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My first Love. (Sweet Amoris MMFF)

von 4Lucy44
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character)
03.01.2021
03.01.2021
2
2.291
 
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03.01.2021 1.725
 
Episode One: Choi San


,,Mom?!", rief der schwarzhaarige verzweifelt, während er sich weiterhin im Spiegel betrachtete. Was er sah war, ein Junge asiatischer Herkunft. Genau genommen, war er Koreaner, allerdings war er mit 14 Jahren nach Frankreich gezogen und sprach daher die französische Sprache fließend. Dennoch besaß er verständlicherweise einen Akzent, welchen viele als "niedlich" beschreiben. Er habe blasse Haut, welche einer Leiche ähnlich sah. Dadurch kamen allerdings wunderbar seine vollen, rosa Lippen und die fast schwarzen Augen zur Geltung. Seine Haare waren von Natur aus schwarz. Doch hatte er sie mit ein paar violetten Strähnchen aufgepeppt und natürlich waren sie immer top gestylt. Sein Pony war meistens auf die rechte Seite gestylt und fiel ihm damit immer wieder übers Auge. Allerdings verhinderte diese Art wie er seine Haare trug nicht  den Blick auf Sein Auge und schränkt seine Sicht auch nicht ein. Sie sahen sehr fluffig aus und tatsächlich waren sie das auch. Die violetten Strähnen hatte er geflochten. Entweder sie standen etwas von seinem Kopf ab, oder sie verhielten sich normal. Eins musste er sagen, ee war schon echt stolz auf seine Haare und mochte sie sehr.

Er war schlank. Sehr schlank, dass er als Mädchen durch gehen könnte mit seinen dünnen Beinen und Armen. Aber war er keines Falls schwach oder unsportlich. Im Gegenteil gerade das machte ihn aus. Deutliche Muskeln zeichneten sich auf seinem Körper ab. Sport war eins seiner Lieblingshobbys. So unvorstellbar es auch klang, aber das Sixpack kommt nicht von irgendwo her, oder über Nacht.

Als Kleidung hatte er wie fast immer einen weiten, schwarzen Hoodie, welche bis zu seinen Knien reichte und eine schwarze Röhrenjeans ausgesucht. Dazu trug er schwarze, abgenutzte Boots und eine Hosenkette, welche bei jedem meiner Schritte schön klapperte. Ansonsten trug er noch silberne Ohrringe, untypisch für einen Jungen. Aber normal war er schon immer nicht. Aber gerade das machte ihn ebenfalls aus. Dazu trug er noch ein paar schwarze Handschuhe, welche etwas mehr als seine Finger frei ließen. Seine Fingernägel waren schwarz lackiert.

,,Ja, mein Liebling?", riss ihn die liebliche Stimme seiner Mutter aus seinen Gedanken. Lächeln legte seine Mutter ihre Hand an seine Wange. Vorsichtig drehte sie seinen Kopf in ihre Richtung und sah ihn sanft lächelnd an.
,,Kann ich so gehen?", fragte er leise, fast schon hauchend. Ebenfalls lächelnd kam sie auf ihn zu und legte ihre Hände auf seine Schultern, während sie neben ihn trat. Nun musterte sie ihn auch im Spiegel und nickte einmal stolz.
,,Ja, mein Sohn. So kannst du gehen."
Er sah die Tränen in ihren Augen und das stolze Lächeln auf ihren Lippen.

Jetzt würde alles gut werden.

Da war er mehr als sicher.

Er würde sein altes Leben endlich hinter sich lassen.

____________________________________

Tja, nun stand ich hier vorne neben dem Lehrertisch und meiner neuer Klasse und wusste überhaupt nicht, was ich sagen sollte. In der Tat war es nicht mein erstes Mal das ich umzog und trotzdem wusste ich nie, wie ich mich vorstellen sollte, geschweige denn was ich überhaupt sagen sollte. Da war es auch egal, wie lange ich gestern Abend im Bett lag und darüber nachgedacht habe. Ich krallte mich mit meiner rechten Hand in den Saum meines schwarzen, weiten Hoodies, sodass er etwas weiter höher rutschte. In der linken Hand hielt ich meinem ebenfalls schwarzen Rucksack fest, damit er nicht von meiner Schulter rutschen kann.
Ich war nervös, schrecklich nervös. Eine doofe Angewohnheit von mir war es mir auf die Lippen zu beißen, wenn ich nervös war. Und so tat ich es auch jetzt, solange bis ich Blut schmecken konnte.

,,Seid mal bitte alle ruhig! Ich möchte euch euren neuen Mitschüler vorstellen!", versuchte mein neuer Klassenlehrer Mr. Faraize die Klasse zu beruhigen. Und auch erst als sie die Wörter 'neuer Mitschüler' vernahmen wurden sie mucksmäuschenstill. Neugierig musterten sie mich, während ich mich weiter in meinen Pullover verkroch. Mit Sicherheit war dies ein lustiger Anblick.
,,Das ist San! Er ist vor kurzem in unsere Stadt gezogen und wird ab heute euer neuer Mitschüler sein! Seid nett zu ihm! San, wenn du irgendwelche Fragen hast, kannst du dich gerne an mich wenden, oder an unsere Klassensprecherin Melody.", meinte mein neuer Klassenlehrer und grinste mich freundlich an.

Zaghaft erwiderte ich das Lächeln und nickte einmal, ehe ich mich an die Klasse wendete und sprach.
,,Jo, freut mich. Ich hoffe, dass wir gut zusammen arbeiten werden."
,,Ist sein Akzent nicht süß?", hörte ich nun ein orangehaariges Mädchen in der ersten Reihe zu einer Silberhaarigen flüstern, die grinsend nickte und auch etwas flüsterte, was ich aber dann nicht mehr verstand.
,,San, du kannst dich zu Li setzen.", meinte nun Mr. Faraize und deutete auf eine ebenfalls asiatisches ausschauendes Mädchen.

Grinsend schlenderte ich auf das Mädchen namens Li zu und ließ mich neben sie auf dem Stuhl fallen.
,,Hey, ich bin Li.", hauchte sie mir nun schüchtern zu und hielt mir ihre Hand hin.
,,Das weiß ich doch schon. Freut mich aber, Li!", antwortete ich flüstern und griff nach ihrer Hand.
,,Mich auch. Woher kommst du?", fragte sie dann.
,,Südkorea. Und du?"
,,Echt? Krass, ich auch!"
,,Was für ein Zufall."

Danach schwiegen wir für den Rest des Unterrichts. Als es klingelte stand ich langsam auf und packte meine Sachen zusammen und wollte so eben den Klassenraum verlassen, als eine Stimme mich aufhielt.
„Hey, San! Warte mal!"

Verwundert drehte ich mich um und erblickte einen blauhaarigen Jungen, welcher nun vor mir stand. Er grinste mich breit an und hielt mir die Hand hin, während er sprach,
„Hallo, ich bin Alexy! Ich wollte dich fragen, ob du mit mir und ein paar Freunden die Pause verbringen willst?Ich, wir könnten dir auch die Schule zeigen."

Vorsichtig ergriff ich seine Hand und schüttelte sie. Sie war weich, kleiner als meine und warm. Während meine rau, größer und eiskalt war. Ich bemerkte, wie der Blauhaarige leicht zusammen zuckte, als meine Hand die seine berührte. Sofort wollte ich sie wieder wegziehen, doch hielt er sie nun eisern fest.
„Also... Ähm.. Klar, gerne. Solange es euch keine Umstände bereitet."

„Ach, was! Überhaupt nicht! Na dann, komm!", rief er begeistert und zog mich an der Hand mit nach draußen auf den Schulhof.
Er hatte es wohl ziemlich eilig, weswegen ich etwas schmunzeln musste.
„Hey, Alexy!", rief ich nun zu meinem Vordermann, als wir die Treppen zum Schulhof runter stiegen.
„Ja?", fragte er verwundert und drehte seinen Kopf nun zu mir rum.
„Du kannst meine Hand loslassen. Ich werde schon nicht weglaufen.", lachte ich und hob unsere verschränkten Händen, obwohl nur Alexy mich wirklich festhielt.

„Oh, sorry! Wollte ich nicht.", meinte er verlegen, kratzte sich am Nacken und ließ meine Hand los. So gingen wir nebeneinander her, bis wir an einer Gruppe ankamen. Sofort wurde Alexy von fast allen herzlich begrüßt und umarmt, ehe sie auch auf mich aufmerksam wurden.

