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Die Falsche Saison um sich zu verlieben

von Alibyx
GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / FemSlash
30.12.2020
18.06.2021
54
257.995
11
Alle Kapitel
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27.04.2021 4.639
 
Zuhause angekommen schließe ich die Tür auf.
Ich stehle meine Sachen ab und setzte mich aufs Sofa.
Warum?
Warum das ganze?
Ich will das nicht!
Ich will das alles nicht mehr!
Ich zücke mein Handy, da es eben während der Autofahrt öfter geklingelt hat.
3 Verpasste anrufe von Georgia.
2 von Steph!
Diese will mir garantiert sagen das ich mich zum Training begeben soll, aber das kann sie sich abschminken!
Ich setzte keinen Fuß mehr dorthin, nicht bevor das geklärt ist und ich finde ich muss nicht diejenige sein, die da jetzt den ersten schritt macht.
Schließlich ist das alles nicht meine Schuld!
Mein Handy klingelt erneut.
Es ist Georgia.
Ich wunder mich warum sie mich anruft, den regulär hat sie sich im Training zu befinden.
Soll ich dran gehen?
Schnell drücke ich auf den grünen Hörer
„G?“ Frage ich nach ihr, aber die Stimme die ertönt gehört nicht Georgia, sie gehört Steph.
„Ellie! Du kommst sofort wieder hier her! Was denkst du dir was du dir erlauben kannst! Du hast immer noch ein Vertrag, den du erfüllen musst.“ Keift diese mich direkt an.
Ich seufze.
„Ihr denkt doch eh ich gehe. Ihr denkt doch eh das diese Club mir nichts mehr wert ist, also sollte es dir doch egal sein, oder? Es sollte dir egal sein, ob ich da bin oder nicht, es sollte dir egal sein, ob ich noch zum Training komme oder nicht. Und wenn mein Vertrag aufgelöst wird, dann seid ihr mich endlich los, schließlich wollt ihr mich doch eh nicht mehr dort haben, nachdem ich ja angeblich so gerne nach Frankreich wechseln will.“ Spreche ich verletzt in den Hörer und lege auf.
Somit gebe ich Steph keine Chance mehr dazu noch irgendetwas zu sagen.
Ich lege das Handy weg und fange wieder an zu weinen.
Ich will nicht mehr!
Es fühlt sich so an, als ob alles in der Welt gegen mich wäre.
Ich war doch so glücklich!
Ich war so glücklich mit Karen.
Karen!
Ich muss sie versuchen zu erreichen, oder ihr wenigstens schreiben!
Ich muss ihr klar machen, das ich das alles nicht so meinte!
Sofort öffne ich ihren Chat.
Voller Elan ihr zu sagen wie unendlich leid es mir tut und was für ein Idiot ich bin, aber dieser Elan wird direkt gestoppt.
Sie hat mich Blockiert!
Sofort gehe ich auf Instagram.
Das gleiche, so wie auch auf Twitter.
In meiner Brust ist ein ziehen.
Ich habe sie verloren!
Ich habe sie verloren, weil ich so dumm war!
Heftig fang ich an zu schluchzen.
Mir ist egal ob sie mich blockiert hat!
Ich schreibe ihr trotzdem!
Irgendwann hebt sie diese auf und dann wird sie es sehen.

„Karen... Ich weiß das es keine Entschuldigung dafür gibt, was ich gesagt habe, aber ich war so überfordert, das jeder wirklich dachte ich gehe nach Lyon, das ich einfach überreagiert habe! Jetzt sitze ich hier zuhause und kann an nichts denken außer dich! Nur du bist in meinem Kopf! Nur dein Verdammtes breites Lächeln ist in meinem Kopf. Deine sanfte Lache halt durch diesen. Wenn ich die Augen schließe, kann ich deine festen Umarmungen spüren, wie du mir sanft den Rücken tätschelst. Du bist alles an was ich denken kann!
Ich weiß was ich gesagt habe hat dich verletzt, aber Bitte höre mir zu wenn ich dir sage, das ich das nicht ernst meinte! Du kannst mir glauben, oder nicht, aber wenn du mir eine Chance gibst, dann kann ich dir zeigen, warum du seid Wochen nur noch durch meinen Kopf schwirrst“

