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Vergiss mein nicht!

GeschichteAbenteuer, Romance / P16 Slash
Kathryn Janeway Seven of Nine
11.01.2021
20.01.2021
5
8.697
2
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
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13.01.2021 1.877
 
Nachdem die Voyager eine Transwarpsignatur der Borg Shpäre gefunden hatte, verfolgte der Delta Flyer diese bis zum Unimatrix Komplex, der Heimatwelt der Borg. Kathryn, Tom und der Doktor sahen sich ehrfürchtig um und betrachteten, das schiere Ausmaß der Borgheimatwelt. Es war riesig, man könnte sagen gigantisch. Und es war düster und unheilvoll. Und in dieser Welt war Seven aufgewachsen.

Kathryn rieb sich ihre Nasenwurzel und versuchte sich vorzustellen, welche Schrecken Seven 18 Lebensjahre  hier erlebt haben mochte. Umso erstaunter war sie, das Seven sich zu so einer wundervollen, warmherzigen Person gewandelt hatte und was für ein unglaublich sanftes, fürsorgliches und freundliches Individuum sie geworden war.

Nachdem Tuvok Sevens Position in einer riesigen Borganlage isoliert hatte, beamten sich Kathryn und Tuvok  dorthin und befreiten Seven aus den Fängen der Borgkönigin.

Sobald sie Seven gerettet hatten und sie sich sicher wieder auf dem Delta Flyer befanden, schloss Kathryn Seven in ihre Arme und drückte sie fest an sich.

„Oh Liebling, ich kann nicht sagen, wie froh ich bin dich wieder in meinen Armen festhalten zu können.“ sagte Kathryn mit einer heiseren rauen Stimme. Seven schlang ebenfalls ihre Arme um Kathryn und lehnte sich erleichtert gegen sie, während ihr Körper immer noch zitterte vor Aufregung und auch vor Angst, das die Borgkönigin sie doch noch zurückholen könnte.

Tom setzte sofort einen Kurs, um den Delta Flyer wieder zurück zur Voyager zu bringen. Dazu aktivierte er die Transwarpspule und öffnete einen Transwarpkanal.

Sobald sie wieder auf der Voyager waren, wurde die Transwarpspule eingesetzt und die Voyager konnte damit 20000 Lichtjahre näher an den Alpha Quadranten fliegen und sich auch den Borg entziehen.

Währenddessen hatte Kathryn Seven in ihr gemeinsames Quartier gezogen. Zuerst sahen sich beide einen sehr langen Moment still und ruhig an. Kathryn war zweigeteilt. Auf der einen Seite war sie überglücklich, dass sie Seven  wieder bei sich hatte, aber auf der anderen Seite war sie immer noch beunruhigt darüber, wie Seven sie so einfach verlassen konnte.

Ja sie hatte ihre Gründe dafür gehabt, aber jedes andere Crewmitglieder hätte anders gehandelt als Seven und wäre zu ihr oder zu Chakotay gegangen, um sie über die Erpressung der Borgkönigin zu informieren.

Aber Seven hatte dies nicht getan, sondern sich selbst der Borgkönigin ausgeliefert. Dieses Verhalten war indiskutabel und Kathryn fürchtete sich davor, dass so etwas noch einmal vorkommen könnte.

„Liebling, ich bin überglücklich und erleichtert, dass du wieder hier bei mir und der Voyager bist. Doch um ehrlich zu sein, bin ich auch ziemlich sauer auf dich und in Moment weiß ich nicht genau, wie ich mit meiner Wut umgehen soll.“ sagte Kathryn aufgebracht und begann hin und her zu schreiten. Seven sah sie beunruhigt an.

Seit die Borg sie wieder zurück geholt hatten, hatte Seven jegliche Hoffnung aufgegeben, dass sie Kathryn, jemals wiedersehen würde. Sie hatte mit ihrem bisherigen Leben auf der Voyager praktisch abgeschlossen und war bereit sich erneut assimilieren zu lassen, um die Liebes ihres Leben zu beschützen.

Doch nun war sie wieder bei Kathryn und sie liebte sie so unendlich und so tief. Aber das gefährdete Kathryns Leben und auch das der anderen Crewmitglieder der Voyager. Die Borgkönigin war wahrscheinlich außer sich und würde von nun an die Voyager verfolgen, solange bis sie hatte was sie wollte. Und obwohl die Borg keine Rasse waren, die hassten und auf Rache aus waren, war sich Seven bei der Borgkönigin nicht sicher, ob sie nicht doch diese Anwandlung hatte.

„Sag mir bitte, wieso du so wütend auf mich bist.“ bat Seven leise und Kathryn blieb stehen und sah Seven stirnrunzelnd an.

