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You didn't leave an oraganization, you left me...

von Sasunox
KurzgeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Chuya Nakahara Osamu Dazai
08.01.2021
24.01.2021
3
12.911
15
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
08.01.2021 5.686
 
So, das ist meine erste Geschichte in diesem Fandom und sie wird kurz sein. Das sage ich direkt. Aber ich mache mir immer Gedanken, also wird sie gut durchdacht sein. ich habe wirklich die Liebe für diese Serie, diesen Manga entdeckt.  Es liegt mir echt am Herzen. So und ich hoffe es gefällt euch. ^^
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1. Gott und Teufel

Vier Jahre zuvor…

„Chuuyaaaa!“

Besagter Chuuya verdrehte die Augen, während Dazai strahlend auf ihn zu kam. „Was willst du?“ fragte er, betont genervt. „Na, wenigstens tauchst du endlich mal auf.“  er wartete bereits eine ganze Weile auf den anderen, der nun einfach tiefenentspannt auf ihn zu schlenderte.

Dazai umklammerte begeistert ein Buch mit seinen Händen und streckte es dem anderen entgegen. „Lass uns Doppelsuizid begehen! Hier drin stehen ganz viele neue und schmerzfreie Methoden, die-“

Chuuya schnappte ihm das Buch weg und warf es zu Boden, bevor er Dazai am Kragen zu sich zog. „Du bist ein unverbesserlicher Spinner!“
Er hatte noch nie verstanden wie dieser Idiot, die rechte Hand des Mafia Bosses sein konnte. Sicher, sein Partner war wirklich klug. Geradezu listig und brachte ihn damit regelmäßig auf die Palme, aber trotzdem…

„Aber wieso denn, Chuuya? Och, bitte. Ich finde einfach keine hübsche Frau dafür.“

„Ach und deshalb soll ich für deinen Scheiß herhalten!? Du hast doch nicht mehr alle Latten am Zaun! Selbst wenn ich Todessehnsucht hätte, wärst du der letzte mit dem ich draufgehen will!“

Das war mal wieder typisch Dazai. Wenn Chuuya sich wenigstens einreden könnte, dass der andere es nicht ernst meinen würde. Aber dieser Suizid Freak meinte das sicher, Tod ernst…

„Wir sind doch Partner!“ quengelte Dazai.

„Schlimm genug!“

Eine Weile herrschte Stille.

„Na, gut.“ abrupt änderte sich die Ausstrahlung von Dazai. Woraufhin Chuuya ihn losließ. Er mochte es nicht, wenn er den anderen nicht einschätzen konnte. Das gelingt ihm sowieso meistens nicht, nur… Dazai lächelte immer noch, wenn auch viel abwesender und…unheilvoll. Diese Art, konnte Chuuya an seinem Partner gar nicht leiden.

„Dazai…“

„Dann viel Spaß heute mit Ryunosuke.“ zuckte Dazai schließlich mit den Schultern und wandte sich ab, Chuuya packte ihn allerdings blitzschnell am Arm.

„Sag mal, hakt´s bei dir?! Du lässt mich nicht einfach mit Akutagawa allein! Wir sollen den Job zu dritt machen!“ schnell war Chuuyas Vorsicht vergessen und er brauste wieder auf. Sie hatten sich hier alle treffen sollen. Akutagawa beobachtete die Gegend bereits von einem der Dächer aus, sie hatten nur noch auf Dazai gewartet.

„Keine Zeit. Ich muss endlich die Liebe meines Lebens finden, die mich in den Tod begleiten will.“ entgegnete Dazai entspannt und selig lächelnd, riss er sich los.

Chuuya musterte ihn entgeistert, bevor er schnaubte. Als wenn der Kerl, das je durchziehen würde. Er kannte ihn jetzt lange genug. Dazai probierte zwar alle möglichen Suizid Methoden aus, aber bisher…naja, er lebt halt noch. Die unzähligen Verbände an seinem Körper, zeugten nur von kläglichen Versuchen, die ihm schließlich doch nicht richtig erschienen um sein Leben zu beenden…

Chuuya erwischte sich so manches Mal dabei, sich zu fragen was in seinem Partner vorging. Da ihm das meist allerdings nur Kopfschmerzen bereitete, verwarf er diese Gedanken immer sehr schnell. So wie jetzt, konzentrierte er sich lieber auf ihre Diskussion.

„Du kannst dich nicht einfach verpissen! Das war ne´ Anordnung vom Boss!“ machte er nachdrücklich klar.

Dazai winkte jedoch ab. „Meine zwei Hündchen schaffen das schon.“ süffisant grinsend, summte er vor sich hin und wendete sich endgültig ab.

„DU ELENDER-“

„Ach und nicht vergessen, nicht Corruption nutzen ohne Herrchen. Sonst siehst du alt aus.“ rief Dazai noch über die Schulter, als er genügend Abstand zwischen sie gebracht hatte.

Chuuya verengte die Augen und knirschte hörbar mit den Zähnen. Der Boden unter ihm, gab nach und er versank ein wenig darin, weil seine Fähigkeit den Asphalt bröckeln ließ.

Ich hasse ihn. Ich hasse ihn. Ich hasse ihn…mach nur weiter so…dann bringe ich dich auf jede Art um, von der du nur träumen kannst…

Am Abend desselben Tages…

Der Auftrag war ein reines Fiasko gewesen. Sie hatten in Erfahrung bringen sollen wer für die Anschläge, auf zwei Lagerhallen der Mafia verantwortlich war. Dabei waren schließlich auch Leute von ihnen umgekommen. Nur waren Chuuya und Akutagawa eher Frontkämpfer, wenn man es so nennen wollte. Dazai wäre wohl zugegebenermaßen, besonnener vorgegangen.