Ich schicke es ab und hoffe, das sie mich die Tage entblockt und sie es ließt und wir reden können.
Ich schnappe mir nun die Fernbedienung und schalte den Fernseher an und versuche abzuschalten, aber das klappt nicht!
Immer wieder muss ich an Karen denken.
An ihr sanftes Lächeln.
Was mir jedes mal ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
Ich greife zu meinem Handy und öffne die Bilder von uns mit dem Pokal.
Pauline hatte sie mir geschickt und sie sind wirklich schön geworden!
Karen und ich hatten soviel Spaß und keiner von uns beiden hat wahrscheinlich in den Moment gedacht, das gut 1 Woche später das alles vorbei sei.
Ich schaue auf das Foto wo sie sanft meine Wange Küsst und ich rot anlaufe.
Sofort fange ich an zu schluchzen.
Warum?
Warum bin ich so dumm?
Ich lege das Handy jetzt weg, den das hilft mir nicht weiter.
Es macht kein Sinn sich weiter über sie Gedanken zu machen.
Ich lege mich hin und will einfach nur schlafen, aber das klappt nicht!
Zu viele Gedanken sind in meinem Kopf.
Kurz kommt mir der Gedanke an die Tabletten die mir Carlie empfohlen hat.
Irgendwelche Baldrian dinge, aber sie meint das diese trotzdem Wunder bewirken, jedenfalls bei ihr.
Ich habe diese nur einmal genommen.
Wir waren zusammen mit der Nationalmahnschaft unterwegs, kurz nach dem das mit Georgia war.
Zu dem Zeitpunkt habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht, wodurch ich nicht grade Fit war und so hatte mich Carlie nach dem Training raus gezogen und gefragt, warum ich den so einen erschöpften Eindruck mache.
Ich habe ihr gesagt ich schlafe einfach nicht gut und nicht auch durch, worauf sie mir diese empfohlen hatte, da sie diese auch für sich entdeckt hatte nach dem Tot ihrer Mutter.
Erst war ich etwas Stutzig, als sie mir ihr ganzes Paket gegeben hatte, aber sie meinte so kann ich sie direkt anwenden und muss nicht extra in Manchester zu den nächsten Apotheke rennen.
Ich habe sie also angenommen und sie sind wirklich gut.
Witzig wie Natürliche Kräuter einen umhauen können.
Wenn ich ehrlich bin genau das was ich jetzt grade auch brauche.
Etwas was mich umhaut, was mich dazu bringt über das geschehende nicht nachzudenken, denn sonst würde ich mich sicherlich nur weiter runter ziehen.
Sicher wird sich Karen melden, wahrscheinlich nicht heute, aber irgendwann wird sie dieses tun und bis dahin versuche ich so wenig wie es geht an sie zu denken und wie funktioniert das besser, als wenn man schläft, nicht mitbekommt, sich nur in seinen Träumen aufhält, wo die Welt noch in ordnung ist.
Ich stehe also auf und hohle die Tabletten aus dem Bad.
Carlie hat zwar gesagt man soll Maximal nur 1 Nehmen, aber das ist mir egal.
Weswegen ich direkt 2 Nehme.
Das sind ja schließlich irgendwelche Baldrian Dinger und ich glaube nicht das eine Pflanze mich so umhauen kann.
Außerdem will ich einfach nur schlafen!
Will ich einfach nur die Zeit herumbekommen.
Ich begebe mich ins Schlafzimmer und schlucke die beiden schnell.
Grade will ich mich zu meinem Bett begeben, als ich über meinen Koffer stolper.
Ich habe ihn noch nicht komplett ausgepackt und deswegen steht er noch mitten im Raum.
Sofort fällt mir der Trainings Pulli auf.
Das ist Karens Pulli!
Sie hatte ihn mir ausgeliehen, als mir kalt war.
Ich habe ihr diesen gar nicht zurück gegeben.
Wird sie sich überhaupt dran erinnern, das dieser bei mir ist?
Schließlich sind in Manchester schöne Temperaturen und Karen trainiert immer in Kurzarm, weil sie diese innere wärme hat, die ich jedes mal gespürt habe wenn ich mich eng an ihr gekuschelt habe.
Verdammt!
Die Gedanken das wir uns so nah waren und das alles sich wieder so weit weg anfühlt schmerzt!
Trotzdem hebe ich ihren Pulli jetzt auf.
Mit großen glasigen Augen sehe ich diesen an.
Das ist vielleicht das letzte Stück von Karen, was übrig geblieben ist.
Was ich hier bei mir habe.
Also streife ich mir diesen jetzt über, damit ich das Gefühl habe, das Karen bei mir sei, auch wenn sie das nicht ist!
Ihr Pulli riecht noch nach ihrem Apfel Shampoo!
Er riecht noch so nach ihr!
Ich lege mich nun ins Bett und kuschel mich sanft ein und hoffe das die Tabletten gleich wirken und ich etwas ruhe bekomme.