So lernte ich in dieser Pause Iris, Rosalia, Kim, Viola, Melody, Nathaniel, Kentin, Lysander, Castiel und Armin, welcher Alexys Zwilling ist, kennen. Ich musste sagen sie waren ein ziemlich bunter und unterschiedlicher Haufen, doch erkannte man auf den ersten Blick die tiefe Freundschaft die sie miteinander verbindet. Obwohl bei Nathaniel und Castiel war es fraglich ob sie sich nun mochten, oder doch hassten, so oft wie sie in dieser Viertel Stunde aneinander geraten waren.

In der Mittagspause würden sie, nun Rosalia und Alexy, mir die Schule zeigen, da wir dort deutlich mehr Zeit hatten. Während alle irgendwie miteinander im Gespräch waren und lachten, beschäftigte ich mich mit meinem Handy und blieb im Hintergrund. Zwar versuchte Alexy oder einer der Mädels immer wieder ins Gespräch mit einzubinden, aber wank ich nur ab mit sehr kurzen Antworten.

Ich hatte nicht vor mich in ihre Freundschaft mit rein zu drängen. Lieber blieb ich alleine für mich, als den Fehler ein zweites Mal zu begehen.

In der Mittagspause zeigten mir Rosalia und Alexy die ganze Schule und erzählten hin und wieder eine lustige Geschichte, welche ihnen in dem jeweiligen Raum passiert ist.
Als letztes zeigten sie mir das Dach der Schule und sofort war ich begeistert. Kalter Wind wehte um meinen Ohren und zerzausten meine Haare. Meine Ohrringe flogen gleich mit dem Wind mit und ließen eine Melodie entstehen. „Wow.", staunte ich mit offenem Mund und Schritt ans Geländer. Fest umschlossen meine Finger dieses, dass meine Fingerspitzen schon weiß wurden.

Man blickte über die ganze Stadt und noch weiter darüber. Nun wusste ich wo ich meine restliche Schullaufzeit verbringe werde.
Es war der perfekte Ort zum entspannen und zum schreiben.
Es war einfach wunderschön.
„Wunderschön nicht wahr?", fragte nun eine Stimme neben mir. Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass es Rosalia war, welche sich neben mich gestellt hatte.

„Mehr als das.", hauchte ich leise und lächelte sie sanft an. Sie erwiderte mein Lächeln und sah zu mir hoch. Ich allerdings blickte weiter übers Gelände und genoss die Aussicht.
„Wollen wir wieder runter zu den anderen? Die warten bestimmt schon auf uns.", meinte Alexy nun hinter uns.
„Ja, kommst du, San?", fragte Rosa nun neben mir. Doch schüttelte ich den Kopf nur und schloss die Augen für einen Moment.

„Nein, ich bleib hier. Man sieht sich nachher im Unterricht.", meinte ich, öffnete sie Augen und sah direkt in die von Rosa.
„Aber...", setzte Alexy an, wurde aber von der Silberhaarigen unterbrochen.
„Okay, man sieht sieht sich im Unterricht."
Und schon waren sie verschwunden.

Ich blickte mich um und fand eine weiß lackierte Bank, auf welche ich mich nun niederließ. Meine Arme platzierte ich hinter mir und stürzte mich ab. Den Kopf ließ ich in den Nacken fallen und schloss die Augen wieder. Ich genoss die frische Luft und den Wind um mich. Und vor allem genoss ich die Ruhe.

Langsam richtete ich mich auf und griff nach meinem Rucksack. Aus diesem holte ich meine Brotdose mit einem Sandwich raus und mein schwarzes Notizbuch. Schon fing ich an zu schreiben. Dieser Ort weckte meine Inspiration und ließ mich die sowohl schlimmste, als auch schönste Zeit in meinem Leben hervorrufen und verarbeiten.

Pünktlich zum Unterricht saß ich wieder im Klassenraum und ließ die letzten Stunden über mich ergehen, ehe ich ohne eine Verabschiedung von jemanden verschwand und nach Hause eilte.

________________________

Steckbriefe im nächsten Kapitel.

Fortsetzung folgt.......
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