Doch so, belief sich der Stand der Dinge leider darauf, das Mori etwas angepisst war. Sie hatten nämlich keine Zeugen mehr. Keine lebenden. Akutagawa hatte sich nicht bändigen lassen. Jedenfalls nicht von Chuuya und als Älterer, trug er natürlich auch die Verantwortung…

Seufzend saß er an der Theke einer Bar, in der er seinen Frust ertränken wollte.
Blöder Dazai. Er weiß ganz genau, dass dieser Teufelshund nur auf ihn hört…

Chuuya leerte sein drittes Glas Whisky und schenkte sich gleich aus der Flasche nach, die er bestellt hatte. Mori hat kein Wort darüber verloren, das Dazai einfach nicht dabei gewesen war. Der Kerl kann sich wohl alles erlauben…

„Kein guter Tag, was?“ erklang eine vertraute und genauso verhasste Stimme, hinter Chuuya.

Er wandte sich nicht um. Musste er auch nicht. Dazai setzte sich neben ihn an die Theke.

„Offensichtlich nicht, du lebst schließlich noch…“ brummte Chuuya, während er einen Schluck aus seinem Glas nahm.

Dazai seufzte. „Tja…leider, konnte ich auch heute keine anbetungswürdige Lady finden, die sich mit mir in den Tod stürzen will.“

Chuuya schnaubte. „Du hast doch echt-…“ er ließ den Satz abbrechen. Sein Kopf war viel zu benebelt, um sich jetzt mit Dazais skurrilen Gedanken zu befassen.

„Mori ist ziemlich angefressen, weil ihr es versaut habt.“ wechselte Dazai das Thema.

„Ach was?!“ jetzt wandte Chuuya, sich ihm doch kurz zu. „Rate mal, wer eigentlich hätte dabei sein sollen, damit nichts schief geht!“

Dazai bestellte sich einen Bourbon, bevor er antwortete. „Ist dir mal in den Sinn gekommen-…nein, natürlich nicht…“

Chuuya verengte die Augen und fixierte den anderen. Lag sicher am Alkohol, aber so war er natürlich noch viel leichter zu provozieren. „Was?! Red´ nicht mit mir, als wäre ich blöd!“

Dazai seufzte und trank einen Schluck, bevor er weitersprach. „Es hat für mich nicht viel Sinn oder Wert, mit dir zu sprechen, wenn du morgen nichts mehr davon weißt.“  der Alkoholpegel seines Partners war ihm natürlich nicht entgangen.

Chuuya drehte, seinen Körper auf dem Barhocker zu ihm und zog ihn am Hemd zu sich heran. „Meinst du ernsthaft, ich schieße mich so ab?!“

„Tatsächlich, glaub ich…da fehlt nicht mehr viel.“ Dazai musterte ihn abschätzend.

Chuuya ließ ihn abrupt los und knallte sein leeres Glas auf die Theke. Er griff nach seinem Mantel und stand ein wenig schwankend auf.
Dazai langte nach seiner Schulter, doch Chuuya entriss sich sofort und murmelte etwas davon, ihn morgen zu sehen. Die Türe der Bar fiel hinter Chuuya zu und Dazai sah ihm besorgt nach, nun wo er alleine war und der andere seine Mimik nicht sehen konnte. Innerlich seufzte er erneut. Wieso verstand Chuuya nicht, warum er heute einfach abgehauen war? Er könnte wirklich selbst daraufkommen. In seinem jetzigen Zustand brachte es aber wohl nicht viel, ihm das zu erklär-

Ein Wortgefecht vor der Bar, zerriss seine Gedanken. Das ist Chuuya…  

Dazai überlegte nicht lange, stand auf und trat aus der Bar hinaus auf die Straße. Er erstarrte. Chuuya wurde von fünf Leuten umzingelt. Die alle, mit Pistolen auf ihn zielten. Unter normalen Umständen, würde Dazai das wenig sorgen. Nur war Chuuya grade ziemlich betrunken…

„NA, KOMMT DOCH! ICH BIN SCHON GANZ WILD DRAUF!“

Natürlich. Chuuya provoziert.  

Doch was Dazai schließlich den Atem anhalten ließ, war die Tatsache das Chuuya seine Handschuhe plötzlich zu Boden warf und diesen Ausdruck in den Augen bekam, der ihm nur zu gut vertraut war.  

„Chuuya, nicht!“

Aber es war längst zu spät. Rote Male wanden sich über Chuuyas Arme und Wangen, seine Augen traten fast hervor…Corruption…

Für ein paar Kleinganoven?! Dieser-…

Dazai ärgerte sich maßlos über seinen hitzköpfigen Partner. Schob es jedoch auf den Alkohol. Trotzdem…was, wenn ich nicht zufällig hier wäre? Wenn niemand ihn aufhalten würde? Denn das kann niemand…außer mir.

Fast teilnahmslos sah er mit an, wie Chuuya seine Feinde mehr in Stücke riss, als sie nur zu erledigen. Er konnte fast spüren mit welchem Genuss, das ungezähmte Wesen in dem anderen um sich schlug.

Als die Feinde gänzlich vernichtet schienen, schritt Dazai ohne Zögern zu seinem Partner und legte ihm eine Hand auf, besänftigte und entkräftete somit seine zerstörerische Fähigkeit.

Chuuya atmete schwer, während die Male und die Kraft, seinen Körper verließen. Er sah hinauf zu Dazai, der ihn festhielt. „Ich…hasse…dich…“
Dazai schmunzelte. Das war ihm Zeichen genug, das es seinem Partner soweit gut ging. Er betrachtete den bewusstlosen Chuuya einen Moment, bevor er beschloss ihn in Sicherheit zu bringen…


Langsam kam Chuuya zu sich. Er sah sich mit halb geöffneten Augen um, doch er erkannte nichts in diesem Raum. Es war zu dunkel. Er setzte sich behutsam auf und hielt sich eine Hand an den Kopf.

Was ist eigentlich passiert? Ich war in dieser Bar…stimmt. Dann tauchte Dazai auf. Richtig und…als ich gehen wollte, waren da draußen diese Typen…

„Wie fühlst du dich?“

Die plötzliche Durchbrechung der Stille, ließ Chuuya leicht zusammenzucken. Doch er kannte diese Stimme. Es ging keine Gefahr von ihr aus. Schon lange nicht mehr…

Er wandte sich in die entsprechende Richtung und erkannte die schemenhafte Gestalt in der Dunkelheit, die sich zu ihm setzte und ihn offenbar, abwartend beobachtete.

„Wo…bin ich?“ fragte Chuuya und ignorierte die Frage des anderen.

„Ich habe dich fürs erste in meine Wohnung mitgenommen.“

„Wieso…?“ noch kraftlos erfragte Chuuya, die Umstände.

„Ich wollte nicht einfach deinen Schlüssel nehmen und in deine Privaträume eindringen.“ erklärte Dazai ehrlich. Er hatte darüber nachgedacht, aber…Chuuya hätte ihm spätestens den Kopf zertrümmert, wenn er wieder fit wäre.

Sie lebten alle in den Gebäuden der Mafia. Jeder hatte hier seine Wohnung oder seinen Raum, je nach Rang halt. Doch obwohl er wusste, wo Chuuya lebte wollte er nicht einfach dessen Privatsphäre verletzen. Das war hier tatsächlich eine unausgesprochene Regel. Alle arbeiten zusammen, aber jeder hat so seine Geheimnisse. Solange diese nicht mit der Organisation in Konflikt stehen oder in Verrat ausarten, gehen die niemanden etwas an.

Chuuya nickte langsam. Die Erinnerungen des Abends strömten auf ihn ein. Er stöhnte, genervt über sich selbst. Oh Mann…ich hab´ wirklich- …wegen so ein paar kleiner Handlanger…

„Chuuya?“

Der Rothaarige wandte seinen Kopf zu Dazai, der ihn ernst musterte.
„Mh…?“

„Tue das nie wieder. Nicht wegen so einem Scheiss… beim nächsten Mal, werde ich dich nicht aufhalten. Dann kannst du dich austoben bis du drauf gehst.“

Chuuya biss sich leicht auf die Unterlippe. „Ich habe dich nicht darum gebeten mich aufzuhalten.“ es kratzte an seinem Stolz, das der andere ihn gerettet hatte.

„Schön…“ kam es kühl von Dazai. „…dann entschuldige ich mich dafür, dass ich es getan habe.“

Chuuyas Gastgeber erhob sich wieder und verließ den Raum.

Mit schwerem Atem, erhob auch Chuuya sich schließlich nach einer Weile. Er registrierte nebenbei, das er nur noch seine Hose und sein Hemd trug, das ziemlich lädiert sein musste. Seinen Mantel und den Rest seiner Kleidung, konnte er gefaltet neben sich erkennen. Er empfand sein Verhalten im Nachhinein als unehrenhaft. Dazai hatte ihm geholfen. Ihn nicht sterben lassen. Und was tat er? Ihn anmaulen, wie üblich…

Chuuya verließ das Zimmer in dem er sich befand. Im dunklen, konnte er das meiste nur durch das Mondlicht erfassen das in die Wohnung fiel. Er orientierte sich an den Schemen die er erkennen konnte. Schließlich kam er in einen Raum, von dem aus man auf einen Balkon treten konnte. Dort draußen sah er Dazais Gestalt im Mondlicht. Er wirkte irgendwie geheimnisvoll, wie er so dastand….

Chuuya zögerte. Doch letztlich trat er hinaus, sah den anderen jedoch nicht an und beugte sich über das Geländer. „Danke…“

Dazai musterte Chuuya neugierig von der Seite. Der andere war ziemlich ruhig, sein Körper schien den Alkohol durch den Einsatz von Corruption  gänzlich verbrannt zu haben. Interessant…  „Wofür?“ fragte er schließlich neutral.

„Du hättest mir nicht helfen müssen…“ es war lediglich eine Feststellung. Sie hatten keinen Auftrag gehabt. Er war alleine aus einer Bar gekommen, betrunken und zügellos. Es wäre ihm sogar recht geschehen, wenn er gestorben wäre… „Aber…warum hast du-“

„Vergiss es einfach.“ stellte Dazai knapp klar. „Ich wollte nicht die wertvollste Kampfeinheit unserer Organisation einbüßen.“

Chuuya nickte. Das machte Sinn. Er war immerhin sehr stark und konnte der Mafia noch sehr von Nutzen sein. Das war klug von ihrem jüngsten Führungsmitglied. Diesem idiotischen Selbstmord Fanatiker…

Dennoch ließ Chuuya sich nicht, restlos seinen Stolz nehmen. „Trotzdem. Wenn du mich weiterhin so provozierst... werde ich diese immense Zerstörungskraft irgendwann nutzen um dich loszuwerden, ganz gleich ob es mich dann selbst zerreißt.“

Dazai musste schmunzeln. Er verkniff sich den Kommentar, dass er ihn einfach neutralisieren konnte. Chuuya war bestimmt einfach ziemlich erschöpft, wollte es aber überspielen. „Du würdest also für mich sterben?“ witzelte er.

„Ich würde es in Kauf nehmen zu sterben, wenn ich dich vorher zu Kleinholz verarbeiten kann! Das ist ein Unterschied, du Freak!“ brauste Chuuya gewohnt auf.

Dazai schmunzelte trotzdem. „Dennoch, rührend…“

„Spinner…“ knurrte Chuuya und wandte sich etwas ab.

Sie merkten wohl beide, wie halbherzig ihre Anfeindungen grade waren und mussten plötzlich lachen.

Schließlich beruhigte sich Chuuya als erster und sah wieder zu Dazai, diesmal ein wenig unschlüssig.
„Wie schlimm ist es?“

Dazai legte fragend den Kopf schief.

„Naja, dir gegenüber hat Mori doch sicher eher ausgepackt, ob er Köpfe rollen lässt.“

Dazai begriff und lächelte. „Keine Sorge. Die Sache von vorhin lassen wir unter den Teppich fallen und der Auftrag heute… ich habe eingeräumt das es meine Schuld war.“

Chuuya sah ihn verblüfft an. „Wie?“

„Es war mein Fehler anzunehmen, dass ihr sowas alleine auf die Reihe bekommt.“

„Bitte?!“ Chuuyas Griff umklammerte das Geländer eisern.

„Das war eben ein Auftrag der mehr Umsicht erfordert hätte. Dir habe ich es ja zugetraut, nur…ich habe Akutagawas aggressives Potenzial unterschätzt. Beziehungsweise…nicht bedacht, dass du nicht der Beste Kandidat bist, um ihn zu entschleunigen.“

„Tz.“ Chuuya verschränkte die Arme.

Dazai legte die Stirn in Falten. „Hör mir gefälligst richtig zu. Ich sagte, es lag nicht an dir.“

„Natürlich nicht! Er ist ja auch, dein Schützling. Erzieh ihn halt ordentlich!“

Dazai grinste. „Wohl wahr. Aber das wird schon, bei dir hatte ich ja auch Erfolg.“

„Du-“ Chuuya griff schon aus reiner Routine nach dem Hemdkragen des anderen, doch er stockte und hielt inne. Dazai stand hier nur mit einem geöffneten weißen Hemd und einer kurzen Hose bekleidet. Das war ihm bisher gar nicht aufgefallen. Irgendwie löste das ein merkwürdiges Gefühl in ihm aus, er schaute auch bereits viel zu lange auf den entblößten Brustkorb des anderen. Jedenfalls auf die Stellen, die nicht bandagiert waren.

„Ja?“ hakte Dazai nach und betrachtete neugierig, wie erstarrt und stumm sein Gegenüber plötzlich war.

Chuuya brachte das wohl auch wieder auf den Boden der Tatsachen, er fühlte sich leicht erhitzt als er den Stoff des Hemdes losließ und den Blick abwandte.

„I-Ich bin…erledigt. Ich penn heute hier, wenn´s dich nicht stört.“ sagte er schließlich leise und wollte den Balkon verlassen, doch Dazai hielt ihn zurück.

„Warum bist du nur immer so stur?“ es klang kaum danach, als würde er wirklich eine Antwort von Chuuya hören wollen. Dafür musterte er den anderen allerdings ausgiebig. Die helle Haut, die sowohl Dreck als auch Blutspuren aufwies. Diese unschuldigen blauen Augen, die nicht vermuten ließen was in ihm schlummerte. Dazai seufzte. „Komm.“ er wartete nicht auf Zustimmung und zog Chuuya mit ins Innere der Wohnung und weiter ins Badezimmer.

Dazai ließ erst seinen Arm los, um nach einem Waschlappen und einem Handtuch zu suchen.
Chuuya beobachtete ihn schweigsam und neugierig. Er war völlig verwirrt darüber, wie sanft der andere ihn gerade eben angeschaut und wie umsichtig er ihn mit sich gezogen hatte. Das war nicht ihr üblicher Umgang. Sie stichelten sich, machten dumme Kommentare oder Stritten sofort. Aber das hier…

Chuuya zuckte kurz zusammen, als er bemerkte wie etwas Nasses über seine Haut fuhr. Dazai hatte tatsächlich einfach angefangen ihm die Spuren seines Kampfes abzuwaschen. Er wollte schon aufbrausend einwenden das er das selbst konnte, als ihre Blicke sich trafen. Als ihre Augen sich ineinander verloren, während Dazai über seinen Hals wusch.

Als Chuuya immer bewusster wurde, wie nah sie sich waren schlich sich ein wenig Röte in sein Gesicht. Er wandte den Blick ab und griff nach dem Waschlappen, aber Dazai hielt ihn nach oben, außerhalb seiner Reichweite.

„Hey!“ beschwerte Chuuya sich und hüpfte ein Stück hoch, aber Dazai entfernte sich von ihm und lachte leicht.

„Du Arsch!“ jagte der Rothaarige ihn durch das winzige Bad.