Es Klingelt und dieses weckt mich.
Ich schaue auf mein Handy 17 Uhr.
Ich habe also fast 6 Stunden geschlafen
Aber wer Klingelt den jetzt.
Ich stehe auf und gehe an den Hörer.
„Wer ist da?“ Frage ich und 2 Bekannte stimmen antworten.
„El mach auf!“ Meint Keira.
„Wir wollen dir helfen!“ fügt Georgia hinzu und ich seufze.
Ich will niemand sehen.
Also niemand niemand!
Auch nicht meine beiden besten freunde.
„Es ist echt süß das ihr mir helfen wollt, aber ich will alleine sein. Bitte nimmt das nicht Persönlich“ Erkläre ich den beiden.
„Bist du sicher?“ Fragt Keira.
„Können wir irgendwas für dich den sonst tun?“ Fragt jetzt Georgia und ich überlege.
„Ja ich bin mir sicher, aber wenn ihr es irgendwie hinbekommt, das Karen mich entblockt, oder mit mir redet, dann wäre ich euch auf ewig dankbar“ Bringe ich schwer hervor.
Die Gedanken an Karen schnüren mir die Kehle zu.
„Wir versuchen alles El“ Versichert mir Keira.
„Ja, wir tun alles und bis dahin pass auf dich auf!“ Meint Georgia.
„Mache ich. Danke!“ Verabschiede ich die beiden und sie gehen wieder.
Ich hoffe, das sie Karen irgendwie dazu bekommen mit mir zu reden.
Nicht mehr wünsche ich mir, als das ich ihr sagen kann wie leid es mir tut.
Direkt in ihr Gesicht!
Ich ihr sagen kann was sie für mich ist, was sie für mich bedeutet.
Das diese was ich ihr heute an den Kopf geschmissen habe nicht der Wahrheit entspricht, sondern nur aus meinen Emotionen entstanden ist, die mich überfordert haben.
Es ist Richtung 17 Uhr und eigentlich sollte ich langsam mal was essen, aber ich verspüre absolut keinen Appetit.
Und da mich niemand mehr zwingen kann beschließe ich auf eine Mahlzeit zu verzichten.
Ich hole mir eine neue Wasserflasche und gehe wieder in mein Bett.
Ich schaue etwas Netflix um mich abzulenken.

Es ist Richtung 1.
Al hatte sich gemeldet, aber auch diese habe ich an mir abprallen lassen.
Wie alle anderen auch.
Denn ich will wirklich nur mit Karen sprechen.
Ihr sagen das es mir leid tut.
Aber vielleicht bekomme ich Morgen dafür die Chance
Da ich echt müde und lege mich wieder hin.
Erneut nehme ich eine Tablette und schlafe auch schon zügig ein.

