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Gehasster Bodyguard

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
04.01.2021
04.04.2021
75
135.487
3
Alle Kapitel
73 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.03.2021 1.869
 
Isuzu konnte nicht einschlafen. Erst war sie sehr müde gewesen. Als sich das Mädchen allerdings ständig rumgedreht hatte ohne wirklich einschlafen zu können, fasste sie einen Entschluss. Denn ihre Gedanken kreisten sowieso nur um eine Person. Kalin Kinokuni. Der jetzt einsam in seinen kranken Zimmer lag und bestimmt Angst hatte. So kletterte sie aus dem Fenster raus zu ihrem Fahrrad. Das hatte sie schon sehr oft gemacht. Isuzu fuhr zum Krankenhaus. Dann ganz vorsichtig, weil sie ja nicht hier sein durfte, schlich sich Isuzu an denn Schwestern vorbei. Wo Kalin lag wusste das Mädchen ja noch. Sie schaute sich noch ein paar mal um. Dann ging Isuzu in Kalins Zimmer. Er schlief bereits. Lächelnd beobachtete sie denn 13 jährigen unschuldigen hübschen Jungen. Als Isuzu 13 Jahre alt war, begann der Alptraum und ab da durchlebte sie die Hölle. Ihre Eltern hatten ja nie Zeit für die kleine und daher verbrachte sie viel Zeit mit ihrem Kindergarten Freund Björn. Eine Weile ging das auch ganz gut. Bis sein großer Bruder Kenji sich immer mehr in Björns Leben einmischte. Irgendwann konnte sich Björn nicht mehr dagegen wehren und machte alles was sein Bruder von ihm verlangte. Erst schaffte er es noch Isuzu aus allem rauszuhalten. Aber leider nicht auf Dauer. Zuerst sollte sie bloß Drogen verticken. Die Polizei würde ja nie ein junges Mädchen verdächtigen zu dealen. Als Kenji allerdings mitbekommen hatte wie die Junkies Isuzu immer ansahen, kam ihm eine Idee. Er zwang sie sich zu prostituieren. Das brachte ihm noch mehr Geld. Und damit war Isuzus Kindheit und Seele entgültig zerstört. Als sie dann von Kalin hörte, war ihr klar das sie ihm einfach helfen musste. Sie hatte tatsächlich einen pickligen, stämmigen Jungen erwarten. Aber als sie dann Kalin begegnet war, war es als wenn die Sonne in ihr Herz zurück kommen würde. Er war einfach nur total hübsch und so warmherzig. Das kannte Isuzu vorher weder von ihren Eltern, noch von denn anderen Kindern. Schon gar nicht von denn anderen wiederlichen Menschen denen sie begegnet war. Nené und Akiza waren so liebenswürdig. Sie hatten Isuzu gleich mit offenen Armen empfangen. Sie setzte sich an Kalins Bett und hielt seine Hand ganz vorsichtig. Erst hörte sie nur seinen regelmäßigen Atem. Dadurch wurde Isuzu dann doch Mittlerweile müde. Als sie plötzlich ganz leise ihren Namen hörte und Isuzus Hand ein wenig fester gedrückt wurde. Kalin sah sie glücklich an. „Isuzu du bist ja zurück gekommen." Freute er sich. Denn Kalin hatte tatsächlich alleine etwas Angst gehabt. Er hatte ja auch niemanden auf dem Zimmer mit dem er sprechen konnte. Und diese Stille machte es auch nicht besser. „Aber natürlich bin ich das. Ich mag dich sehr Kalin. Seid ich dich das erste mal gesehen habe. Ich lasse dich auch nicht alleine bis du morgen gehen kannst." Dann holte Isuzu einen Rucksack hervor. Dort hatte sie noch die wichtigsten Sachen eingepackt. Da zog das Mädchen auch eine kleine eingepackte Praline raus. Kalin sah Isuzu merkwürdig an. „Ok und was möchtest du jetzt damit?" „Na die ist natürlich zum Essen. Das weißt du doch wohl." Lächelte Isuzu ihn an. „Dieses kleine süße Prachtstück ist übrigens extra für dich von deiner zuckersüßen Nichte. Du solltest es also in Ehren halten. Sie hat leider die ganze Zeit geschlafen, daher konnte sie es dir nicht persönlich geben.