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Liebe Reloaded

GeschichteRomance / P18 Slash
Borussia Dortmund
04.01.2021
20.01.2021
12
37.816
11
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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13.01.2021 4.447
 
Der Wecker riss Mats am nächsten Morgen aus dem Schlaf. Er fühlte sich gut, glücklich - aber es dauerte einen Moment, bis ihm klar wurde, warum Johann!

Sie hatten sich geküsst! Und geredet. Und heute Abend würden sie sich wieder treffen, diesmal bei Johann zu Hause.

Heute Abend würde es sicher nicht bei zwei unschuldigen Küsschen bleiben. Nein, es würde nicht zum Äußeren kommen, jedenfalls wollte er es nicht darauf anlegen, aber ein paar Küsse mehr waren schon drin.

Natürlich mussten sich auch noch einiges besprechen, aber sie waren drei Jahre getrennt gewesen.

Sie würden schon eine gute Mischung finden.

Aber dafür würde er jetzt erstmal aufstehen müssen.

Er hatte einen langen Tag vor sich, mit Training, individuell und mit der Mannschaft, und einigen weiteren Terminen.

Aber die Belohnung würde abends auf ihn warten, also würde er das alles mit einem Lächeln hinter sich bringen.

Das Lächeln würde er heute nicht aus dem Gesicht kriegen.

Gut gelaunt ging er duschen, zog sich an und frühstückte dann.

Danach ging es ab zum Verein, wo er gleich wieder laufen ging. Diesmal aber nicht, um sich abzulenken, sondern weil es einfach guttat.

Marco gesellte sich zu ihm, grinste ihn an, sagte aber nichts weiter.

So liefen sie also schweigend, während nach und nach die anderen Spieler eintrudelten.

Irgendwann schloss Marcel zu ihnen auf. „Was war denn gestern Abend los?“ fragte er Mats.

„Ich habe spontan Besuch bekommen.“

„Ah ok“, sagte Marcel. „Cathy und der Kleine?“

„Nee. Johann.“

„Johann?“ fragte Marcel überrascht. „Was will der denn? Ich wusste gar nicht, dass ihr noch Kontakt habt.“

„Nee, wieder. Wir haben uns neulich zufällig getroffen und jetzt ausgesprochen.“

„Aha“, machte Marcel. „Wollt ihr euch jetzt wieder häufiger sehen?“

„Ich denke schon.“ Irgendwas in Mats sträubte sich dagegen Marcel alles zu erzählen.

„Warum?“

„Warum nicht? Wir haben uns immer gut verstanden. Ja, die Trennung war richtig scheiße, aber… vielleicht kriegen wir es ja wieder hin.“

„Aber du hast doch jetzt Cathy und Ludwig.“

„Nicht hier. Und das eine schließt das andere nicht aus.“

Zum Glück ertönte in diesem Moment ein Pfiff und rief sie zum eigentlichen Training zusammen. Aber Mats konnte Marcel ansehen, dass das Thema noch nicht erledigt war.

***

Nach dem Training hielt Mats sich vorsichtshalber eher an Marco, der sich mit ihm freute. Das tat einfach gut.

Marcel war noch nie ein Fan von Johann gewesen, auch wenn Mats den Grund dafür nicht wusste.

Vielleicht sollten sie sich mal aussprechen, aber nicht jetzt. Aktuell hatte er genug Aussprachen hinter sich gebracht.

Im Moment wollte er nur genießen und sich auf den Abend mit Johann freuen.

Marco machte es ihm auch leicht – nach dem Duschen machten sie es sich gemeinsam gemütlich, und Mats sollte detailliert von dem Abend erzählen.

„Du hast aber ganz schön auf dem Schlauch gestanden“, grinste Marco.

„Ich habe es überhaupt nicht geahnt, mich nicht mal getraut es zu ahnen.“

„Ist ja auch schon ziemlich unglaublich, dass Johann dir nach drei Jahren wirklich noch ne Chance gibt.“

„Ich habe das auf jeden Fall nicht verdient.“

„Es ist ziemlich blöd gelaufen, aber wenn Johann dir das vergeben kann, freut mich das für euch.“

„Er meint, er arbeitet noch dran, aber das wird schon.“

„Lasst euch Zeit und redet vor allem miteinander“, sagte Marco. „Alles andere müsst ihr selbst wissen. Ich kann beide Seiten verstehen. Außerdem... solltest du irgendwann auch Cathy in das ganze einweihen.“

„Ja, das mit dem Reden, das war damals ja das Problem, das will ich unbedingt besser machen. Und Cathy, mit der rede ich auch bald.“

„Na dann sieht das doch alles gut aus. Jetzt musst du nur Marcel beruhigen“, grinste Marco.

