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Sieben Kolosse

von Eccho
GeschichteRomance, Horror / P18 / MaleSlash
Eren Jäger Levi Ackermann / Rivaille
04.01.2021
09.08.2021
32
155.513
46
Alle Kapitel
185 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
04.01.2021 2.922
 
WICHTIG:
Falls ihr jemals eine meiner Geschichten auf anderen Seiten, unter meinem oder einem anderen Namen findet, ist die Geschichte zu 100% geklaut. Ich schreibe nur unter Eccho auf fanfiktion.de. Sollte ich jemals woanders meine Geschichten posten (was nicht passieren wird, da ich fanfiktion.de die Treue halte), werde ich den Account (so wie meinen Instagram Account) in meiner Bio verlinken.
Also … wenn euch jemals so eine Geschichte unterkommt, meldet mir das und ich kümmere mich darum, so wie ich mich um einen Autor auf Wattpad gekümmert habe.
Danke!

Zur Geschichte: Ich habe diese Fanfiction in Anlehnung an „Shadow of the colossus“ „Sieben Kolosse“ getauft. Die so genannten „Kolosse“ die hier vorkommen, haben nichts mit dem Kolosstitan zu tun. Es ist wie gesagt eine Hommage an „Shadow of the colossus“ und zugleich auch Teil einer Wunschfanfiction (nicht die Kolosse, aber die soulmate ähnliche Verbindung zwischen Eren und Levi).

Noch etwas … in dieser Fanfiction ist Historia zwar die Königin, aber alles, was geschichtlich nach ihrer Krönung passiert ist (und ein kleines Detail, das vor ihrer Krönung passiert ist), wird in dieser Geschichte nicht berücksichtigt. … nur falls sich jemand wundert, warum manche Dinge hier anders ablaufen und funktionieren. Und es wird zwei Parallelen zum Original (was nach der Krönung passiert) geben. Sprich, zwei Punkte, die dem Original ähnlich, jedoch nicht damit identisch sind. Sie werden bereits in diesem Kapitel genannt.

Warnung:
Diese Fanfiction hat unter anderem das Genre „Horror“. Obwohl dieser erst ab Kapitel 26 so richtig beginnt, gibt es davor Kampfszenen mit Opfern. Wer etwas Leichtes zur Unterhaltung lesen will, ist hier definitiv falsch. Dem Rest wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

Sieben Kolosse



1. Das Geheimnis in Shiganshina

Ein schriller Ton gleich einem Kreischen schallte über das Land. Die Luft war von Rauch und dem metallischen Geruch von Blut geschwängert. Eren lag paralysiert am Boden und starrte benommen zum azurblauen Himmel hoch. Feuchtigkeit benetzte seine Brust und er fühlte eine Hand in der Seinen liegen. Langsam kehrte die Erinnerung zu ihm zurück und er drehte seinen Kopf.

Sie waren heute nach Shiganshina geritten, um endlich den Keller seiner Familie zu betreten. Wie erwartet, waren sie von Titanen angegriffen worden und eine gnadenlose Schlacht hatte begonnen. Soldaten waren gefressen oder von fliegenden Gesteinsbrocken erschlagen worden. Sie hatten einige ihrer Angreifer getötet, während Eren auf den Befehl, sich zu verwandeln, gewartet hatte. Als der Befehl ihn endlich erreicht hatte, waren sie von einem weiteren Steinhagel überrascht worden. Eren war im Begriff gewesen, einen Neuling aus der Schussbahn ziehen, doch er hatte zu spät reagiert.

Die abgetrennte Hand, die nun in seiner lag, zeugte davon, dass sein Kamerad gefallen war. Schwerfällig setzte er sich auf und blicke um sich. Er lag in einem Feld aus Toten. Dies war kein ungewöhnlicher Anblick, doch es verschlug Eren den Atem, kaum dass er seine Freunde in wenigen Metern Entfernung am Boden liegen sag. Benommen rappelte der Junge sich auf und stürzte zu Armin und Jean hinüber. Die beiden waren ohne Bewusstsein, doch sie atmeten noch. Ebenso Connie und Sasha waren noch am Leben, jedoch ohnmächtig.

Ein Schrei drang an Erens Ohr und er wirbelte erschrocken in dessen Richtung herum. Sein Atem stockte, als er Mikasa in der Gewalt des Biesttitans erblickte. Wie auch immer dieser Bastard es geschafft hatte, er hielt ihren Körper fest umschlossen und schien langsam zuzudrücken. Eren registrierte eine Bewegung rechts von Zeke und erkannte, dass Captain Levi auf dem Weg war. Er wurde jedoch von Reiner, dem Arschloch, auf Abstand gehalten, sodass ihm eine Annäherung unmöglich war. Einige Meter weiter entfernt versuchten Commander Smith und Hanji Berthold auszuschalten, stießen jedoch auf heftigen Widerstand.

Erneut drang Mikasas Schrei an Erens Ohr und sein Blick ruckte zu Zeke und ihr. Eine unbändigende Wut ergriff von ihm Besitz und verlieh ihm genug Kraft, um aufzustehen. Er wurde blind und taub seiner Umgebung gegenüber. Jeglicher vernünftige Gedanke verschwand in den Tiefen seines Bewusstseins, während er auf Zeke zu stürmte. Ein zorniger Schrei entwich seiner Kehle, ehe er seine Zähne in sein eigenes Fleisch versenkte und ein lauter Knall die Luft erfüllte. Eren vergaß, wer er war und wie sein Missionsziel lautete, denn das Einzige, das er noch wahrnahm, war sein Drang zu töten.

oOo

Langsam öffnete Eren seine Augen und blickte in Mikasas besorgte Miene, welche sich sogleich aufhellte. Benommen drehte er seinen Kopf und sah zu Armin, der neben ihm lag und nach wie vor bewusstlos war. Sie befanden sich soeben auf Mauer Maria und die Stille sagte Eren, dass sie den Kampf gewonnen hatten.

„Ist er wieder wach?“, hörte er den Commander fragen und wandte sich zu ihm um. Er befand sich in der Begleitung von Captain Levi, der unversehrt zu sein schien.

„Eren, du hast heute sehr gut gekämpft“, lobte Commander Smith ihn und erregte somit die Aufmerksamkeit des Jungen. Erens Blick huschte von dem Commander zu dem Captain, welcher ihn mit einem nicht zu deutenden Ausdruck ansah, und wieder zurück.

„Was ist passiert?“, wollte Eren wissen und hörte, wie rau seine Stimme klang. Fast so, als ob er über Stunden geschrieen hätte.

„Du Idiot bist zum Berserker geworden, als du Zeke angegriffen hast. Dabei warst du völlig außer Kontrolle und hast versucht, alles zu töten, was dir vor die Nase kam. Am Ende musste ich deinen Titan bewegungsunfähig machen und dich aus dem Nacken schneiden“, schalt der Captain ihn und Eren zuckte zusammen. Er konnte von Glück reden, dass er nur aus dem Titanenkörper herausgeschnitten und nicht an Ort und Stelle getötet worden war. Offensichtlich hatte der Captain das Gefühl, dass er den Braunhaarigen leicht unter seine Kontrolle bringen konnte, und dem war auch so.

„Zeke konnte leider entkommen, aber wir konnten Reiner und Berthold gefangen nehmen“, verkündete Commander Smith lächelnd, ehe er anfügte: „Die beiden befinden sich nun in Hanjis Obhut. Sobald du in der rechten Verfassung bist, werden wir euer Elternhaus aufsuchen und den Keller betreten.“

Bei der Erwähnung des Kellers glitt Erens Hand zu dem Schlüssel unter seinem Hemd und er strich flüchtig über dessen Konturen.

„Mir geht es gut“, versicherte er wie aus der Pistole geschossen und erhob sich leider etwas zu schnell, da ihm schwindelig und kurzweilig schwarz vor Augen wurde. Er fühlte eine Hand, die sich um seinen Arm legte und ihn vor dem Sturz bewahrte. Sobald er wieder sehen konnte, drehte er den Kopf und blickte direkt in dunkelblauen Augen seines Vorgesetzten.

„Langsam“, mahnte der Captain ihn mit ruhiger Stimme und half ihm, sich wieder aufzurichten. Zu seiner Verwunderung bemerkte Eren, dass auch er seine Hand um den Arm des Dunkelhaarigen gelegt hatte und ein Hauch von Scham stieg in ihm hoch. Zaghaft ließ er vom Älteren ab und nuschelte ein Wort des Dankes, während er seinen Blick abwandte.

“Eren! Mikasa! Führt uns zu eurem Elternhaus“, forderte Commander Smith, woraufhin Eren wie gewohnt salutierte.

Er legte sich eine 3D Manöver Ausrüstung, kurz 3DMA, an, da er die seinige bei seiner Verwandlung mal wieder geschrotet hatte, und setzte sich in Bewegung. Zusammen seilten sie sich von der Mauer ab und machten sich Richtung des Hauses, oder was davon übrig war, auf. Es war merkwürdig nach so langer Zeit wieder durch Shiganshina zu wandern. Eine gewisse Melancholie machte sich in Erens Brust breit, während sie zwischen den Ruinen entlang wanderten. Manche von ihnen waren von Moos überwuchert, andere befanden sich in demselben Zustand wie nach ihrer Zerstörung.

Nervosität stieg in ihm hoch, kaum dass sich sein Elternhaus in Blickweite befand, doch er ließ sich nichts anmerken. Wortlos näherte er sich der Ruine, die er einst sein Heim nannte, und sah sich nach dem Zugang zum Keller um. Dieser war unter ein paar Gesteinsbrocken begraben, die sie nur mit Mühe von der Falltüre, die in den Boden führte, rollen konnten.

Captain Levi öffnete die Türe und die Blicke aller wanderten in die Tiefe. Eren stand für einen Moment regungslos da, als ihn eine innere Unruhe ergriff. Gleich würden sie herausfinden, warum Titanen ihre Welt belagerten und dennoch … irgendwas sagte ihm, dass ihnen die Wahrheit nicht gefallen würde.

„Eren?“, ertönte Mikasas Stimme und der Braunhaarige hob den Blick. Ihre in Sorge getränkten Augen verstärkten seine Unruhe, sodass eine unangenehme Aufregung sich in seiner Brust breitmachte.

„Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit“, erinnerte Levi im trockenen Ton und Eren riss sich wieder zusammen.

„Ja“, murmelte er und stieg die Treppe hinab, während er gleichzeitig den Schlüssel unter seinem Hemd hervorzog. In einer fließenden Bewegung schob er sich das Band über den Kopf, sodass der Schlüssel nun frei in seiner Hand lag und er mit ihm in das Vorhängeschloss fahren konnte. Mit etwas Nachdruck und einem gut hörbarem Klacken sprang das Schloss auf und gab somit den Weg in das Innere des Kellers frei.

Sie wurden von einem muffigen Raum begrüßt, in dem alles in Staub wie auch Spinnweben eingehüllt war. Es war so finster, dass sie die mitgebrachten Laternen entfachen mussten, um überhaupt etwas sehen zu können. Der Commander war erstaunlich ruhig, als er sich im Raum umsah. Eren hingegen war angespannt und reagierte auf jedes Geräusch sensibel.

Das wunderte ihn, da er normalerweise nicht so ängstlich war. Seit er sein Zuhause verloren hatte, wollte er nichts anderes als diesen Keller zu betreten, doch nun wo sie hier waren, hatte er das Gefühl, dass etwas Schreckliches auf sie zukommen würde. Auch wenn er sich in Gedanken vorsagte, dass er nichts fürchtete, stagnierte er, kaum dass sie eine riesige Karte, die auf dem Tisch in der Mitte des Raumes ausgebreitet lag, entdeckten.

„Was steht da?“, sagte der Commander mehr zu sich selbst und wischte mit einem Tuch die dickte Staubschicht von der Karte.

„Die Schrift ist mir unbekannt“, kommentierte er im ernsten Ton und der Captain trat an seine Seite. Er beugte sich über den Tisch und musterte die Schrift.

„Sieben …“, las er vor und Erens überraschter Blick huschte zu ihm. Er selbst konnte nicht eines dieser Schriftzeichen entziffern.

„Da steht ‚Waffe’“, meinte Mikasa und aller Aufmerksamkeit landete bei ihr.

„Das ist interessant“, meinte der Commander und sah zwischen Levi und Mikasa hin und her. Ob es etwas mit ihrem gemeinsamen Clan zu tun hatte, dass ausgerechnet diese beiden die Schrift lesen konnten? Oder war das nur Zufall? Andererseits … Keiner von ihnen hatte je lange genug die Mauern verlassen, um eine andere Sprache zu erlernen.

„Könnt ihr noch etwas lesen?“, hakte der Commander nach und gab den Platz für beide Ackermanns frei.

