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Bwonsamdis Tränen: Ein Wiedersehen

Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P16 / Gen
09.01.2021
23.01.2021
2
2.023
1
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23.01.2021 1.543
 
„Na schön, muss ich da wohl hin.“, gabt Ihr Euch geschlagen. Es würde ein langer Weg werden, wenn da nicht Portale die schnellere Variante des Reisens seien.
Gerade dies hättet Ihr jetzt gern gewünscht. Als Ihr Bwonsamdi das letzte Mal getroffen hattet, lies er ein Portal im Ardenwald für Euch offen. Ihr überlegtet, ob es noch aktiv oder schon von der Winterkönigin geschlossen wurde. Bekanntlich starb die Hoffnung wohl zuletzt, weshalb Ihr Euch in die Nähe des Herzens des Waldes begabt, nur um festzustellen, dass dort kein Portal zur Nekropole aufzufinden war.
Frustriert begabt Ihr Euch schnellstmöglich per Flugmeister nach Oribos zu einer Hauptstadt Eurer Fraktion um von dort sofort nach Zuldazar zu reisen. Entweder per Schiff oder per Magierportal, beides war Euch einerlei.
Auf Seiten der Horde konntet Ihr die Reise in Minuten erledigen, denn von Dazar'Alor war es mit dem Pterrodaxen der Zandalari einfach gefühlt ein Katzensprung.
Gehörtet Ihr allerdings zur Allianz konnte die Reise sogar auch schon mal einige Wochen dauern, sofern ihr keinen Wassersprecher in Euren Reihen hattet, der die Stürme besänftigte. Zum Glück konntet Ihr den Magierturm benutzen und zumindest von dort eine kleine Abkürzung nach Boralus nehmen. Jedoch hättet Ihr auch den Versuch starten können Lady Jaina Prachtmeer in der ewigen Stadt Oribos zu fragen, diese jedoch wolltet ihr nicht stören, da sie gerade einen Angriff plante. So glaubtet Ihr.

Nach langen Strapazen oder 'Katzensprüngen' wart Ihr auch endlich in Nazmirs Sümpfen angekommen. Dort musstet Ihr feststellen, dass der Außenposten Eurer Fraktion mit dem Rest von rücksichtslosen Bluttrollen zu kämpfen hatte. Allem voran wart Ihr verwundert, dass die gegnerische Fraktion sich wohl mit Eurer zusammengetan hatte. Doch war nicht die Zeit für Fragen, also kämpftet ihr gemeinsam gegen die Wellen der verdorbenen Trolle, die weiterhin an ihren verlorenen und ebenso verbotenen Riten festhielten ohne Gnade.
Im ersten Moment und nach zwanzig getöteten Gegnern verlief die Schlacht gut, doch plötzlich stürmte eine gewaltige Berserkerin der Feinde auf Euch zu und schleuderte Euch sowie einige der verbündeten einige Meter weg.
Ihr konntet Euch nicht rühren und hörtet, wie das gewaltige Biest in Eure Richtung stapfte.
„Das war es dann also...“, kroch es leise aus Eurer Kehle und spürtet Euer Ende schon nahen. Ihr dachtet schon ihr müsstet den Auftrag abbrechen und den Geistheiler begrüßen.

