Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

An deiner Seite...

von Swaany
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Jakob Lundt Klaas Heufer-Umlauf Thomas Schmitt
07.01.2021
13.01.2021
4
8.344
9
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
13.01.2021 1.593
 
Liebe Leute,

da geht es doch auch schon weiter. :) Mal schauen, was im nächsten Kapitel passiert. ;)
Ich danke euch sehr für eure Review, Sternchen und Empfehlungen. Das macht mein Herz ganz warm. :)

Fühl euch alle coronafrei umarmt und viel Spaß beim Weiterlesen.

LG

Swaany

---------

Es war bereits weit nach 20 Uhr als Jakob endlich seinen PC ausschaltete, einmal noch tief durchatmete und sich auf den Weg in Thomas‘ Büro machte. Er klopfte an die Tür und nach einem leisen „Herein“ betrat er den Raum.
„Hey…“
„Hey… ich hatte fast befürchtet, du wärst einfach heimgegangen.“, sagte Thomas leise und allein der Tonfall, in dem er das sagte, ließ Jakobs Herz einfach dahinschmelzen. Leicht lächelte er, auch wenn er noch immer super überfordert mit allem war. Aber Joko hatte Recht gehabt: Thomas ging es nicht gut. Vermutlich hatte er genauso wenig geschlafen, wie Jakob. Er sah furchtbar abgekämpft aus und sein Widerstand bröckelte mehr und mehr.
“Würde ich nicht machen. Das solltest du eigentlich wissen.”, widersprach Jakob leise und dann legte sich wieder einmal dieses unangenehme Schweigen über sie. So oft in so kurzer Zeit hatte sich Jakob noch nie so unwohl gefühlt in der Gegenwart dieses anderen Mannes. Eigentlich hatte er sich in dessen Gegenwart noch nie unwohl gefühlt.
„Jakob…“ „Du hast mich verletzt, Thomas!“, begannen sie beide gleichzeitig zu sprechen und Thomas atmete hörbar ein und schloss seinen Mund. Schließlich seufzte er.
„Ich wollte dich nicht verletzten. Es tut mir Leid.“
„Du hast gesagt, ich bin deine eigene Version von Aushalten. Ich will nicht, dass du mich aushältst.“, sprach Jakob weiter und seine Stimme zitterte bedrohlich, sodass er sich einmal kurz räusperte und den Blick senkte. Thomas stand ihm mittlerweile furchtbar nah gegenüber, sodass er unbewusst einen kleinen Schritt zurück machte. So viel Nähe war gerade viel mehr als er ertragen konnte. Besonders als ihm auch noch das Parfum von Thomas in die Nase stieg. Dieser Duft wirkte fast schon toxisch auf ihn und er bemerkte, dass sein Kopf leicht zu schwirren begann, als hätte er leicht einen sitzen. Dabei hatte er doch noch nicht mal was getrunken. Aber vielleicht sollte er endlich damit anfangen.  
Thomas ließ seinen Blick einmal über Jakob wandern und es versetzte ihm einen Stich ins Herz, als er sah, wie verunsichert dieser war.
„Ich hab doch nicht dich ausgehalten…“, begann er leise und wartete, bis Jakob seinen Blick wieder aufrichtete und fragend den Kopf schief legte.
„Ich hab doch nur meine Gefühle für dich ausgehalten. Niemals dich, du Idiot.“ Das hätte er nicht sagen sollen, das merkte Thomas spätestens dann, als Jakob leicht schnaubte und pikiert das Gesicht verzog.
„Also beleidigen lassen muss ich mich hier jetzt wirklich nicht.“ Als er einen Schritt Richtung Tür machte, griff Thomas nach seinem Handgelenk und hielt ihn auf. Auf keinen Fall wollte er Jakob jetzt gehen lassen.

