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Der Albtraum der Leben heißt

von Gay Lover
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
01.01.2021
01.04.2021
4
5.828
2
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
04.01.2021 1.839
 
Hallo! Es ging doch recht schnell mit dem neuen Kapitel und deshalb dachte ich, ich lade es euch gleich hoch. Also dann! Viel Spaß beim Lesen!
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2. 10 Jahre später...

Maik lag auf seinem Bett und starrte mit Tränen in den Augen zur Zimmerdecke. Er zuckte kurz zusammen, als sich sein kleiner Bruder neben ihm regte. Das sie sich ein Bett teilen, war auf seinen Mist gewachsen. Er wollte seinen Bruder in unmittelbarer Nähe haben, um auf ihn aufzupassen.

Vor wem? Vor ihm! Der Mann seiner Mutter! Der Vater seines kleinen Bruder Chris! Der Mann der jede Nacht, wie auch heute zu ihm kam! Sein Persönlicher Albtraum! Frank!

Chris hatte sich zu ihm gedreht und kuschelte sich an seine Seite. Seinen einen Arm legte Maik um seinen Bruder, den anderen hielt er sich an die schmerzende Rippe. Frank hatte heute wieder verdammt hart zugetreten, sie war mindesten angebrochen.

Er seufzte und legte seinen Arm unter seinen Kopf. Als er sich Chris zuwandte, erschien ein trauriges Lächeln auf seinem Gesicht. Wenigstens seinem Bruder konnte er so ein Leid ersparen.

Dieser ahnte von nichts, immer wenn die Tür Nachts aufgeht. Flüchtet er auf die Matratze unter dem Bett. Dann musste er seine Kopfhörer aufsetzen und Musik hören. Maik hatte ihm erklärt, das jede Nacht der Schwarze Mann vorbei kommt und er sich deshalb verstecken muss. Und die wenigen Geräusche die durch seine Kopfhörer durch gehen, sind Kampf Geräusche zwischen Maik und dem Schwarzen Mann. Vielleicht nicht die beste Lösung, aber besser als die Wahrheit.

Seit einiger Zeit schlief Chris sogar unter dem Bett ein und hatte keine Angst mehr. Doch Maik wusste, das auch diese Geschichte keine Dauerlösung sein würde.

"Grrr.." schrillte sein Wecker laut. Maik zuckte erneut zusammen, stellte den Wecker aber schnell aus. 5.30 Uhr. Da wird Frank hoffentlich noch nicht wach sein.

"Schlaf noch ein wenig." sagte er sanft zu Chris, als dieser sich regte. Sofort lag dieser wieder ruhig und schlief innerhalb Sekunden wieder ein. Maik schaute ihn noch kurz an, dann löste er die lockere Umarmung seines Bruder um aufzustehen.

Als er ins Badezimmer ging, schaute er kurz Richtung Schlafzimmer seiner Mutter. Doch diese, wie auch Frank schliefen wohl noch. Um einiges Beruhigter ging er duschen.

Er duschte eiskalt, nicht weil er es als angenehm empfand, Nein. Dort kam er sich einmal nicht wie ein Feigling vor, auch wenn es mehr als lächerlich ist.

Als er sich endlich die warmen Klamotten anziehen konnte, bemerkte er ein nicht gerade kleines Loch in seinem T-Shirt. Er seufzte schwer, ließ es aber trotzdem an. Mit dem Wissen, dass seine Mitschüler ihn wieder auslachen würden. Aber mal ehrlich, wann taten sie es nicht?

Er schlürfte zurück in mein Zimmer. Mit dem Kamm durch meine Haare zukommen, versuchte ich erst gar nicht. Es war Hoffnungslos, ich musste zum Friseur, doch dafür fehlte das Geld.

Er setzte sich neben Chris aufs Bett. Obwohl das eine weiche Matratze war, tat es ihm scheiße weh. Er schloss schmerzend die Augen. Das konnte in der Schule wieder etwas werden. Er atmete tief durch und versuchte seine Schmerzen und Gedanken zu unterdrücken. Erst als er sich sicher war, sich gefangen zu haben, öffnete er die Augen.

Er setzte sich ein kleines, aber unehrliches Lächeln aufs Gesicht und wuschelte seinem Bruder durch die Haare um ihn zu wecken. "Aufstehen mein kleiner Champion! Du musst zur Schule!" weckte er ihn sanft.

