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Die Nächte des Lebens

Kurzbeschreibung
SammlungRomance, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
01.01.2021
26.05.2021
31
24.105
13
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
21.03.2021 840
 
Das es im Prinzip mitten in der Nacht ist, blenden die Bewohner eines Apartments mitten in Brooklyn einfach mal aus.

Magnus balanciert ein Tablett mit allerlei leckeren Zeug. Unter anderem auch Sahne auf Waffeln, was definitiv nicht zur Uhrzeit passt. Frühstück ist erst in ein paar Stunden, kurz vor Mitternacht sollte man  der Figur Willens eigentlich nichts mehr essen. Oder wenigstens nicht so fettig.
Doch das ist dem Hexenmeister egal, solange wie er seinen Mann nur irgendwie dazu bekommt, was zu essen, ist ihm das Was so ziemlich egal. Seit zwei Tagen hat sich Alexander vollkommen eingeigelt und langsam aber sicher reißt bei Magnus der Geduldsfaden. Verlust hin oder her!
"Ich habe hier eine Suppe, Waffeln mit Kirschen und Sahne und ein paar belegte Brötchen. An Getränken mache ich dir was immer du willst, musst es nur sagen. Ich bestelle auch bei unserem Lieblingslieferjungen, wenn dir das besser schmeckt. Für das exorbitante Trinkgeld ist ihm keine Zeit zu spät." Langsam, nicht ganz so fröhlich, wie er gern sein möchte und vor allem auch nicht so laut, wie er vielleicht sein sollte, geht Magnus in das Zimmer und muss sich zusammenreißen. Bevor er nur irgendwas machen sollte, würde er die dunklen Vorhänge aufziehen, frische Luft in das Zimmer lassen und vor allem die Unordnung beseitigen, die es irgendwie rein geschafft hat.
Es war eine gute Idee gewesen, damals beim Einrichten der Wohnung auch getrennte Zimmer zu berücksichtigen, damit sich jeder auch mal zurück ziehen kann. Aber das es so ausartet ... nein, das hatte Magnus nicht erwartet.
Er stellt das Tablett auf den Schreibtisch ab, der nicht ganz so chaotisch wie der Fußboden aussieht und setzt sich dann langsam und vorsichtig zu Alexanders aufs Bett. Der sich seit dem Erscheinen seines Mannes keinen Zentimeter bewegt hat. Mitleidig erkennt Magnus, dass zwei Tage offenbar ausreichen, um auch einen starken Shadowhunter zu zeichnen. Blass und fast schon krank schimmert die ohnehin schon recht helle Haut von Alexander unter der Decke hervor, die Haare, abstehend in alle Richtung und doch irgendwie glanzlos, komplettieren den verwahrlosten Eindruck etwas und das immer noch kein Ton aus ihm kommt, lässt die Sorge in Magnus´ Herzen weiter ansteigen.
Vorsichtig, um Alec auch nicht zu erschrecken, streckt er die Hand aus und will seinem Mann über die Schulter streichen, doch das leichte Beben des Körpers lässt Magnus innehalten. Er seufzt auf und atmet tief durch, bevor er doch seinen Mann berührt und fast schon wegen dessen Körpertemperatur zusammenzuckt. So kalt ist Alexander nicht mal der längsten Patrouille und gehört ohne Zweifel in eine warme Wanne. Doch das blockt er ab, bevor Magnus auch nur den Vorschlag machen kann. Zumindest hat es gestern schon nicht funktioniert. Also macht er das einzig sinnvolle, was ihm im Moment einfällt. Er kuschelt sich an Alexander an und versucht ihn kurzerhand mit der eigenen Körpertemperatur wieder etwas aufzuwärmen. Und Alec geht drauf ein und lehnt sich an Magnus an, aber weiter ohne ein Wort zu sagen.
"Ach, mein Schatz", traurig streicht Magnus durch die dunklen Haare seines Mannes und zieht die Bettdecke ein wenig enger um die kalten Schultern. "Du wirst nicht so leicht drüber hinweg kommen, oder? Aber du musst auch mal wieder ein bisschen an dich denken und die Menschen um dich rum, die sich Sorgen machen. Er war eben eine ganze Weile an deiner Seite und lässt sich nicht so einfach austauschen, aber vielleicht finden wir im Institut ja doch was. Oder wir reisen ein bisschen rum und besorgen wir dir einen Neuen. Wir nehmen auch Jace mit, wenn es dir mit ihm in Begleitung dann besser geht. Hauptsache du redest wieder mit mir oder mit jemand anderen. Es bricht mir das Herz, dich so zu sehen." Bei den letzten Worten bricht die Stimme des Hexenmeisters etwas und mit trüben Augen schaut Alec endlich mal auf. Magnus schnieft auf, lehnt sich etwas zurück und schmiegt sofort die Hände an die kühlen Wangen. "Wir sind für dich da, Schatz. Vergiss das niemals, ja?" Alec sagt aber immer noch kein Wort und so kuschelt sich Magnus wieder so nah wie nur möglich ran. Warum nur reicht seine Magie auch nicht aus, um Waffen der Eisernen Schwestern zu richten? Dann wäre das ganze Drama und die literweise vergossene Tränen nicht nötig gewesen. Ein Schnipsen, zack, der Bogen wieder ganz und alle happy.
Aber nein, seine Magie lässt ihm da im Stich und seitdem leidet Alec und zieht unbewusste alle Anderen mit rein in seinen Schmerz. Das der Verlust einer Waffe so reinhauen kann, überraschte Magnus und doch kann er einfach nichts tun, außer seinen Mann so gut es geht durch die Trauerphase zu helfen. Was aber auch nichts anderes als Mitleid ist. Den Magnus kann sich die Härte des Verlustes nicht mal ansatzweise vorstellen, so sehr, wie Alec leidet. So bleibt er aber ihm und vielleicht wird es in ein paar Tagen auch wieder besser.


*****

A/N: irgendwie ist hier der Wurm drin ... Gibt es konspirative Vorschläge, um das anders und damit logischer anzugehen? Danke!
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