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Die Nächte des Lebens

Kurzbeschreibung
SammlungRomance, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
01.01.2021
26.05.2021
31
24.105
13
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24.05.2021 749
 
In dieser Nacht war die Luft im Loft deutlich geladen.

Und an Schlaf war bei keinen der beiden Bewohner mehr zu denken.
Das Thema war durch blöden Zufall wieder mal zu der Unsterblichkeit des Hexenmeisters gekommen und Magnus war es einfach nur leid, Alexander wieder und wieder zu beteuern, dass sie nichts an seinen Gefühlen zu den Shadowhunter ändert oder gar ändern wird. Doch Alec redete es immer wieder klein, bis Magnus der Kragen platzte und die ganze Nachbarschaft die Worte hören konnte.
"Du willst die Wahrheit hören? Natürlich habe ich Angst vor dem Tag, an dem du nicht mehr nach Hause kommen wirst. Mit etwas Glück kann ich mich dann in weißen Klamotten von dir verabschieden, aber wirklich dran glauben kann ich nicht. Ich habe in der Zeit mit dir zusammen gelernt, dass die letzte Barriere zwischen der Unterwelt und der Menschenwelt mit Verlusten leben muss und das Shadowhunter nun wirklich nicht unsterblich sind. Und genau aus diesem Grund werde ich die Zeit genießen, die wir zusammen haben und wenn wir mit 60 noch zusammen sein können, dann will ich das. Weil ich dich liebe. Und nicht, weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass es meine Pflicht ist. Ich liebe dich mit allem, was dich aus macht. Und wenn eines Tages graue Haare zu dir gehören, dann liebe ich dich noch immer. Weil sich an deinem Wesen nichts geändert hat. Ich werde meine Haare auch Grau färben, wenn du dich dann besser fühlst, aber ich werde dich ganz sicher nicht fallen lassen, nur weil das Altern dich zeichnet. Ich werde bis zu deinem Totenbett an deiner Seite sein und darüber hinaus. Wann geht das endlich in dein Sturkopf?" Alec wollte darauf was erwidern, doch Magnus war noch lange nicht fertig. "Ich werde nicht den Schwanz einziehen und mich bei den ersten Anzeichen des Älter Werdens vom Acker machen. Also hör endlich auf, immer wieder auf dem Thema rumzutrampeln und schon gar nicht will ich immer wieder von dir hören müssen, dass du mir zum Fremdgehen deinen Segen gibst. Ich weiß ganz genau, auf was ich mich einlasse und wir haben weiß Gott genug hinter uns gebracht, weil andauern irgendwer zwischen uns stand. Egal, ob es nun deine Familie war oder meine. Da werde ich ganz sicher nicht davon laufen, wenn es mal bei uns schwierig wird. Und wenn du das auch nicht vorhast, ist doch alles gut. Ansonsten wäre jetzt der richtige Moment um Schluss zu machen. Es würde mir das Herz brechen, keine Frage, aber wenn es das ist, worauf das hier hinauslaufen soll, dann sage es gleich." Kampfeslustig und doch leicht panisch sah Magnus zu Alexander, der nur die Hände hob und den Kopf schüttelte. Eher zögerlich fand der Nephilim seine Sprache wieder.
"Ich will ganz sicher nicht Schluss machen. Wie du schon sagtest, wir haben zu viel für unsere Liebe kämpfen müssen, um es einfach so zu beenden. Aber du musst mich aber auch verstehen. Du bist ein jahrhundertalter Hexenmeister, unsterblich. Und ich bin nur ein Shadowhunter, dessen Zeit irgendwann nun mal kommen wird. Ich will nicht , dass du dich zu irgendwas verpflichtet fühlst. Mit etwas Glück werde ich nicht im Kampf sterben, aber dann wird der Moment kommen, wo ich pflege brauche, weil mein Körper nicht mehr so mitmacht, wie ich es vielleicht will."
"Es geht einfach nicht in dein Kopf, oder?" Magnus schrie es fast schon und man konnte auch sehen, wie sein Hexenmal aufglomm. Die Tränen versteckte er auch nicht länger. "Wenn diese Zeit für uns kommen sollte, dann tu ich es, weil ich dich liebe und nicht, weil ich es Pflicht ansehe. Es wird dazugehören und ich würde mir eher die Hände abhaken, als jemanden zu sehen, der es statt meiner Person macht. Also finde dich endlich damit ab. Bis das der Tod uns scheidet! Und selbst da werde ich noch ein Wörtchen mitreden. Ich habe Jahrzehnte lang nach meinen Seelenverwandten gesucht, da werde ich dich sicher nicht wegen ein paar grauen Haaren oder steifen Gelenken gehen lassen. Punkt aus, Ende der Diskussion." Schnaubend verschwand Magnus im Badezimmer und ließ einen traurig lächelnden Alexander im Schlafzimmer zurück. Was dem noch jungen Mann noch auf der Seele brande, wurde in der Nacht nicht mehr ausgesprochen. Auch wenn es die Wahrheit war, die er unbedingt noch aussprechen sollte, bevor sie ihn von innen heraus zerfressen würde. Und diese Wahrheit war, dass er unbedingt wollte, dass Magnus auch ein Leben nach ihm hat...
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