„Jetzt warte doch mal und hör mir einfach zu.“ Jakob schaute auf Thomas‘ Hand, die ihn einfach festhielt und bemerkte wie seine Haut angenehm warm wurde an der Stelle, an der Thomas‘ Finger lagen. Er drehte sich also wieder zu Thomas und stand nun mit dem Rücken zur Tür.
„Ich will dich doch gar nicht aushalten. Dazu bist du mir viel zu wichtig. Es ist einfach schön in deiner Nähe zu sein, weil du immer den Menschen um dich herum das Gefühl gibst, dass sie gerade das wichtigste für dich sind.“ Ein kleines verräterisches Glitzern war in Jakobs Augen zu sehen.
„Sowas Schönes hat mir noch nie jemand gesagt.“
„Dann wurde das wohl offenbar verdammt noch mal endlich mal Zeit!“
Thomas trat nun doch wieder ganz nah an Jakob heran, griff mit einer Hand nach der von Jakob, um ihre Finger zu verschränken und fuhr mit der anderen dessen Arm hinauf. Und er ging sogar noch ein Stück weiter und legte die Hand, die über Jakobs Arm gefahren war, an dessen Wange und streichelte ihn dort zärtlich mit dem Daumen. Dieser schloss daraufhin kurz die Augen. Als er sie wieder aufmachte fand sein Blick automatisch den von Thomas und hielt diesen fest. Stumm standen sie sich einige Momente gegenüber und weil sich Jakob irgendwo festhalten musste, legte er seine Hände an Thomas Hüften. Und er war dankbar, dass er die Tür im Rücken hatte, an die er sich etwas lehnen konnte. Still kommunizierten sie nur mit den Augen, wussten auch so, was der andere sagen wollte, ohne es auszusprechen. Das beherrschten sie durch ihre jahrelange Zusammenarbeit mittlerweile recht gut, den anderen lesen zu können.

„Thomas?“, fragte Jakob schließlich zögerlich in die Stille und ein leichtes verschmitztes Lächeln legte sich auf seine Lippen.
„Ja?“
„Kannst du mich bitte endlich verdammt nochmal küssen?“ Ein kleines nervöses Lachen entfuhr Thomas und ohne noch länger zu zögern, legte er nun auch seine zweite Hand an Jakobs Wange und zog ihn zu sich, um ihre Lippen zu vereinen. Denn ja verdammt! Er wollte doch nichts lieber als das. Dieses Kribbeln in seinem Bauch hatte er schon unfassbar lange nicht mehr so intensiv gespürt. Er versuchte jedes einzelne Geräusch, jede Regung, jeden Atemzug von Jakob wahrzunehmen. Aber seine Sinne waren plötzlich so reizüberflutet, dass er auch völlig überfordert war. Denn wie lange schon träumte er davon?! Einfach viel zu lange. Er drängte Jakob ein Stück zurück, sofern das überhaupt noch möglich war und dieser daraufhin Thomas etwas dichter an sich zog.

Es war so ein intimer, tastender und gefühlvoller Kuss, dass Thomas völlig überfahren war, dass er plötzlich spüren konnte, wie Tränen aufstiegen und er leicht in den Kuss schluchzte. Etwas irritiert unterbrach Jakob den Kuss und schaute fragend zu Thomas.
„Küsse ich so schlecht?“, fragte er und es sorgte für ein kleines Lachen, dass ihm etwas den Druck nahm. Und auch Jakob grinste und hob die Hand, um ihm eine Träne von der Wange zu wischen und Thomas schüttelte den Kopf.
„Ganz im Gegenteil. Ich bin nur gerade etwas überfordert. So viele Gefühle auf einmal hatte ich glaube ich noch nie in mir. Tu mir bitte einen Gefallen und zweifle nicht mehr an dir. Du bist so ein wahnsinnig toller Mann.“ Jakob war völlig baff über diese Worte. Er hätte von Thomas niemals mit diesen fast schon schnulzigen Worten gerechnet, die fast einer Liebeserklärung gleich kamen.
„Das mit den Zweifeln sagt ja wohl der Richtige.“, gab er nur perplex und völlig überfordert zurück und erneut lachte Thomas und statt zu antworten, zog er ihn erneut zu einem tiefen Kuss zu sich. Minutenlang küssten sie sich einfach. Tastend, auskostend und forschend. Einfach unfassbar perfekt.
Es war aber schließlich wieder Jakob, der Thomas ein bisschen von sich drückte.