"Noch nicht!" murrte der jüngere und drehte sich von der störenden Hand weg. "Doch Champ, komm schon! Ihr habt heute sogar Sport und nach der Schule wolltest du zu Ben." versuchte der ältere, Chris zu überreden. Und es funktionierte. Er murrte zwar noch unverständliche Sachen, er hob sich aber dabei.

Chris drehte Maik den Rücken zu, ließ sich dann aber Rückwärts auf seinen großen Bruder fallen. Dieser konnte ihn gerade so auffangen, bevor Chris auf dessen verletzte Rippe gekracht wäre.

Er zog seinen Bruder zu sich auf den Schoss und lehnte dessen Kopf an die Schulter auf der anderen Seite.  "Guten Morgen Maik!" Meinte nun Chris etwas wacher und kuschelte sich mehr in die Schulter von Maik. "Guten Morgen Chris!" Erwiderte Maik mit einen schmunzeln und legte seinen Kopf auf die Schulter seines kleiner Bruders.

"Wir haben täglich Sport." bemerkte nun Chris. Maik grinste. Chris war in der ersten Klasse und hatte somit täglich eine Schulstunde Sport. "Ich weiß" erwiderte Maik noch immer grinsend.

"Jetzt aber ab! Du musst noch duschen und dich umziehen!" Meinte Maik lächelnd und kniff seinem Bruder leicht in die Seite.

"Ahhh! Das gibt Rache!" drohte der jüngere. Doch bevor Chris seine Drohung wahr machen konnte, griff Maik nach seinen Händen. "Nicht heute." erklärte er traurig. "Hast du wieder Aua?" fragte der Kleine nach. Maik nickte nur, auch für Chris war dies nichts neues.

"Wo?" fragte Chris gleich wieder. Maik kannte seinen Bruder mittlerweile genug um zu wissen, das dieser jetzt alles daran setzen würde es herauszufinden. Somit war es Hoffnungslos es jetzt auszudiskutieren. Somit zog er sich einfach das T-Shirt leicht hoch.

Chris fuhr vorsichtig mit den Fingerspitzen über die Blaue Stelle. "Tut es arg weh?" fragte Chris weiter, ließ seinen Blick aber auf Maiks Verletzung gerichtet. "Nein, Keine Sorge. Ich bin gestern nur in der Dusche ausgerutscht." log Maik.  Den in Wirklichkeit tat es mehr als arg weh.

"Jetzt mach dich aber bitte fertig, du darfst nicht zu spät kommen." durchbrach Maik die Stille. Chris nickte nur, zog seine Finger zurück und stand auf. Maik lief Richtung Küche, als ihm was auffiel. "Chris? Hast du da ein Loch in der Hose?" fragte er und zeigte auf die Hose in dessen Hand.

Er selbst lief zwar so gut wie nur kaputte Sachen herum, doch bei seinem Bruder achtete er darauf, das dieser ordentliche Klamotten anzog.

"In der Schule haben wir Fangen gespielt und ich bin hingefallen. Tut mir Leid.." erwiderte Chris und senkte den Blick. Maik seufzte.

"Was ist mit deinen anderen Hosen?" fragte er weiter. "Die eine ist mir zu klein und die andere liegt mit Flecken bei der Schmutzwäsche." "Okay, was hältst du davon, nach der Schule gehst du wie geplant zu Ben und nach meiner Schicht hol ich dich ab und wir gehen zwei Neue Hosen kaufen." schlug Maik vor.

Chris nickt begeistert. "Danke Bruderherz!" Lächelte Chris und ging freudestrahlend ins Bad. Maik seufzte schwer, als die Tür zu war. Dieses Geld hatte er für ein Neues Schulbuch eingeplant, welches er eigentlich unbedingt bräuchte. Naja dann muss es eben ohne gehen.

Sie frühstückten dann zusammen und die Erwachsenen ließen sich zum Glück nicht blicken. Maik packte Chris noch ein Lunchpaket für die Schule ein und schon gingen sie los. Für ein eigenes Lunchpaket und auch für ein Mittagessen hatte Maik kein Geld.

Chris griff an der Straße nach Maiks Hand und so liefen sie gemeinsam den Weg, bis sie an Chris Schule ankamen. Dieser umarmte davor seinen Bruder fest und auch dieser erwiderte die Umarmung.

