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Bandagen & Poesie

OneshotRomance, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Doppo Kunikida Osamu Dazai
10.01.2021
10.01.2021
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Dazai saß wie immer auf dem Sofa des  Büros der bewaffneten Detektive, doch wie sonst üblich, sang Dazai heute nicht über seinen Doppelsuizid. Er saß nur still da  und dachte scheinbar nach.
Dieses Verhalten erschien zwar allen Detektiven  seltsam, doch sie ignorierten es. Denn für sie war Dazais Verhalten immer ungewöhnlich. Auch seinem Partner Kunikida Doppo entging dies nicht.
Doppo musterte ihn besorgt und bemerkte, dass  Dazai traurig wirkte, auch wenn dies bei Dazai schwer einzuschätzen war.
Frustriert bemerkte er, dass er schon wieder aus seinem Zeitplan war.
"Verdammt...Ich kümmere mich später darum, jetzt muss ich meinen... und Dazais Bericht fertig machen."
Seufzend machte Kunikida sich an die Arbeit.
Auch wenn der Detektiv es nicht zugeben wollte, wertschätzt er Dazai sehr und hegte tiefe romantische Gefühle für  seinen Partner. Aber ,da er den ohnehin instabilen Dazai nicht verschrecken wollte behielt er dies für sich.
Zwei Stunden später hatte Kunikida sowohl sein eigenen als auch Dazais Bericht fertig getippt. Er druckte beide aus und schrieb in seine Ideale.
Müde stand der Detektiv auf und holte die Berichte aus dem Drucker.
"Und was mach ich mit Dazai? Ich kann ihn so nicht nach Hause gehen lassen..." dachte Kunikida und sah zu Dazai welcher nun gestresst an seinen Bandagen zupfte. "Hmm ich sollte ihn wohl bis morgen im Blick behalten. Nicht dass er sich noch etwas antut..."
Obwohl Dazais Suizidversuche nie gelangen, machte Kunikida sich jedes mal Sorgen ,auch wenn er das nie zugeben könnte.
Nur kurze Zeit später ging Kunikida auf Dazai zu und berichtete von ihrer angeblichen neuen Mission.
"...Und deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, dass du die Nacht bei mir verbringst, damit du nicht wie sonst zu spät kommst und meinen Zeitplan ruinierst."
Kunikida guckte Dazai vorwurfsvoll an, woraufhin Dazai ihn nur scheinheilig anlächelte.
Aus dem Augenwinkel sah er, wie Ranpo sie neugierig beobachtete doch er ignorierte dies.
Dazai schien zu überlegen doch nickte kurze Zeit später.
"Ich komme um 19:00 Uhr ,ja?"
Kunikida nickte und verbrachte den Rest seines Arbeitstages damit, seine Ideale zu aktualisieren.
-
Kunikida machte um 18:00 alles für Dazais besuch fertig: Er richtete das Bett für Dazai ein und bereitete das Sofa für sich selber vor. Außerdem legte er saubere Handtücher bereit. Um 19:30 klingelte es an seiner Tür.
Genervt öffnete er die Tür "Dazai! Du wolltest um 19:00 da sein, du bist zu spät!"
Dazai grinste nur und ging an ihm vorbei in die Wohnung.
"Schön hast du´s hier!"
Dazai sah sich aufmerksam um und Kunikida stand etwas überfordert da, als Dazai an ihm vorbei ging um sich zu setzen.
Hierbei vernahm Kunikida den Geruch von Dazai , Neben Dazais Eigengeruch  nahm er auch etwas anderes wahr.
"Dazai? Wann hast du das letzte mal geduscht?" Auch wenn Kunikida vorwurfsvoll klingen wollte, konnte er seine Besorgtheit kaum verbergen. Er wusste, dass Dazai depressiv war und das so etwas für ihn nun mal schwerer ist als für ihn.
"Uhm vor etwa zwei Wochen? Stört dich das? Wenn es dir lieber ist kann ich kurz duschen gehen-"
"Osamu..Ich würde es wertschätzen , doch du musst natürlich nicht" Kunikida lächelt warm und Dazai erwiedert dies .
Dazai entschied sich duschen zu gehen und Kunikida gab ihm alles was er dafür  benötigt.
Kurz bevor Dazai das Bad betreten konnte, flüsterte Kunikida leise "Ich bin stolz auf dich."
Dazai vernahm dies und lächelte doch tat so als hätte er es nicht gehört und verschwand im Bad.
Im Bad legte Dazai seine sauberen Sachen auf den Klodeckel und seine alten legte er daneben auf dem Boden.
Als nächstes entfernte Dazai seine Bandagen und stieg unter die Dusche.