Plötzlich umgab Euch ein warmes Gefühl, dass ihr Euch sofort aufraffen konntet.
„Nix da! Aufgeb'n Gilt nich', Mann!“, krächzte eine Stimme in der Stimme Eurer Fraktion sehr gebrochen. „Steht auf un' macht der Hex' 'n Ende!“
Umhüllt von himmlischer Energie, die Eure Kräfte wieder herstellte standet Ihr mit dem Füßen fest auf dem schlammigen Boden.
Als Ihr euch kurz zu der Person umschaut, konntet Ihr eine blonde Zandalari erkennen, die eine für ihr Volk typische Rüstung mit Schädelverzierung trug und wohl scheinbar zu den sogenannten Prälaten gehörte, was den Zauber auf Euch beantwortete. Kurz nicktet Ihr und sogleich stürzte sich die in Gold gerüstete Trollfrau auf die gewaltige Berserkerin mit einem Schildwurf, der sie zum Taumeln brachte. Nun nahmt Ihr ebenfalls die Chance wahr und attackiertet sie mit vier weiteren Mitstreitern ebenfalls bis sie sie schließlich tot zu Boden fiel und die Erde unter ihr kurz bebte.
Kurz trat die Fremde vor Euch mit ihrem Fuß gegen den Kopf der leblosen Gigantin gefolgt von einem verächtlichem Blick.
„Die woll'n 's nich' anders.“, murrte die Blonde schaute zu Euch. Kurz fixierte Euch mit ihren blau strahlenden Augen, aber ihre Gesichtszüge blieben grimmig.
„Seid Ihr _____ ?“
Kurz nicktet ihr ihre Frage ab.
„ Der alte Hanzabu schickt mich im Nam'n Bwonsamdis.“, gab sie preis und steckte ihre Axt weg. Ebenso postierte sie den Schild an ihrem Rücken.
Als Ihr sie weiter mustern konnte, viel Euch ihre Größe auf und auch, dass ihre Rüstung gar nicht so gülden war, wie Gedacht. Es war grünlich angelaufen. Für einen Paladin, Exarchen, Sonnenläufer oder wie auch immer man sie nennen wollte, erschien die Rüstung ausgedient und kaum wirklich gut behandelt worden zu sein. Doch mehr Zeit um Nachzudenken blieb nicht, denn die Zeit rannte.
Sie pfiff und schon trapste brüllend ein schlicht mit Federn geschmückter graublauer Ravasaurus aus dem Busch. Sein Maul war Blutverschmiert und machte zur Begrüßung seiner Herrin raptortypische Laute.
„Na? Has' was zum Fress'n gefund'n Gan'Gazi?“ Ein breites Grinsen folgte nach ihrer Aussage und sogleich knuddelte sie das gezähmte Raubtier mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck.
Sogleich stieg die Zandalari auf und schaute Euch erwartend an.
„Auf'n Rück'n von'm Raptor is' es fixer. Oda wollt' Ihr lauf'n?“, neckte die Blonde Euch mit einem schelmischen Grinsen auf dem Lippen. Euch blieb also nichts übrig, als sich zu fügen und mit ihrer Hilfe stiegt Ihr auf den Saurier auf. Ein kurzes Schnalzen ertönte und schon hastete das Reittier in Richtung der Nekropole.
Das Wesen auf dem ihr beide Platz genommen hattet sprintete ohne Probleme über Stock und Stein, welches Euch ab und an dazu bringen musste sich gut an der Trollfrau festzuhalten. Euch war noch nie bewusst gewesen, wie wendig und stark diese Tiere waren. Ein wenig kamt ihr ins nachdenken, ob so ein Exemplar nicht in eurem Stall gut aufgehoben wäre.
Hie und dort versuchten einige der übrig gebliebenen Bluttrolle Euch beiden den Weg zu versperren. Das Reittier reagierte prompt ohne Befehl seiner Herrin und und griff beinahe jeden einzelnen von ihnen an. Jedoch schafften es einige gefährlich nahe an Euch, sodass die Zandalari ihren Schild nahm und ihnen entgegen schleuderte. Reihenweise fielen sie in den Dreck und die Blonde lachte vergnügt auf.
„Ich bin An'aya, ehemalige Prälatin. 'N bissch'n is' von meiner Kraft da. Bald is's nur 'ne Frage wann sie wech is'.“ Als sie dies so frei heraus Euch erzählte, hörtet Ihr keinen Anflug von Reue oder Scham. Eher eine Art Erleichterung. Als sie euren fragenden Blick aus den Augenwinkeln bemerkte, gab sie recht plausible Erklärung ab.
„Rezan is' tot. Man hat ein' neu'n Loa der Könige 'gewählt'. Dem dien' ich jetz'.“
Ob dies nun Sinn ergab, konntet ihr nicht wissen. Doch war es schon interessant, was auch Lichtwirkern wurde, wenn diese Kraft sie verließ. Laut Logik, waren sie dann doch nichts weiter als einfache Krieger, Wachen, Wächter oder wie man es sehen wollte.
An'aya hatte sich mit ihrer Bestimmung wohl abgefunden, denn bei Eurer weiteren Unterhaltung hattet ihr Erfahren, dass Bwonsamdi entmachtet und sogar getötet werden sollte, indem Anhänger, Priester wie Priesterinnen des Loas umgebracht und Schreine vernichtet wurden. Nach schweren Schlägen und der Zusammenhalt der Horde, schlugen sie die Angreifer zurück und bauten die Schreine wieder auf.
Doch noch mussten die Anhänger von Bwonsamdi sich erholen. Dies würde ein langer Weg werden, dessen konnte man sich sicher sein.
Nun konntet Ihr mit der Trollfrau den restlichen Weg ohne jegliche Einschränkungen weiter beschreiten.