„Na, besten Dank auch…“

„Sorry, aber das kann ich dir auch leider nicht abnehmen.“

„Ich weiß. Aber ich freu mich nicht drauf. Und heute werde ich das ganz bestimmt nicht machen – würde mir nur die Laune verderben.“

„Musst du ja auch nicht. Übermorgen sind wir eh im Hotel, da kannst du ja in Ruhe mit Marcel reden.“

„Und hoffen, dass er mich beim Spiel hinterher nicht abschießt…“

„Marcel ist besorgt und er mag Johann halt nicht. Aber er wird deine Entscheidung akzeptieren müssen. Du bist alt genug um zu wissen was du willst.“

„Bist du sicher, dass Marcel das auch so sieht?“

Marco zuckte mit den Schultern. „Nicht unbedingt, aber er wird damit leben müssen.“

„Ja, das muss er. Und ich fänds echt schön, wenn er sich wenigstens für mich freuen würde.“

„Wird schon“, meinte Marco.

„So, und jetzt zu was Schönerem – Essen zum Beispiel.“

„Gute Idee, mein Magen knurrt.“

„Hier? Oder essen gehen?“

„Ich würde fast sagen, dass wir hierbleiben. Keine Lust jetzt noch groß rumzufahren.“

„Klar, dann lass uns mal rübergehen und gucken, was es so gibt.“

Marco nickte und folgte Mats in die großzügige Kantine.

Sie holten sich etwas zu essen und suchten sich dann einen Tisch etwas abseits.

Marcel saß schon mit den beiden Julians an einem Tisch, so das Mats weiterhin seine Ruhe hatte.

Irgendwie erleichterte ihn das, dabei war Marcel eigentlich ein guter Freund.

Aber das Thema Johann war einfach ein Schwieriges, zumindest für Marcel.

Nach dem Essen blieben sie einfach gemütlich sitzen und erzählten, bis sie zum zweiten Training gerufen wurden.

Mats spürte, wie im Laufe des Trainings das leichte Kribbeln in seinem Magen stärker wurde, obwohl es ja noch dauern würde, bis zum Treffen mit Johann am Abend.

Auch während seiner weiteren Termine steigerte sich das Kribbeln, und er war aufgeregt wie vor einem Date, als er endlich das Trainingsgelände verließ.

Sie waren für 19 Uhr verabredet, also musste er noch immer jede Menge Zeit totschlagen.

Er fuhr erstmal nach Hause und machte sich fertig, schließlich wollte er Johann in vernünftig gepflegten Zustand unter die Augen treten. Dann räumte er ein wenig auf und überlegte dann, was er ihm mitbringen konnte.

Kurzerhand setzte er sich wieder in seinen Wagen und fuhr in die Innenstadt. Er kannte Johann zum Glück gut genug und wusste, was der gern mochte.

Schokolade, damit konnte man Johann immer kriegen, edle Tafeln oder besondere Pralinen, Nicht zu oft, damit sie etwas Besonders blieben, aber das war ja ein besonderer Anlass.

Er kaufte eine kleine Tüte mit Pralinen, die er selbst zusammenstellte. Dunkle und Vollmilch, aber keine weißen.

Darüber würde Johann sich bestimmt freuen. Jetzt war es endlich spät genug um zu Johann zu fahren.

Mats warf einen kurzen Blick auf die Adresse, die Johann ihm gestern geschickt hatte und fuhr dann zielstrebig los.

Er kannte die Straße, die Hausnummer würde er auch noch finden. Die Wohnung befand sich in der Nähe der Innenstadt in einer dennoch recht ruhigen Ecke mit einigen Bäumen an der Straße.

Er fand einen Parkplatz und musste dann noch ein paar Meter zu Fuß gehen, bis er die richtige Hausnummer fand.

Mit seinem Pralinentütchen in der Hand klingelte er bei Johannes.