“ Lächelte sie und gab ihm die kleine Schokoladen Kugel. „Ich vermisse sie jetzt schon. Dabei bin ich doch noch gar nicht solange weg. Aber die kleine hat soviel Freude in unser Leben gebracht. Alles was Kenji in Nené zerstört hat, ist mit Akiza und Etsuya wieder gut. Ich habe solange versucht die beiden zusammen zu bringen. Aber sie bekommen es einfach nicht hin. Nicht mal für Akiza. Ich verstehe das nicht. Sie lieben sich doch. Hast du das auch gespürt?“ Fragte er Isuzu. „Nene und Etsuya sind kein paar? Das ist tatsächlich eine ziemliche Überraschung. Ich habe die ganze Zeit gedacht sie wären schon vor Akiza zusammen. Und ja, das sie sich eigentlich lieben spürt Mann mehr als deutlich. Warum sind die beiden denn kein Paar?“ Fragte Isuzu neugierig. Dann erzählte Kalin ihr was zwischen denn beiden vorgefallen war. Ihr klappte regelrecht die Kinnlade runter. „Da müssen wir etwas tun. Die beiden gehören einfach zusammen.“ Beschloss Isuzu. Kalin lächelte sie an und hob seine Decke. „Möchtest du etwa auf dem Stuhl übernachten?“ Fragte er sie. Isuzu wurde rot. Sie war nie freiwillig zu jemanden ins Bett gekommen. „Aber Kalin, bist du dir denn sicher? Ich meine...“ Kalin zog sie in seine Arme. „Es ist in Ordnung. Ich nehme dir das mit denn Kuss nicht übel Isuzu. Ich bin halt ein womanizer.“ Lachte Kalin. Es war das schönste und ehrlichste Lachen was Isuzu je gehört hatte. Sie fühlte sich immer mehr zu ihm hingezogen. Dann holte sie noch eine kleine Lampe aus ihrem Rucksack. Kalin sah Isuzu irritiert an. Isuzu stöpselte die Lampe an und nahm die Fernbedienung die dazu gehörte. Dann legte sie sich tatsächlich neben Kalin unter die Decke. Als Isuzu die Lampe anmachte funkelten kleine Sterne an der Decke. Isuzu hoffte das Kalin jetzt nicht mehr soviel Angst haben würde. Er war auch sehr fasziniert von der Lampe. So schliefen beide unter einen Sternenhimmel ein. Und Kalin musste nicht alleine sein.
Als Nené in Eizans Armen lag, streichelte er ihr sanft durch ihr Haar. Auch Nené war jetzt mittlerweile eingeschlafen. Ihre Nähe fühlte sich so gut an. So vertraut. Er schloss die Augen und zog sie an sich. Seine süße kleine Nené hatte recht. So wie es jetzt lief, konnte es nicht weiter gehen. Er konnte nicht erwarten das Nene es dulden würde das er sich alle Annehmlichkeiten zu nutzen machte, die eigentlich nur einer Beziehung vorbehalten waren. Aber was fühlte er für Nené? Als er so darüber nachdachte, sah er eine kleine schürfwunde an ihrem Arm. Er streichelte sanft darüber als wenn er es damit einfach wegwischen könnte. Plötzlich erinnerte er sich an etwas. Damals als er klein war gab es jemanden. Verschwommen sah er sich und ein winziges ca 3 jähriges niedliches Mädchen. Sie jagten sich durch denn Garten von Jack. Sie lachten und liefen um die Wette. Plötzlich sah das Mädchen zu ihm nach hinten um ihren Sieg auszukosten und seinen Blick dabei zu sehen. Sie hatte ihn besiegt. Das Mädchen hielt sich sowieso schon immer für die beste. War ein wenig hochnäsig. Eizan versuchte die kleine immer zu ärgern wenn er es konnte. Auch wenn Jack fast immer schlimmeres verhindern konnte. Denn in der Hinsicht standen sich beide Kinder im nichts nach. Sie lieferten sich regelrechte schlachten, mit Opfern auf beiden Seiten. Trotzdem wollte Eizan sie noch warnen, denn jemanden verletzen wollte er auch nicht. Und irgendwie hasste er dieses Kind, wollte sie aber auch nicht verlieren. Er konnte nicht mit oder ohne sie. Was war nur passiert? Wo und vor allem wer war dieses Mädchen? Er musste sie einfach finden. Er erinnerte sich daran das die kleine über einen Ast stolperte. Sie saß auf dem schlammigen Boden. War erst nur erschrocken, dann fing sie an zu weinen. Sie hatte sich denn arm aufgeschürft. An genau dieser Stelle wo auch Nené sich wohl heute verletzt hatte. Eizan lief schnell zu ihr. Versuchte das kleine Mädchen zu trösten. So wie er es jetzt auch gemacht hatte. Als er damals dem Mädchen ebenfalls vorsichtig über denn arm strich, sah sie ihn mit ihren großen Kulleraugen an und beruhigte sich augenblicklich wieder. Lächelte ihn an. Dann allerdings haute sie ihm mit dem Ast gegen sein Schienbein. „Hey du bist ja total gemein. Was sollte das denn? Ich wollte dir doch nur helfen. Ich kann doch nichts dafür das du nicht gerade aus laufen kannst.