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John Sinclair - Blutiges Lächeln

von Emiko-fan
GeschichteKrimi, Horror / P16 / Gen
John Sinclair OC (Own Character) Shao Suko
04.01.2021
18.01.2021
8
9.640
3
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04.01.2021 1.057
 
London, Südlicher Teil von Soho, in einer Seitengasse, 23:53

Der Regen Tropfte schallend auf den von dunklem Stein gepflasterten Weg.
Ihre Schritte wurden schneller. Mit jedem Schritt den sie machte wurde es dunkler.
Die Straßenlaternen die einst diesen Weg so heimlich und sicher gemacht hatten, waren erloschen. Eingänge zu Häusern wurden im dunkeln gelassen, so wie sie im dunklem gelassen wurde was sie eventuell hinter der nächsten Abbiegung erwarten würde. Es war ein Fehler gewesen sich so spät hier noch herumzutreiben, das leuchtete ihr nun auch endlich ein. Doch sie musste sich mit ihr treffen. Es war dringend!
Es hatte schon Alex erwischt und sie beide wussten, dass eine von ihnen die nächste sein würde. Max war sicher, denn sie befand sich zurzeit mit ihren Eltern im Ausland. Sie würde jedoch in einer Woche wiederkommen, dann müssten sie auch Max warnen. Es war einfach zum Verrückt werden.
Das alles nur wegen dieser dämlichen Schlampe.
Sie hatten ihr nur gezeigt wo ihr Platz war und deswegen sollten sie jetzt dafür bezahlen müssen? Ja gut die Sache mit der Schere war vielleicht zu viel gewesen, aber ansonsten war doch nie etwas schlimmes passiert. Bloß ein paar harmlose Sticheleien unter Freunden.
Ihre Gedanken schweiften wieder zu Alex.
Wie man sie gefunden hatte, Tot. Man hatte ihr den Bauch aufgeschlitzt und die Mundwinkel eingeschnitten. Es war ein fürchterlicher Anblick gewesen.
Selbst als sie tot war, hatte es so ausgesehen als würde Alex noch immer lächeln.
Das war jedoch im starken Kontrast zu ihren schreckensweiten Augen gewesen. Der Anblick ließ ihr noch immer speiübel werden. Sie musste sich jedoch jetzt auf Isabell konzentrieren. Sie konnte nur hoffen, dass sie sich auch nicht verspäten würde.  

Nebel hüllte sich nun mit jeder Sekunde mehr und mehr um Elizabeth Johnson. Sie jedoch merkte nichts, ihre Gedanken waren ganz bei ihrer ermordeten Freundin Alex. So bemerkte sie auch nicht den Schatten der ihr folgte.Vorsichtig zog er
zwei spitze Gegenstände aus seiner Tasche.

