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Don't forget to breathe.

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Mix
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
07.01.2021
30.05.2021
18
22.791
4
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Dieses Kapitel
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29.01.2021 1.539
 
Closer, maybe looking closer
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Find out what went wrong without blaming each other

~ Same Mistakes (One Direction)

Kapitel 6

Primrose's PoV:
Tatsächlich hatte die Fahrt erschreckend lange gedauert und wenn sie sich nicht irrte, waren sie sogar einmal im Kreis gefahren. Entweder sie wollten etwaige Paparazzi abhängen, oder aber der Fahrer hatte noch weniger Ahnung davon, wo er hin musste, als Primrose selbst. Und so stand die drückend heiße Sonne schon im letzten Drittel, als die dunklen Wagen vor dem hohen Gebäude der Hotelanlage anhielten und draußen beschäftigt Leute umherliefen. Für einen Moment musste sie sich wirklich zusammenreißen, um nicht einfach stur im Auto zu bleiben, doch der nach wie vor aufmunternde Blick ihres dunkelhaarigen Retters zwang sie dazu, nun auch ein wenig Dankbarkeit zu zeigen und sich zumindest halbwegs Mühe zu geben. Also kletterte sie nach den anderen beiden ebenfalls vom Rücksitz und nahm dankbar die Hand an, die ihr helfend entgegengestreckt wurde, bevor sie das kleine Stück zu Boden sprang. Diese ließ sie jedoch wieder los, als hätte sie sich verbrannt, nachdem sie erkannte, wem sie gehörte. Schnell wandte sie sich ab und folgte somit dem Winken ihres Bruders. Erst jetzt konnte Prim so richtig sehen, wo sie waren. Die Wagen hatten in einer breiten Fahrschleife, die sich über den Parkplatz erstreckte, gehalten und direkt vor ihnen erstreckte sich hellbeiges Pflaster, mit den verschiedensten Mustern darauf. Kleine, bepflanzte Grünstreifen liefen in einem spitzen Winkel direkt auf die gläsernen Eingangstüren des Hotels zu und endeten kurz davor, sodass sie einen freien Halbkreis bildeten, in dem die sechs Personen mit zwei der Bodyguards nun auch anhielten. Dieses Mal aufmerksamer hörte sie Pauls Erklärungen - der gerade aus dem Hotel zu ihnen getreten war - zu und bekam daher mit, dass sie noch die drei Tage vor Tourbeginn hier verbringen würden. Ihre Koffer waren anscheinend schon auf ihrem Zimmer und die Schlüsselkarten würden ihnen gleich im Aufzug gegeben werden. Der Tatsache zu entnehmen, dass alle anderen (selbst Liam!) lediglich das Gebäude betrachteten, schien das alles wie immer zu sein und keineswegs etwas ungewöhnliches. Ja, wenn man es sich leisten konnte, warum sollte man nicht noch ein paar Tage im Hotel bleiben? Prim schüttelte unmerklich den Kopf und trat dann mit den anderen zusammen durch die Türen in das Foyer, wo sie sich dann doch noch einmal neugierig umsah. Auch hier war jede Säule prunkvoll verziert und der Boden war zu allem Überfluss mit einem dunkelroten Teppich überzogen. Unpraktisch und absolut überteuert wahrscheinlich. Andererseits waren das die Gäste, die hier einquartiert waren, wohl so gewohnt. Ihr fiel erst auf, dass sie stehen geblieben war, als Liam ihr leicht eine Hand auf den Rücken legte und sie weiterschob, in Richtung des Aufzugs, in dem sich die anderen bereits versammelt hatten und sie jetzt belustigt ansahen. Natürlich musste der Lockenkopf auch wieder seinen Kommentar dazu abgeben.
"Hat das Prinzesschen etwa doch kein Schloss?"
Wütend funkelte Primrose ihn an und fauchte nur: "Sei doch nicht jedes mal ein arrogantes Arschloch, nur weil du deinen Ruhm zum Überleben brauchst und keine normalen Menschen mehr in deiner Umgebung ertragen kannst."
Beinahe tat es ihr schon wieder leid, als er verwirrt die Stirn runzelte, doch sie lehnte sich nur mit verschränkten Armen gegen die Seitenwand des Aufzugs, als dieser losfuhr, sodass sie nicht mitbekam, wie die Männer sich skeptische Blicke zuwarfen und Liam leicht den Kopf schüttelte. Harry konnte absolut nichts für ihre Laune, aber momentan diente er wenigstens gut dafür, dass sie ihren Ärger rauslassen konnte, selbst wenn der sich gar nicht gegen ihn richtete. Außerdem hatte Prim vielleicht eine kleine Macke, aber sie konnte sich sowieso nicht entschuldigen und somit ließ sie es lieber.
Nach einer kurzen, aber unangenehmen Phase des Schweigens räusperte sich Paul wieder und reichte schließlich die Schlüsselkarten herum. So wie sie das sah, schliefen Zayn und der Lockenkopf zusammen, während alle anderen eigene Zimmer hatten. Besondere Gedanken machte sie sich darum jedoch nicht, sondern prägte sich schnell ihre Zimmernummer ein und knetete dann ungeduldig ihre Hände, während Paul noch erklärte, dass sie heute Abend nichts mehr zu tun hätten und sich ihr Essen aufs Zimmer bestellen sollten, wenn sie hier bleiben würden. Seinem Ton nach zu urteilen, glaubte er anscheinend jedoch nicht so wirklich daran.