Das heiße Wasser brannte  auf seiner vernarbten Haut doch er ignorierte dies , da er die Dusche sehr genoß.
Mit einem entspannten lächeln massiert er Kunikidas teures Shampoo  in seine nassen Haare ein.
Er nutzt die Gelegenheit und probiert sich durch Kunikidas Haarprodukte.
Während er Gedankenversunken die Spülung einwirken ließ, schielte er abwesend  auf seine frische Kleidung als all sein Glücksgefühl schlagartig verschwand.
Er hatte keine sauberen Verbände dabei.
Panisch spülte er seine Haare aus uns stieg aus der Dusche.
Schnell trocknete er seine Haare , welche nun in leichten Locken vielen.
Er ließ sich an der Badezimmerwand hinunter gleiten.
Er kann da so nicht raus gehen, dachte er  und strich über seine von Narben überzogenen Arme.
Seine Atmung wurde immer schneller und desto länger er darüber nachdachte desto panischer wurde er.
Bald liefen ihm heiße Tränen übers Gesicht , doch es klopfte plötzlich an der Tür und er hörte Kunikidas besorgte Stimme.
"Dazai? Ist alles gut?"
Dazai brachte nur ein kurzes "Ja alles gut" heraus.
Er zog sich kurz seine frischen Sachen an und verließ mit Tränen überströmten Gesicht das Bad.
Kunikida lächelte ihn warm an bis er bemerkte, dass Dazai zitterte und weinte.
Sein Lächeln verwandelte sich Augenblicklich in ein besorgten Ausdruck.
Gerade als er fragen wollte was denn los sei, fiel sein Blick auf Dazais von Brand und anderen Narben überzogenen Arme.
Kunikida lief eine Träne über die Wange, er wusste zwar schon immer was unter den Bandagen liegt doch es tat ihm weh den Mann den er liebt so zu sehen.
Er nahm Dazai vorsichtig in den Arm und streichelte ihm beruhigend über den Rücken.
Dazai zitterte "E-Es tut mir Leid ic-" doch Kunikida unterbrach ihn.
"Shhh schon gut... Es ist okay"
Sie standen dort für gut zwanzig Minuten ehe Dazai sich beruhigt hat und ihn nervös, lächelnd nach etwas zu essen fragte.
Kunikida nickte und streichelte automatisch kurz durch Dazais Haare, ehe er seine Hand erschrocken zurück zog und rot anlief.
Verdammt was sollte das? Kunikida verfluchte sich selber und ging in die Küche um etwas zu essen zu machen.
Während er etwas zu essen machte, schaltete Dazai nach Doppos Erlaubnis den Fernseher ein.
Kurz darauf kam Kunikida mit zwei Tellern ins Wohnzimmer und reichte Dazai einen.
Eigentlich aß Kunikida nicht im Wohnzimmer und schon gar nicht auf dem Sofa, doch dies ignorierte er.
Still saßen sie nebeneinander und aßen, wobei Dazai sich leicht an Kunikida lehnte.
Doppo wurde rot und er fühlt sich unheimlich geehrt, dass er Dazai so erleben darf. Eine Seite von ihm, welcher niemand anderes von  den bewaffneten Detektiven kannte.
Er nahm sich ganz fest vor, dass er Dazai auch etwas privates von sich offenbaren wollte.
Die Zeit verflog schnell und sie schauten diverse Komödien zusammen , bis er Dazai leise gähnen hörte.
"Willst du schlafen gehen Dazai?" Kunikida bekam Angst. Was wenn er Dazai wach gehalten hat?
"Ich kann wahrscheinlich nicht einschlafen Kunikida..."
"Würde es dir helfen wenn ich dir etwas vorlese?" Kunikida bereute die Frage sofort. Verdammt er ist doch kein kleines Kind mehr ,dachte er.
Doch zu seiner Überraschung lächelte Dazai kindlich.
"Das würdest du für mich tun?"
Kunikida wurde rot
"Natürlich, du Idiot...Magst du Poesie?"
Dazai nickte erstaunt.
Beide gingen ins Schlafzimmer und Doppo setzte sich mit den Idealen auf Dazais Bettkante und er begann ihm sein Gedichte vorzulesen. Dies war seine Art sein Vertrauen zu zeigen, denn diese Poesie war für ihn  privat und er hatte sie vorher noch niemandem gezeigt.
Nach einer Weile klappte er das Buch zu und nickte .
"Dann, Gute Nacht Dazai. Weck mich wenn etwas ist ja?"
"Kunikida, kannst du bitte hier bleiben?"
Dazai schaute ihn nervös an, woraufhin Doppo nur nickte und seine Decke und sein Kissen vom Sofa holte und sich zu Dazai legte.
"Danke" flüsterte Dazai "Für alles..."
Kunikida legte seine Brille auf den Nachttisch und überlegte .
"Gerne Dazai, aber ich muss dir danken" Natürlich war Kunikida nicht entgangen, das Dazai gar nicht nach neuen Bandagen gefragt hatte, was ihn unheimlich rührte.
Bevor Kunikida das Licht ausmachte löste er sein Haargummi und kämmte seine Haare.
"Und Dazai... Es gibt keine Mission zu der wir müssen, es tut mir Leid, dass ich gelogen habe . Wir müssen ganz normal zur Arbeit."
Dazai lachte leise "Das weiß ich doch schon"
Kunikida schüttelte grinsend den Kopf und schaltete das Licht aus.
"Dann nochmal, Gute Nacht Dazai"
Er lag mit dem Rücken zu Dazai, als er im nächsten Moment schlanke Finger spürte, welche seine Haare bei Seite schoben und weiche Lippen welche einen sanften Kuss auf Kunikidas Nacken platzierten.
Er spürte Dazais heißen Atem an seinem Nacken.
"Gute Nacht Kunikida Doppo"
Kunikida war tief rot und schloß die Augen um zu schlafen.
Beide schliefen so friedlich wie lange nicht mehr und Dazai schlief zum ersten Mal seit Jahren bis zum Morgen durch.
-
Als Dazai am nächsten Morgen aufwachte, war das erste was er wahrnahm der Geruch von Kaffee  . Er rieb sich die Augen und ging in die Küche , wo er auf Kunikida stoß.
"Morgen Dazai" Kunikida lächelte leicht und gab ihm eine Tasse Kaffee.
"Ich hab nichts zum Frühstücken da , aber ich kauf uns  auf dem Weg noch was"
Dazai trank grinsend seinen Kaffee, wobei ihm auffiel das Kunikida schon angezogen war.
Dazai fragte seit wann er schon wach ist , worauf Kunikida sagte das er schon seit einer Stunde wach war, da sie ja zur Arbeit müssen.
Nachdem beide ihren Kaffee ausgetrunken haben , ging Dazai ins Badezimmer um sich die Zähne zu putzen.
Als er wieder aus dem Bad kam, sah er wie Kunikida aufräumte und rollte die Augen über Kunikidas Ordnungsdrang.
Als Kunikida sich zu ihm drehte fiel Dazai etwas ein und er wurde nervös.
"Kann ich deine Bandagen benutzen? Und...Du musst natürlich nicht, aber es wäre nett wenn du mir beim wickeln der Bandagen helfen könntest..."
Kunikida verschwand wortlos und kam kurz darauf mit einem Medizin Koffer wieder.
Dazai lächelte leicht und zog sein Oberteil aus.
Doppo versuchte nicht auf die vielen Narben auf seinem Oberkörper zu starren, da er Dazai nicht beunruhigen wollte und begann mit Geschick die Bandagen um Dazais Oberkörper zu wickeln.
Als er fertig war , grinste Dazai "Du hast geschickte Finger hehe, die Frauen lieben dich sicher."
Daraufhin warf Kunikida ihm einen unbenutzen Verband ins Gesicht, "Du Idiot. Zieh dich Lieber an. Wir müssen los und du bringst meinen Zeitplan durcheinander."
Kichernd verschwand er und kam kurz darauf angezogen wieder zurück.
Er beobachtete, im Türrahmen stehend, fasziniert wie Kunikida seinen Vokuhila in einen Pferdeschwanz packt.
Nun zog sich  Kunikida seine Jacke an und rückte seine Brille zurecht.
Als Dazai sich nun die Jacke überwarf , trat Kunikida auf ihn zu und knöpfte sein Hemd richtig zu während er sagte "Du Idiot, dein Hemd ist nicht komplett geknöpft."
Dazai grinste "Ich sollte öfter zu erfundenen Missionen zusagen , wenn das heißt ich kann öfter kommen. Du richtest ja sogar mein Hemd "
Er lachte leicht, bevor er an Kunikidas Krawatte zog und ihn küsste.
Kunikida riss erst die Augen auf, bevor er hochrot erwiederte und sich völlig im Moment verlor, bis er plötzlich einen Schritt zurückging. "Du bringst den Zeitplan durcheinander" Er warf ihm einen wütenden Blick zu, doch beide wussten , dass er nicht wirklich wütend war.
So nahm er noch schnell sein Ideal bevor er mit Dazai das Haus verließ und sich auf den Weg zum Bäcker und dann zum Büro der bewaffneten Detektive zu machen.
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