Der Summer ertönte sofort, fast als hätte Johann neben der Tür auf ihn gewartet.

Mats eilte die Treppe hoch, im zweiten Stock wohnte Johann.

Johann lehnte in der Tür und begrüßte ihn mit einem strahlenden Lächeln. „Hey Mats.“

„Johann“, strahlte auch Mats ihn an.

„Komm rein“, sagte Johann und griff nach Mats Hand um ihn mit sich in die Wohnung zu ziehen.

Die Tür fiel hinter Mats ins Schloss.

„Schön, dass du hier bist“, sagte Johann.

„Ich find’s so schön, dass ich hier sein darf.“

Johann trat dicht an ihn heran und gab ihm einen kurzen, sanften Kuss.

Genießerisch schloss Mats die Augen, aber da löste sich Johann schon von ihm.

„Komm rein, das Essen ist fast fertig.“

„Es riecht schon so gut - was gibts denn?“

„Na was wohl?“ fragte Johann lachend.

„Du hast Spaghetti Carbonara gemacht?“ Mats liebte dieses Gericht, besonders, wenn Johann es machte.

„Klar“, sagte Johann lächelnd.

„Ich liebe deine Carbonara.“

„Das habe ich nicht vergessen“, sagte Johann und zog Mats mit sich in die Küche.

„Ich habe auch was nicht vergessen“, erklärte Mats leise und hielt Johann die kleine Tüte hin.

„Danke“, sagte Johann mit strahlenden Augen.

Mats lächelte ihn an und küsst ihn kurz auf die Lippen.

„Erst essen“, wisperte Johann.

„Okay, erst essen, dann Nachtisch“, grinste Mats ihn an und setzte sich an den Tisch. Es war schon fertig aufgedeckt Johann mischte jetzt nur noch die Spaghetti mit der Sauce und stellte eine große Schale auf den Tisch.

Mats übernahm es, ihnen beiden aufzufüllen. „Dann lass es dir schmecken“, sagte Johann.

„Danke du dir auch.“

Hungrig machten sich die beiden über die Nudeln her.

Sie waren köstlich, so, wie Mats sie von Johann kannte.

Beide nahmen sich noch eine kleine Portion nach, aßen jetzt aber deutlich langsamer. „Wie war das Training?“ fragte Johann zwischen zwei Bissen.

„Anstrengend, aber gut. Und Marco freut sich total für uns.“

„Ist ein netter Kerl der Marco.“

„Oh ja, das ist er. Ein wirklich guter Freund.“

„Ich sollte ihn noch anrufen und mich für vorgestern entschuldigen“, meinte Johann. „Er hat es ja nur gut gemeint mit seinem Versuch uns zum reden zu bringen.“

„Mach das ruhig, aber er hat uns das schon verziehen. Er hat dann ja doch sein Ziel erreicht - und mehr.“

„Weiß ich, aber ich fühl mich dann besser“, sagte Johann lächelnd.

„Dann mach das, er freut sich sicher das noch mal von dir zu hören.“

Johann nickte und schob seinen Teller zur Seite. „Ich bin satt.“

„Ich auch - habe mal wieder zu viel gegessen, wie immer bei deinen Spaghetti.“

„Von Nudeln isst man immer zu viel.“

„Ja, man macht aber auch immer zu viel“, meinte Mats nach einem Blick in die Schüssel.

„Du siehst das falsch“, grinste Johann. „Das ist vorausschauendes Kochen. Damit man gleich für zwei Tage was hat.“

„Okay, aber das reicht nicht mehr für uns beide.“

„Hm... stimmt. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen.“

Mats lächelte leicht und griff nach seiner Hand.“

Johann schob seine Finger zwischen die von Mats und erwiderte das Lächeln.

„Es ist so schön mit dir. Wieder.“

„Ich habe dich wirklich vermisst Mats.“

„Ich dich auch, auch wenn ich mir das nicht eingestehen wollte.“

Johann nickte. „Ich weiß, wir müssen noch über einiges reden, aber... muss das heute Abend sein?“

„Nein, das muss nicht heute sein. Wir sollten das auch langsam nach und nach machen.“

„Dann... räumen wir das hier kurz zusammen und gehen dann ins Wohnzimmer?“ schlug Johann vor.