Mikasa stellte ihre Laterne neben der Karte auf den Tisch und strich eine Stelle frei. An ihr war so was wie ein Schloss eingezeichnet und darüber standen zwei Worte, die sie vorlas: „Wächter … Waffe…“

Der Captain strich auf einmal über den rechten Rand der Karte legte weitere Worte in der fremden Schrift, die untereinander aufgereiht wurden. Es waren insgesamt sieben.

Der Dunkelhaarige fuhr mit den Fingerkuppen über das erste Wort und sagte: „Kankra …“

Sie glitten hinab zu dem zweiten Wort und Levi sprach: „Akkorokamui …“

Dann folgten weitere Worte: „Behemoth … Kuroryu … Abaddon … Byakko … Ragnarok.“

„Was soll das bedeuten?“, fragte der Commander und verschränkte überlegend die Arme vor der Brust.

„Das klingt nach Namen …“, hauchte Eren angespannt und wurde von allen Anwesenden ansehen.

„Sieben Namen“, fügte er an.

Captain Levi sah so aus, als wollte er etwas sagen, doch Mikasa kam ihm zuvor.

„Hier ist ein Brief“, meinte sie und zog ein verschmutztes Kuvert unter der Karte hervor. In dem Dämmerlicht hätte Eren die feinen Linien beinahe übersehen, doch er erkannte seinen Namen in der Handschrift seines Vaters auf der glatten Seite des Kuverts wieder.

Unsicher schaute der Braunhaarige zu seinem Commander auf. Auf dessen Nicken nahm er den Brief entgegen und öffnete das Kuvert. In ihm lagen mehrere beschriebene Blätter, die vermutlich alle ihre Fragen beantworten würden. Erens Nervosität stieg weiter an, als er die Zettel aus dem Umschlag zog und auffaltete. Sie waren erstaunlich gut erhalten, wodurch es ein Leichtes war, folgende Worte zu lesen:

Mein Sohn!

Wenn du das liest, bin ich bereits tot und konnte nicht mein Wissen persönlich an dich weitergeben.
Es wird dich vielleicht überraschen zu lesen, dass ich nicht aus dem Königreich stamme. Ich gehöre einem alten Clan an, welcher Yero genannt wird. Wir haben weit außerhalb des Königreichs gelebt und uns stets gegen die alten Götter aufgelehnt. Diese Götter sind andersartige Kreaturen und der Ursprung aller Titanen.
Es gibt noch ein weiteres Volk, die wir als Kultisten bezeichnen. Sie beten die alten Götter an und haben meine Heimat beinahe vollständig zerstört.
Als ich mein Dorf verließ, waren wir nur noch zu dritt. Es war meine Mission Mitglieder eines alten Clans, genannt Ackermann Clan, zu finden. Darüber hinaus hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht, zwei der direkten Nachkommen der Götter zu Eigen zu machen. Wenn ich mich recht entsinne, sind dies zwei der mächtigsten Titanen und sie stammen von ein- und demselben Gott ab. Mit ihrer Hilfe wollte ich das Land sicher durchqueren und den Ackermann Clan ausfindig machen, aber leider scheint der Großteil von ihnen ausgelöscht worden zu sein.
Es war meinem Volk zu verdanken, dass sich der „erste Sohn“ gegen die Götter wandte. Er schmiedete eine Waffe aus göttlichem Material und versuchte mit ihrer Hilfe einen von ihnen zu töten. Es wurde nicht überliefert, warum er seinen Plan nicht vollendet hat, doch ich weiß, dass er den Nachkommen der Götter- den speziellen Titanen - zum Opfer fiel.
Sie töteten ihn und nahmen die Waffe an sich. Dann jagten sie seinen Clan - den Ackermann Clan - über den ganzen Kontinent und löschten eine Familie nach der anderen aus. Die Karte, die auf meinem Arbeitstisch liegt, habe ich von unseren Feinden gestohlen. Sie haben mich noch nicht gefunden, aber ich fürchte, dass sie früher oder später herausfinden werden, wo ich mich aufhalte. Sollte das passieren, dann werden sie kommen, um sich die Karte und die beiden Titanen wiederzuholen.
Wenn ihr die Titanen für immer loswerden wollt, dann sucht die letzten Nachkommen des Ackermann Clans, holt die Waffe und tötet einen Gott nach dem anderen. Mein einziger Hinweis war diese Karte. Wenn ich das richtig verstanden habe, können nur Nachkommen des Clans die Schrift auf dieser Karte lesen. Es ist keine Schrift die man lernen kann, da sich kein Schriftzeichen wiederholt und auch kein Muster in den Worten zu erkennen ist.
Finde die Nachfahren des Clans und tötet die Götter. Denn wenn ihre es nicht tut, wird es genauso ergehen wie meinem Volk.

