Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Horror / Horror / Darkness

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Darkness

GeschichteMystery / P16 / Gen
07.01.2021
07.01.2021
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07.01.2021 868
 
Ich war alleine, alleine unterwegs um 23 Uhr. Es war kein normaler Tag, nein es war Halloween, der Tag der Geister und der lebenden Toten. Alles war dunkel und nur einige Laternen spendeten mir Licht und dennoch machte dies die Atmosphäre noch unheimlicher.

Doch als ob dies nicht reichen würde, hörte ich Geräusche, Geräusche, die ich niemals hören wollte, die ich nicht einmal beschreiben kann. So entsetzlich und unvorstellbar. Meine Panik steigt und gleichzeitig auch meine Unsicherheit, Unsicherheit die alles nur noch schlimmer macht und meine Panik nur noch mehr fördert.

Die Laternen beginnen zu flackern und meine einzige Lichtquelle beginnt zu schwinden. Was soll ich bloß machen? Was kann ich nur machen? Ich bin alleine, alleine unterwegs, an Halloween um kurz vor 24 Uhr. Kommen jetzt die Toten, oder was? Ne danke, dass kann ich echt nicht gebrauchen, ich will endlich nach Hause und hier nicht mehr alleine umherwandeln. Wenn ich doch nur auf Melissa gewartet hätte, aber nein, ich muss alleine losziehen. Wie kann man nur so bescheuert sein? Dabei fing der Abend doch relativ gut an.

-am Nachmittag-

Ich mache mich für die Helloween-Party fertig und freue mich schon total. Meine Freundin Melissa ist bei mir und wir schminken uns beide gleichzeitig in meinem Zimmer. ,,Das wird der Hammer!" sagt sie aufgeregt. Ich verwandle mich gerade in eine Mörderin und Melissa, wie immer als Vampirin. Nach 20 Minuten sind wir endlich fertig und bereiten uns vor, die Nacht unsicher zu machen.

So gingen wir also los, ab zur Party von Marie. Marie veranstaltet schon seit sie 10 Jahre alt war Helloween-Parties.

Endlich nach 15 Minuten Fußweg kommen wir an ihrem Haus an. Sofort beginnt die Party und die Stimmung ist unbezahlbar. Alles lacht, tanzt und singt. Doch kurz vor 23 Uhr wird mir das alles zu langweilig und ich will doch nach Hause, keine Ahnung warum, aber ich will wirklich nach Hause, obwohl alles noch voller Laune ist. Meine Freundin will noch nicht gehen und deshalb mache ich mich alleine auf den Weg, alleine, obwohl ich es hasse alleine im Dunkeln zu laufen, aber ich halte es nicht mehr aus.

Das wars also, mein Fehler, mein dummer, dummer Fehler und jetzt, jetzt bin ich alleine im Dunklen an Helloween unterwegs und fühle mich beobachtet und unwohl. Alles shreit in mir und schlägt Alarm, doch ich kann mich einfach nicht überwinden. Sollte ich mich doch einmal umschauen? Nein, ich werde einfach weiterlaufen und dann, wenn ich zu Hause bin, werde ich über mich selber lachen und mich fragen, ob ich langsam verrückt werde.

Doch dem ist nicht so, mein neu gefundener Enthusiasmus wird prompt wieder zerstört, als ich anfange Schritte hinter mir zu hören, drehe ich fast komplett durch. Ich beschleunige meine Schritte und drehe mich nicht um, ich unterdrücke einfach den Impuls, dem Verlangen mich umzudrehen, auch wenn es mir schwer fällt. Doch die Schritte werden immer deutlicher und bringen mich um den Verstand. Meine Panik steigt, mein Herz schlägt wie wild in meiner Brust, mein Atem geht so schnell und stoßweise. Wie konnte ich nur alleine gehen? Was ist das bloß? Wer verfolgt mich da? Und warum?

Die Schritte nähern sich. Ich spüre einen Atem in meinem Nacken. Tränen sammeln sich in meinen Augen. Jetzt schlägt mein letztes Stündchen, da bin ich mir sicher.

Ein Fehltritt und ich lande im Dreck auf der Straße. Ich muss wieder aufstehen, schwirrt in meinem Kopf herum, doch bevor ich auch nur handeln kann, sehe ich einen schwarzen Schatten, eine schwarze Gestalt vor mir. Tränen fließen jetzt ohne Halt an meiner Wange hinunter. Ich muss jetzt mutig sein, auch wenn es meine letzte Tat sein konnte, ich muss es wagen.

So erhebe ich also meinen Kopf und mein Blick trifft auf rote, glühende Augen, die die meinen durchbohren. Ein Schauer durchstreift meinen Körper und ich bin unfähig mich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Star, wie zur Salzsäule gefroren. Die Augen bohren sich in meine Seele, ziehen an ihr. Ein eiskalter Atem streift mein Gesicht.

In dem Moment erlange ich wieder die Kontrolle über meinen Körper und stehe auf. Ich renne los und die Gestalt verfolgt mich. Ohne darüber nachzudenken renne ich immer weiter. Doch dann passiert etwas, was ich bis heute nicht glauben kann, aus einer Gestalt werden zehn, zwanzig, hunderte, alle hinter mir hinterher. Ich versuche nicht daran zu denken, doch es fällt ja doch ganz schön schwer, schließlich wird man nicht jeden Tag von keiner Ahnung was verfolgt. Beim Rennen sehe ich auf die Kirchenuhr. Es ist gleich 24 Uhr.

Mein Blick wandert wieder nach vorne, dort erblicke ich nun auch diese Gestalten. Alle fixieren mich. Ich kann nicht mehr anhalten und so stürze ich wieder zu Boden. Die Gestalten umzingeln mich und kommen immer auf mich zu. In dem Moment schlägt die Turmuhr 12 mal, es ist Mitternacht und so mit der 1. November. Gerade als eine Gestalt nach mir ausholt, verschwinden alle und Melissa steht plötzlich vor mir und streckt mir eine Hand entgegen. Voller Panik rutsche ich auf dem Boden zurück. ,,Was ist denn los mit dir?"

Nach 10 Minuten habe ich mir aufhelfen lassen, doch dieser Abend hat mich verstört. Ich werde ihn niemals vergessen. Niemals!
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