„Und du zeigst mir deine Wohnung?“

„Klar, erst die Führung, dann die Couch.“

„Also auf mit uns“, nickte Mats und stand auf. Schnell hatten sie abgedeckt und die übrigen Nudeln in den Kühlschrank gestellt.

Dann griff Johann nach Mats Hand und zog ihn aus der Küche.

„Den zweitwichtigsten Raum kennst du ja schon - die Küche. Der wichtigste ist hier.“ Er öffnete eine Zimmertür und ließ Mats einen Blick ins Schlafzimmer werfen.

„Du hast sogar nen kleinen Balkon“, sagte Mats.

„Ja, und einen schönen Baum davor. Aber ich muss gestehen, meist nutz ihn nur zum Wäschetrocknen.“

„Dann hat er aber doch einen guten Nutzen. Frisch gewaschene, luftgetrocknete Bettwäsche ist was Schönes.“

Johann lachte. „Klar, dass du gleich an Bettwäsche denkst, Lustmolch!

Mats grinste. „Wer hat denn das Schlafzimmer grade als wichtigsten Raum bezeichnet?“

„Öhm“, machte Johann, dann lachte er leise.

„Das Bett ist neu, oder?“ fragte Mats.

„Ja, ich.... Ich bin umgezogen, so ein halbes Jahr, nachdem du gegangen warst. Ich wollte das alte Bett nicht mitnehmen.“

Mats nickte. „Ich hoffe, dass hier ist ähnlich bequem?“

„Ja, ist es“, lächelte Johann.

„Dann ist ja gut“, grinste Mats zurück.

„Wir werden es schon noch ausprobieren.“

„Das hoffe ich doch. Ich mein, bei mir steht ja auch noch ein Bett, das wir ausprobieren müssen.“

„Ist das denn auch bequem?“

„Es ist nicht schlecht. Aber bisher habe ich da nur allein drin geschlafen. Das muss also einem ausführlichen Test unterzogen werden.“

„Cathy war noch nicht hier in Dortmund?“, fragte Johann verwundert nach.

„Doch klar“, sagte Mats. „Aber sie schläft im Gästezimmer, wenn sie hier ist.“

„Oh“, machte Johann überrascht.

Mats grinste schief.

„Getrennte Schlafzimmer…“, murmelte Johann.

Mats nickte. „Wie gesagt, sie hat einen Freund…“

„Kennst du ihn?“

„Nein. Vielleicht, wenn es wirklich was Ernstes mit ihm ist und er auch Ludi kennenlernen soll, aber bis dahin ist das nicht nötig.“

Johann nickte, so ganz konnte er sich das offenbar nicht vorstellen.

„Wollten wir heute das Thema nicht ruhen lassen?“ fragte Mats und zog Johann an sich.

„Ja, wollten wir. Wir haben nur noch den Raum, dann geht’s ab ins Wohnzimmer.“

„Sehr schön“, sagte Mats lächelnd.

„Also – hier das Bad, klein, aber immerhin mit Wanne.“

Mats nickte. Eine Badewanne war ihnen beiden wichtig. Auch in seiner neuen Wohnung hatte er zum Glück eine.

„So, und dann das Wohnzimmer.“ Wie die ganze Wohnung war auch dieses Zimmer eher klein, aber gemütlich eingerichtet und auf jeden Fall ausreichend für eine Person.

Johann hatte auf dem Wohnzimmertisch schon Gläser und eine Flasche Wasser bereitgestellt und zog Mats jetzt zum Sofa.

Das Sofa hatte Johann schon in der alten Wohnung gehabt, und Mats erinnerte sich nur zu gut daran, was sie darauf alles getan hatten.

„Komm setz dich“, sagte Johann.

Sofort nahm Mats Platz und zog Johann mit sich.

Lachend ließ sich Johann neben ihn fallen und schmiegte sich dabei gleich an seine Seite.

„Schön so“, meinte Mats, als er Johann einen Arm umlegte.

„Find ich auch“, sagte Johann.

Mats beugte sich zur Seite und küsste ihn leicht.

Johann schloss die Augen und erwiderte den Kuss.

Er war ganz entspannt, das fühlte Mats, und ließ sich in den Kuss fallen.

Trotzdem hielt er den Kuss leicht und sanft.

Sie hatten Zeit, viel Zeit, und sie mussten nichts überstürzen.

Es war sogar besser, wenn sie es langsam angehen ließen.

Und genießen konnten sie das auch.

„Wie siehst aus, hast du noch Platz für ein bisschen Nachtisch?“ fragte Johann schließlich.

„Hm – welchen?“

„Grünen Wackelpudding mit Vanillesauce“, grinste Johann.

„Oh“, machte Mats überrascht. Er liebte Wackelpudding.

Johann aß ihn gar nicht so gerne, aber er wusste, dass Mats ihn mochte.

„Ich hole ihn – nicht weglaufen“, bat er Mats und stand auf.

„Keine Angst, ich bleibe genau hier sitzen“, lachte Mats.

„Dann ist gut“, sagte Johann ernst, grinste dann aber doch. Dann verschwand er aus dem Wohnzimmer und kehrte kurz darauf zurück. Er balancierte zwei gut gefüllte Schüsseln in der Hand und hielt zwei Löffel an den Stielen zwischen den Lippen.

Mats stand auf und nahm ihm schnell eine der Schüsseln ab.

„Lass es dir schmecken“, sagte Johann, nachdem er die Löffel aus seinem Mund entfernt hatte.

„Hm. Gu gir auch“, nuschelte Mats um den Löffel herum. Bei grünem Wackelpudding konnte er sich nicht zurückhalten.

Johann schüttelte grinsend den Kopf. „Du und der Wackelpudding.“

„Schorry… der ist einfach so lecker.“

„Freut mich, dass es dir schmeckt.“

„Dein Wackelpudding ist auf jeden Fall der beste.“

„Du weißt schon, dass der aus dem Beutel kommt, oder?“ grinste Johann.

„Keiner rührt Beutel so gut an wie du“, lachte Mats.

Johann nickte. „Ja, ich weiß. Darin bin ich richtig gut.“

„Du weißt schon, wie du mich kriegst. Mit deinen perfekten Tütensuppen.“

„Du bist so einfach zufriedenzustellen.“

„Wenn du bei mir bist, auf jeden Fall.“

Johann lächelte ihn an. „Alter Schmeichler.“

Mats erwiderte das Lächeln. „Für dich immer“, grinste er dann.

Mit einem Grinsen lehnte sich Johann vor und küsste Mats.

Mats erwiderte den Kuss, dann löste er sich wieder und naschte wieder von seinem Wackelpudding.

Johann lachte auf. „Schon klar, erst der Wackelpudding, dann knutschen.“

„Man muss halt Prioritäten setzen“, meinte Mats.

„Dann beeil dich mit dem Essen.“

„Dafür ist es zu gut“, grinste Mats und nahm den nächsten Löffel.

Johann seufzte gespielt. „Warum habe ich nur Wackelpudding gemacht?“

„Das frag ich mich auch. Ich müsste dich verwöhnen, nicht andersrum.“

„Das ist Blödsinn Mats.“

Mats sah ihn ernst an. „Doch, das sehe ich schon so. Du gibst mir eine zweite Chance.“

„Die geben wir uns gegenseitig. Zu einer Beziehung gehören schließlich immer zwei.“

„Okay, damit kann ich leben. und dann sind wir beide abwechselnd dran uns zu verwöhnen.“

Johann nickte. „Wie früher auch. Und jetzt los, der Pudding muss rein, ich will endlich knutschen.“

Schnell legte Mats ihm einen Arm um, zog ihn an sich und aß mit der freien Hand weiter.

Johann kuschelte sich an ihn und wartete geduldig, bis Mats endlich fertig war und die Schüssel auf den Tisch stellte.

Dann sah er ihn auffordernd an.

Mats grinste. „So... wo waren wir jetzt?“

„Wir waren schon ein Schritt weiter“, meinte Johann und beugte sich zu ihm.

„Ach ja. Da wollte jemand knutschen“, wisperte Mats und kam Johann entgegen.

„Gibts zu, du auch“, grinste Johann und küsste ihn kurz.

„Oh ja!“ raunte Mats. „So sehr.“

Dann küssten sie sich richtig, leidenschaftlich.

Johann drängte sich an Mats und schlang die Arme um seinen Hals.

„Johann“, raunte Mats ein wenig heißer, dann küsste er ihn weiter.