Immer wieder wich Dazai dem anderen aus, bedacht darauf das Chuuya nicht an den Lappen herankam. Der nächste Sprung wäre allerdings fast ins Auge gegangen. Dazai hielt sich im letzten Moment noch am Duschvorhang fest und Chuuya…hielt sich an Dazai fest. Das wiederum brachte diesen ins Wanken, er stützte sich grade noch mit einer Hand neben Chuuyas Kopf ab, der mit dem Rücken somit zur Wand stand.

Wieder trafen sich ihre Augen. Chuuya ärgerte sich im selben Moment darüber und fragte sich, was zum Teufel heute so interessant an Dazais Augen war. Doch er schluckte, als er sie genauer betrachten konnte. Sie waren…ein wenig verschleiert oder? Wie flüssige Schokolade, sahen sie aus. Chuuya schluckte nochmals. Durch seinen Körper, fuhr ein merkwürdiges Kribbeln und sein Herzschlag schien sich zu beschleunigen.

Noch ehe er weiter darüber nachdenken konnte, spürte er wie Dazais Gesicht ihm näherkam. Er machte nicht halt, kein Stück…weiche Lippen pressten sich mit einem Mal sanft, auf die seinen.
Vorsichtig, Tastend…

Dazai setzte heute insgeheim alles auf eine Karte. Vollkommen unbedacht und dumm für seine Verhältnisse. Aber wann, würde er nochmal eine solche Gelegenheit bekommen? Wo sie sonst nur stritten…er war schon überzeugt davon, dass es eine blöde Idee war seinen Impulsen einfach nachzugehen, als Chuuya seine Annäherung plötzlich doch noch erwiderte.

Nachdrücklicher bewegten sich ihre Lippen gegeneinander, bald verlangender. Das veranlasste Dazai dazu, forscher zu werden. Er ließ seine Zunge über Chuuyas Lippen fahren, biss sanft in seine Unterlippe. Das leichte auf keuchen reichte Dazai, um in den Mund des Kleineren einzudringen. Chuuya wich fast zurück, aber er hielt ihn im Nacken fest und der andere entspannte sich sofort wieder. Endlich konnte er diesen betörenden Mund in Beschlag nehmen, dem sonst nur so harsche Worte entsprangen.

Chuuya wusste nicht wie ihm geschieht. Er war überrascht, dann irgendwie verstört und letztlich, einfach Wachs in den Fängen des anderen. Eine seiner Hände legte sich an Dazais Seite, zog ihn näher an seinen Körper, was ihm leicht bewusstmachte, wieviel größer der Dunkelhaarige war. Willkürlich knurrte er ein wenig in den Kuss.

Dazai zog sich zurück und suchte seinen Blick. Wenn Chuuya ihn jetzt nicht aufhielt, würde ihn nichts und niemand mehr zurückhalten. Das wusste er genau. Doch sein Partner tat nichts dergleichen, er hing fest an seinen Augen, was Dazai bestärkte. Er näherte sich ihm wieder, aber Chuuyas Hände stemmten sich gegen seinen Brustkorb und das ließ ihn innehalten. Doch bevor er ergründen konnte weshalb der andere ihn auf Abstand hielt, wurde er gegen die Kacheln der Wand gedrückt. Chuuya hatte mit Leichtigkeit ihre Positionen getauscht und seine Lippen verschlossen.

Dazai musste leicht in diesen aufgezwungenen Kuss lächeln. Chuuyas Wildheit reizte ihn sehr, er erwiderte das ungestüme Zungengefecht nur zu gerne und presste seinen Körper gegen den Kleineren.

Chuuya stöhnte in den Kuss. Was machte der andere nur mit ihm? Sein Becken lag so dicht an Dazais, er spürte die Härte unter dem leichten Stoff, der sie noch trennte und deutlich, dass es bei ihm nicht anders war.

Dazai zog scharf die Luft ein, er musste sich von dem anderen lösen als er den Zusammenstoß ihrer Erektionen spürte. Aber er ließ Chuuya keine Gelegenheit das alles zu Hinterfragen und verteilte Küsse über dessen Hals. Der Kleinere legte bereitwillig den Kopf in den Nacken und krallte sich in seine Schulter. Dazai würde ihn heute sicher nicht gehen lassen, er würde ihm gehören. Endlich. Er nutzte Chuuyas hemmungslose Ekstase, um ihn wieder an die Wand zu befördern und sich härter an ihn zu drücken.

Chuuyas Kopf schrie ihm entgegen, dass er sich nicht von seinem verhassten Partner anfassen lassen sollte. Doch das ignorierte sein Körper grade gekonnt. Das was er fühlte war pures Verlangen. Er blendete vollkommen aus, wer genau ihm diese Schauer bereitete, er wollte sich diesem Mann hingeben. Ihm allein.

Dazai war dazu übergegangen den anderen zu beißen, an seiner Halsschlagader zu saugen und sie wieder zärtlich zu küssen. Chuuya keuchte und stöhnte unter seinem Tun. Dazai ließ einen Moment von ihm ab, er griff nach dem Hemd des anderen und zog es ihm kurzerhand über den Kopf. Das brachte Chuuya jedoch irgendwie aus seiner Trance, seine Augenbrauen zogen sich zusammen und ihm lag ganz sicher etwas auf den Lippen, doch Dazai legte mit einer Hand einen festen Griff um seine Kehle. Er drückte sogar leicht zu, schmiegte aber seinen Kopf an das rostrote Haar. „Stoß mich von dir, wenn du willst. Ich werde es unterdrücken, ich werde dich nicht neutralisieren…“ flüsterte er ihm rau ins Ohr.