Wieder weckt mich ein Klingeln, so wie gestern.
Wieder schaue ich auf mein Handy.
5 Verpasste Anrufe von Steph
3 Von Jill
7 Von Georgia
Aber keinen von Karen, auch keinen Nachricht von ihr.
Seufzend stehe ich auf und merke wie mir etwas schwindelig wird.
Blöder Kreislauf denke ich mir.
Liegt sicher daran, das ich nur einen kleinen Joghurt hatte, bevor ich gestern zum Training gefahren bin.
Langsam fange ich mich jetzt aber wieder und gehe zu Tür
„Wer ist da?“ Frage ich und jemand räuspert sich.
Jill?
Ist es wirklich Jill?
„Ellie! Bitte lass mich rein! Georgia und Keira haben mir erzählt du hast sie gestern nicht reingelassen, aber bitte lass mich mit dir reden! Es ist keine Lösung sich hier zu verkriechen“ Spricht Jill.
„Doch ist es! Ich will mit euch nichts mehr zu tun haben! Ihr denkt doch sowieso ich will euch verlassen.“ Meine ich zu Jill und spüre wie sich die Tränen wieder in meinen Augen sammeln.
„Ellie! Gestern ist einiges schief gelaufen, aber lass uns darüber reden! Willst du dich hier die ganze Saison einsperren?“ Fragt Jill mitleiden und sie hat ja auch etwas recht.
„Nein, aber wie ich gestern auch schon zu den beiden gesagt habe, brauche ich niemand und ich will auch mit niemandem reden.“ Meine ich zu Jill.
„Außer Karen oder?“ Fragt sie und sofort zucke ich zusammen.
„Keira und Georgia haben es mir erzählt und außerdem weiß ich wie du dich fühlst, wie du zu ihr fühlst!“ Erzählt Jill und ich überlege kurz.
„Verdammt ich bin Auntie Jill! Ich kenne dich so gut Ellie! Lass mich dir helfen.“ Meint Jill und ich atme tief durch.
„Bring Karen dazu mit mir zureden! Mehr will ich nicht!“ Schluchze ich, denn das ist wirklich das einzige was ich will!
Kurz ist es still.
„Ich kann KB nicht zu dir schleifen, das habe ich schon versucht. Sie ist verletzt, weil du ihr gesagt hast du brauchst sie nicht mehr. Verdammt Ellie du bist alles für sie! Du bist ihre Aufgabe, die sie nie hatte, du bist die Freundin die sie nie hatte, du bist wie die Schwester die sie nie hatte, die sie beschützen kann, die sie in den Arm nehmen kann, mit der sie zusammen einschlafen kann und zusammen wieder aufwachen kann. Du bedeutest ihr so viel, aber du hast sie tief im inneren getroffen und ich kann dir nicht sagen wie lange sie stur bleibt, aber in der Zeit solltest du nach denken was du ihr alles an den Kopf geworfen hast und nicht nur Gestern!“ Meint Jill und ich schweige und denk über ihre aussage nach.
Das ich Karen soviel bedeute weiß ich, das hat sie mir die letzten Wochen gezeigt.
Aber wie kann ich ihr das klarmachen, das es bei mir genau so ist.
„Jill aber wie soll ich ihr das sagen, wenn sich alle melden, außer sie?“ Frage ich sie und versuche jetzt meine Tränen zurückzuhalten.
„Schreibe ihr einen Brief, oder überlege dir was, denn sie wird kommen. Vielleicht nicht Heute, oder Morgen aber sie wird kommen, vertrau mir!“ meint Jill und das ist keine schlechte Idee
„Okay Danke Jill...“ Murmel ich.
Sie seufzt
„Also lässt du mich auch nicht rein?“ Fragt sie und ich nicke.
„Es tut mir leid, aber ich will alleine sein, aber ich schätze es sehr, das du hier warst.“ Bedanke ich mich.
„Gut, wenn was ist weißt du das Auntie Jill immer für dich da ist! Wir sehen uns.“ Verabschiedet sie sich nun.
Ich gehe jetzt zu meinem Sofa und lasse mich darauf fallen.
Sofort zücke ich mein Handy und schreibe Karen.

