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Don't forget to breathe.

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Mix
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
07.01.2021
30.05.2021
18
22.791
4
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.04.2021 1.763
 
We are gonna be starting up trouble
I know, I know, I know
Just getting my demons out, wouldn't ever doubt
Your beauty could start a war

~ Wolves (One Direction)

Primrose’s PoV:
„Ist es wirklich nötig, das jetzt zu fragen?“, meinte sie wiederum zum Lockenkopf und konnte nicht verhindern, dass ihr Tonfall wesentlich an Schärfe zugenommen hatte. Doch wen wunderte das schon, immerhin war er es dieses Mal, der alles wieder zerstörte. Prim hatte sich damit angefreundet ihnen eine Chance zu geben, solange sie ihr ihren Raum ließen, doch genau das tat Harry nicht, er hatte es von Anfang an nicht getan. Klar konnte die Blonde ihn von Anfang an nicht wirklich leiden, doch seitdem er sich weiterhin in ihre Vergangenheit eingemischt hatte, konnte sie sich nicht vorstellen, dass sich das so schnell ändern würde.
Während Zayn und Louis sich mit einem hörbaren Seufzen neben Liam auf die Couch fallen ließen, zog Styles die Augenbrauen zusammen und antwortete nicht weniger verärgert als sie: „Allerdings ist es das. Eine ehrliche Antwort beim ersten Mal hätte wohl auch gereicht, aber die hast du offensichtlich nicht gegeben.“
„Und was gibt dir das Recht mich deswegen zu verurteilen. Ich habe euch gesagt was ihr wissen musstet und keineswegs gelogen.“, schoss die Tänzerin zurück, im plötzlichen Verlangen sich zu verteidigen. „Warum sollte ich euch meine gesamte Lebensgeschichte erzählen, wenn ich dazu meinen Bruder habe.“
Ihr war selbst klar wie unfair es war, natürlich log er seine Freunde nicht an und Liam konnte allgemein nichts verschweigen, andererseits wusste sie, dass er ihr das nicht übel nehmen würde. Er kannte es, dass sie um sich schlug, wenn ihr jemand zu nahe trat und Styles hatte eine Tendenz dazu es mit jedem einzelnen Satz zu tun. Prim war das bewusst und daher verschwendete sie keinen Gedanken an eine Entschuldigung, selbst wenn das die Einstellung des Brünetten ihr gegenüber wahrscheinlich nicht bessern würde.
„Das beantwortet noch immer nicht die Frage.“, trotz der merklich aufstauenden Wut des Anderen merkte Primrose wie er sich zusammennahm bevor er weitersprach. Eine Beherrschung die sie widerwillig bewundern musste.
„Warum du nicht viel über deine Vergangenheit redest ist uns jetzt wohl allen klar, aber du hast etwas gegen uns speziell und es würde für alle die Tour erleichtern, wenn wir wüssten worum es dabei geht.“, stellte der Brünette in einem ruhigeren Tonfall klar und sie verzog frustriert das Gesicht. Jedoch bezog sich diese Frustration nun mehr auf sich selbst als auf den Größeren. Immerhin war Styles erwachsen genug um das Thema neutral anzugehen, während sie wie immer mit jeglichen Emotionen sofort überfordert war. Ihre Nerven waren inzwischen so empfindlich für jegliche Empfindungen, dass man ihre Art wohl normalerweise als wankelmütig bezeichnen könnte, wenn man die psychischen Gründe dafür außer Acht ließ.
Andererseits kam etwas anderes über sie, von dem sie nicht glauben konnte, dass es so war. Doch auf irgendeine Art und Weise beruhigte sie sein leiserer Ton und die Verständnis suchenden Worte so sehr, dass es auch Primrose selbst leichter fiel neutral zu antworten und sich etwas zu öffnen, wenn auch nur so weit, dass sie eine Erklärung versuchen konnte.
„Ihr seid so ziemlich die Ursache für alles, was ich nie wollte.“, fiel sie dann sofort mit der Tür ins Haus und erntete verwirrte Blicke von allen Leute. Fast eine Minute lang hüllte sie sich in komplettes Schweigen, bevor sie weitersprach.