Irgendwie schaffte Johann es, sich auf Mats Schoß zu schieben.

Mats knurrte an seine Lippen. Es war nicht zu verstehen, aber es klang sehr zufrieden.

Johann schob seine Hände in Mats Haare und vertiefte den Kuss noch weiter.

Wieder kam das Knurren, dann legten sich Mats' Hände auf Johanns Hintern.

Johann stöhnte hörbar in den Kuss.

Schließlich löste sich Mats von ihm und sah ihn mit dunklen Augen an.

„Was?“ fragte Johann heiser.

„Du bist so wundervoll.“

, rutschte es ihm heraus.

„Spinner“, wisperte Johann mit einem zärtlichen Lächeln.

„Nein, ich sag nur die Wahrheit.“

„Ich liebe dich“, sagte Johann kaum hörbar.

Schlagartig kribbelte es heftig in Mats' Bauch. „Ich dich auch“, wisperte er. „Ich liebe dich auch.“

Johann lächelte ihn strahlend an. „Es tut so gut, dass zu hören.“

„Ich Sags dir gern immer wieder. Ich liebe dich, Johann. Und ich habe nie aufgehört dich zu lieben.“

„Ich auch nicht. Obwohl du ein Blödmann bist“, sagte Johann lächelnd. „Aber du bist mein Blödmann.“

„Ich möchte nie wieder etwas anders als dein Blödmann sein.“

Johann lehnte seine Stirn gegen Mats.

Unwillkürlich schloss Mats seine Augen.

Einen Moment später spürte er wieder Johanns Lippen auf seinen.

Gott, die Küsse waren noch besser als er sie in Erinnerung hatte.

Aber es war immerhin auch drei Jahre her, dass er diese Küsse zuletzt hatte genießen dürfen.

Und vielleicht entwickelte man sich auch dabei weiter. Jedenfalls konnte er von diesen Küssen nicht genug kriegen.

„Es wird ganz schön warm hier“, wisperte Johann.

„Ja, finde ich auch. Da könnten wir das Fenster aufmachen... oder... irgendwas von unserer Kleidung loswerden?“

„Fenster auf ist keine gute Idee. Das zieht immer so schnell“, grinste Johann.

„Dann die andere Option?“

„Klingt vernünftig.“

„Na dann, weg mit dem Shirt!“

Mats lachte und zog sich das Kleidungsstück über den Kopf.

Auch Johann zog sich schnell sein Shirt über den Kopf.

Er sah Mats an – und leckte sich genüsslich über die Lippen. Dann lachte er leise auf.

„Was ist?“ fragte Mats leise.

„Du siehst noch immer so geil aus…“

Nun musste auch Mats leicht lachen. „Ich trainier auch täglich. Wäre ja schlimm, wenn man das nicht sehen würde“, sagte er zwinkernd.

„Gefällt mir“, meinte Johann und streckte eine Hand aus um die trainierte Brust zu berühren.

Mats schob seine Hände auf Johanns Hüfte und streichelte dort die nackte Haut. „Du gefällst mir auch“, wisperte er.

Auch Johann war schlank, aber nicht so trainiert wie Mats. Er trieb nur wenig Sport, er sah Mats lieber dabei zu.

In diesem Moment lehnte sich Johann wieder vor um Mats zu küssen.

„Hm“, machte Mats in den Kuss und zog Johann enger an sich.

Ihre nackte Haut berührte sich und löste ein Kribbeln in ihren Körpern aus.

Wow, so etwas Heißes hatte Mats ewig nicht gefühlt.

Er hatte seit drei Jahren mit keinem Mann mehr was gehabt und es hatte ihm gefehlt. Unglaublich gefehlt!

Mit einer Frau war es so anders, und so viel weniger erfüllend.

Überrascht keuchte er auf, als er Johanns Finger am Bund seiner Jeans spürte.

„Okay?“, fragte Johann etwas verunsichert nach.

Mats nickte sofort. „Mehr als ok“, raunte er.

Johann lächelte leicht, dann schob er seine Hand tiefer.

Schnell war der Knopf geöffnet und Johann zog den Reißverschluss nach unten.

Dabei seufzte Mats erleichtert auf, das tat so gut.

Langsam, viel zu langsam, schob Johann seine Hand in Mats nun offene Hose.