„Tag 2 an dem ich hoffe das du dich meldest, weil ich nicht ohne dich kann.
Ich habe deinen Pulli gefunden, den du mir ausgeliehen hast.
Ich trage ihn die ganze zeit, weil ich mir vorstelle das du bei mir wärst.
Weil ich dich so sehr vermisse! Ich würde alles geben nur um dich kurz zu sehen um dir sagen zu können, das es keine Entschuldigung auf der Welt  gibt, die das wieder gut machen könnte, aber ich würde es versuchen, auch wenn es unmöglich scheint, weil ich alles für dich tun würde.“

Ich schicke es ab und hoffe das es nicht mehr lange dauert, bis sie mir antwortet.

Es ist 15:30.
Ich schaue wieder irgendwas auf Netflix.
Erneut klingelt es und ich schlender zur Tür.
„Wer ist da?“ Frage ich aber niemand antwortet.
Leicht stöhne ich frustriert.
„Ich werde die Tür nicht öffnen! Keira, Jill, Georgia oder wer weiß wer davor steht.“ Meine ich und jetzt antwortet endlich wer.
„Ein Versuch war es wert.“ Meint Al leicht frustriert.
„Ich kann dich nicht zwingen! Aber lass mich dir helfen!“ Meint Al und ich verdrehe die Augen.
Ich finde es von allen echt nett, aber ich will alleine sein und niemandem sehen außer Karen, die aber hier niemals auftauchen wird.
„Wie ich den anderen schon sagte, will ich alleine sein, außer es ist Karen!“ Meine ich und Al seufzt
„Ich kann sie dir leider nicht herbringen, aber ich kann ihr was Vorbeibringen. Sie hat dich ja schließlich überall Blockiert.“ Schlägt sie nun vor, aber ich frage mich vorher sie weiß, das Karen mich blockiert hat, aber wahrscheinlich von Keira oder so.
„Würdest du das tun?“ Frage ich mit Hoffnung und diese lacht.
„Ja für dich würde ich das tun Ellie!“ Meint sie und ich weiß nicht was ich Karen geben will.
Doch dann fällt mir Jills Idee mit dem Brief ein.
„Kann ich dich anrufen wenn ich Fertig bin?“ Frage ich sie jetzt mit Elan Karen einem Brief zuschreiben und sie zu bitten mit mir zu sprechen.
„Ja, dann bringe ich ihr es heute noch vorbei.“ Antwortet Al und ich lächel leicht.
„Okay! Aber kannst du schon davor was für mich erledigen?“ Frage ich sie jetzt.
„Klar!“
„Ich schicke dir gleich ein Bild über Whatsapp, kannst du das für mich ausdrucke gehen?“ Frage ich sie ob sie diesen gefallen für mich erledigen kann.
„Natürlich, sonst noch was?“
„Nein das wars!“ Versichere ich, das dass alles sei.
„Okay gut bis nachher!“ Verabschiedet sie sich und sofort setzte ich mich an den Brief
Ich sitze am Esstisch und fang an zu schreiben.

„Karen Bardsley!
Du bist jemand ganz besonderes, den ich nicht verdient habe! Das ist mir am Montag mal wieder bewusst geworden. Du bist jemand den sich jeder in seinem Leben wünscht, aber nur wenige bekommen. Aber ich die das Glück hatte, habe es mir selbst kaputt gemacht, weil ich dich verletzt habe, weil ich die Frau verletzt habe, die mir am Meisten Bedeutet hat! Ich denke den ganzen Tag an dich! Dein Lächeln sehe ich vor mir. Dein Lachen halt durch mein Kopf und deine Umarmungen spüre ich wenn ich fest dran glaube.
Das ist das was in meinem Kopf ist! Nur du!
Ich bin schlecht in so was, aber ich hoffe du verstehst was ich dir sagen will.
Keine Entschuldigung der Welt kann das entschädigen was ich getan habe, wie ich dich verletzt habe, aber wenn du mir die Chance gibst, dann werde ich alles in meiner macht tun um dich glücklich zu machen! Ich will dich nicht verlieren, weil ich dumm und unreif bin und du schon so reif und erwachsen!
Bitte verzeih mir und lass mich dir alles erklären.

