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Flügel der Vergangenheit

GeschichteDrama, Romance / P18
Armin Arlert Eren Jäger Hanji Zoe Levi Ackermann / Rivaille Mikasa Ackerman OC (Own Character)
08.01.2021
18.01.2021
10
16.559
7
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.01.2021 1.077
 
Rose



Mein Team schaut mich mit einem seltsamen Blick an, als ich näher komme und ich ahne worauf sie hinauswollen. Doch ich ignoriere ihre Augen, stattdessen frage ich lieber, ob alles in Ordnung ist.
„Wir haben nichts Verdächtiges beobachten können. Wir haben allerdings eine Dienerin angewiesen Lady Emily Wasser statt Wein zu reichen, weil sie einmal gefährlich am Wanken war.”, antwortet mir Daniel, ehe ich mich umdrehe und nach Emily schaue. Sie hat tatsächlich sehr rote Wangen, doch Erik hält sie fest und reicht ihr was zu Essen. „Okay. Ich kümmere mich darum. Sonst noch was?”, frage ich, immer noch den Blick auf Emily gerichtet.
„Dieser Hauptgefreite scheint dich zu kennen, Captain Rose…”, bemerkt Wendy, die Stimme triefend vor Neugier. Auch wenn die anderen sich nicht trauen würden mich sowas zu fragen, spüre ich sehr deutlich ihr Interesse. Seufzend entschließe ich mich ihnen die Wahrheit zu sagen. „Wir waren in derselben Trainingseinheit.” Sie tauschen einen Blick aus, schweigen aber. Selbst Wendy traut sich bei meinem Blick keine weiteren Fragen zu stellen. Ich nicke ihnen zu und mache mich auf den Weg zu Emily.
Daniel hatte recht. Sie muss schon ordentlich was getrunken haben, denn auch wenn sie anscheinend schon ne Weile Wasser trinkt und nun was in Magen hat, schwankt sie gefährlich auf mich zu. „Lady Emily!”, rufe ich und greife nach ihrem Arm, um sie vor dem Fall zu bewahren. Erik ist sofort auf ihrer anderen Seite. „Ich glaube, sie braucht etwas frische Luft und vielleicht einen kalten Lappen.” sagt er, als er mich anschaut. Nickend stimme ich ihm zu und entschuldige sie bei den Gästen, die neugierig in unsere Richtung schauen.
Ehe ich eine Dienerin gefunden haben, steht bereits Hans mit Liz neben mir, die mir ein Leinentuch reichen. „Wir folgen Lady Emily.”, sagt er und sie bahnen sich ihren Weg durch die Menge.
Ein letzter Blick in die Runde, ehe ich den Saal verlasse. Im Frauenbad lasse ich kaltes Wasser auf das Tuch fließen und wasche auch mir die Hände. In dem Saal ist es stickig und heiß, das kalte Wasser beruhigt mich irgendwie, sodass ich leise seufze.
Als ich in den Flur hinaus trete, habe ich das seltsame Gefühl, dass mir jemand folgt, doch als ich mich umdrehe, sehe und spüre ich nichts. Seltsam…, denke ich. Damit ich nicht durch den lauten und warmen Festsaal muss, beschließe einen kleinen Umweg zu nehmen.
Gerade als ich um die Ecke biegen will, spüre ich Körperwärme, doch das Kleid bremst meinen Tritt ab und ich spüre ein Stechen in meinem Oberarm. „So du Miststück! Mal sehen, wer sich jetzt was anmaßen sollte!”, flüstert mir Lucas Stimme ins Ohr und mir wird schlecht. Seine Hände wandern über mein Kleid, während sein Körper mich an die Wand drückt. Meiner ist betäubt, doch ich spüre jeden einzelnen Finger von ihm.
„Genauso willst du es doch, oder? Frauen wie du kennen es doch nur so!“, flüstert er erregt, während er sich an mir reibt. Kein Laut kommt über meine Lippen, obwohl ich innerlich schreie. Seine Hand drückt meinen Kopf zur Seite und seine Zunge wandert über meinen Hals. Vor Ekel dreht sich mir der Magen um, doch ich bin unfähig mit dem Gift in meinen Venen.
