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Ein Umzug und seine Folgen

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Kazuya Yanagiba OC (Own Character)
05.01.2021
05.01.2021
5
6.932
1
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05.01.2021 1.080
 
Diese Geschichte habe ich für Vilu geschrieben. Ich hoffe du magst sie!
Die Charaktere von Wedding Peach gehören nicht mir. Ausschließlich der Inhalt stammt aus meiner Feder.

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Endlich da! Nach drei Stunden Fahrt sind wir an unserem neuen Zuhause angekommen. Es ist mein letztes Jahr an der Oberstufe und meine Eltern hatten den grandiosen Einfall, noch einmal umzuziehen… Na klar! Ich muss allerdings sagen, dass neue Haus ist wirklich wunderschön und auch die Stadt ist wirklich idyllisch. Ich denke, hier werde ich eine gute Zeit haben.

„Lin kommst du? Wir wollen auspacken.“ Mein Vater stupst mich liebevoll mit der Schulter an weil ich schon wieder nur am Träumen bin. Meine Eltern sagen immer ich würde oft in meiner eigenen Welt leben. Aber Träumer regieren irgendwann mal die Welt! Man muss doch immer positiv bleiben.

Ich räume meine Sachen aus dem Umzugswagen aus als mir eine Gruppe Schüler auffällt. Ihre Schuluniform erinnert mich an meine neue Uniform. Wahrscheinlich gehen sie auf dieselbe Schule wie ich. Sie lachen und scherzen ausgelassen miteinander. Da sind drei wunderschöne Mädchen, eine mit ungewöhnlich rosafarbenen Haaren, die zweite ist groß und brünett und die dritte scheint sehr sportlich zu sein und hat kurze blonde Haare. Hinter den drei Mädchen laufen zwei Jungs und amüsieren sich scheinbar über etwas, dass das rosahaarige Mädchen gesagt hat. Der Brünette Junge schlingt seinen Arm um das Mädchen und gibt ihr einen Kuss auf die Wange. Die scheinen offensichtlich ein Paar zu sein. Mir fällt aber am meisten der blonde Junge auf. Er ist groß und scheint auch sehr sportlich zu sein. Sein Blick ist sanft und ein leicht amüsiertes Glitzern liegt in ihnen.

Er wirkt irgendwie älter als die Anderen. Reifer. Sein Blick schweift von der Gruppe ab und trifft wie durch Zufall meinen. Da erst bemerke ich, dass ich sie die ganze Zeit unverhohlen angestarrt habe.
Sofort laufe ich puterrot an. Der Junge jedoch lächelt mich freundlich an und wendet sich dann wieder seinen Freunden zu.
„Na was gibt’s denn da zu sehen?“ Meine Mutter hat sich von hinten an mich heran geschlichen. Ihr plötzliches Auftauchen erschreckt mich zu Tode. „Musst du dich so an mich ranschleichen? Ich krieg noch nen Herzinfarkt!“ Und wirklich rast mein Herz wie verrückt. Allerdings bin ich mir nicht so sicher woran das nun wirklich liegt.

„Was heißt hier ranschleichen? Ich stehe seit zwei Minuten hier rum und versuche dich anzusprechen. Aber du warst mal wieder zu sehr in deiner Traumwelt versunken oder lag das an dem hübschen jungen Mann der gerade vorbei gegangen ist?“ Sie zwinkert mir zu und ich spüre sofort wieder die Hitze in mir aufsteigen. „Keine Ahnung wovon du sprichst!“ Schnell schnappe ich mir eine weitere Kiste und renne fast schon ins Haus. Im Hintergrund höre ich meine Mum laut lachen. Gemeinheit!

