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Zwischen den Welten

von 080692
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Erotik / P18 / Gen
Hijiri Shikaido Noyn Claude OC (Own Character)
31.12.2020
11.08.2022
10
15.022
2
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.01.2021 1.291
 
Kaito Megumis Perspektive:

Er hatte mich in sein Haus gebracht und einfach geküsst. Natürlich habe ich den Kuss sofort erwidert. Warum auch nicht? Noyn war mehr als attraktiv und wenn ich wenigstens als Kaito seine Aufmerksamkeit erregte, dann würde ich das ausnutzen. Noyn zeigte jedenfalls deutlicheres Interesse an Kaito Megumi, als Hijiri Shikaido an seiner Schülerin Kiyoshi Kurayami.

Ich erwiderte den Kuss leidenschaftlich und meine freie Hand begann sein Hemd aufzuknöpfen. Auch seine Hand fand zu meiner Kleidung und begann mich langsam davon zu befreien, während er mich gleichzeitig rückwärts in sein Schlafzimmer dirigierte. Als ich mit meinen Beinen gegen das Bett stieß, ließ ich mich nach hinten fallen und zog ihn mit, sodass er über mir lag. Noyn nahm meine beiden Hände und hielt sie mit einer Hand über meinem Kopf fest. Die andere widmete sich wieder meiner Kleidung.

Plötzlich grinste er unheilverkündend. Er nahm eines der vielen Bänder, die mein Kostüm verzierten und wickelte es um meine Handgelenke. Dann zog er mich höher aufs Bett und knotete die Bände an das Kopfteil des Bettes. Ich war ihm völlig ausgeliefert, doch dieser Gedanke machte mir keine Angst. Im Gegenteil, es ließ mich nur noch vorfreudiger werden. Mit einem Lächeln auf den Lippen zerrte ich spielerisch an meinen Fesseln, was Noyn ein amüsiertes Schmunzeln entlockte. Er beugte sich wieder zu mir herunter. Seine Lippen streiften meinen Hals, ließen mich wohlig schaudern. Sanft aber bestimmt spreizte er meine Beine, während er meinen mittlerweile nackten Körper immer weiter mit Küssen übersäht. Mein Herz rast und ich will mehr. Ich zerrte lustvoll an meinen Fesseln und drängte Noyn meinen Körper weiter entgegen. Er lächelte. „So begierig, Megumi-chan?“, raunte er mir mit vor Lust heiserer Stimme zu. „Ja“, knurrte ich nur und verteufelte ihn innerlich, weil er für meinen Geschmack viel zu langsam vorging.




Noyns Perspektive:

Ich hatte selbst nicht erwartet, dass die Situation sich so entwickeln würde. Aber sie sah aus wie Jeanne in dieser Gestalt und war eindeutig an mir interessiert. Also, warum nicht? Wir hatten beide etwas von diesem kleinen Arrangement. Aber so, wie sie mit den gefesselten Händen unter mir lag, war sie unbestreitbar heiß. Vor allem, weil sie es auch so offensichtlich genoss. Genießerisch und langsam streichelte ich mit meinen Händen über ihre Oberschenke. Sie drängte sich meinen Berührungen entgegen und zeigte mir deutlich ihr Verlangen nach mehr.

Ich lächelte, während ich sie weiter zärtlich neckte um ihre Lust ins Unermessliche zu treiben. Sie wand sich immer stärker unter mir. „Was willst du?“, raunte ich ihr ins Ohr. „Dich und zwar sofort!“, befahl sie mit ungeduldiger Stimme und ließ mich kichern. Sie war unbestreitbar süß. Sollte ich sie noch ein wenig mehr necken? Oder sollte ich ihr geben, wonach sie verlangte? Als ich nicht so schnell reagierte, sah sie mich ungeduldig an. „Noyn!“, fauchte sie und zerrte an ihren Fesseln.

„Keine Angst, Kleine. Ich gebe dir schon, was du brauchst“, flüsterte ich besänftigend und begann mich ebenfalls zu entkleiden. Während ich mich auszog, sah sie mir gebannt zu. Eindeutig war sie von meinem Körper genauso fasziniert, wie ich von ihrem. Nun, wo wir beide nackt waren, drang ich vorsichtig in sie ein. Ich fing an mich absichtlich langsam in ihr zu bewegen. Megumi versuchte ihre Beine um mich zu schlingen und mich so dazu zu bringen, das Tempo zu erhöhen. Sofort griff ich ihre Oberschenkel und hielt sie fest. „Na na na. Ich gebe das Tempo vor, meine Liebe.“, tadelte ich sie spielerisch und wurde noch etwas langsamer. Sie wollte mehr, genoss aber auch, wie ich die Kontrolle übernahm.