Bitte… lass mich das Bewusstsein verlieren, bettle ich, während er mit seinen Fingern den Saum meines Rockes hoch zerrt. Ich schaffe es irgendwie die Augen zu schließen, während ich mich innerlich darauf vorbereite, dass er mich weiter berührt.
Doch mit einem Mal wird sein Körper von meinem gerissen und mein Körper gleitet zu Boden. Lucas liegt ein paar Meter von mir entfernt, seine Nase sieht mehr als gebrochen aus, ehe Levi ihm den nächsten Tritt verpasst. „Du mieser, scheiß Wichser! Nimm deine dreckigen Scheißhände von ihr!”, ruft er, ehe er seinen Fuß erneut auf seinen Kopf niederfallen lässt.
Aus Lucas Gesicht strömt das Blut, als Levi von ihm ablässt und sich mir zuwendet. Ich spüre wie mir Tränen über das Gesicht strömen, als ich zu ihm aufsehe. Seine Augen sind auf mich gerichtet, ich erkenne Trauer und Mitleid in ihnen. Er zieht ein Taschentuch aus seiner Tasche und ich denke erst, dass er sich die Stiefel reinigen will, als er sich neben mir niederkniet, doch er wischt meine Tränen fort, ehe er sich das nasse Tuch vom Boden nimmt, das ich fallen gelassen habe. Seine Finger gleiten über meine Haut, sanft und bestimmend zugleich. Mein Herz hämmert in meiner Brust, seine Berührungen sind mir seltsam willkommen.
Vorsichtig greift er unter meine Beine, hebt mich spielend leicht hoch. „Die Wirkung sollte nicht allzu lange halten. Egal, was dieses Schwein mit dir vorhatte… Es sollte wohl schnell gehen.”, sagt er, während er mich nach draußen trägt. Meine Arme liegen hilflos in meinem Schoß, während sein Duft mich umhüllt und ich die Augen schließe. Ich fühl mich sicher bei ihm, erkenne ich, während ich mich am liebsten noch enger an ihn lehnen wurde, doch mein Körper gehorcht mir noch immer nicht.
Vorsichtig setzt er mich auf eine Bank im Innenhof und reicht mir eine Flasche, die er aus seinem Mantel zieht. „Vorsichtig.”, sagt er, während seine Augen die Umgebung untersuchen.
Er sucht nach Gefahren, etwas was ihm wohl Jahre lang das Leben gerettet hat. Sanft führt er den Flüssigkeitsbehälter an meine Lippen, ehe er sie vorsichtig anhebt, damit ich trinken kann. Seine andere Hand hält zärtlich meinen Hinterkopf. Langsam fließt das kalte Wasser meine Kehle herunter, während ich sie gierig schlucke.
Als würde die kalte Flüssigkeit meinen Körper wieder beleben, spüre ich wie sich ein seltsames Kribbeln in meinen Fingerspitzen breit macht. Vorsichtig setzt er die Flasche ab und lehnt mich gegen die Lehne der Bank. „Anscheinend sind wir jetzt quitt.”, sagt er in die Stille hinein, während er mir einen Blick zuwirft.
Erst verstehe ich nicht worauf er hinaus will, doch dann denke ich an den Regentag. Meint er etwas das?, denke ich und versuche den Mund zu öffnen.
Sein Blick wandert an meinem Gesicht herab, ehe er die die Hand hebt, um einen Finger auf meine Lippen zu legen. Ich spüre seine raue Haut, ebenso wie den leichten Druck, den er ausübt und schließe die Augen.



//Guten Abend ihr Lieben!
Das Kapitel war etwas kurz, aber dafür werden die nächsten wieder länger. Es fällt mir etwas schwer, Levis Sprache zu nutzen ^^, aber es wird besser xD
Sagt mir doch, wie euch das Kapitel gefallen hat! Ich weiß, die eine Stelle könnte für den einen oder anderen hart sein...

liebe Grüße

der kleine Vogel
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