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der Anruf

GeschichteHorror / P16 / Gen
05.01.2021
05.01.2021
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05.01.2021 821
 
Es war ein normaler Tag. Heute ist Freitag aber nicht irgendein Freitag. Es ist der Freitag, wo meine Eltern wegfahren und ich bis Sonntag alleine zu Hause bin. Fast ein ganzes Wochenende ohne Eltern, ohne Regeln. Und nein, ich werde keine Party veranstalten, ich werde es mir einfach mal gemütlich machen und alles machen, was ich will.

Meine Eltern sind nicht streng, aber es gibt Regeln, die mir einfach auf die Nerven gehen, aber nicht heute und nicht morgen. Endlich kann ich alles machen.

Die Schule ist endlich vorbei und ich gehe mit meinen Freundinnen aus der Schule. Wir quatschen noch etwas und verabschieden uns dann. Eigentlich fahren meine Eltern nie ohne mich weg, aber diesmal war es eine kurzfristige Entscheidung. Na gut sie habe keine andere Wahl, sie müssen zu meiner Tante nach München und ihr bei irgendetwas helfen. Und da wollte ich nicht mit.

Ich komme zu Hause an und meine Eltern sind noch am Sachen packen.

-am späten Nachmittag-

Wir haben noch zusammen gegessen und jetzt verabschiede ich mich von meinen Eltern. ,,Pass gut auf dich auf." ,,Ja das werde ich." ,,Du kannst deinen Vater zu jeder Zeit anrufen, nur keine Scheu." ,,Ja doch, ich weiß." Mama kann echt theatralisch sein. Tja ich bin halt immer noch ihr Baby, auch wenn sie weiß, dass ich schon 17 bin. Nach weiteren Minuten verschwinden sie aus der Tür und ich bin alleine. Ich renne zum Fenster und schaue, ob sie auch wirklich losfahren. Der Motor startet und das Auto bewegt sich endlich aus der Einfahrt. Sie fahren die Straße lang und entfernen sich immer weiter.

Sturmfreie Bude! Ich renne in die Küche und bereite mir Snacks vor. Heute gibt's einen Fernsehabend. Es soll ein guter Horrorfilm kommen und ansonsten gibt es ja noch Netflix und YouTube also von daher.

Es ist 20:47 Uhr und draußen leuchten nur noch die Straßenlaternen. Schon gruselig noch dazu, wenn man einen ziemlich guten Horrorfilm schaut. Ich schaue gerade den Film, als ich mich plötzlich beobachtet fühle. Irgendetwas schreit in mir, aber ich weiß nicht wieso. Im Film erscheint gerade eine Gestalt und nebenbei klirrt in unserem Haus irgendetwas. Ich erschrecke mich so dermaßen, dass ich laut aufschreie und meine Snacks fallen lasse.

Mit zittrigen Beinen stehe ich vom Sofa auf und schaue mich um. Was war das? Meine Angst steigt unwillkürlich, obwohl ich nicht einmal weiß warum. Vorsichtig laufe ich in jeden Raum des Hauses. Ich mache alle Lichter an und finde nur eine Schüssel in der Küche auf dem Boden. Na gut jetzt mach dir mal nicht wegen einer verdammten Schüssel in die Hose.

Ich gehe zurück zum Wohnzimmer. Am Fenster sehe ich eine Gestalt vorbei huschen. Okay beruhige dich, das war nichts, rein gar nichts! Doch meine Panik steigt. Ich sollte keine Horrorfilme mehr alleine schauen. Ich setze mich wieder aufs Sofa und beruhige mich etwas, doch ich komme nicht gänzlich zur Ruhe.

Die Stunden vergehen und plötzlich klingelt das Telefon. Ich schaue auf die Uhr. Es ist 24:23 Uhr. Wer ruft denn bitte jetzt noch an? Ich gehe Schnellen Schrittes zum Telefon. Ich nehme den Hörer. ,,Hallo?" Ich kann nichts hören, nichts außer einen Atem und plötzlich ertönt ein schrilles Lachen. Mir läuft es kalt den Rücken runter. Es legt auf und lässt mich noch ängstlicher und verwirrter als vorher zurück. Und jetzt?

Ich stehe wie angewurzelt neben dem Telefon. Plötzlich höre ich wieder diese Geräusche. Ein Poltern, ein Klirren ein Ausatmen. Meine Panik steigt ins unermessliche. Am Fenster huscht wieder ein Schatten vorbei.

Ich schließe meine Augen und atme tief ein und aus. Ich schaffe das. Ich öffne meine Augen und renne ins Wohnzimmer. Dort angekommen schnappe ich mir mein Handy, die Schlüssel und renne zur Haustür, doch vor der Tür erscheint ein Schatten, eine schwarze Gestalt, die ich nicht einschätzen kann. Ich weiche zurück und renne ins Wohnzimmer. Da angekommen gehe ich zum Fenster und öffne es vorsichtig. Ich klettre raus und renne los.

Ich renne einfach immer weiter, ohne mich umzuschauen. Dich ich höre wieder diese Geräusche hinter mir. Dummerweise schaue ich nach hinten und erkenne wieder diese Gestalt. Sie scheint nach mir zu rufen, obwohl sie keinen Laut macht, außer ihr bedrohlicher Atem.

Tollpatschig wie ich bin, stolpre ich und lande auf der Straße. Ängstlich versuche ich aufzustehen, doch ich bin wie gelähmt. Die Gestalt steht nun direkt vor mir. Ihre roten Augen durchbohren meine. Sie beugt sich zu mir runter und ihr Atem streift meine Wangen.

Ich schreie.

Im nächsten Augenblick schrecke ich panisch und schweißgebadet in meinem Bett hoch. Ich schaue mich um, doch entdecke nichts. Ich lege meine Hand auf meine Beust um mein schnell schlagendes Herz zu beruhigen. Schnell greife ich zu meinem Handy. Es war also nur ein Traum. Es ist 3 Uhr morgens. Aber halt, es ist Freitag, heute fahren meine Eltern.

War das eine Warnung? Oder nur ein dummer Traum?
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