Kaito Megumis Perspektive:

Noyn wurde noch langsamer, was mich unwillig knurren ließ. Ich wollte mehr. Ich brauchte mehr. Trotzdem trieben die quälend langsamen Stöße meine Erregung immer höher. „Bitte Noyn“, flüsterte ich flehend. Es reichte mir nicht nur, wenn ich einen Orgasmus bekäme. Ich wollte ihn richtig spüren. Härter. Schneller. Noyn schien endlich gewillt meinem Flehen nachzukommen, denn gleich nachdem ich ihn gebeten hatte, intensivierte er seine Stöße ruckartig. Ich stöhnte vor Lust. Ja, so war das schon viel besser. Wenige Augenblicke später überrollte mich bereits der erste Orgasmus, doch Noyn hörte nicht auf, sondern stieß unermüdlich weiter zu. Ich zitterte und bebte, als Noyn schließlich in mir kam und mich gleichzeitig mein zweiter Orgasmus überrollte. Ich atmete schwer, fühlte mich aber unwahrscheinlich glücklich. Auch Noyn wirkte sehr zufrieden. Nach einer kurzen Pause löste Noyn meine Fesseln. Ich beugte mich sofort zu ihm und küsste ihn.

Nachdem ich mich von ihm gelöst hatte, begann ich schweigend mein Kostüm wieder anzuziehen. Auch Noyn kleidete sich wieder an. „Das müssen wir unbedingt mal wiederholen“, schlug ich mit einem Schmunzeln auf den Lippen vor. „Oh ja“, stimmte mir Noyn zu. „Aber nun sollte ich wirklich gehen. Willst du mich irgendwo absetzen oder stört es dich nicht, dass ich weiß, wo du wohnst?“, fragte ich ihn noch. „Es stört mich nicht, wenn du das weißt. Dieses Haus nutze ich sowieso selten.“, gab Noyn an und ich lächelte. „Gut, dann bis bald… hoffe ich.“ Ich küsste ihn erneut und verschwand dann möglichst schnell aus seinem Haus. Als ich weit genug entfernt war, verwandelte ich mich zurück und ließ mich mit meinem Rosenkranz von Satan nach Hause führen.

Ich konnte einfach nicht aufhören zu lächeln. Der Tag lief gut. Der Dämon war gebannt und der Sex war unglaublich gewesen. Ich konnte es noch immer kaum glauben. Ich hatte mit Noyn Sex gehabt. Ob es daran lag, dass ich als Kaito Megumi Jeanne ähnlich sah? Vermutlich war dies ein wichtiger Faktor. Ich durfte mir nur morgen in der Schule beim Unterricht mit Hijiri Shikaido nichts anmerken lassen. War Noyn eigentlich nur durch Zufall da gewesen, als ich den Dämon gebannt hatte? Hatte er eigentlich Jeanne erwartet? Oder wusste er, wer ich war? Aber er hatte sich nichts anmerken lassen. Wahrscheinlicher war, dass er Kaito Megumi überhaupt nicht mit mir als Kiyoshi in Verbindung brachte. Eigentlich war es egal. Ob er wusste, dass ich Kaito Megumi war oder nicht. Offiziell wusste ich nicht, dass Shikaido-sensei Noyn war und er wusste offiziell nicht, dass ich Kaito Megumi war. Ich müsste mich nur weiterhin bemühen die Identitäten strikt getrennt zu betrachten.

Kaum war ich zuhause angekommen, notierte ich mir, wo Noyns Haus wäre. Auch wenn er es laut eigener Aussage nicht oft nutzte, war es gut für mich, die Adresse zu kennen. Dann könnte ich ihn als Kaito Megumi auch mal besuchen. Ich grinste. Ich begann dann mit den Hausaufgaben für den nächsten Tag. Der restliche Tag war langweilig, aber ich war noch immer in einem absoluten Stimmungshoch.

Der nächste Tag kam schnell und ich war hochmotiviert zur Schule zu gehen. Heute hätte ich direkt in der ersten Stunde wieder Unterricht bei Shikaido-sensei. Ich wollte zu gerne herausfinden, ob er mich im Unterricht irgendwie anders behandeln würde. Gäbe es etwas, das mir verraten könnte, ob er über meine andere Identität Bescheid wusste? Der Unterricht begann mit einer Abfrage der wichtigsten Sachen aus der letzten Stunde. Für mich war es einfach. Immerhin kannte ich das Thema Hundertjähriger Krieg in und auswendig. Hoffentlich würden wir bald zu einem neuen Thema übergehen. Leise gähnte ich.

„Kiyoshi-san, langweilt dich mein Unterricht?“, wurde ich von Hijiri Shikaido aus meinen Gedanken gerissen. „Nun… es liegt mehr an dem Thema, als an Ihrem Unterricht, Shikaido-sensei“, sagte ich mit einem unschuldigen Lächeln. „Tut mir leid.“ Er sah mich noch einmal mahnend an. „Konzentrier dich jetzt bitte. Ich würde es hassen, dich wegen deines Verhaltens nachsitzen lassen zu müssen.“ Ich unterdrückte ein Schmollen. Nachsitzen? Nur weil mir langweilig war? Das wäre echt gemein. Was anderes wäre es, wenn beim Nachsitzen nur ich mit ihm allein wäre… Oh man, ich sollte aufpassen, dass meine Gedanken jetzt nicht mitten im Unterricht zu nicht jugendfreien Themen wanderten.
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