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When you're just a mistake...

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Chuck Minho Newt OC (Own Character) Thomas
03.01.2021
13.02.2021
5
5.945
2
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03.01.2021 1.293
 
So, da ich zur Zeit etwas in der Kurve hänge, was diese Story hier angeht, habe ich beschlossen, einfach nochmal alles durchzulesen und im Zuge dessen meine wunderbare Vorrede mal zu überarbeiten- die alte war ja echt schrecklich.
An sich freue ich mich immer über Feedback etc, oder auch Ideen, wie die Story weitergehen könnte, da sie nicht direkt auf einem Plan beruht, sondern eher spontan entstanden ist.
Jap, das wars schon, viel Spaß beim lesen
(oder auch nicht, ist ja jedermans Sache xD )
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Organisation und Ordnung, hervorgerufen durch strenge Disziplin und die Notlage, in welcher sich die Welt gerade befand, strukturierten den Alltag in WCKD. Falls man es überhaupt Alltag nennen konnte.
Ava würde sich nie daran gewöhnen, die verlorenen Jugendlichen auf dem klinisch sterilen Bildschirm zu betrachten, und die Auswertungen der Psychologen zu lesen. Noch weniger würde sie sich an die blau schimmernden Hologramme von jungen Gehirnen gewöhnen, auch wenn es eine eindeutige Verbesserung zu den realen Gehrinen darstellte, welche am Anfang der Organisation noch in kleinen Glasschalen voller Flüssigkeit im Labor rumstanden.
Ava Paige wusste, dass es ein Fehler gewesen war, als sie alle beschlossen hatten, einen Virus auf die Bevölkerung zu hetzen. Noch schmerzlicher wurde es ihr bewusst, als eine Jungsleiche auf dem Bildschrim vor ihr auftauchte, in einen kleinen Video die letzten Minuten des Jungen festgehalten.

Seine Ausdauer dienten als Vorbild, doch er war kein viel versprechender Proband. DIe Wahrheit über die Welt hat ihn nicht nur verrückt werden lassen, sondern mehr Angst als Wut freigesetzt. Eine Emotion, welche nur wenig erfolgt haben wird, um den Vortlauf der Symptome des Viruses zu wiederstehen. Sein Tod und seine Teilnahme waren nicht umsonst, weitere Erkenntnisse im Verhalten auf Griever und auf die Ablehnung der Freunde durch seinen Verrat werden deutlich. Zu planen ist nun...

Mit einer Hand strich Ava sich über die müden Augen. Auch wenn von Beginn an Nicks Kompetenzen zum Wiederstehen des Viruses in Frage gestellt wurden, war er hier ein weiterer Toter. Und einer der besten Anführer, die das ganze Labyrinth Projekt je hervorgebracht hat. Durch ihn ist Labyrinth A zu einem der leistungsstärksten geworden, neben der Tatsache, dass es Nicks Idee war, zusammen mit Minho das Labyrinth nachzu bauen. Durch ihn war Labyrinth A einige Schritte weiter gekommen. Schritte zur möglichen Heilung.
Möger er in Frieden ruhen.
Ava schloss das Fenster auf ihrem PC, und wollte ihn gerade herunterfahren, als eine Nachricht auf dem Bildschirm aufging. Keine normale Nachricht. SOS. Verdammt. Wie viel konnte bitte an einem Tag schiefgehen? Erst starb einer der Anführer, ohne das WCKD seine Hände im Spiel hatte, und dann kam direkt ein weiteres Notfall- welche zuegebener Maßen öfter kamen, als vor der Pandemie, aber trotzdem waren zwei an einem Tag doch sehr... ermüdent.
Ava atmete einmal tief durch, bevor sie die Nachricht öffnete. Sie zu ignorieren war schließlich auch keine Lösung.

Sie bereute in jeder Minute ihres Lebens die Freisetzung des Viruses. Sie hoffte wikrklich, sie musste das Rettungsprojekt nicht auch bereuen. Schließlich war der Virus auch als Geschenk, als Mittel zum Welten rettenden Zweck geplant.
Und jetzt hoffte sie, dass nicht ein weiterer Punkt auf der Liste des Scheiterns hinzukam. Sie hatte die Hoffnung auf ein Heilmittel noch nicht verloren, doch der Schimmer am Horizont wurde kleiner. Auch wenn der Rest ihres Teams weiterhin das Gelingen nicht bezweifelte, Ava wollte keinen zweiten Genozid verantworten. Und so wie WCKD zur Zeit mit den Immunen umging wurde es immer wahrscheinlicher...

Notfall. Verwechselung eines Probanden bei Labyrinth A. Ich wiederhole, Notfall. Treffen in zwanzig Minuten Saal 13C. Anwesenheit dringends erforderlich.

Ava Paige gehörte zu den diszipliniertesten Frauen der Firma. Eigentlich war sie wahrscheinlich die kontrollirteste Person, Männer mit eingeschlossen. Und nun, innerhalb eines Tages, war ihrer Abteilung, ihrem Verantwortungsbereich ein zweiter Fehler unterlaufen. Das durfte nicht sein.
In einer Bewegung strich sie sich ihren Blazer über, und griff nach ihrer Handtasche.
Nach dem dritten Klingeln hob ihr Assisten ab.
"Besorgen sie mir eine Liste mit allen Verantwortlichen dieser Fehler. Wir krempeln das Team jetzt einmal um." Ohne eine Antwort ab zu warten, legte sie auf und verließ ihr Büro.
Nach diesem Krisentreffen würden Köpfe rollen.

