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Die Nächte des Lebens

Kurzbeschreibung
SammlungRomance, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
01.01.2021
26.05.2021
31
24.105
13
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03.03.2021 459
 
Nichts an dieser Nacht ist ungewöhnlich. Zumindest nicht seit einer kleinen Weile und den getrennten Betten.

Alec flieht vor der Einsamkeit in seinem Herzen, in dem er sich in den Kampf stürzt. Er nimmt jede Mission an, wo nach helfenden Händen gefragt wird, jeder Job ist ihm recht, und wenn dieser bedeutet, in der Waffenkammer die Seraphklingen zu putzen. Er tut alles, um nicht daran zu denken, wie ihn Magnus stehen gelassen und sich schlussendlich damit gegen die Liebe zu einem Shadowhunter entschieden hat. Dabei lag ihm Alec doch zu Füßen!
Er nahm sich Zeit, wann immer es ging und er hatte sich sogar ein paar bessere Klamotten besorgt.
Aber nachdem Magnus sich für die Hexenwesen entschied, ist der Shadowhunter wieder zu den löchrigen Pullovern, ausgeleierten Shirts und runtergelatschten Boots zurückgekehrt. Wenigstens eine Konstante war ihm noch geblieben und so ist es auch jetzt. Um nicht allein in seinem Zimmer zu sitzen, die Fotos aus Tokyo anstarrend, hat er sich zu einer Erkundungsmission gemeldet. Nur er allein und ein bestimmter Abschnitt im Tunnelsystem der New Yorker U-Bahn. Ein paar Meilen Einsamkeit, nur für ihn allein.

Auch Magnus schleppte sich mehr schlecht als recht durch die Tage, immer wieder mit der Frage im Kopf, was zum Höllenfürsten ihn dazu gebracht hat, die Liebe seines Lebens so abzuservieren.
Während er die ersten Tage damit verbrachte, hin und wieder gedankenverloren mit ein paar Sachen seines Alexanders zu spielen, ging es dazu über, dass er eben diese Sachen in eine Kiste sperrte und weit weg räumte. Er wusste schon damals, als er Alexander fragte, wie es denn weitergehen soll, dass das eine total dämliche Idee war, sein Herz an einen dienstbeflissenen Shadowhunter zu verschenken. Die bisherige Lebenserfahrung zeigt ihm doch viel zu deutlich, das ihn eines Tages alle verlassen, die ihm am Herzen liegen. Und doch hat er nicht auf seinen Kopf gehört, hat dem Herzen die Entscheidung überlassen, um jetzt doch dran zu zerbrechen.
Da es aber auch nichts anderes gab, was ihn über die Einsamkeit im Loft hinweg half, griff der Hexenmeister zu einem Drink. Oder auch zwei oder drei, oder auch zu so vielen, dass er schon gar nicht mehr wusste, mit was er überhaupt angefangen hatte. Doch auch das half nichts, es förderte nur eine Stimme in seinem Kopf, die das verächtliche Schnauben von Alexander, wenn Magnus mal wieder zu viel Alkohol intus hatte, perfekt imitieren konnte. Also kramte er die Kiste wieder hervor, zog sich eines der liegengebliebenen Shirts von Alec an und legte sich mit dessen Geruch in der Nase heulend ins Bett.

So durchlebten die Zwei die Tage und Nächte, stehts auf der Suche nach Normalität, und doch so allein.
Wenn sie nur doch nur nicht so stur wären und endlich miteinander reden würden...
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