„Meine Mum war früher nie so dahinter her, dass ich Tänzerin werden sollte. Ich habe Ballett einfach geliebt und sie hat mich darin unterstützt, damit ich Unterricht nehmen konnte. Auch als ich auf die Schule dafür wollte, war das kein Problem, sie wollte mich einfach glücklich machen. Deswegen durfte ich auch immer zu meinem Dad und habe viel Zeit mit ihm verbracht, wenn auch weniger mit seiner Familie.“ Kurz schweifte ihr Blick zu Liam und der nickte nachdenklich.
„Bis ich ungefähr 16 Jahre alt war, lief auch alles gut. Ich wollte selbst Tänzerin werden und habe in einem vernünftigen Maße trainiert. Natürlich war meine Freizeit eher begrenzt aber das war kein Problem für mich. Ich wollte mich einfach nur aus der Öffentlichkeit heraus halten und so nicht mit Liam in Verbindung gebracht werden. Aber dann hat er 2010 erneut am X-Factor teilgenommen und ist mit euch in die Band gekommen. Ich… ich kann nicht sagen wieso aber meine Mum hat ihm das übel genommen. Oder eher unserem Dad das übel genommen. Sie wollte irgendwann einfach nur noch, dass ich mehr erreiche als Liam und hat mich von einem Auftritt zum nächsten geschleppt. Ich hatte nicht mehr wirklich Zeit für irgendetwas anderes und auch meine Freunde vom Ballett konnten mich nicht wirklich leiden, weil ich zum Lehrerliebling wurde und sie mich immer bevorzugten. Wenn sie es nicht taten, überzeugte Mum sie halt.“ Während des Sprechens sah sie stur auf ihre Hände und spürte wie immer beim Gedanken an Vergangenes diesen Druck auf ihrer Brust, der ihr das Atmen und klar Sprechen erschwerte.
„Wir hatten keine Zeit mehr für etwas anderes, auch sie nicht. Sie hat nachts gearbeitet um mich tagsüber von einem Ort zum anderen zu bringen und ist nur mit Tabletten wach geblieben. Ihr wurde das ganze genauso zu viel wie mir aber es interessierte sie nicht, sie war einfach eifersüchtig dass der Sohn von der neuen Freundin meines Dads es zu mehr schaffen sollte als ich. Ich glaube sie hatte einfach das Gefühl, dass Dad sich nicht mehr wirklich für mich interessiert hat, sobald Liam so erfolgreich war. Und irgendwann war es soweit…“ Kurz brach die Stimme der Blonden, jedoch sprach sie so schnell weiter, dass es kaum auffiel.
„Es ging mir nicht gut, ich hatte mir eine Erkältung eingezogen und meine Mum wollte mich zu diesem verdammten Auftritt bringen. Wir haben im Auto gestritten, weil ich nicht mehr konnte aber auch nicht als Versagerin vor dem Royal Ballet darstehen sollte. Sie war sowieso müde und hat nicht mehr auf die hupenden Autos herum geachtet und ist dem Geisterfahrer nicht ausgewichen, der in uns hineingefahren ist. Und ja, es lag in meiner Verantwortung, dass sie gestorben ist, aber nicht, dass sie ihr eigenes Leben ruiniert hat.“
Es wirkte, als würde Primrose auf die Worte der Anderen warten, auf verteidigende Ausrufe, aber als nichts kam, redete sie selber weiter in gehetztem Tonfall.
„Mir ist klar, dass ich mich unfair euch gegenüber verhalte und es ist sicher nicht wirklich eure Schuld, aber i-ich kann einfach niemandem die Schuld geben und ihr wart die einzigen die ich beschuldigen konnte ohne sie dadurch zu verletzen. Es ist falsch, ich weiß, aber ich will einfach nur-“, bei den letzten Worten brach ihre Stimme erneut ab und sie spürte die verhassten, heißen Tränen über ihre Wangen laufen und auf ihre ineinander verschränkten Hände fallen, während sie den Kopf immer noch gesenkt hatte und die Lippen zu einem dünnen Strich zusammen presste. Kein Laut verließ Prim, sie wollte nicht die klirrende Stille zerbrechen, die sie selbst verursacht hatte.