Elizabeth hörte ein entferntes Rascheln hinter sich.
Ruckartig drehte sie sich um.
„I...Isabell?“ fragte sie zögerlich. „Bist du das?“
Es war niemand zu sehen. Der Nebel wurde immer dichter um sie herum.
„Komm raus, dass ist verdammt nochmals echt nicht witzig!“
Inzwischen war der Nebel so dich, dass sie nicht einmal mehr die Hand vor Augen sehen konnte. Wieder ein Rascheln, doch dieses Mal war es ganz nah. Dann spürte sie einen Atemhauch an ihrem Ohr. Sie wollte schreien doch sie konnte nicht. Sie war wie festgefroren und ihre Beine hörten nicht mehr auf sie. Sie bekam Panik. Ihr Atem ging schneller und auch ihr Herz raste. Das war nicht Isabell, dachte sie sich.
Dann hörte sie ein leises Flüstern an ihrem Ohr.
„Ochitsuku“* wie auf Kommando hörte sie auf schwer zu atmen und auch ihr Herzschlag beruhigte sich wieder.  Was auch immer ihr die Gestalt gesagt hatte, es schien zu wirken. Elizabeth drehte sich ganz langsam um.
Was sie sah ließ sie kalte Panik verspüren.
Nein, dass konnte nicht sein.
Das durfte einfach nicht stimmen!
Die Gestalt flüsterte erneut. Ihre Stimme klang glockenhell, fast beruhigend.
„Watashi, kirei?“ **
Elizabeth wusste weder was die Gestalt gesagt hatte, noch was sie tun sollte.
Deswegen nickte sie einfach nur panisch in der Hoffnung, es wäre die richtige Antwort und die Gestalt würde sie in Ruhe lassen. Doch tief in ihrem inneren wusste sie bereits, dass für sie jede Hilfe zu spät kam!
Die Gestalt griff zu ihrem Mundschutz und entfernte ihn langsam.
Was Elizabeth nun sah ließ ihr Herz fast stehen.
Die Gestalt beugte sich vor zu ihr.
„Kore demo desu ka?“ ***
Elizabeth schrie auf. Doch ihr Schrei verfiel in ein Röcheln.
Ein stechender Schmerz in ihrer Magen Gegend. Blut quoll ihr aus dem Mund und platschte auf den Gehweg. In der Dunkelheit sah es aus wie eine schwarze Masse. Elizabeth schmeckte den metallischen Geschmack. Dann fiel sie noch immer röchelnd zu Boden. Sie krümmte sich. Ihre Sicht verschwamm langsam. Ihr Gesicht war von Schmerzen ganz verzehrt.
Die Gestalt beugte sich runter zu ihr.
„Warai“ ****
Doch Elizabeth verstand nicht, was die Gestalt von ihr wollte.
„Emi tte mimasen ka?“ *****
Langsam wurde ihr schwarz vor Augen.  
„Sorenara watashi wa anata o kyōsei shinakereba narimasen“ ******
Die Gestalt erhob die Hand und fuhr mit ihren Fingern fast zärtlich über Elizabeths Gesicht. Doch all das bekam sie nicht mehr mit.
Schon längst hatte ihr Herz aufgehört zu schlagen.
Ihre vor Schreck geweiteten Augen starrten glasig in die unendliche Tiefe der Nacht.
So bekam sie auch nicht mehr mit, wie die Gestalt ihre Mundwinkel zu beiden Seiten  an aufschlitzte.
Als sie fertig war betrachtete sie stolz ihr Werk.
Sie lächelte boshaft.
„Ima, anata wa eien ni hohoemu“ *******

London, Südlicher Teil von Soho, in einer Seitengasse, 1:15

Sie eilte in die Gasse hinein. In ihrer rechten Hand führte sie einen langen Stab.
Sie trug eine Sonnenbrille trotz der Finsternis.
Ihre weißen Haare schienen im Dunklen der Nacht zu leuchten.
Sie  stieß mit dem Fuß gegen die Gestalt und blieb stehen.
Dann  ging sie in die Knie und betastete den Körper des Opfers .
Sie fluchte.
„Verdammt wir sind schon wieder zu spät!“
Dann sah sie sich die Gestalt nochmal genauer an. Sie faste die rechte Hand des Opfers an. „Sie ist sogar noch warm. Das heißt wir hätten sie vermutlich noch retten können Himiko-sama.“ Sie seufzte. Dann zog sie ihr Handy aus der Hosentasche. Sie betastete die Oberfläche und wählte eine Nummer. Es gab einen dunklen Ton und am anderen Ende der Leitung nahm jemand den Hörer ab.
„Hallo Glenda Perkins von Scotland Yard hier.“
„Ich möchte einen Mord melden, im südlichen Teil von Soho in einer Seitengasse liegt die Leiche eines Mädchens. Ihre Mundwinkel sind an beiden Seiten aufgeschlitzt und sie scheint eine schwerwiegende Bauch Verletzung zu haben.“
„Ok gut, ich schicke sofort jemanden hin! Wie heißen sie denn?“
Stille.
„Hallo?“
„Sagen sie einfach das Ogamisama den Mord gemeldet hat.
Ihre Abteilung wird schon noch darauf kommen!“
„Was soll das heißen? Hallo? Sind sie noch dran?“
Sie legte auf.
Ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab.
Die Jagd hatte begonnen.
Die Frage war nur, wer sie gewinnen würde.
Sie oder der Sohn des Lichts und seine Helfer.

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*Beruhig dich
**bin ich schön?
*** jetzt immer noch?
**** Lache
***** Wieso lachst du nicht?
****** Dann muss ich dich zwingen
******* Jetzt lächelst du mich an
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