Der Fehler lag an niemandem, außer der Kommunikationsunfähigkeit der verschiedenen Ebenden. Der Befehl, einen Probanten ins Labyrinth zu schicken, war korrekt ausgegeben worden. Irgendwo auf dem Weg hatte ein Sicherheitsbeamte statt Labyrinth B, Labyrinth A weitergegeben.
Ava wollte niemandem für die Inkompetzten der Söldner bestrafen. Also arbeiteten sie keinen Weg der Bestrafung aus, sondern eine Lösungsmöglichkeit. In dem Moment, in dem das Treffen begonnen hatte, hatte die Jungen die Box geöffnet. Es gab somit keine Möglichkeit mehr, das Mädchen aus dem Labyrinth zu holen, ohne mehr Aufmerksamkeit zu erregen, als ihre Anwesenheit sowieso schon tat.

"Meine Damen und Herren. Nachdem wir nun festgestellt haben, welcher Fehler uns unterlaufen ist, betreiben wir Schadensbegrenzung. Die Pläne, ein Mädchen in Labyrinth A zu schicken standen schon, auch wenn nicht so früh, und auch nicht dieses Mädchen. Wir reden von Teresa Agnes. Sie sollte eine weitere Variable werden, als Letzter Proband, der Labyrinth A besucht und auch als Thomas Ansprechpartnerin. Sie sollte ein Misstrauen schaffen und den Tatendrang verstärken. Die Tatsache, dass sie das einziges Mädchen war, sollte für mehr Skepsis und Antiphatie sorgen. Da uns diese Punkte nun alle durch ein weiteres Mädchen verloren gehen, werden wir Thomas als letzten schicken. Ohne das Drama. Irgendwelche Einwände?"
Der Saal blieb ruhig. Ava erlaubte sich, einen Moment zu entspannen und atmete wieder tief durch.
"Wie weit waren die Gehirn Untersuchungen des Mädchens fortgeschritten?" fragte sie dann, das nächste Problem erfassend.
"Die Barriere zu ihren Erinnerungen vollständig errichtet, sie wäre in wenigen Stunden in Labyrinth B angekommen. Wir haben aber noch keine Zentrale zum Erfassen ihrer Gefühle integriert. Das bedeutet, ihr geht es wie jedem anderen Probanten, bloß wir können nicht in ihren Kopf schauen."
Ava wusste, dass dieser Proband somit mehr oder weniger nutzlos war. Sie begann es zu bereuen. Dieses Mädchen war nicht nur emotional stärker gewesen, als einige andere, sie hatte auch eine deutlich höhere Intelligenz. Was für eine Verschwendung.
Einer der Psychologen hatte am Anfang der Sitzung die Akte des Mädchens präsentiert. Die Reaktionen der Probantin auf Angst fielen oftmals mit Offensive aus. Es wäre ein vielversprechendes Ergebnis zu erwarten gewesen. Ein weiterer Punkt bildete sich auf Avas immer länger werdenden Liste.
"Haben wir zu Griff zu ihren Emotionen, wenn wir die Barriere digital etwas verschwächern?" fragte sie dann.
Eine Diskussion war die Folge. Ava hatte abgewogen, ob wenige Erinnerungen in Schlaf oder eine völlige Blindheit der Forscher hinnehmbarer wäre. Spontan würde sie behaupten, dass das Verkürzen der Barriere die bessere Lösung wäre, somit hätten die Wissenschaftler wieder Zugraff auf die Probantin. Aber wenn sie daurch zu viel erfahren würde, würde nicht nur sie selbst, sondern wahrscheinlich das ganze Labyrinth nutzlos werden.
"Wenn wir die Erinnerungs Barriere etwas verkürzen, hätten wir Zugriff auf negative Gefühle, und sehr starke im Allgemeinen." sagte einer der Doktoren
Ava nickte. Dann verkündete sie ihr Urteil.
"Wir werden diese Barriere verkürzen, probe Weise erst wenn sie schläft. Diese Probantin war nie Teil von WCKD, sie wird ihre Anwesenheit oder Ähnliches im Labyrinth durch diese Träume nicht erklären können. Lasst sie in etwa so viel sehen wie Thomas sehen wird, nicht mehr. Und ich möchte, dass alles aufgezeichnet wird. Keine Sicherheitslücken mehr. Beim nächsten Fehler, werden hier nicht nur Jobs neu zu vergeben sein, sie werden aus der Stadt verbannt."

Ava beherrschte die Situation wieder. Denn sie war die Disziplin in Person. Und sie hatte die Macht.
Ava Paige hoffte wirklich, nichts bereuen zu müssen. Sie hoffte, die Liste irgendwann beendet zur Seite legen zu können, und zu sagen, sie hatte es geschafft. Das Projekt hatte Erfolg. Die Heilung der Menschheit.
 
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