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InkTober52 - Ein Meer aus Worten

von Eiche
Kurzbeschreibung
SammlungAllgemein / P16 / Gen
10.01.2021
22.03.2021
11
4.455
2
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31.01.2021 400
 
Ein Wesen, eine magische Gestalt, ein kleines Mädchen, ein alter Mann, schon immer war sie da und sie wird immer sein. Uralt ist sie, und doch so jung, zeitlos. Sie ist unsterblich, soweit wir von Unsterblichkeit reden können, wird sie doch sein, für alle Zeit. Eine Mutter die immer für uns sorgt, ein Vater, der uns Ratschläge gibt, eine Schwester, die uns immer hilft, ein Bruder, der uns immer beschützt, eine Tochter, um die wir uns kümmern dürfen, ein Sohn, der unsere Augen zum Leuchten bringt. Es ist eine wundervolle Gestalt, nichts und niemand ist ihr gleich, nie wird ihr jemand auch nur ähnlich sein. Sie ist voller Liebe, voller Freude, sie hat uns das Leben geschenkt und den Ort an dem wir leben. Dafür müssen wir ihr dankbar sein. Doch wir zeigen es nicht, zeigen doch nie ihr größtes Geschenk, die Liebe.

Die Gestalt leidet, und wir sehen, wie schlecht es ihr geht. Doch wir helfen ihr nicht, auch wenn sie nichts dringlicher braucht. Sie ist nicht krank, nicht verletzt. Nichts fehlt ihr, körperlich. Denn ihr Herz schreit, wenn sie all das Leid sieht, das täglich passiert. Sie muss mit ansehen, wie der Hass uns überkommt, uns erfüllt und wie wir von ihm geleitet uns gegenseitig umbringen. So viele Jahre musste sie es schon betrachten, sie hat so viel erlebt, aber noch immer zerbricht es ihr das Herz. All dieser Hass, das Fehlen der Liebe, es zerstört sie. Und das schlimmste ist, dass es nie besser wird. Nie hat sie solch schlimme Wesen gesehen, Wesen, die geleitet von Gier, Neid und Kaltherzigkeit alles zerstören. Wesen, die sich mit der Zeit selbst ausrotten. Doch sie zerstören nicht nur sich, so viele reißen sie mit sich in den Tod. Und die Gestalt kann nichts dagegen tun. Es sind die Wesen, die sich ändern müssten. Aber das wird nie passieren, und das weiß sie.

Und so leidet sie, leidet, weil alles untergehen wird. Sie leidet, weil sie sieht, dass das Ende naht. Nicht ihr Ende, nein, aber das Ende, einer wundervollen Welt. Einer Welt, die es so nie wieder geben wird. Alles wird zerstört, durch den Hass, durch Gewalt, durch die Abwesenheit von Liebe. Und niemand tut etwas dagegen.
Denn niemand hört die Gestalt, hört ihren Schrei nach Hilfe. Niemand spürt ihre Angst, die immer größer wird. Alles ist verloren. Doch niemand sieht ihre Tränen, die Tränen der Seele der Erde.
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