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Die Falsche Saison um sich zu verlieben

von Alibyx
GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / FemSlash
30.12.2020
25.07.2021
70
356.584
14
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Dieses Kapitel
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30.12.2020 1.869
 
Anfang August 2019

Mit heruntergelassenen Fenster fahre ich im Sommermorgen zum ersten Training der Saison.
Ich kann es kaum erwarten, nach der Weltmeisterschaft, die leider ein dramatisches ende nahm, bin ich jetzt bereit durchzustarten.
Das wird meine Saison, das habe ich im Gefühl!
Jetzt ist die Zeit gekommen, meine Zeit.
Leise spielt das Auto Radio während ich voller Vorfreude und Motivation zum City Trainingsgelände Fahre.
Auf meinen Lippen ist ein breites lächeln, nach der WM gab es zwar nur eine kurze Pause, trotzdem habe ich die Mädels wirklich vermisst.
Langsam fahre ich auf den Großen Parkplatz und Parke mein Auto auf der großen 26.
Ich steige aus und nehme meine sieben Sachen aus den Kofferraum und mache mich zum Trainingsgelände auf.

In der Kabine angekommen, gehe ich direkt auf meinen Platz.
Es herrscht ein reges treiben, alle reden über ihre Ferien, über die WM, über alles mögliche.
Ich sehe mich in der Kabine um.
Von Georgia ist noch keine Spur zu sehen, aber dafür bleiben mein paar Augen bei einem anderen paar Hängen.
Es ist Karens paar.
Sie Unterhält sich mit Jill, doch sie schaut mich weiter an und nickt mir begrüßend zu.
Ich erwidere dieses Nicken und fange an mich umzuziehen.
Ich schaue auf die Uhr.
So Langsam wird es Zeit für Georgia aufzutauchen und kaum gedacht, kommt die kleine Engländerin schon durch die große Kabinen Tür.
Sofort kommt sie auf mich zu und drückt mich.
„Hey Ellie“ Begrüßt sie mich und drückt mich fest.
„Hey na. Wie waren deine freien Tage?“ Frage ich sie als wir uns lösen.
„Total toll. Und deine?“ stellt Georgia als Gefrage.
„Auch toll“ antworte ich ihr jetzt.
Ich sehe an Georgia vorbei und sehe direkt in die etwas wütenden Augen von Steph.
Ich vermute mal, das sie nicht grade davon begeistert ist das Georgia zu spät ist.
Um genau zu sein ist sie ja noch Pünktlich, aber trotzdem kann ich die blicke von unserer Kapitänin deuten.
„Ich glaube du solltest dich lieber schnell umziehen“ meine ich mit einem leichten grinsen.
„Warum? Willst du mich los werden?“ Fragt Georgia mich jetzt scherzeshalber.
„Nein, aber Capitano funkelt deinen Rücken heftig an“ erwidere ich und Georgia dreht sich total auffällig um.
Ihr blicke begegnen Stephs und sofort begibt sie sich zu ihrem Platz in der Kabine.
Georgia lässt sich nicht von viele was sagen, oder die Stirn bieten, oft ist sie frech, aber bei Steph ist das anders, natürlich zieht sie auch Steph auf, aber nur wenn sie weiß, das dafür der richtige Zeitpunkt ist.
Sie hat extremen Respekt vor Steph, fast schon so etwas wie Ehrfurcht.
Steph ist ein Leader und das merkt man auf und neben dem Feld.
Ich ziehe mich also weiter um.
Ich suche grade meine Handschuhe in meiner viel zu großen Tasche.
„Wo können die den sein?“ Frag ich mich selbst.
„Ich habe die doch eingepackt“ rede ich mir selbst zu
Auf einmal tippt mich jemand auf der Schulter an.
Sofort dreh ich mich um und blicke zu Karen, die meine Handschuhe in ihrer anderen Hand hält.
„Suchst du die klein?“ Fragt mich die Ältere Törhüterin und kurz erwische ich mich dabei wie ich sie anstarre.
Jedes mal wenn Karen vor mir steht ist es so Atemberaubend, sie hat so eine Präsenz und auch wenn wir schon länger freunde sind, haut sie mich damit jedes mal um, wie damals.
Ich kam hoch aus der Jugend.
Karen Bardsley war ein Idol, eine Heldin, Nationaltorhüterin sie war einfach eine so Starke Persönlichkeit.
Ich habe Poster von ihr gehabt, Trikots.
Jetzt ist sie Karen Bardsley, meine Kollegin, eine Freundin, trotzdem kommt jedes mal wenn sie vor mir steht dieses Kind in mir durch, was mich dazu bring sie einfach zu bewundern.
Ihre Präsenz, ihre Ausstrahlung, ihren Muskelösen Körper.
Okay Elli das ging grade etwas zu weit, ich meine sie hat einen Muskelösen Körper, aber denk doch nicht so von ihr.
Karens Freundlicher blick mit dem sie mich eben noch anschaute hatte sich nun in einen fragenden verändert.
„Kleine?“ Fragt sie jetzt etwas stutzig
Kurz schüttel ich mich und versuche wieder klar zukommen.
Manchmal frage ich mich, warum sie mich seit Jahren noch so umhaut.
Ich meine ich kenne sie jetzt schon mehrere Jahre, wir haben schon gemeinsam Titel gewonnen, Niederlagen erlebt, aber trotzdem ist es jedes mal das gleiche, jedes mal stockt mir bei ihr einfach der Atem.
Karen kratzt sich jetzt am Kopf
„Ist alles in Ordnung Kleine?“ Fragt sie nun sichtlich verwirrt.
Schnell nicke ich und reiß ihr die Handschuhe aus der Hand.
„Alles gut.“
Mit schnellen schritten schiebe ich mich an ihr vorbei und begebe mich auf den Platzt.