Die Tatsache, dass sie ein Stockwerk unter den anderen untergebracht war, erleichterte Primrose ein wenig und sie winkte schnell ab, als Paul anbot, sie noch zum Zimmer zu bringen. Als der Aufzug also in ihrem Stockwerk hielt, flüchtete sie beinahe heraus und eilte mit schnellen Schritten um die nächste Ecke, bevor sie ruhiger weiterging und relativ am Ende des Ganges ihre Zimmernummer fand. Problemlos schloss sie auf, trat in den Raum und ließ dann die Tür hinter sich ins Schloss fallen.
Auch wenn sich bereits die Müdigkeit bei der Blonden bemerkbar machte, nahm sie sich Zeit und legte nur ihre Handtasche auf einem kleinen, runden Tisch ab, bevor sie sich umsah. Das Hotelzimmer war gefühlt riesig und für drei Tage eigentlich vollkommen überflüssig. Wenn man von der Tür hineinkam, stand man in einem kleinen Flur, an dem sie rechts ihre Jacke an die drei silbernen Haken gehangen hatte. Die Wände waren hier in einem hellen Babyblau gehalten, wobei der Ton dunkler wurde, bevor er an der gegenüberliegenden Seite mit der großen Fensterfront fast schon schwarz endete. Zwei Schritte aus dem Flur herausgetreten, streckte sich der Raum zur beiden Seiten aus, wobei links um die Ecke die Tür zu einem Bad war, das sogar eine recht große Badewanne beinhaltete. Um die rechte Ecke stand wiederum ein bis zur Decke gehender Schrank aus dunklem Eichenholz, der beinahe größer war, als ihr eigener Zuhause. Die rechte Wand war noch mit einer Kommode geschmückt, neben dem eine hohe Stehlampe stand. Dahinter war ein Nachttisch und dann ein großes Doppelbett zu sehen. Die gegenüberliegende Wand hingegen zierten einige Bilder und schließlich ein großer Schreibtisch aus dem selben Holz, wie es der Kleiderschrank war. Ein Stück weiter mittig vor der Fensterfront stand letztlich noch ein halbrundes Sofa aus einem dunkelblauen Stoff. Trotz der dunkleren Farbgebung erschien das ganze Zimmer mit den vielen Deckenbeleuchtungen sehr groß und hell und man hatte beinahe das Gefühl, sich Unterwasser zu befinden.
So verlockend Prim die hellblaue Bettdecke auch erschien, zwang sie sich dazu, nach der kleinen Zimmererkundigung noch ihren Koffer zu öffnen und ihn auf die Kommode zu hieven. Ausräumen tat sie ihn jedoch nicht, sie lebte eigentlich immer nur aus ihrem Koffer und packte halt entsprechend. Stattdessen nahm sie das Buch aus ihrer Handtasche und legte es zusammen mit ihrem Tablet auf den Nachttisch. Erst dann setzte sie sich auf die Sofakante und rief schnell ihre Nachrichten auf dem Handy ab. Nachdem sie schnell die Discord-Benachrichtigungen durchgegangen war und ihrem Therapeuten den nächsten Termin für eine Videokonferenz bestätigt hatte, warf sie das Gerät aufs Bett und sah schnell auf ihre Uhr. Überrascht - aber auch durchaus glücklich - darüber, wie spät es schon war, ging Prim zu ihrem Koffer und zog ihr Necessaire und die Schlafsachen daraus, bevor sie ins Bad lief und kurz ein weiteres Mal über die Ausmaße staunte. Sie kannte gute Hotels von verschiedenen Tanz-Tourneen, doch so luxuriös wie dieses hier, waren sie nie gewesen. Seufzend nahm sie sich jetzt den Hut vom Kopf und zog sich die Bürste ein wenig durch die Locken, sodass sie nicht vollkommen verknoteten. Dann wickelte sie eben diese zu einem hohen Knoten ein und band den dann zusammen, bevor sie sich mit den Unterarmen auf dem Waschbecken abstützte und sich kurz regungslos das Wasser über die Hände liefen ließ. Der heutige Tag war schon zu viel für die Frau gewesen, die knapp zwei Jahre nicht mehr unter Menschen gekommen war, wie sollte das denn bitteschön weitergehen? Nach einem leisen Seufzen machte sie sich einfach zuende fertig und kroch dann endlich unter die fluffige Bettdecke, wo sie sofort die Augen schloss und erleichtert den Kopf in das Kissen sinken ließ. Kurz bevor sie schon eingeschlafen wäre, klopfte jemand laut an der Tür und rief nach ihr. Ohne auch nur den Ansatz davon zu zeigen, aufstehen zu wollen, rief sie nur ein "Was?" zurück und nach einigen Sekunden schien sich derjenige damit zufrieden zu geben.
"Wir gehen noch raus und suchen uns eine Bar, kommst du mit?", hörte Prim auch schon die bittende Stimme des Iren und seufzte müde. Sie wollte ihn nicht schon wieder enttäuschen, doch die Antwort wäre so oder so dieselbe gewesen und zumindest Liam musste Niall das auch schon gesagt haben, denn es kam nach ihrem "Nein, echt nicht." kein Protest mehr, sondern die Schritte und Stimmen verklangen. Mit den leiser werdenden Geräuschen fielen auch die Augen der Frau wieder zu und sie sank endlich in den ersehnten Tiefschlaf zurück.

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Es ist witzig, dass gerade jetzt per Zufallswiedergabe Same Mistakes kommt, aber ich will mich nicht beschweren :D
Wie immer geht der Dank für die Fehlerkorrektur an Sirine (deren Link ihr ja alle bereits haben müsstet, stattet ihr doch mal nen Besuch für mich ab xD), lots of love to you :3
Well, ich habe mich bis jetzt schon sehr über das Raten wegen des Shippings amüsieren können, ich bin immer offen für mehr Vermutungen!
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