Viel Erfolg!


Stille kehrte in dem Raum ein, kaum dass der Braunhaarige zu Vorlesen aufgehört hatte. Die Nachricht seines Vaters wog schwer und Eren wusste nicht, was er von all dem halten sollte. Sein Vater stammte also aus einem entfernten Land und wusste, was da draußen war. Götter, die andersartige Wesen waren. Was bedeutete das? Noch dazu … die Nachfahren des Clans …

Sein Blick wanderte zu Mikasa und Levi, von denen der Ältere stumm zu ihm aufschaute. Diese beiden konnten die Schrift auf der Karte lesen, weil sie Nachfahren des ersten Sohns waren, doch … Wer war der erste Sohn und warum war er der einzige, der eine Waffe aus göttlichem Material schmieden konnte?

„Sieben Götter also …“, murmelte der Commander und alle sahen zu ihm.

„Und nur Nachkommen des Clans können die Schrift lesen …“, fügte Mikasa unbewegt an.

„Dann sind wir Nachfahren dieses „ersten Sohns“. Damit sind wir so schlau, wie zuvor“, schnaubte Levi verächtlich und wandte seinen Blick ab. Eren sah seine Frustration, doch er verstand sie nicht. Abgesehen davon, dass dieser „erste Sohn“ viele Fragen aufwarf, wussten sie sie nun wesentlich mehr als vor ihrer Entdeckung von der Karte und dem Brief.

„Ich würde sagen, unserer nächsten Mission nichts mehr im Weg“, verkündete der Commander zuversichtlich und nahm die Karte an sich. Eren schaute überrascht zu ihm auf. Hieß das, der Commander wollte den Anweisungen aus dem Brief folgen und gegen Götter in den Krieg ziehen?
Natürlich wollte Eren die Welt von den Titanen befreien, doch … alleinig der Gedanke, gegen Götter in den Krieg zu ziehen, bereitete ihm Bauchschmerzen.

„Wir sollten noch den Raum gründlich durchsuchen, bevor wir gehen“, sagte Commander Smith schließlich und begann den Schreibtisch zu durchsuchen.

Captain Levi schenkte den Geschwistern einen vielsagenden Blick, ehe er sich abwandte und zu einem verstaubten Regal hinüberging. Auch Mikasa und Eren tauschten einen flüchtigen Blick, bevor sie sich anderen Teilen des Raumes zuwandten. Innerhalb einer halben Stunde hatten sie alles durchsucht, doch leider keine weiteren Informationen zu irgendwelchen Göttern oder Völkern gefunden. Schlussendlich stiegen sie die Treppe wieder empor und ließen den Keller hinter sich. Mit ihrem neuen Wissen machten sie sich zu den inneren Mauern auf.

Eren hatte die letzten Stunden mit nachdenken verbracht, sodass er auf der Rückreise schließlich an Zuversicht gewann. Wenn sie die Götte töten würden, könnten sie endlich in Frieden leben. Zumindest wären sie dann alle Titanen los, was ihnen ihr Leben um einiges erleichtern würde. Andererseits … hieß das, dass die Titanen mit den Göttern sterben würden.

Wenn, ja, würde das auch Erens Tod bedeuten. Fall sie jedoch nur ihre Titanenkräfte verloren und nur alle reinen Titanen mit den Göttern verschwanden, hätte auch er eine Chance auf ein Leben in Freiheit. Sie hatten in den letzten Jahren viel verloren und hart um den heutigen Erfolg gekämpft. Sie waren so weit gekommen und würden jetzt nicht einfach so aufhören. Wenn ein Kampf gegen Götter der Preis für ihrer Freiheit war, dass würde Eren ihn nur zu gerne bezahlen. So und so hatten sie heute einen Pfad eingeschlagen, von dem sie nun nichts mehr abbringen konnte.

tbc


Und die Reise beginnt …

Da ich überhaupt nicht einschätzen kann, wie diese Fanfiction bei euch ankommt, bitte ich euch um ein Feedback. Sei es über ein Review oder ein Mail.
Danke!
 
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