Ich habe dich Lieb Ellie!“

Schreibe ich zu ende und sage sofort Al beschied

Keine 10 Minuten später ist diese hier.
Ich öffne jetzt die Tür.
Sofort fällt diese mir um die Arme.
„Keine sorge ich bleibe nicht, wenn du das nicht willst, aber ich musste dich einfach drücken! Weil es mir weh tut dich so zu sehen.“ Murmelt sie mir in mein Ohr und es ist absolut in Ordnung
„Kein Thema, aber ich würde gerne alleine sein, aber ich bin dir dankbar das du das zu Karen bringst.“ Bedanke ich mich jetzt schon im voraus
Sie hält mich sanft an meinen Oberarmen.
„Dafür nicht! Das tue ich gerne! Ich werde den Brief in ihrem Briefkasten schmeißen, denn ich glaube sie wird den nicht annehmen, wenn ich ihr den Persönlich gebe.“ Erzählt Al mir nun ihren Plan und ich nicke dieses ab.
„Hast du das Foto?“ Frage ich sie und sofort gibt sie mir dieses.
Schnell gehe ich zu meinem Tisch und schreibe noch etwas auf die Rückseite.

„Ich will das mein Tiger immer bei mir ist! In guten wie in schlechten Zeiten!“

Ich stecke das Foto mit in den Umschlag und gebe diesen Al.
Leicht lächel ich.
„Es ist schön dich wieder lächeln zu sehen Ellie“ Spricht sie und zieht mich wieder in ihre Arme.
„Ich werde das jetzt zu Karen bringen und Morgen wird wieder alles gut sein zwischen euch, okay?“ Murmelt sie in mein Ohr und ich nicke, bevor sie sich auf den Weg macht.
Ich setzte mich wieder auf das Sofa und schaue wieder etwas fern mit der Hoffnung das Morgen schon alles besser wird.