“ Sagte er entrüstet. Da weinte die kleine. Jack kam eilig zu Ihnen gelaufen. „Hey Kinder. Streitet ihr euch etwa schon wieder?“ „Sie hat mich gehauen. Obwohl ich eigentlich nur helfen wollte.“ „Und wegen ihm bin ich hingefallen. Schrie das Mädchen.“ „Hey, jetzt seid wieder lieb zueinander. Ihr seid doch Freunde oder?“ Eizan hielt der kleinen seine Hand hin. Erst sah das Mädchen beleidigt zur Seite. Dann nahm sie seine Hand aber doch. „Wie schön das du deine Schuld einsiehst.“ Sagte das Mädchen. Aber damit konnte sie ihn nicht schockieren. „Hast du schonmal gehört, der klügere gibt nach?“ Grinste Eizan sie an. Erst musste das Mädchen seine Worte überdenken. Dann fingen aber beide an zu lachen und warfen sich in Jacks Arme. „Ach Kinder ihr seid wirklich phantastisch. Was wäre ich bloß ohne euch?“ Jetzt wusste Etsuya ganz genau was er Nené sagen würde. Er wandte sich von ihr ab. Für ihn stand jetzt fest das er genau dieses Mädchen finden musste. Er würde Nené sehr schweren Herzens sagen müssen das er nicht mit ihr zusammen sein konnte. Denn diese kleine war es die er wollte. Eizan musste sie finden und wollte mit ihr zusammen sein. Auch wenn er Nené damit verletzen wird. Er konnte nicht mehr so weiter machen. Ab jetzt war Nené tabu für ihn. Warum nur verletzte er alle Frauen mit denen er etwas zu tun hatte? Eizan hatte Angst auch seine Tochter irgendwann zu verletzen. Jetzt versuchte er erstmal zu schlafen. Ab morgen würde er sich dann auf die Suche nach diesem Mädchen machen. Er hoffte natürlich das sie nicht längst verheiratet war und Kinder hatte. Und wenn es so wäre, würde er sie trotzdem sehen wollen. Mit einem unruhigen Gefühl Nené gegenüber schlief er dann doch irgendwann ein. Sie war schließlich die Mutter seiner Tochter. Nené würde seine Abfuhr wahrscheinlich nicht so gut aufnehmen. Ohne zu ahnen das die Frau die er unbedingt haben wollte, bereits neben ihm lag.
Jack sah Stella mit gemischten Gefühlen an. „Wieso hast du mir das damals angetan? Du wusstest wie sehr ich euch beide geliebt habe. Aber du hast meine Gefühle ständig mit Füßen getreten. Aber das tut eigentlich auch nichts mehr zur Sache. Ich bin über dich hinweg. Es geht um Nené. Hast du dir denn mal überlegt wie du das wieder hinbekommst? Oder ist dir deine Tochter egal?“ „Meine Tochter ist mir natürlich nicht egal. Ich weiß das ich garantiert nicht denn preis für die Mutter des Jahres bekomme. Das Kalin und Nené sich von mir abgewand haben tut auch mir weh. Auch wenn du ständig sagst wo ein Herz sein sollte, ist bei mir ein Stein. Wenn ich wüsste was ich ändern kann würde ich es sofort machen. Das ich jahrelang versagt habe als Mutter ist mir sehr wohl bewusst. Jetzt führt meine Tochter mittlerweile ein eigenes Leben und mein Sohn zieht zu ihr. Welche Mutter findet das schon gut? Ich bin eifersüchtig auf meine eigene Tochter. Das Verhältnis zwischen ihr und Akiza hat mir das ganze Ausmaß meines Versagens gezeigt. Ich hätte so gerne ebenso ein inniges Verhältnis zu meinen Kindern gehabt. Wenn du also weißt wie ich das wieder halbwegs hinbekomme, sag es mir gerne.“ „Stella wenn du wirklich an dir arbeiten willst, bekomme endlich denn arsch hoch. Aber jetzt solltest du langsam schlafen gehen. Du siehst sehr müde aus.“ „Danke Jack. Dafür das ich überhaupt hier sein darf.“ Sagte Stella und ging ins Gästezimmer um nachzudenken. So konnte sie nicht sehen das Jack schon wieder ziemlich fertig war. Wegen ihr.
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