Dann setzte er Chris dessen Schulranzen auf, den er auf dem Schulweg immer trägt. Da sie über 7 Km zur Schule laufen müssen. "Tschüss Champion und pass auf dich auf! Ich hol dich dann später ab!" verabschiedete sich Maik. "Tschüss Bruderherz!"

Maik verzog sich nur einige Meter von Chris Schule in eine kleine Gasse und setzte sich etwas mühsam auf den Boden. Das tat ihm zwar ziemlich weh, doch er hielt es aus. Er zog aus seiner Tasche eine Spritze, ein kleines Fläschen und etwas zum Arm abbinden.

"Nur gegen die Schmerzen murmelte er vor sich hin. Er machte die Spritze bereit und wollte sich gerade den Arm abbinden zum spritzen, als..

"Was machst du da?" ein Fremder Junge vor ihm auftauchte. Er zuckte heftig zusammen, konnte aber noch schnell die Spritze und das Zeug verschwinden lassen. Der Junge kam näher und musterte ihn. Dann lächelte er.

"Warum sitzt du denn auf dem Boden?" fragte der Junge weiter. Der Typ hatte echt Keine Ahnung, wobei er ihn fast erwischt hätte. Maik schaute nur ängstlich zu dem fremden hinauf. Er hatte Braune gestylte Haare und einen guten Körperbau.

Der Junge schaute ihn auffordernd an, doch Maik antwortete nicht. "Also ich heiße Conner." stellte sich der Fremde vor. Wieder schaute Maik ihn nur an. Conner seufzt.

"Ich wollte dich eigentlich nur fragen, wie man von hier zur Schule kommt. Ist mein erster Tag und naja. Ich bin wohl zur falschen Schule gelaufen." Meinte Conner locker und nickte rüber zu der Schule von Chris. Jep, das war die falsche Schule. Conner war etwas älter als Maike.

Maik schob alle seine Sachen unauffällig in die Tasche und stieg umständlich auf. Conner hob überrascht eine Augenbraue. Maik ging an ihm vorbei und lief los.

Conner schaute ihm verwirrt hinterher. Also machte Maike ein Handzeichen ihm zu folgen. Conner hastete ihm schnell hinterher.

"Danke Man! Ohne dich wäre ich echt aufgeschmissen." Lachte der etwas ältere. "Wie heißt du jetzt eigentlich?" fügte Conner hinzu. Maik wollte gerade antworten, als ihnen zwei seiner Mitschüler entgegen kamen.

"Hey Maik! Du Straßenpenner! Dein T-Shirt aus dem Müll gefischt?" Lachte der eine. "Nein, er ist doch so ein Hurensohn! Bestimmt hat einer seiner freier ihm sein T-Shirt zerrissen!" Lachte der andere. "Wahrscheinlich! Auch übrigens! Ich habe deine Mutter heute Nacht richtig schön durchgeknallt! Man ist die Hässlich! Da hab ich nicht mal einen Hoch bekommen!" Lachten die beiden wieder. "Wir sehen uns später Mistgeburt! Freu dich drauf!" lachten sie spöttisch und fuhren davon.

Maik senkte beschämt den Kopf. "Wer waren diese Kerle?" fragte sein Begleiter und schaute den beiden nach. Maik antwortete nicht.

"Ab hier solltest du alleine gehen. Es ist das Gebäude da vorne." Maik zeigte auf ein großes Gebäude umzingelt von Schülern. "Kommst du nicht mit?" fragte Conner überrascht. "Wenn du nicht an deinem ersten Tag auf die Fresse kriegen willst, gehst du alleine." Erklärte Maik und ging ohne ein weiteres Wort.

Als sich Maik kurz vor dem Klingeln auf seinen Stuhl sinken ließ, musste er sich einen schmerzlaut verkneifen. Da es aber nichts neues für ihn war, bekam er es wie immer gut hin. Es war ein Kampf ohne Schläge oder Tritte ins Klassenzimmer zu kommen.

Und ihm wurde nur einmal das Bein gestellt. Rekordverdächtig. Als sich die Tür öffnete und die Tür aufging, ließ Maike seinen Blick zur Lehrkraft schweifen. Überrascht hielt er inne.

"Das ist Conner Lange. Er ist ab heute euer neuer Mitschüler..."

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So das war es für heute! Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr lasst mir ein Review da! Keine Ahnung wann das nächste kommt, das sie unregelmäßig kommen, aber es kann dauern. Also bis dann! Bye!
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