Mats fühlte deutlich, wie er immer härter wurde.

Als Johanns Finger endlich über seinen harten Schwanz strichen, stöhnte Mats auf. Noch verhinderte zwar die Shorts einen direkten Kontakt, aber trotzdem fühlte es sich einfach nur gut an.

Wieder beugte er sich zu Johann und küsste ihn verlangend.

Dabei hob er unwillkürlich die Hüfte an.

Johann lächelte gegen seine Lippen und zog am Bund der Shorts.

„Ja!“ raunte Mats heiser.

Es dauerte nur noch einen Moment, dann fühlte er Johanns Hand direkt. Sie umfasste seinen Schwanz und begann ihn zu massieren.

Mats schloss die Augen und stöhnte.

„Willst du…?“, fragte Johann leise.

„Bitte... ja...“

Noch einmal küsste Johann ihn, dann massierte er ihn fester und schneller. Das deutliche Stöhnen zeigte ihm, dass er es richtig machte, und kurz darauf zuckte Mats zusammen und kam.

Schwer atmend lehnte sich Mats einen Moment zurück, ehe er die Augen wieder öffnete und Johann ansah.

Der lächelte ihn weiterhin zärtlich an.

„Schlafzimmer?“ fragte Mats leise und fuhr dabei leicht über die deutliche Beule in Johanns Jeans.

„Ja, das ist bequemer“, nickte Johann. Er rutschte von Mats Schoß und zog ihn dann hoch.

Schnell gingen die beiden in Johanns Schlafzimmer.

„Zieh dich aus“, forderte Mats Johann auf, als sie vor dem Bett standen.

„Ich soll mich ausziehen?“ fragte Johann grinsend und öffnete den Knopf seiner Jeans.

„Ja“, nickte Mats und leckte sich über die Lippen.

„Du dann aber auch“, forderte Johann während er seinen Reißverschluss nach unten zog.

„Gleich“, meinte Mats, der jede Bewegung genau verfolgte.

Johann nickte leicht und begann nun langsam die Hose über seine Hüfte nach unten zu schieben.

Shit, das sah so heiß aus – noch heißer, weil Mats wusste, wie toll sich Johann unter seinen Händen, unter ihm, auf ihm anfühlte.

Schließlich ließ Johann die Hose komplett nach unten rutschen und stieg aus ihr heraus. Mit dem Fuß kickte er sie zur Seite und sah dann Mats herausfordernd an. „Jetzt du.“

Mats grinste ihn an und begann seine Jeans und auch gleich die Shorts langsam nach unten zu schieben.

Diesmal war es Johann, der nur dastand und beobachtete.

Ihm gefiel, was er sah – das war deutlich zu sehen.

„Deine Shorts“, raunte Mats schließlich heiser.

Wieder grinste Johann, in genau dieses Grinsen hatte Mats sich damals verliebt, und noch heute liebte er es. Ganz langsam zog sein Freund die Shorts tiefer.

Endlich waren sie beide nackt und Johann trat einen Schritt auf Mats zu.

Der blieb weiterhin stehen und sah Johann verlangend an.

„Bett?“ schlug Johann vor.

„Bett ist gut“, nickte Mats, griff nach seiner Hand und zog ihn mit sich.

Nur Sekunden später lagen sie auf der Matratze.

Schon hatte sich Johann über Mats gerollt und küsste ihn leidenschaftlich.

Mats Hände glitten sofort über Johanns Rücken, seine Wirbelsäule entlang bis sie auf seinem Hintern zum ruhen kamen.

Er zog Johann damit noch dichter an sich.

Dabei spürte er deutlich Johanns harten Schwanz an seinem Oberschenkel.

Er selbst war ebenfalls wieder total hart.

Johann stöhnte leicht und versucht sich an Mats Oberschenkel zu reiben.

Auch Mats keuchte immer wieder auf, Johann fühlte sich so gut an, so verdammt gut.

„Mehr“, raunte Johann und knabberte leicht an Mats Unterlippe.

Mats nickte leicht und zog ihn rhythmisch an sich.

Erneut drang ein Stöhnen von Johanns Lippen.

Sie waren beide kurz davor zu kommen.

Schließlich schob Mats eine Hand zwischen sie und umfasste Johanns Schwanz.