„Wir müssen ausgehen.“
„Hä?“ Thomas hob fragend eine Augenbraue und konnte Jakob nicht so schnell folgen.
„Lass uns das hier richtig machen, nichts überstürzen. Auf ein Date gehen. Etwas essen, miteinander reden. Und wer weiß: wenn du dich richtig gut anstellst, dann knutschen wir ja vielleicht schon am ersten Abend oder ich lade dich sogar auf einen Kaffee zu mir ein.“
Verheißungsvoll wackelte er dabei mit den Augenbrauen.
“Und was war dann das hier gerade?”
“Naja… nimm es als Preview oder guten Trailer?!” Grinsend schüttelte der Ältere den Kopf und er lachte leise. Dieses zurückhaltende, fast schon verschämte Lachen, das Jakob einfach so sehr mochte.  
Schließlich legte Thomas seinen Kopf an Jakobs Hals und atmete einfach sein Parfum ein.
„Was hältst du davon, wenn wir Feierabend machen? Es war ein langer Tag für uns beide.“, fragte Jakob schließlich, während seine Hände über Thomas‘ Rücken fuhren. Der Angesprochene brummte zustimmend, machte aber keinerlei Anstalten sich zu lösen. Er wollte das hier noch nicht beenden. Am liebsten wäre er einfach für immer hier mit Jakob stehengeblieben. Es war einfach zu perfekt. Niemals hätte er auch nur davon zu träumen gewagt, dass das hier in irgendeiner Form eine Realität für ihn sein könnte. Thomas hatte schon längst damit abgeschlossen. Dachte er zumindest. Er hatte sich lange eingeredet, dass er die Gefühle für Jakob unter Kontrolle hatte. Aber offenbar weit gefehlt.
Vielleicht war es am vorigen Tag wirklich ein Glücksfall gewesen, dass Jakob ihn und Klaas bei ihrem Gespräch gehört hatte. Denn sie waren zwar offenbar noch ein gutes Stück davon entfernt, ein Paar zu sein, aber das hier war schon etwas, was weitab jeglicher Vorstellungskraft von Thomas gelegen hatte.

„Schmitti?! Wenn wir nach Hause wollen, sollten wir uns dann nicht auch in Bewegung setzen?“ Erneut brummte Thomas. Aber auch Jakob unternahm bislang keinen ernsthaften Versuch, das Büro und diese Situation zu verlassen.
„Hätte garnicht gedacht, dass du so ein Schmuser bist...“ Das Lächeln in seiner Stimme war dabei nicht zu überhören. Nun löste sich Thomas doch wieder von ihm.
„Solltest du das jemals irgendjemandem erzählen, werde ich es abstreiten und behaupten, dass du lügst.“ Die zwei lachten.
„Werde ich nicht, versprochen.“, sagte er leise. Thomas hätte ihn liebend gerne noch einmal geküsst, aber Jakob hatte das Tempo und die Spielregeln vorgegeben und deshalb hielt er sich jetzt zurück.
„Na komm, lass uns für heute nach Hause gehen.“, sagte er also noch einmal auffordernd und als er gerade an Jakob vorbei durch seine Tür gehen wollte, packte dieser ihn am Oberarm, zog ihn noch einmal zu sich, sodass Thomas gegen seine Brust stolperte und zog ihn zu einem leidenschaftlichen Kuss zu sich. Von wegen nichts überstürzen, Lundt!, dachte sich Thomas dabei und schmunzelte ein wenig in sich hinein. Musste aber auch zugeben, dass er diese Seite an Jakob mehr als heiß fand. Und als Jakob sich schließlich wieder von ihm löste, ging er. Denn er wusste, wenn er sich noch einmal zu Thomas umgedreht hätte, dann hätte er nicht gehen können.

To be continued...
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast