings ausfallen" Simon erhob sich von seinem Stuhl und lief im Raum herum. Er war ziemlich nervös. Ich wollte nicht behaupten, dass ich weiß, was Simon dachte oder wie er sich fühlte, nein – Das wusste vermutlich nicht einmal meine Großmutter – doch mit der Zeit hatte ich gelernt aus Simons Gesten zu interpretieren, wie er sich fühlte. Und momentan war er nervös. „Nun, Danniis Fehlen, ist ein großer Verlust für die Show" Pause. Simon machte gerne Pausen um seinen Worten größere Wichtigkeit zu verleihen und ich musste zugeben, es hatte Stil. Generell hatte er Stil. Egal was Simon trug oder tat, er würde niemals heruntergekommen wirken. Allerhöchstens unverschämt, aber niemals heruntergekommen. Und so wie er gerade dastand, sah er aus, als wäre sein Stilist noch wenige Minuten bevor Laura und ich gekommen sind, dagewesen. Ich mochte nicht behaupten, dass Simon gut aussah, denn das tat er in meinen Augen nun mal nicht, aber er hatte Stil und jeder – ich mit eingeschlossen – hatte verdammt großen Respekt vor ihm.

„Ich habe mich mit Louis und Cheryl unterhalten und wir alle finden es wäre eine gute Idee, junges Blut in die ganze Show miteinzubringen. Was haltet ihr also davon, Judges zu sein?" Stille. Niemand sagte ein Wort. Im Hintergrund hörte ich Leute miteinander diskutieren, doch mein Kopf war wie leergefegt. „Sind wir nicht ein bisschen zu jung? Ich meine, es ist total nett, dass du uns so was anbietest, aber ich weiß nicht ob die Zuschauer damit einverstanden sind", meldete sich Laura schließlich zu Wort. Ich nickte: „Ja, glaube ich auch. Und denkst du wirklich, dass sich die Teilnehmer von uns zwei fünfzehnjährigen Mädchen irgendetwas sagen lassen werden?" Simon nickte, hatte aber wie meist immer, seine Maske aufgesetzt, so dass es schier unmöglich war, herauszufinden, was er dachte. „Sie sollten euch zuhören. Ihr beide habt in jungen Jahren schon mehr erreicht als die meisten anderen. Ihr habt einen eigenen Song rausgebracht, der für längere Zeit Platz eins in den Chart war" Ich verdrehte die Augen und blickte zu Seite wo Laura saß. Sie spielte nervös mit ihren rotbraunen Haaren. „Simon, das mit dem Song ist nur passiert, weil du mein Vater und ihr Onkel bist, ansonsten wären wir heute unbekannt" Simon zuckte mit den Schultern. „Ihr habt nun einmal Talent! Überlegt euch mein Angebot, ja" Ich wollte gerade nicken und dann den Raum verlassen, um mit Laura gemeinsam wieder zurück Backstage zu gehen, den Arbeitern zuzuschauen und mich mit ihr über Amara lustig zu machen, als sie plötzlich aufstand. „Ich machs", verkündete sie. „Ich wollte so etwas schon immer mal tun" Herausfordernd schaute sie mich an. Ergeben seufzte ich auf: „Na gut, ich mach mit. Aber nur, weil ich dich nicht alleine untergehen lassen kann. Und sagt ha nicht, ich hätte euch nicht gewarnt, wenn der Hate losgeht"

Doch der Hate blieb aus, auch als Simon verkündete, dass wir in der Jury seiner Show sitzen würden. Ich bildete mir sogar für einen Moment ein, ein Fünkchen Stolz in seinen Augen aufblitzen zu sehen, aber in der nächsten Sekunde hatte er sich schon seine riesige Sonnenbrille, die sonst immer in seine Hemdtasche geklemmt war, aufgesetzt und sich in die riesige Limousine gesetzt, die ihn abholen und nach Hause bringen würde. Kopfschüttelnd schaltete ich den Fernseher aus, setzte mich auf das rote Sofa (welches übrigens genau so bequem war, wie das in Simons Büro) und fragte mich, wie es wieder so weit kommen konnte.
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