Am Abend bin ich ganz schön geschafft. Die lange Fahrt und das viele Schleppen. Morgen habe ich bestimmt ordentlichen Muskelkater. Ich entschließe mich noch eine Weile die Gegend zu erkunden. Ein ruhiger Spaziergang wird mir sicher gut tun und ich lerne gleich noch ein bisschen mein neues Zuhause kennen.
„Mum, Dad, ich gehe noch ein wenig spazieren. Hab mein Handy dabei!“ Ich luke kurz in die Küche wo meine Eltern noch fleißig auspacken. „Viel Spaß Schatz aber mach nicht zu lange. Morgen ist Schule.“ Ich verdrehe gespielt die Augen. „Als ob ich das Vergessen könnte.“ Frech strecke ich Ihnen noch die Zunge raus und schon bin ich weg.

Die Abendluft ist klar und kalt. Der Winter hat Einzug gehalten und die ersten Flocken sind auch schon gefallen. Ich liebe diese Jahreszeit. Der Schnee lässt immer alles so rein und unschuldig aussehen. Die kalte Luft kribbelt so in der Nase und es ist viel stiller als sonst. Für jemanden der gerne vor sich hinträumt die perfekte Jahreszeit. Und außerdem steht Weihnachten bald vor der Tür. Ich bin kein Fan von Geschenken aber mit meiner Familie gemütlich um den Baum herum zu sitzen, Plätzchen zu essen und alte Geschichten auszutauschen, dass macht Weihnachten für mich erst zu etwas Besonderem.

Dick eingepackt schlendere ich durch die Gegend. Vor mir erscheint ein Park der sehr einladend aussieht. Der sieht im Schnee bestimmt traumhaft aus. Eine kleine Runde geht schon noch, es ist ja noch nicht so spät. Ich biege vom Weg ab und betrete den Park. Es ist fast schon unheimlich still. Niemand ist unterwegs und auch die Tiere haben sich schon in den Winterschlaf verabschiedet. Ich schlendere noch eine Weile vor mich hin als ich plötzlich ein lautes Krachen vernehme. Kurz vor mir lichtet sich die Baumreihe und ich erkenne eine Gruppe Menschen. Sie springen aufgeregt umher und plötzlich explodiert der Weg direkt vor ihnen.

Ich verstecke mich hinter einem Baum und beobachte das Geschehen. Eine merkwürdige Kreatur greift drei Frauen an. Sie sehen ungewöhnlich aus. Jede von Ihnen trägt ein… ist das ein Brautkleid? Was ist denn hier los?
In Null-Komma-Nichts verwandeln sich die Frauen in kämpfende Engel und besiegen in Windeseile das Monster. Zwei Männer gesellen sich zu Ihnen und beglückwünschen die Frauen für Ihren Sieg.

Einer der Männer sieht dem Monster ein bisschen ähnlich, der andere hingegen erscheint mir eher wie ein Engel. So richtig kann ich gar nicht fassen was meine Augen da gerade mitangesehen haben.
Monster, Engel… ich glaube ich träume schon wieder.
Der schöne Engel scheint mich bemerkt zu haben, denn sein Blick schweift in die Baumreihe in der ich mich verstecke. Sofort husche ich weiter hinter den Baum. Hoffentlich hat er mich nicht gesehen.

Schnellen Fußes renne ich ungesehen aus dem Park und auf direktem Weg wieder nach Hause. Völlig erschöpft schließe ich die Haustür hinter mir und lehne mich erschöpft dagegen. War das real?

Ich höre wie meine Eltern sich im Wohnzimmer über etwas amüsieren. Ihre Stimmen beruhigen mich etwas, sodass ich langsam wieder runterfahre. Es gibt bestimmt eine logische Erklärung dafür. Ganz bestimmt. Ich ziehe meine Sachen aus und versuche nicht mehr an diesen Vorfall zu denken. Meine Eltern schauen einen Film im Fernsehen und ich denke, das wird mich sicherlich auf andere Gedanken bringen. Irgendwann bin ich wohl eingeschlafen. Mein Dad hat mich scheinbar ins Bett gebracht, denn als ich aufwache liege ich warm eingekuschelt unter meiner Decke.
Ich habe von diesem Kampf geträumt und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, diese Menschen schon einmal gesehen zu haben.

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es bereits 6 Uhr morgens ist. Also kann ich auch gleich aufstehen und mich fertig machen. Der erste Schultag wartet!
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