Je weiter Ihr in den dunklen Dschungel schrittet konntet Ihr immer mehr die die gewaltigen Bauten der Nekropole erkennen. Auch der blutrote 'Mond' kam immer weiter zum Vorschein und thronte wie gewohnt über der Spitze des gigantischen Tempels und hüllte das Gelände in abermals gewohnter Stimmung des Unheimlichen.
„Willkomm' in der Nercopole, wo die Tot'n nach Haus' komm'.“, sagte die Blonde und lies Euch von ihrem Raptor absteigen.

Es waren nur noch ein paar Schritte bis zur Grabkammer des Todesloa.


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Und da bin ich auch schon wieder.
Na? SChon genug oder wollt ihr noch mehr?
Es ist meine erste Geschichte im Stiele eines Readers und zumal noch die schwierigte vom wegen der höchstrespektvollen Anrede wie wir sie kennen!
Dennoch hoffe ich, dass ihr ein kleines Easteregg gefunden habt. Tipp: Töte dies, töte das. Jetzt müsst ihr doch drauf gekommen sein!

Der Charakter An'aya ist/war einer meiner Rollenspielcharas bekannt als Anaya Lichtsang/Calen'Diel, der früher mal eine Blutelfe war. Und war zudem die Schwester meiner Händerin Riam, diese starb aber unter unglücklichen Umständen (wurde nie in einem RP erspielt). Dann als die Zandalari spielbar wurden, habe ich sie kurzum geändert, da ich auf 'die Aldor' keine Kontakte mehr hatte und meistens meine Elfe eh ignoriert wurde. Wegen: "Nicht lorekonform".
Gerade das stört so ein wenig das RP, da es immer jemanden gibt der aus der Reihe tanzt. So auch meine Elfe und das wäre recht interessant gewesen. Naja. Meine elfische UND fraktionsneutrale Händlerin werde ich aber nicht aufgeben.


Lore ist ein sehr guter Leitfaden und keine strengzunehmende Regel. Du kannst deinen Charakkter gestalten wie du willst, solange du nicht übertreibt. Freefantasy mit Shemales/Twilightvampiren oder Brüdern/Schwestern/Kindern von den Maincharakteren des Universums finde ich persönlich schlimmer, also ein nicht rassistischer, unadeliger Blutelf mit Neutralität.

Habe auch vor, einige meiner anderen ehemaligen und auch aktiven RP-Charaktere mit einfließen zu lassen. Vielleicht trifft man sich mal auf "die Aldor" oder anderen RP-Servern zufällig wieder!

Nochmal als Anmerkung: Nur weil ich mich hier überhaupt nicht an die Lore halte, heißt dass nicht, dass ich sie in einem RP niemals berücksichtigen würde.

Ganz liebe Grüße und viel Spaß,
    Hiji Knaxxelklopp aka Riam Calen'Diel
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