Chuuyas Körper durchzuckten Blitze. Diese Stimme. Diese besitzergreifenden Berührungen…er aktivierte seine Fähigkeit tatsächlich. Doch nur um Dazai, näher an sich zu ziehen. Selbst wenn es ihm wirklich kurz die Luft nahm, weil der Griff des anderen dadurch härter wurde. Es war ihm egal, solange er ihn spüren konnte.

Dazai lockerte seinen Würgegriff schnellstens, als er fühlte wie Chuuya ihn nicht wegstieß, sondern an sich zog. Das war ein ziemlich geiles Gefühl, wie er zugeben musste. Er ließ seine Hand von Chuuyas Hals, hinunter wandern. Über den Brustkorb, die Bauchmuskeln und wanderte schließlich in seine Hose.

Chuuya keuchte erregt, als er fühlte wie die Hand des anderen sich um sein Glied legte. Fuck! Das tut er nicht grad wirklich oder?! Er stöhnte auf, als sich Dazais Hand bewegte und ihn stimulierte. Haltsuchend griff er in Dazais Haarschopf, wodurch er dessen Kopfverband löste und leicht erschrocken zurückzuckte. Doch der andere, war darunter unversehrt.

Dazai fing den Verband mit seiner freien Hand auf und musterte Chuuya. Er sah etwas unsicher zu ihm auf, was Dazai wieder bewusst machte das der andere wahrscheinlich nicht sonderlich erfahren war. Mit ein paar Frauen vielleicht, aber mit Männern? .....
Er legte den Kopf ein wenig schief, bevor er von Chuuya abließ und nach seinen Handgelenken griff. Er wickelte den Verband um Chuuyas Hände, der dies ein wenig argwöhnisch beobachtete. Sein Blick bekam wieder etwas raubtierhaftes.
Dazai lächelte ihn an. „Ich liebe diesen Ausdruck in deinen Augen.“

Damit brachte er den anderen wohl, ziemlich schnell wieder aus dem Konzept. Chuuya sah ihn unschlüssig an. Doch bevor er wieder anfangen konnte zu denken, verknotete Dazai die fixierten Handgelenke des anderen, mit der Stange für Handtücher die praktischerweise genau über Chuuya angebracht war. Dieser warf einen skeptischen Blick nach oben, bevor er wieder etwas streng zu Dazai schaute. „Was wird das, wenn´s fertig ist?“

Dazai grinste. „Na, ich lege mein Hündchen besser an die Leine, bevor es bissig wird.“

Die passende Antwort von Chuuya war definitiv schon in dessen Stimmbändern, aber Dazai griff bereits wieder in den Schritt des anderen und verschloss seine Lippen. So war es nur ein auf keuchen das Chuuya in den Kuss entweichen ließ.

Chuuya konnte nicht anders. Er genoss die Berührungen des anderen. Dazais Zunge in seinem Mund, die völlig Besitz von ihm ergriff. Seine Hand die sich in seiner Hose bewegte und ihn in den Wahnsinn trieb. Angespannt zog er an den Verbänden um seine Handgelenke, doch es gab kein entkommen. Weshalb war er nur so zwiegespalten? Er wollte das hier!

Dazai ließ wieder von Chuuya ab, der dies mit einem leisen Knurren quittierte. Er ging in die Hocke und zog Chuuya dessen Hose, samt Shorts aus. Der andere hatte seine Füße jedoch mit dem Boden verankert, weshalb er nicht weiterkam. Dazai sah auf, doch Chuuyas Blick war abgewandt. Dazai lächelte sanft. Er erhob sich wieder und zog sich sein weißes Hemd von den Schultern, warf es achtlos zu Boden. Genauso stieg er aus seiner kurzen Schlafhose und zog sie aus, darunter trug er nichts mehr. Er griff unter Chuuyas Kinn und zwang seinen Blick zu ihm.

Chuuya musterte Dazai. Er stand völlig nackt vor ihm, völlig locker und offen. Das konnte doch echt nicht wahr sein…Dazai machte da keinen Hehl draus und er selber benahm sich wie ein Mädchen?! Niemals! Er ließ seine Kraft versiegen und kickte die Hose und die Shorts um seine Fußgelenke, selbst von sich.

Dazai verkniff sich das Grinsen. Er wollte dem anderen nicht unter die Nase reiben, was er für eine kleine Dramaqueen war. Das heißt, er wollte schon. Aber nicht in dieser Situation. Er näherte sich Chuuya wieder und fing seine Augen ein, bevor er seine Lippen wieder versiegelte. Diesen süßen Mund erkundete und mit seiner Zunge zu seinem Eigentum machte. Chuuya. Chuuya…wie ein Mantra wiederholte er den Namen des anderen. Bestimmt riss er ihn an der Schulter herum und drückte ihn mit dem Gesicht gegen die Wand.

Chuuya erzitterte. Die Dominanz seines Partners bescherte ihm Erregung, doch ebenso…eine leichte Furcht. Er konnte es sich kaum erklären. Aber er hatte schließlich keine Ahnung davon, was auf ihn zukam. Seine Erfahrungen mit Frauen waren passabel, er war keine Jungfrau. Aber… mit einem Kerl…und mit Dazai… ja, er machte da einen Unterschied. Dazai war nicht irgendein Typ. Er war wahnsinnig kompliziert, dachte sich bei jeder kleinen Handlung etwas und er war durchtrieben. Dennoch wollte Chuuya nicht grade darüber nachdenken, was er sich von dieser Sache hier versprach. Denn er wollte ihn grade ebenso. Und zwar nur ihn. Seinen Körper. Also gab er nichts von sich, als einen erregten Laut.

