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Die 71. Hungerspiele - Möge das Glück stets mit euch sein!

von PrimSnow
GeschichteSci-Fi, Action / P12 / Gen
Cashmere Glimmer Gloss OC (Own Character) Seneca Crane
06.01.2021
26.01.2021
5
3.165
 
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06.01.2021 524
 
Ich schrecke hoch, mein Wecker klingelt. Eilig schalte ich ihn stumm und quäle mich aus dem Bett. Ich ziehe mir den roten Kapuzenpullover der Trainingsakademie an und renne in die Küche. Ich sollte mich nun wirklich beeilen, kann es aber einfach nicht lassen mir einen Kaffee zu machen und ein Brot zu toasten.
Zwanzig Minuten später jogge ich zur Akademie. Heute ist der letzte Tag vor der Ernte, und ich möchte unbedingt in die Hungerspiele ziehen. Für uns in Distrikt 1 ist es eine große Ehre teilzunehmen, und oft gewinnt auch einer von uns. Denn bei uns melden sich nur gute Kämpfer, die mindestens 16 Jahre alt sind freiwillig. In den Distrikten 2 und 4 läuft es ganz ähnlich, weil 1, 2 und 4 reichsten Distrikte sind. Deshalb können wir trainieren und schlagen die anderen Tribute aus ärmeren Distrikten wie 12. Sie nennen uns deshalb Karrieretribute, aber das ist uns egal, denn kurz darauf schlachten wir sie ab.
Eine Mädchenstimme holt mich aus meinen Gedanken. „Indigo, Indigo! Warte!“, Glimmer, ein kleines 12-jähriges Mädchen läuft mir hinterher. Sie ist in ihrer Altersgruppe die beste und eine gute Freundin meiner Schwester Amber. „Wie geht es deiner Schwester? Sie hat mir gestern erzählt, dass du dich morgen melden möchtest, ich bewundere dich dafür wirklich!“
Glimmer läuft mir immer hinterher, sie will auch einmal in die Hungerspiele und ist sehr überzeugt von sich. Ihr Vater ist Trainer für Schwertkampf und Bogenschießen, deshalb trainiert sie seit sie klein ist und nicht wie wir anderen erst seit wir 12 sind. Ihre Mutter arbeitet in einer Manufaktur für Schmuck als Verkäuferin. Unsere Mütter sind gut befreundet und kennen sich von ihrer Ausbildung in Modedesign. Meine Mutter hat eine kleine Boutique und verkauft hauptsächlich an die Distriktbewohner.
„Meiner Schwester geht es gut!“, antworte ich genervt und verschwinde auf die Schultoilette. Ich blicke in den Spiegel und sehe eine junge Frau, blonde lange Haare wellen sich über ihre Schultern und blaue Strähnchen sind in ihren Haaren eingeflochten. Ihre Augen sind in einem satten blau und leuchten gerade zu und ist ein wenig größer als die anderen Mädchen. Andere Leute würden sie als schön bezeichnen, aber ich mag mich nicht. Ich werde als arrogant, oberflächlich oder dumm abgestempelt. Dabei bin ich intelligent und stark und mutig.
Ich spritze mir Wasser ins Gesicht und renne zum Schließfach. Wenn ich pünktlich zum Fechten will, sollte ich mich nun wirklich beeilen. Gerade noch schaffe ich es mich umzuziehen als unser Coach Gloss ankommt. „Heute möchte ich mit euch über die Hungerspiele reden.“, sagt er und setzt sich auf den Boden.
Lange diskutieren wir. Über alles wird geredet, über Ehre, Ruhm und Reichtum. Er erklärt uns grundlegende Dinge, wie wir Feuer machen, wie wir Fleisch zubereiten, wie wir Wasser filtern. Ich weiß das alles, ich habe nicht umsonst seit Jahren bei ihm Survivaltraining.
Plötzlich schaut er ernst und seufzt. „Wieso wollt ihr teilnehmen?“, fragt er. Ohne zu überlegen schießt meine Hand nach oben. „Indigo?“, er blickt mir traurig in die Augen. Ich möchte ihn nicht enttäuschen, er ist einer meiner Lieblingscoach und ohne zu überlegen antworte ich: „Weil ich beweisen möchte, dass ich eine Siegerin bin.“
 
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