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THUNDERBROOKE 2 - "Dark Dynasty"

GeschichteMystery, Übernatürlich / P12 / Gen
08.01.2021
05.02.2021
23
20.460
 
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
08.01.2021 776
 
06.01.2012 - Thunderbrooke, Kansas:
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"'Cause it's the heat of the moment,
The heat of the moment[...]", schallt das Lied von Asia, aus dem Radio eines Truck's. Der Wagen fährt auf den Ortseingang von Thunderbrooke zu, in einer stürmischen - dunkelen - Nacht.
Als der Truck das Ortseingangs-Schild passieren will, prallt das Auto gegen eine unsichtbare Wand aus Magie. Der Wagen fängt Feuer und geht unverzüglich in die Luft. Das brennende Wrack liegt am Straßenrand und aus hellem Nebel erscheint eine Gestalt, die den Geruch des verbrannten Menschenfleisches nur allzu gern' genießt. Am Ortseingang steht Ingrid, die Mutter von Sable - die aus der Gruft befreit wurde - und murmelt: "Nein, meine lieben. Das hier ist jetzt meine Stadt!"...
Ihre blonden Haare flattern im Wind und sie hält sich ihr langes weißes Kleid fest, damit es nicht den dreckigen Waldboden berührt...

Seit den Ereignissen, des Kampfes auf dem Thunderbrooke Friedhof, ist Jacob - der von den Toten zurückgekehrt ist - verschwunden und Samuel sucht zusammen mit Cane unermüdlich nach ihn. Alice entschied sich die beiden mit in die Polizeiarbeit einzubinden, da die Probleme in Thunderbrooke ab sofort nicht mehr von menschlicher Natur sind.
Auf dem Polizeirevier wirft Samuel genervt die Fallakten der letzten paar Tage auf Canes Schreibtisch. "Nada! Nichts von Jacob, aber Ingrid leistet ganze Arbeit. Es werden immer mehr Tote, selbst vor dem Ortseingang hat sie Leute abgeschlachtet.", erklärt Samuel dem Engel erschöpft.
Cane schaut Samuel an. "Du solltest dir dringend mal eine Mütze Schlaf gönnen...so sagt ihr das doch hier, oder? Wie dem auch sei, Ingrid kann die Stadt nicht verlassen, das kann niemand da ich die Stadt ja isolierte.", erklärt Cane Samuel, der sich in seinen Bürostuhl schmeißt.
"Also ist es der Zauber der tödlich wirkt?", fragt Samuel. Cane nickt und packt seine Tasche. "Ich geh zu Alice. Sie soll im ganzen Staat 'Kansas' eine Eingangssperre zu Thunderbrooke beantragten. Wegen Gaslecks oder so. Mir fällt schon was ein.", erklärt Cane und will die Polizeistation verlassen. Samuel fasst ihn an den Arm und unterbricht ihn. "Hey, wie geht es dir? Du ackerst dir echt den Arsch ab, um Jacob zu finden, aber du redest nie über dein Wohlbefinden.", fragt Samuel seinen Engelsfreund fürsorglich. Cane lächelt schmal und antwortet: "Jacob hat Priorität!", und verschwindet durch seine Engelsteleportation. Samuel bleibt alleine in der Polizeiwache zurück.

Im Wald von Thunderbrooke, besser gesagt in einer Höhle, kommt Ingrid gerade an. Anscheinend ist diese Höhle ihr Unterschlupf. Die Höhle scheint von außen vermodert, aber von innen ist sie im Stil des Viktorianischen Englands eingerichtet. Wahrscheinlich bewirkte sie dies durch Zauberei.
Ingrid wäscht sich im reinen Quellwasser ihre blutigen Hände ab und zieht eine Glasflasche aus dem Beutel, den sie mitgebracht hat. Dort drinnen ist der Teil einer Wurzel. Diese verstaut sie hinter einem Geheimfach, daß sich hinter einem Portrait von Nikola Tesla befindet.
"Warum so geheimnisvoll, meine liebe?", fragt eine Stimme aus einer dunkelen Ecke der Höhle.
Ingrid richtet ihren Kopf auf und entflammt mit ihrer Handbewegung eine Fackel, die in der Nähe des Ursprungs der Stimme ist. Sie schaut dort hin und sieht den gefangen Jacob, der an einer Wand festgebunden ist. "Nein, nicht geheimnisvoll mein teuerer Jacob, nur vorsichtig. Diese Wurzel ist Teil meines Zaubers. Die Zutaten müssen unter Verschluss sein.", antwortet Ingrid ihrem Gefangenen. Jacob lacht höhnisch und fragt: "Also bin ich auch eine Zutat?". Ingrid nickt. "Selbstverständlich. Das Blut eines Menschen der mal tot war und wieder zurückgekehrt ist, ist die Hauptzutat.", antwortet sie freundlich. Sie streichelt Jacob über die Wange. "Keine Sorge, mein schöner. Du wirst nicht sterben. Du bist nur ein Mittel zum Zweck.", fügt sie hinzu.

Jacob schaut ihr in die Augen. "Ein Mittel zum Zweck? Nur damit du dich an deinem Sohn rächen kannst? Was hat Sable dir angetan, Ingrid?", fragt Jacob sie neugierig. Ingrid setzt sich auf einen eleganten Hocker, in die Nähe von Jacob. "Mein Sohn, ist daran Schuld, daß ich zweihundert Jahre gefangen war. Das habe ich ihm nie vergeben. Aber wen wundert es? Schließlich bin ich diejenige gewesen - die Luzifer riet die Dunkelheit an Sable zu binden.".
Jacob stockt der Atem. "Das warst...du? Und wofür willst du dann deinen komischen Zauber ausführen?", fragt Jacob verwirrt. Ingrid lächelt und zupft ihm an seiner Lederjacke herum. "Um die Band wiederzuvereinen! Ich und er waren ein gutes Team. Es wird Zeit, den Teufel freizulassen!", antwortet sie auf seine Frage und lässt mit dieser Antwort Jacobs Gesicht vor Angst erbleichen.
 
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