„Ich bin wütend auf dich, weil du nicht zu mir gekommen bist, nachdem dich die Borgkönigin kontaktiert hatte. Wärst du nur zu mir gekommen, dann hätte ich die Mission abgesagt, wir wären mit der Voyager so weit weggeflogen wie nur möglich. Und nichts was die letzten Tage passiert ist, wäre geschehen. Ich bin wütend, dass du mir nicht vertraut hast, dass du mich nicht einbezogen hast, dass du mich einfach so verlassen hast. Ich bin wütend darüber, wie sehr du mich erschreckt hast und ich habe Angst, dass du das noch einmal tun könntest. Das du mich einfach so verlässt und nur eine Nachricht hinterlässt.“ erklärte Kathryn aufgebracht und über Sevens Wangen liefen die Tränen.

Sie hatte nicht gewollt, dass Kathryn so wütend und so verletzt zurück blieb. Sie hatte sie nur in Sicherheit halten wollen. Sie hatte sie niemals verletzten oder im Stich lassen wollen. Verdammt!!!!

„Kathryn, es tut mir leid, dass ich dir soviel Schmerz zugefügt habe. Ich hatte das nicht beabsichtigt. Ich wollte nur, dass du in Sicherheit bist und trotzdem mit einer Transwarpspule eure Reise in den Alpha Quadrant um ein vielfaches verkürzen könnt. Ich habe nicht gewusst, dass mein Verhalten, dich so nachhaltig beeinträchtigen könnte.“ gestand Seven und Kathryn sah sie ungläubig an.

„Gott Liebling, ich liebe dich. Ich liebe dich mehr, als irgendetwas sonst in dieser Galaxie. Natürlich hat mich dein Fortgang beeinträchtigt. Wie konntest du nur annehmen, dass mir die Transwarpspule so wichtig ist, dass ich sie um jeden Preis haben wollte? Wie konntest du nur annehmen, dass eine Transwarpspule dein Opfer für mich erträglicher machen könnte? Nur du allein hast die Macht mein Leben reich, schön, bunt und interessant zu machen. Nur du bist es, die für mich alles bedeutet. Verstehst du das?“ fragte Kathryn und Seven nickte mit ihrem Kopf. Ihre Wangen waren Tränen überströmt und sie vertraute ihrer Stimme nicht mehr, daher nickte sie nur.

Kathryn ging schnell auf Seven zu und zog sie in ihre Arme und drückte sie fest an sich, während Seven sich in ihre Umarmung fallen ließ und zu schluchzen begann.

„Bitte Liebling, mach so einen Unsinn nie wieder. Bitte versprich es mir!“ bat Kathryn verzweifelt.

„Ich..., ich... verspreche es dir... ich liebe dich.“ antwortete Seven, während sie mehrmals schniefte und sich an Kathryn kuschelte.

Kathryn strich sanft über Sevens verwirrte Haare und hielt sie solange fest, wie sie es brauchte. Danach brachte sie Seven in ihren Alkoven und aktivierte einen Regenerationszyklus von 48 Stunden.

Während Seven ruhig und still in ihrem Alkoven stand, war Kathryn ins Bett gekrochen und hatte Seven lange betrachtet. Sie versuchte sich jede Kleinigkeit von Seven einzuprägen und für immer in ihren Erinnerungen zu speichern. Doch die anstrengenden vergangenen Tage zollten bald ihren Tribut und ihre Augen fielen zu und sie sank in einen tiefen traumlosen Schlaf.

***************************


Erst Stunden später erwachte Kathryn aus ihrem tiefen Schlaf. Ihr Blick fiel sofort auf Sevens Alkoven. Da dieser jedoch leer war, runzelte sie ihre Stirn und glitt schnell aus ihrem Bett. Sobald sie stand, sah sie Seven auf dem Boden leblos liegen. Schnell eilte sie zu ihr.

„Liebling?“ fragte sie, während sie Sevens Kopf vorsichtig zu sich drehte. Da Seven nicht reagierte, eilte Kathryn zurück zu ihrem Nachttisch und nahm ihren Kommunikator und klickte ihn an.

„Doktor ich benötige Ihre Hilfe, Seven liegt neben mir auf dem Boden und bewegt sich nicht.“ rief Kathryn angsterfüllt und der Doktor bestätigte, dass er auf dem Weg sei. Wenige Momente später materialisierte er sich im Quartier und kniete sich zu Seven hinunter und scannte sie mit seinen Trikorder.

„Doktor?“ fragte Kathryn und sah ihm fragend an.

„Hm..., der Trikoder zeigt nichts ungewöhnliches an. Nur das sie ohnmächtig ist. Aber ich werde Seven mit auf die Krankenstation nehmen und umfangreiche Untersuchen vornehmen, um ganz sicher zu sein.“ damit initiierte er einen *Ort – zu- Ort* Transport und dematerialisierte sich mit Seven zusammen.

Kathryn zog sich schnell eine frische Uniform an, welche sie am Abend zuvor schon repliziert hatte und eilte zur Krankenstation.

