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Die Nächte des Lebens

Kurzbeschreibung
SammlungRomance, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
01.01.2021
26.05.2021
31
24.105
13
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4 Reviews
 
07.02.2021 842
 
An dieser Nacht ist nicht ansatzweise irgendwas ruhig oder normal oder schön. Diese Nacht wird den Shadowhunter noch alles abverlangen, was er geben kann.

Alec erinnert sich noch sehr genau an das letzte Mal, als er an der Seite von Magnus saß und die unsagbare Angst hatte, ihn zu verlieren. Wo er nach Worten suchte und hoffen musste, dass alles ein gutes Ende nimmt. Damals war es die Magie, die ihn fast das Leben gekostet hatte, nun war es ein Dämonenangriff, der nicht mal ihnen an sich gegolten hatte. Und doch mussten sie sich einfach einmischen und das lag nicht an Alecs Job, sondern an der Nächstenliebe und nun ist dieses Gefühl der Verzweiflung gewichen.

Es war ein ganz normaler Abend gewesen. Die Arbeit hatte sie beide mächtig auf Trab gehalten, weswegen Magnus seinen Mann kurzerhand nach New York entführte und einen romantischen Abend mit Kino und Essen gehen geplant hatte. Bis ins Kino hatten sie es tatsächlich geschafft, was Alec schon fast wie ein Wunder ansah. Stand doch das Telefon niemals still, egal, in welcher Hosentasche es steckte. Er vermutete ja stark, dass Magnus da mit ein bisschen Magie nachgeholfen hatte. Nicht zum ersten Mal war es ihm aber im Falle des Recht Habens mehr als nur egal, den freien Abend hatten sie sich mehr als verdient.
Auf dem Weg zu dem Italiener hörten sie aber in einer dunklen Seitengasse panisches Schreien und bevor sie nur drüber nachdachten, stürmten sie Seite an Seite auch schon los.
Das Bild, was sich ihnen dort bot, wird Alec nie wieder im Leben loswerden. Ein wirklich riesiger Dämon, seinem Aussehen nach zusammengekreuzt auch vielen Verschiedene, stand an in der Sackgasse mit einem bewusstlosen Mädchen in den Klauen. Die Freundin dazu, die so geschrien hatte, ging mit ihren bloßen Fäusten auf das Vieh los, so voller Verzweiflung und Angst, dass ihr das eigenen Leben egal erschien. Sie wollte nur um jeden Preis ihre Freundin retten. Dass das niemals gut ausgehen würde, war Magnus einen Sekundenbruchteil schneller klar als Alec schalten konnte und so stürzte der Hexenmeister los. Es war keine Zeit, das Auftauchen zu hinterfragen oder warum zwei Mundies das Vieh sehen konnten. So setze sich auch Alec in Bewegung und zog die Frau rechtzeitig weg, bevor die freie Klaue ihr was tun konnte. Magnus gelang es, die andere Frau zu befreien und sie an die Wand zur Hauptstraße hin in Sicherheit zu bringen. Sofort kümmerte sich Alec um die Beiden und sah dadurch viel zu spät, wie sein Mann sich gegen die Attacken zur Wehr setze, es aber nach einigen Minuten nicht schaffte, einem aggressiven Angriff des Viehs gänzlich abzublocken.

Alec hört hier an dem Krankenbett, gefühlte Meilen entfernt von dem Ort des Geschehens, noch genau das Geräusch von zerreißendem Stoff und den schmerzerfüllten Schrei von Magnus. Das Knacken der Knochen durch den Aufprall an der Wand verfolgt den Shadowhunter in jeder freien Sekunde, die er nicht die Hand seines Mannes hält und hofft, dass sie wieder verdammt viel Glück hatten.

Nur Mühsam gelange es Alec, sie zusammen ins Institut zu bringen und seiner Schwester zu erzählen, was passiert war. Mit kreideweißem Gesicht hatte sie Catarina, ihre befreundete Hexe und Heilerin, angerufen und die war nur Minuten später vor den Toren des Instituts aufgetaucht. Minuten, in denen es Magnus so drastisch schlecht ging, dass sein Herz ins Stolpern kam und Alec schon glaubte, dass es das gewesen war. Das Bewusstsein hatte der Hexenmeister schon verloren, bevor sie auch nur in die Nähe der alten Kirche kamen. Wie es Catarina dann gelang, Alec vor die Tür zu setzen und so Ruhe im Krankenzimmer zu haben, weiß der Shadowhunter schon nicht mehr. Jace war aufgetaucht, mit einem wissenden Blick und hatte ihn in die Küche geschleift. Doch der Tee blieb unangetastet, der Versuch eines Gespräches blieb einsilbig, einzig die Iratze durfte der Parabatai nachziehen und dann war Alec in einem Moment außerhalb seiner Lethargie wieder zurück auf die Krankenstations gestürmt.
Catarina versicherte ihm, dass des Magnus wieder besser gehen wird, aber sie sah so fürchterlich erschöpft aus, dass sich Alec den Gedanken der Hoffnung nicht hingeben wollte.

Auch jetzt, an der Seite seines Mannes, mit den ganzen Bildschirmen um sie herum, wagt er es nicht, an einen guten Ausgang des Ganzen zu glauben. Für seine Verhältnisse ist Magnus viel zu blass, da kann auch der karamellfarbene Ton seiner Haut nicht drüber hinweg täuschen, und nur das gleichmäßige Heben und Senken der Brust lässt Alec nicht völlig durchdrehen. Wie konnte er auch nur so unvorsichtig sein und Magnus für einen Moment aus den Augen lassen? Sie waren zwar inzwischen ein eingespieltes Team, aber bei so einem Gegner hätte Alec niemals nachlässig werden dürfen. Jetzt kann er nur hier sitzen, die Hand seines Mannes halten und zu Raziel und allen Engeln beten, dass diese Nacht kein fürchterliches Ende nimmt. Bevor Magnus nicht einmal die Augen aufschlägt und Alec somit sehen kann, dass es ihm besser gehen wird, solange wird sich Alec nicht hier weg bewegen und Ruhe gönnen. Das ist er Magnus schuldig. Und wenn es Tage dauert...
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