„Ja, ja, ja“, schrie der leise auf und kam dann.

Mats kam nur wenige Augenblicke später.

Er fühlte, wie Johann auf ihm zusammensank, und er legte beide Arme um ihn.

Mats schloss die Augen und strich träge über Johanns Rücken.

„Hm“, machte Johann leise und sehr träge.

Mats lächelte und drückte einen Kuss gegen Johanns Stirn.

Mit geschlossenen Augen schmiegte sich Johann an seine Schulter.

Sie lagen lange so zusammen, genossen einfach die Zweisamkeit.

Mats hielt ihn ganz fest.

„Bleibst du heute Nacht hier?“ wisperte Johann irgendwann.

„Wenn du mich nicht rausschmeißt.“

„Ganz bestimmt nicht.“

„Dann bleib ich hier.“

Johann lächelte glücklich. „Dann kann ich ja liegen bleiben.“

„Ich lass dich nicht los“, versprach Mats.

Johann küsste Mats auf die Schulter. „Ich bin so froh, dass du wieder hier bist.“

„Ich bin froh, dass ich wieder bei dir sein darf.“

Johann hob den Kopf und sah Mats an. „Haben wir ja gut geschafft mit dem langsam angehen lassen, hm?“ fragte er grinsend.

„Immerhin... fast 24 Stunden.“

„Ja“, lachte Johann.

„Das muss reichen. Manche haben nach 24 Stunden schon geheiratet.“

„Du hast mir viel zu sehr gefehlt, um noch länger zu warten. Ich hätte dich schon am liebsten zu mir ins Bett gezerrt, als ich dich bei Roberto getroffen habe. Und da war ich noch wütend auf dich.“

„Mit dir ist jeder Sex toll - wütender Sex, Versöhnungssex, Kuschelsex... Sehnsuchtssex, alles.“

Mit einem Finger strich Johann langsam über Mats Brust. „Und was hältst du nun von dem Bett? Hat es die Prüfung bestanden?“

„Oh ja, hat es. Ein sehr gutes Bett.“

„Dann darf es sich jetzt häufiger auf deinen Besuch freuen?“

„Wenn’s nach mir geht, ja. Fünf Sterne, immer wieder gerne.“

Johann lächelte und beugte sich dann vor um Mats zu küssen.

Mats lächelte in den Kuss, der so zärtlich und liebevoll war.

„Ich fürchte, ich muss doch noch mal aufstehen“, wisperte Johann schließlich.

„Hm? Warum?“

„Weil wir sonst morgen zusammenkleben. Außerdem liegt mein Handy draußen im Wohnzimmer und damit auch unser Wecker“, grinste Johann.

„Dann sollten wir beide aufstehen. Ich klebe schließlich auch.“

„Na gut, dann hoch mit uns.“

Etwas schwerfällig erhob er sich und zog Johann sanft mit sich. „Duschen?“

Johann nickte. „Mal gucken, ob wir zusammen in meine Dusche passen.“

„Oder in die Wanne?“

„Ja, das ist glaube ich die bessere Idee.“

„Dann komm, wir können es uns da gemütlich machen.“

Johann nickte und ließ sich von Mats ins Badezimmer ziehen.

Sie ließen heißes Wasser ein und gaben herb duftendenden Badeschaum dazu, dann ließen sie sich in die Wanne gleiten.

„Ah, das tut gut“, murmelte Mats.

Johann lächelte, als er Mats an sich zog.

„Pass auf, sonst schlaf ich hier noch ein“, wisperte Mats und schloss die Augen als er sich an Johann lehnte.

„Entspann dich, ich pass auf dich auf.“

„Weiß ich doch.“

Mats schmiegte sich an ihn und entspannte sich.

Sie blieben so liegen, bis das Wasser langsam kalt wurde, dann stiegen sie aus der Wanne.

Johann musste ihm tatsächlich ins Bett helfen, Mats war so schläfrig und entspannt, dass er kaum alleine stehen konnte.“

Johann holte noch schnell sein Handy und stellte den Wecker, dann kuschelte er sich an Mats. „Schlaf gut“, wisperte er.

„Hmm“, machte Mats träge, er schlief schon fast.

Johann zog lächelnd die Decke über sie und schloss die Augen. Es dauerte nicht lange bis sie beide eingeschlafen waren.
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