Es ist halb 10 als ich merke wie kaputt ich bin, ohne richtig was getan zu haben.
Ich stehe auf und merke erneut wie mir kurz schwarz vor Augen wird.
Ich sollte wirklich was essen, aber ich habe immer noch kein Hunger und ich trinke ja genug, da ist es ja nicht so schlimm.
Langsam torkel ich in mein Bett.
Ich lasse mich auf dieses fallen.
Ich denke wieder an Karen.
Wird sie den Brief überhaupt lesen?
Wird sie dann kommen und wir könne reden?
Oder habe ich sie wirklich verloren?
Nein! Auch diesen streit werden wir aus der Welt schaffen.
Aber ich habe ihr echt schon einiges an den Kopf geworfen.
Ich war so verletzt davon, das sie wirklich dachte ich gehe, das sie wirklich dachte ich verlasse sie!
Aber das hat mir trotzdem nicht das recht gegeben sie zu verletzen!
Ich hätte nicht so eskalieren dürfen.
Sie hat recht, damit, das ich mein Handeln so sehr von meinen Gefühlen bestimmen lasse.
Ich denke drüber nach was ich zu ihr gesagt habe.
Ich habe gesagt sie soll sich verpissen, mit all den Erinnerungen
Mit all den schönen Erringungen!
Das war nicht fair!
Das hat sie nicht verdient!
Sie hat so viel getan, war immer für mich da.
Jill hat recht.
Ich habe sie nicht nur gestern Verletzt, nein!
Ich habe sie auch in den ersten Tagen der Tour verletzt.
Ich habe sie angemerkt, weil sie mir nicht gesagt hatte, was Steph vor hat.
Davor, war ich sauer, weil sie mich nicht begleitet hatte zu Steph, aber wenn ich im nach hinein ehrlich bin, dann war das auch nur halb so schlimm, wie ich es da gestellt hatte.
Verdammt!
Warum muss ich auch immer so eskalieren und immer so dramatisch werden!
Wäre ich sachlich geblieben, dann hätte ich das ganze hier jetzt nicht.
Ich merke wie sich jetzt die Tränen in meinen Augen sammeln.
Ich will sie einfach nicht wirklich verloren haben.
Die ersten Tränen fangen an meine Augenwinkel zu verlassen.
Langsam laufen sie meine Wangen hinunter.
Ich will nicht mehr an sie denken, weil ich dann daran denken muss, wie sehr ich sie verletzt habe!
Ich will die Gedanken einfach nur noch los werden.
Kurz überlege ich ob ich sie ertränken sollte, ertränken im Alkohol!
Aber ob das so eine gute Idee ist?
Auf nüchternen Magen?
Aber anderseits?
Was habe ich zu verliere?
Nichts!
Ich stehe also auf.
Wieder wird mir leicht schummerig und ich denke nochmal über die Idee nach.
Fuck off!
Es ist mir egal!
Sobald mein Kreislauf sich beruhigt hat gehe ich ins Wohnzimmer.
Viel Auswahl an Hochprozentigen habe ich nicht, deswegen fällt meine Wahl auf den Wodka
Klassisch für solche Situationen
Ich mache mir gar nicht die mühe ein Glas zu hohlen und trotte zusammen mit der Flasche in mein Schlafzimmer.
Sofort setzte ich mich auf das Bett.
Um meine Stimmung noch mehr nach unten zu stürzen öffne ich Spotify und mache Traurige Musik im Hintergrund an.
Wäre ich nicht so fertig und verletzt, würde ich mich vor mir selbst schämen, wie ich so tief sinken kann.
Aber ich bin in meiner Welt.
Meiner Welt der trauer!
Trauer darüber Karen wahrscheinlich verloren zu haben.
Selbst wenn sie den Brief liest, weiß ich nicht ob sich was ändern wird.
Ich öffne also die Flasche und nehme den ersten Schluck.
Ich glaube immer noch nicht ganz dran, das dass hier wirklich die beste Idee ist, aber sofort als sich die heiße Flüssigkeit meine Kehle runter brennt denke ich anders darüber.
Denn ich habe ja nichts zu verlieren!
Schließlich habe ich das was mir soviel wert war verloren!
Ich habe Karen verloren!
Verdammt, bemitleide ich mich grade selbst, aber das ist mir egal.
Im Hintergrund fängt eine bekannte Melodie an zu spielen.
Der song Titel passt einfach genau zu der Situation.

„So smoke 'em if you got 'em
Cause it's going down“

Fange ich an leise und verletzt mitzusingen

„All I ever wanted was you“

Singe ich weiter und Schließe meine Augen.
Warum musste ich mich so Hals über Kopf in sie verlieben?

„I'll never get to heaven
Cause I don't know how“

Singe ich weiter mit geschlossenen Augen und versuche nicht sofort in Tränen auszubrechen.

„Let's raise a Glas
Or two“

Langsam recke ich die Wodka Flasche Richtung Himmel

„To all the things I've lost on you“

Singe ich aus voller Kehle und öffne nun meine Augen wieder.
Sofort laufen meine Tränen unaufhaltsam meine Wangen entlang

„Tell me are they lost on you?“

Singe ich verletzt und schau einfach nur grade aus, bevor ich ein Schluck aus der Flasche nehme.

„Just that you could cut me loose“

Ich setzte die Flasche ab und senke meinen Kopf.