Dazai bemerkte Chuuyas Nachdenklichkeit. Dafür musste er ihn nicht einmal ansehen. Er fühlte es an dessen Körperspannung und der kurzen Stille, in der dem anderen nicht ein einziger Laut entwichen war. Doch davon würde er sich nicht beirren lassen. Er wollte Chuuya. So lange schon… sie hatten sich kennengelernt als sie fünfzehn waren. Damals als der andere noch zu einer feindlichen Organisation, “den Schafen“ gehörte. Quasi ihr Anführer gewesen war. Es hatte keineswegs zu seinen Aufgaben gehört, den anderen für die Hafenmafia anzuwerben. Er wusste um Moris Pläne und Einkalkulierungen… aber er hätte es ignorieren können. Er hätte Chuuya nicht in Ungnade bei seinen Freunden bringen müssen und es Mori so schwerer machen können. Aber das tat er nicht. Er machte es ihm freiwillig leichter. Er wollte diesen ungestümen Wirbelwind in seiner Nähe wissen, ihn als sein Eigentum besitzen. Doch leider…hatte der Boss auch das mit einkalkuliert, wie er mittlerweile wusste. Dennoch, das spielte jetzt keine Rolle. Heute gehörte Chuuya alleine ihm.

Er befeuchtete einen Finger, während er mit der anderen Hand weiterhin Chuuyas Erektion pumpte.  Mit Leichtigkeit drang er durch den fremden Muskelring, weil sein Gegenüber erregt genug war. Dennoch spürte er das Zittern des anderen. Er hielt inne. Er wusste nicht einmal genau weshalb, aber er konnte nicht anders. Chuuya fühlte sich nicht gänzlich wohl, dass genügte…

Doch Dazai irrte sich. Chuuya drückte sich ihm mit einem Mal entgegen, es erregte ihn unfassbar. Er presste sich gegen seine Finger, bewegte sich verlangend gegen sie. Er wollte das hier. Er wollte Dazai spüren. Dieses Zusammenspiel endlich einmal fühlen, wo sie immer so nah und doch so auf Abstand waren.

Dazai entging es nicht. Chuuyas Empfinden überwältigte ihn. Seine zügellose Lust ergriff ihn ebenso, ließ ihn alles vergessen. Er fingerte ihn, küsste seinen Hals und umgriff besitzergreifend seinen Brustkorb von hinten. Er legte den Kopf in den Nacken, genauso wie Chuuya vor ihm stehend, stöhnte. Sie schwelgten hemmungslos in ihrem Verlangen. Dazai nahm einen zweiten Finger dazu, stieß beide unbedenklich in Chuuyas Körper und hörte das Stöhnen ihrer Stimmen im Einklang. Er hielt sich kaum mehr zurück, als er immer mehr spürte das sein Gegenpart dasselbe wollte wie er.

Chuuya war verloren. Er gehörte nicht länger sich selbst. Alles was er fühlte und spüren konnte, gehörte Dazai. Sein Körper verriet ihn schamlos. Er gehorchte ihm nicht. Er war angewiesen auf die Gnade des anderen. Und was noch das schlimmste war…es gefiel ihm.
Dazai nahm wahr, wie der andere ihn aufnahm. Wie er auf ihn reagierte. Und es gefiel ihm sehr. Er verstärkte seine Tätigkeit und erfüllte Chuuya mit einem unbändigen Stöhnen.
„D-Da-zai…“

Dazai stockte kurz, er hatte den anderen definitiv soweit. Er sollte nicht länger warten. Er entzog ihm seine Finger und ersetzte sie durch sein hartes Glied.

„Ahh….“

Er hörte Chuuyas Stöhnen. Es war…wie eine Offenbarung. Er nahm hier grade nicht einfach irgendwen. Diese Laute…diese Empfindungen…. sich in diese Person zu stoßen… das war fast ein Frevel. Als spürte er unbändige Flammen an sich lodern. Und es erinnerte ihn unweigerlich, an das Wesen seines Partners.  Diese Macht, die in ihm lebte…Arahabaki…ein Gott….

Chuuya wollte es vielleicht nicht, aber das was in ihm war…wollte sich nicht beherrschen lassen. Es drängte ihn zu…mehr.  Dazai spürte es. Doch er fühlte ebenso, was Chuuya wollte. Wie sehr er sich selber verteidigte. Und er erkannte, wie viel mehr ihm das Wert war.
Dazai war plötzlich in ihm. Er bewegte sich. Er stieß sich hart in seinen Körper, immer wieder. Und was immer Chuuya dazu riet den anderen zu unterwerfen, er brachte es zum Schweigen.

Chuuya stöhnte und keuchte. Seine gefesselten Hände suchten Halt, obwohl sie festgezurrt waren. „Hgggnnnhhh…“ Chuuya fühlte sich so zerrissen. Er konnte es nicht mal beschreiben. Denn seine Gedanken wollten ihn weiterführen, aber sein Körper erlaubte es grade nicht.
Dazai hielt Chuuya rigoros fest. Er stieß immer weiter und heftiger in ihn. Er ließ nicht ab. Er schob sich weiter in ihn, presste ihn immer enger gegen die Wand des Bades und stöhnte erregt dabei.

