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Die Nächte des Lebens

Kurzbeschreibung
SammlungRomance, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
01.01.2021
26.05.2021
31
24.105
13
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17.04.2021 1.029
 
Für diese Nacht klopft sich Magnus bei Gelegenheit mal selbst auf die Schulter.

Es war Alexander deutlich anzusehen, was er von der Idee hielt, aber schlussendlich konnte er sich gegen die geballte Frauenpower von Isabelle und Clarissa nicht wehren und wurde einfach mitgeschleift. Izzy hatte versprochen, dass sie es nicht übertreiben werden, aber der letzten Abend in Freiheit für Alec sollte auch was besonderes sein, bevor die Fesseln der Ehe einiges einschränken würde. Magnus kam nicht mal dazu ihr zu sagen, dass ihre Ehe was völlig anderes werden wird und sie im Grunde einen Junggesellenabschied nicht brauchen. Aber da war er einfach überstimmt und was sollte schon schief gehen. Wenn es nach Magnus ginge, würde Alexander ohnehin nie wieder die Gelegenheit zu so einem Freibrief bekommen und er hat sie ziehen lassen.

Was aber im Gegenzug dafür sorgte, dass Magnus sich mit Alexanders Parabatai rumschlagen musste. Aber nach einer klaren Ansage war auch das geklärt und so liegt Magnus nun auf einer Liege und lässt sich mit Moorerde einschmieren. Nach den ersten Beschwerden von Jace hatte auch er erkannt, dass so ein Spa-Besuch durchaus seine Vorzüge hat und Magnus ohnehin keinen anderen halbnackten Strippern zuschauen würde. Als dann auch die Pediküre ihm mehrfaches Stöhnen entlockte, war auch der letzte Widerstand verpufft.
"Du bist wirklich der Einzige, der seinen letzten Abend in Freiheit in einem Spa verbringt."
"Wer weiß schon, wann ich sonst wieder dazu kommen würde", Magnus lässt die Augen geschlossen und versucht so gut es nur geht den Shadowhunter neben sich zu ignorieren. "Da ihr ja die Katastrophen magisch anzieht, wird es sicher nicht lange dauern, bis sich Alexander euretwegen ins Getümmel stürzt, ich auch mit reingezogen werde und euch retten muss. Da will ich einfach vorbeugen, sonst kommen die grauen Haare und Falten schneller, als ich gucken kann. Außerdem hasse ich es, wenn die Nägel mitten im Kampf abbrechen. Und für morgen soll auch einfach alles perfekt sein." Ja, eine Maniküre gibt es dann auch noch, auch wenn Magnus es an sich ja nicht nötig hätte oder gar einiges an Zeit dafür hergeben müsste. Ein Schnipsen und etwas Magie richten es im Normalfall auch. Aber dann gäbe es keine sinnvolle Beschäftigung vor der Hochzeit und bei den Gedanken, dass sie Morgen endlich Mann und Mann sind, schlägt sein Herz wieder doppelt so schnell und er kann es einfach nicht mehr erwarten. Mit Alexander hat er den Mann an seiner Seite gefunden, den er nie wieder hergeben will und endlich, in seinem 400 Jahren unter den Menschen, geht Magnus den Schritt vor den Altar.
"Hey, Erde an Magnus", leicht genervt kommt wieder Jaces Stimme an sein Ohr und Magnus stöhnt leise auf. Das Opfer kann Alexander in den nächsten Jahren nicht wieder gut machen, was Magnus an ihren letzten Tag in Freiheit erbringt. Ob es zu auffällig ist, wenn Jace plötzlich verschwindet? "Ich habe dich was gefragt."
"Sorry, war in Gedanken."
"Du bekommst doch nicht etwa kalte Füße?" Jace richtet sich auf der Liege auf und starrt zu Magnus rüber. Was bei der ganzen getrockneten Pampe auf ihn schon eine kleine Leistung ist und ihm auch eine Rüge vom Moormädchen einbringt, die ihn wieder zurück in die Waagerechte drückt.
"Nein, ganz sicher nicht. Ich kann es ehrlich kaum noch erwarten und ihn endlich wieder zu küssen."
"Euch hat es wirklich voll erwischt", Jace schnaubt belustigt auf. "Ihr seid keine 12 Stunden von einander getrennt und schon voller Verlangen. Ich verstehe auch nicht, wieso ihr jetzt so schnell heiraten wollt. Genießt doch noch ein wenig die Freiheiten, die das Pärchenleben so mit sich bringt. Mit einem Ring am anderen Finger ist das dann nicht mehr so einfach."
"Hast du mir ein paar Zeilen vorher nicht zugehört?"
"Hä?"
"Ihr zieht die Katastrophen doch nur so an und andauernd scheint jemand was dagegen zu haben, dass wir zwei zusammen sind. Also werde ich jetzt ganz sicher nicht fliehen." Magnus bekommt wieder das Funkeln in die Augen und den schmachtenden Ausdruck in die Stimme, was Jace nur ein Augenrollen entlockt. Gut, er war als Frischverliebter auch nicht gerade zurückhaltend, aber dieser ganze Kitsch bei Alec und Magnus ist doch schon zu viel des Guten. "Für heute genießen wir einfach den Luxus und lassen uns so richtig verwöhnen. Hab ich gern gemacht."
"Also so heiß war ich ja nicht drauf, mit Schlamm vollgeschmiert zu werden. Auch wenn die Fußmassage schon ganz nett war."
"Du bist wirklich so dämlich, wie du aussiehst." Magnus schnaubt nur auf und schließt wieder die Augen. In völliger Entspannung kann die Moorpackung am besten einwirken und die Haut erfrischen.
"Was soll das schon wieder heißen?" Wütend richtet sich Jace wieder auf und ignoriert die schimpfende Frau, die ergeben die Hände in die Höhe schmeißt und wütend den Raum verlässt. Solche Kundschaft braucht sie um die Zeit auch nicht mehr. "Ich bin nicht dämlich."
"Dann suche dir ein anders Wort aus. Nervtötend, kleinkariert, planlos... soll ich weitermachen?" Magnus grinst böse. "Ich habe dich an der Backe, damit du siehst, wie du bei deiner Freundin Punkte sammeln kannst. Mädchen stehen auf sowas. Aber wenn du es nicht zu würdigen weißt, kenne ich noch einen anderen Ort zum entspannend." Man hört das leise britzeln von Magie und wäre Jace nicht unter einer Schlammschicht vergraben, würde man ihn sicher etwas blasser sehen können als normal. Ergeben hebt nun auch der Shadowhunter die Hände.
"Lass mal, ich werde mir doch nicht das Händeding entgehen lassen."
"Das nennt man Maniküre, Idiot." Die magischen Funken verschwinden wieder. "Jetzt halt einfach den Mund, sonst klappt das mit dem entspannen nicht wieder. Ich werde ganz sicher nicht mit Augenringen auf meiner eigenen Hochzeit erscheinen." Und damit herrscht wirklich Ruhe in dem Raum, selbst Jace ist schlau genug und weiß, dass er Magnus nicht provozieren sollte. Nicht, das dieser seine uralten Drohungen von Nordpol oder Ententeich doch mal wahr werden lässt. Auch Jace hängt noch an seinem Leben und der Freiheit.
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