Harry’s PoV:
Keiner von ihnen hatte es gewagt ein Wort zu sagen, nachdem sie ihre Erklärung beendet hatte, auch er nicht. Er hatte genau das gewollt, eine ehrliche Erklärung ohne etwas zurückzuhalten aber nun wusste er nicht was er sagen sollte. Als Prim dann noch anfing ihn und die Jungs zu verteidigen und zu versuchen zu erklären warum sie so dachte, schoss sein Blick hoch und zu den Anderen. Niemand hatte etwas gesagt – denn niemand verurteilte sie für den Gedanken. Liam’s Erfolg war der Auslöser dafür gewesen, dass all das passiert war und immerhin gab Primrose ihm ja nicht direkt die Schuld. Die ganze Situation zu der Zeit war mehr gewesen als jemand ertragen könnte und keiner von ihnen dachte nun schlecht von ihr. Doch mit einem Blick zu ihr war klar zu erkennen, dass sie es selbst war; sie dachte schlecht von sich. Auch wenn ihr Blick nach unten gerichtet war, war ihr ganzer Körper versteift und ihr Atem klang abgehackt. Er hatte die Wahrheit bekommen und sie hatte dafür zahlen müssen. Irgendwie wollte er diese Tatsache nicht akzeptieren, die Wahrheit war doch nur kurzer Schmerz im Vergleich zu alle den Lügen. Aber bei Rose war es anders; sie war anders. Also tat er, was er dieses Mal in seiner Verantwortung sah und öffnete selbst den Mund.
„Niemand hier gibt dir die Schuld für den Gedanken. Allein schon, dass du uns verteidigst ohne irgendein Wort unsererseits zeigt, dass du kein schlechter Mensch bist.“, seine Stimme zeigte wie immer die Aufgewühltheit in seinem Inneren, doch er blieb so neutral wie es ging und zeigte damit, dass er es ernst meinte.
Ihr verwirrter Blick traf auf seinen festen und augenblicklich nahm er die Tränen war die über ihre Wangen flossen. Bevor er sich jedoch rühren konnte, war Niall aufgesprungen, einfach zu ihr gegangen und hatte sie in den Arm genommen, auf seine unkomplizierte, herzliche Art und Weise. Und obwohl es jedes Mal wieder zu sehen gewesen war, dass sie Körperkontakt mied, erwiderte Primrose diese Umarmung fast sofort und vergrub stumm das Gesicht in der Schulter des Iren. Harry sagte nichts, auch wenn ihn ein ungutes Gefühl durchzuckte. Das war wahrscheinlich, was sie gerade brauchte, die physische Bestätigung seiner Worte.
„Du kannst uns ruhig öfter ehrlich sagen was dein Problem ist.“, meinte nach einer Weile Niall selbst und löste sich ein Stück aus der Umarmung um die Tänzerin anzusehen. Harry murmelte zustimmend, bevor der Andere fortfuhr.
„Es mag sein, dass dich immer viele verurteilt haben und keiner kann die Vergangenheit ändern. Aber wir werden dich nicht einfach so verurteilen und ich denke wir wollen dir alle helfen.“
Harry sah wie sich ein kleines, fast zaghaftes Lächeln auf die Lippen der Frau schlich, während sie in die Gesichter der Fünf sah und nichts als Zustimmung erkennen konnte. Also richtete auch er noch einmal das Wort an sie und versuchte es mit einem Versprechen.
„Du kannst dich auf uns verlassen, Rose.“

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Uff, dieses Kapitel war ein Haufen Arbeit…
Prim hat sich ziemlich geöffnet und auch ihr Vertrauen in die Jungs ist wohl mehr geworden, auch wenn sie mit Liam und Harry wahrscheinlich eher auf keinen grünen Zweig gekommen ist xD Aber wozu gibt es denn die andern Drei :D
Wie schon mal erwähnt hat die Story eigentlich mehr als zwei Genres und wird in den nächsten Kapiteln ein wenig in Richtung Humor gehen, mal sehen wie sehr.
Oh und bevor ich mich verabschiede – ich würde mich gerne über noch mehr Rückmeldungen freuen, egal ob zum Schreiben oder zur Story an sich, ich bin mir immer noch nicht sicher ob euch die Story tatsächlich gefällt xD
All the love ;3
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