Chuuya wusste nicht mehr was er fühlen sollte, es war Zuviel. Er stöhnte hemmungslos. Dazai…er wollte diesen Mann fühlen, egal wie.
Dazai drängte sich weiter in Chuuya. Seine Erektion stieß sich immer wieder und wieder in diesen heißen Körper. Er genoss es. Diese Nähe, das Verlangen. Diese Empfindung.

Chuuya stöhnte. „Ahhhh.“

Dazai hielt ihn immer fester. Er fickte ihn, während er sich an seiner Schulter stützte und sich an ihn zog. Tiefer, härter. Dazai stöhnte und keuchte dabei ebenso wie Chuuya. Er konnte das Verlangen nicht mehr bändigen. Es erregte ihn, wie Chuuya gefesselt mit seinen Bandagen gegen die Wand gelehnt dastand. Er wollte ihn so sehr.

„HGNHHHH…“ ein tiefes Stöhnen ergriff Chuuya und er kam unweigerlich, ergoss sich gegen die gekachelte Wand.
Dazai fickte den anderen durch seinen Orgasmus und kam schließlich genauso, ergoss sich einfach in dem anderen. Er erfüllte ihn mit seinem Samen, was Chuuya noch ein letztes Mal erzittern ließ.

Sie atmeten beide heftig und schwer, erschöpft von den vergangenen Minuten. Dazai zog sich langsam aus Chuuya zurück und betrachtete, die erhitzte Haut des anderen. Er hatte es wirklich getan. Sie hatten es wirklich getan…

Dazai entknotete die Hände des anderen vorsichtig, was Chuuya ins straucheln brachte. Er stützte den Kleineren sofort, der schmerzverzerrt das Gesicht verzog.

„Ich brauche deine Hilfe nicht!“ Chuuya schlug seine helfende Hand abrupt von sich und suchte lieber Halt an der Wand.

Dazai sah ihm ernst in die Augen. „Legst du es wirklich drauf an?“

Chuuya wusste nicht, was der andere meinte und legte die Stirn in Falten.

„Also, ja.“ schloss Dazai und griff sich den anderen, um ihn kurzerhand auf seine Arme zu heben.

„Hey! Lass mich runter!“

„Vergiss es!“

Chuuya schwieg. Wenn Dazai lauter wurde, war das anders als bei ihm. Er selbst war einfach… Laut. Dazai war…so bestimmt.

Dazai brachte Chuuya ins Schlafzimmer und legte ihn auf seinem Bett ab. Er betrachtete den anderen kurz unschlüssig, bevor er entschied. „Ich schlafe auf dem Sofa.“ damit wandte er sich ab, doch Chuuya griff nach seinem Handgelenk.

„Bleib…bitte.“ er schaute Dazai nicht an, er wusste nicht mal warum seine Hand sich plötzlich selbstständig gemacht hatte. Er ließ ihn sofort wieder los und drehte ihm den Rücken zu.

Dazai musterte ihn erstaunt. Er war sicher gewesen, das Chuuya nicht mit ihm in einem Bett liegen wollen würde. Er lächelte. Wahrscheinlich, konnte auch er sich mal irren…

Also legte er sich neben Chuuya, der schon halb schlief und deckte sie beide zu.

Der nächste Morgen…  

Der folgende Morgen war ein Traum. Ein Albtraum. Jedenfalls für Chuuya.
Er tastete im dunklen etwas nach rechts, was die Bilder in seinem Kopf nur bestätigte. Er hatte mit einem Mann geschlafen. Schlimmer noch, er hatte mit Dazai geschlafen. Wie ist das nur passiert? Also, er wusste natürlich wie, Aber…

Wieso hatte er sich denn plötzlich so gut damit fühlen können? Wieso-

„Menschen die, zu viel nachdenken, neigen zum Wahnsinn.“ murmelte Dazai neben ihm, in der Dunkelheit.

War ja klar. Er hatte bemerkt das Chuuya wach war.

„Du musst es ja wissen…“ brummte Chuuya und rutschte mehr zur Bettkante, doch Dazai griff nach seiner Hüfte.

„Nicht weglaufen…“

„Dazai…“

Chuuya wollte sich befreien, aber Dazais Griff blieb eisern. „Nur noch eine Weile.“ bat er verschlafen und rückte näher an Chuuya, schmiegte sich an sein rostrotes Haar.

Chuuya rang mit sich, kam jedoch zu einem Schluss. „Meinetwegen, aber…sobald die Sonne aufgeht, ist das hier niemals passiert.“ forderte er. Bei Dazai zu erwarten, dass er ihn nicht ewig damit aufziehen würde oder ihn mit dieser Sache erpresste, war wohl ein hoffnungsloser Gedanke. Aber er musste es wenigstens versuchen…

Dazai schwieg einen Moment. „Einverstanden.“ gab er schließlich nach.

Etwas überrascht, nickte Chuuya zufrieden.


                                                                                          ***


Und so sollte es sein. Keiner der beiden, verlor ein weiteres Wort über jene Nacht. Sie agierten wie professionelle Partner. Immer.  

Doch…nur drei Monate später, verließ Dazai die Hafenmafia…

Alles was Chuuya blieb war ein kleiner Zettel.  "Sayonara, Chibi."

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So. Bitte Rückmeldungen. Ich hoffe ihr habt liebe für dieses Pairing, so wie ich. ich liebe die beiden ^^
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