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Die Nächte des Lebens

Kurzbeschreibung
SammlungRomance, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
01.01.2021
26.05.2021
31
24.105
13
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4 Reviews
 
07.03.2021 620
 
Schnell huscht ein Schatten durch die laue Nacht.

Immer drauf bedacht, sich im Dunklen zu halten und doch den weinfarbigen Mantel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Gestalt wechselt immer mal die Position, um nicht zu stark aufzufallen. Mal beobachtet er sein Ziel von den Häuserdächern aus mit Hilfe seiner Runen, mal getarnt in einer Gruppe aus Menschen, die feiernd durch New York City zieht. Zwar macht ihn der Zauberglanz im Normalfall unsichtbar für Mundies, aber alle mit der Schattenwelt vertrauten Kreaturen können durch die schimmernde Schicht sehen und die Gestalt erkennen.
Immer auf Abstand, und doch so nah, um rauszufinden, warum der Mann in dem Mantel nicht einfach auf die Frage, was er denn vorhat, geantwortet hat. Statt eine Antwort gab es nur ein entschuldigendes Lächeln und einen Kuss, dann war er durch die Tür gerauscht.
Alec wollte es einfach abtun, auch Hexenmeister haben eben ihre Geheimnisse und vielleicht braucht Magnus eben mal einen Abend, wo er was tun konnte. Ohne das sein Gegenüber gleich ins Schwitzen kam, weil ein Mitglied des Rats aus Alicante hinter ihnen stand. Aber das hätte Magnus ja sagen können, richtig? Er hätte nicht so auf verschwiegen machen müssen und Alec hätte es verstanden. Sie waren lange genug zusammen, um über alles reden zu können.
Und Alec hat es auch wirklich versucht, seinem Mann einfach das Geheimnis zu lassen. Aber dann hatte sich der Shadowhunter in einer glatten Oberfläche gespiegelt und es kamen wieder die Zweifel auf. Die Zweifel, die sich immer wieder nach oben kämpften und Alec in ein dunkles Loch zogen.

Was, wenn Magnus sich schon nach was Jüngern umschaut? Immerhin wird Alec ja auch nicht jünger und es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten grauen Haare kommen, dicht gefolgt von den ersten tiefen Falten, die sich nicht mehr weglächeln lassen. Was, wenn sich Magnus bereits mit jemanden trifft und sich nicht traut, es einfach zu sagen?

Wenn er so drüber nachdachte, dann gab es in den letzten Wochen immer mal Tage, wo der Hexenmeister keine Zeit für seinen Mann hatte. Auch die Kinder, schon aus dem Haus und auf den eigene Beinen in den eigenen Familien, wussten nicht, was ihr Vater trieb. Und das weckte immer mehr Misstrauen im Shadowhunter und so hatte er sich in die dunklen Sachen geschmissen und spionierte seinem Mann hinterher.

Inzwischen sind sie aus Brooklyn schon lange raus, Magnus schlängelt sich durch die Tiefen Manhattans und scheint sein Ziel aber immer noch nicht erreicht zu haben. Alec zieht die dunkle Jacke etwas enger um seine Schultern, die Nacht wird recht frisch und wenn Magnus nicht langsam ankommt, dann wird er die Verfolgung abbrechen müssen. Auch wenn er schon gern wissen würde, was sein Mann mitten in der Nacht in der Stadt verloren hat. Ein bisschen Schlaf braucht Alec dann doch noch, am Morgen steht wieder eine Versammlung des Rates an, zwei Institute müssen neu besetzt werden und es muss geklärt werden, wie es mit den neuen Rekruten laufen soll.
Die Zeit, wo sie alle noch in Alicante lebten und das Leben ruhiger war, war ja mit der Adoption von Rafael und Max schnell vorbei und Alec vermisst seine beiden Söhne schon ein wenig. Immerhin ist da Magnus nicht mitten in der Nacht einfach mal losgezogen, um Raziel weiß was anzustellen.
Der erste Verdacht, ein Besuch vom Schattenmarkt, hatte sich schnell zerschlagen. Auch andere, mehr als dubiose Läden für den besonderen Bedarf an Zaubermittel waren nicht auf der Erkundungsliste. Was das Misstrauen nur noch weiter anfachte. Und Alec noch ein bisschen durch die Stadt rennen ließ, um Magnus ja nicht aus den Augen zu verlieren. So wirklich konnte er es nicht einfach dabei belassen, dass Magnus eben Geheimnisse hatte. Also ging es weiter...
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