„After everything I've lost on you
Is that lost on you?“

Frage ich mich jetzt.
Ist wirklich alles verloren gegangen an Karen?
All unsere schönen Erlebnisse?
Ist das alles weg?
Ist es weg, weil ich ihr gesagt habe sie soll es mit sich nehmen, als ich ihr gesagt hatte sie soll aus meinem Leben gehen?
Bei den Gedanken trinke ich sofort wieder ein Schluck und hoffe ich kann sie endlich vergessen.
Aber das werde ich nicht!
Das kann ich nicht!
Ich setzte die Flasche wieder ab und atme durch.
Ich liebe sie, aber es ist meine Schuld, das es grade so ist wie es ist.
Ich greife zu meinem Handy.
Ich will doch einfach nur mit ihr reden und hoffen, das noch nicht alles verloren ist.
Doch als ich ihren Chat öffne hat sie mich immer noch blockiert.
Jetzt starr ich auf meinen Hintergrund.
Wir zwei in Frankreich.
Ich fand das Foto immer schon toll!
Sie hat mich auf ihren rücken.
Sie hält ihren Kaffee Becher in der Hand, so wie ich meinen.
Es war ein sonniger tage in Lyon.
Direkt an den Gedanken an der Stadt zieht sich mein Herz zusammen.
Ich hasse diese Stadt ab heute!
Egal, jedenfalls war es ein schöner Tag.
Jill, Karen, Carlie und ich waren unterwegs in der Stadt.
Das Training war echt hart und ich war echt Kaputt und deswegen hat Karen mich fast die ganze zeit getragen.
Ich fand es damals schon echt niedlich von ihr, wie sie immer für mich da war und ihre Bedürfnisse Hintern anstellt.
Nicht so wie ich!
Ich nehme nur und gebe viel zu selten.
Verdammt!
Warum bin ich so?
Warum bin ich den so ein schrecklicher Mensch?
Das habe ich vorher nie so gesehen!
Vielleicht sehe ich das auch erst durch den Alkohol.
Ich schließe nun wieder die Augen und höre wieder dem Lied zu.

„Let's take a drink of heaven
This can turn around“

Singe ich und nehme erneut einen Großen Schluck aus der Flasche.

„Let's raise a Glas
Or two“

Wieder strecke ich die Flasche in die Luft, schaue aber dabei auf meinen Hintergrund

„To all the things I've lost on you“

Singe ich weiter mit und erneut gönne ich mir einen großen Schluck

„Tell me are they lost on you?“

Fragend schaue ich Karen auf den Bild an.

„Just that you could cut me loose“

Ich trinke erneut einen Schluck und ich glaube langsam sollte ich aufhören damit.

„After everything I've lost on you
Is that lost on you?“

Singe ich jetzt nochmal laut mit.
Ich bin so blöd!
Aber es lässt sich nichts dran ändern.
Ich nehme noch einen großen Schluck, bevor das Liede endet.
Wow!
Das war mal richtig filmreif!
So würde man dieses sicher in jeden billigen Liebesroman finden.
Und ich dachte immer so tief kann ich nicht sinken, aber Karen hat mich dazu gebracht.
Sie hat mich dazu gebracht so tief zu sinken, das ich mich in meinem eigenen Schlafzimmer vor Liebeskummer betrinke     
Ich sollte jetzt schlafen gehen, bevor ich noch mehr auf solche dummen Gedanken komme.
Ich greife als zu den Tablette und nehme direkt 2 anstatt nur 1.
Denn ich will schnell schlafen, obwohl ich das auch sicher ohne gekonnt hätte, bei der mengen an Alkohol, die ich zu mir genommen habe.
Trotzdem schlucke ich die beiden schnell und lege mich hin.
Aber ich kann immer noch nicht schlafen.
Kurz überlege ich ob ich noch eine Weitere nehmen soll.
Was soll den schon passieren?
Schließlich ist da ja nur Baldrian oder so ein scheiß drin, also nichts gefährliches.
Also nehme ich direkt noch 2 und lege mich wieder hin.
Ich schließe die Augen und versuche an nichts zu denken.
Auch wenn es nicht ganz klappt, da Karen immer wieder in meinen Kopf auftaucht.
Merke ich doch wie ich irgendwann einfach weg bin.



Hey, ich bedanke mich wirklich für die ganz lieben Reviews und positiven Rückmeldungen.
Mich freut es wahnsinnig, das euch die Story so gefällt und gut bei euch ankommt.
Wirklich Danke dafür!
Ich wünsche euch wie immer alles gute, bleibt gesund und bis Freitag.
LG Aliby
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