„Doktor Bericht!“ forderte Kathryn sofort, als sie in der Krankenstation angekommen war und Seven auf einen Biobett lag und der Doktor das Diagnosefeld über ihren Körper aktiviert hatte.

„Soweit die Daten richtig sind, gibt es nichts, was darauf schließen könnte, wieso Seven aus ihrem Alkoven herausgefallen sein könnte und wieso sie bewusstlos ist. Ich werde sie gleich wecken und vielleicht kann sie uns dann unsere Fragen beantworteten.“ antwortete der Doktor und deaktivierte das Diagnosefeld, welches sich sofort zurückzog und in das Biobett zurückglitt. Dann nahm der Doktor ein Hypospray zur Hand und hielt es an Sevens Hals und entlud es.

Nur wenige Sekunden später flatterten Seven Augen auf, sie setzte sich steif auf und glitt danach anmutig vom Biobett hinunter, um zuerst den Doktor, dann Kathryn anzusehen und ihren Blick als nächstes durch die Krankenstation schweifen zu lassen. Nachdem sie sich einen Moment umgesehen hatte und der Doktor und Kathryn sie besorgt ansahen, wandte Seven ihren Blick wieder den Beiden zu.

„Liebling, geht es dir gut?“ fragte Kathryn, nachdem Seven noch nichts gesagt hatte.

Auch jetzt schaute sie nur Kathryn und den Doktor teilnahmslos an.

„Seven?“ fragte Kathryn noch einmal und legte ihre Hand auf Sevens Schulter. Seven zuckte kurz zusammen und Kathryn zog sofort ihre Hand von Sevens Schulter.

Plötzlich brach ein neues Implantat aus Seven Hals hervor und begann wild zu blinken, während ihre Augen sich auf einmal schwarz färbten, sodass nicht mal mehr das Weiß darin zu sehen war. Dann öffnete sie ihren Mund.

„Wir sind die Borg, diese Drohne hat ihre Mission auf der Voyager beendet und wird nun ins Kollektiv zurück kehren!“ antwortete Seven mit den Stimmen von Milliarden Borgdrohnen.

Kathryn und der Doktor sahen sie entsetzt an.

„Was?“ fragte Kathryn und blinzelte Seven entgeistert an.

„Wir sind die Borg, diese Drohne hat ihre Mission auf der Voyager beendet und wird nun ins Kollektiv zurück kehren!“ erwiderte Seven noch einmal und tippte an einen Punkt an ihrem Unterarm, den weder Kathryn noch der Doktor vorher bemerkt hatten.

„Bereit.“ sagte sie und Kathryn schritt auf sie zu und legte ihre Hände auf Sevens Arme und sah sie genau an.

„Was hat das zu bedeuten?“ fragte sie mit einer rauen und belegten Stimme besorgt.

„Wir sind die Borg, diese Drohne hat ihre Mission auf der Voyager beendet und wird nun ins Kollektiv zurück kehren!“ erklärte Seven ein drittes Mal und Kathryn wurde bleich.

„Was sagst du da? Ich liebe dich und ich werde nicht zulassen, dass du gehst. Wir haben dich erst gestern gerettet und zurückgeholt!!!“ erwiderte Kathryn und setzte ihre Befehlsmaske auf.

Sevens Gesichtsausdruck änderte sich plötzlich von emotionslos auf neugierig und sah Kathryn fragend an.

„Wir sind Borg, deine Empfindungen sind irrelevant und unerwünscht. Diese Borgdrohne wird zurückkehren ins Kollektiv. Ihre Erinnerungen an die letzten 24 Monaten wurden gelöscht.“ sagte Seven, aber Kathryn konnte deutlich die Stimme der Borgkönigin heraus hören. Seven wandte sich von Kathryn ab und schritt in der Krankenstation umher.

Kathryn sah sie blass und verzweifelt an. Das konnte nicht sein. Nein, nein, nein. Verdammt!!! Konnte die Borgkönigin wirklich so grausam sein und ihr Seven ein zweites Mal wegnehmen? Nein, verdammt das dürfte nicht passieren!!! Das musste sie verhindern, doch bevor sie Seven in ihre Arme ziehen konnte, um sie fest und sicher zu halten, summte ihr Kommunikator.

„Chakotay an den Captain, ein Borgkubus ist eben aufgetaucht.“ Erklärte Chakotay alarmiert über seinen Kommunikator.

Bevor Kathryn antworten konnte, dematerialisierte sich Seven in einen grünen Strahl und verschwand aus der Krankenstation und auch aus dem Leben von Kathryn.

„Nein“ schrie Kathryn verzweifelt und brach weinend auf dem Deckboden zusammen. Der Doktor eilte schnell zu ihr und trug sie auf das nächste Biobett. Dann gab er ihr ein leichtes Beruhigungsmittel und informierte Chakotay, über die neue Lage.
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