Während des Aufwärmen frage ich mich erneut, warum sie mich so umhaut, jedes mal aufs neue.
Was ist der Grund dafür?
Ich kann es mir einfach nicht erklären.
Es könnte tausende Sachen bedeuten, warum es fast jedes mal passiert.
Ein paar Szenarios fallen mir ein.
Vielleicht halte ich es für all die Jahre immer noch für unglaublich, das ich mit meinem Kindheitsidol Tag ein Tag aus Trainieren darf.
Oder vielleicht ist es einfach wirklich nur ihre Ausstrahlung, von der so viele reden, oder vielleicht bin ich ja auch verliebt?
Sofort bleibe ich stehen.
Was denke ich da grade bitte?
„Roebuck beweg dein Arsch“ Reist mich eine laute Steph aus den Gedanken.
Ich bin die einzige die abrupt stehen geblieben ist.
Was auch kein wunder ist bei diesem Gedanken.
Sofort nehme ich das Tempo wieder auf, trotzdem geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf.
Ich bin doch nicht verliebt in Karen, oder?
Nein! Nein, nur weil sie mir den Atem raubt.
Das würde die Queen schließlich auch, wenn sie vor mir stehen würde.
Aber Karen ist nicht die Queen.
Aber für Verliebt sein fehlt ja zu viel, keine Schmetterlinge in Bauch oder ähnliche anzeichne, nur Sprachlossickkeit, die erste zeit wenn sie vor mir steht, tiefste Bewunderung, tiefster Respekt, jedes mal wenn ich sie sehe formt sich ein lächeln und.
FUCK das sind ziemlich viele anzeichne.
Aber es fühlt sich nicht so an als ob ich verliebt wäre, irgendwie fühlt es sich an wie tiefste Bewunderung + Einer grandiosen Freundschaft.
Ich kann mit Karen über so viel reden, sie ist wie eine Mentorin für mich, sie gibt mir wertvolle Tipps, egal ob für den Fußball oder das Leben.
Nach meiner Beschreibung könnte es eher eine Lehrer Schüler Beziehung sein, und keine auf Romantischer ebene, oder Romantischer Interessen.
Aber was ist wenn.
„Au“ Schrei ich auf, als ich gegen jemanden knalle.
Ich komme zum stehen und sehe direkt in ein paar böse funkelnde Augen.
Das paar Augen von Steph.
„Kannst du mir zur Hölle sagen was mit dir los ist Roebuck?“ Fragt Steph jetzt sichtlich geladen.
Ich bin wie gelähmt, nicht nur Georgia hat einen Haufen Respekt vor Steph, nein auch ich.
Ich blicke weiter in ihre wütenden funkelnden Augen.
„Es tut mir leid“ Antworte ich, noch nicht ganz wissend was ich Falsch gemacht habe.
„Warum läufst du den nach gefühlten 10 Minuten immer noch weiter“
Die Wut hatte sich langsam bei Steph gelegt, eher ist es jetzt ein fragender Gesichtsausdruck.
„Habe die Zeit vergessen“ murmel ich schnell als ausrede.
Steph wollte grade antworten, als ein lautes Pfeifen ertönt und uns in unsere Gruppen einteilt
„Das Gespräch ist noch nicht zu ende Roebuck“ Meint Steph jetzt in ihrer Monotonen Art und Joggt zum Team.
Manchmal finde ich es schon bemerkenswert, wie Steph von „WAS SOLL DAS ROEBUCK“ zu
„Das besprechen wir nachher“ wechseln kann.
Kurz schüttel ich mich und lauf zu unserem Torwarttrainer.
Karen winkt schon vom weiten, und ich merke wie mein Herz höherschlägt, als ich auf die größere Torhüterin zukomme.
Ellie stehle deine Gedanken jetzt ab, jetzt ist Training!
Und wenn du Chancen haben willst in der Vorbereitung zu Spielen, dann muss du dich jetzt Konzentrieren.
„Alles gut Kleine“ Fragt Karen mit besorgter Stirn, als ich bei ihr ankomme.
Ich zieh mit einem zischen die Luft ein und bringe ein.
„Ja, bin nur Nervös“ hervor.
Karen schaut mich mit ihren Brauen Augen zärtlich an, bevor sie ein Arm um mich legt.
„Du brauchst nicht Nervös zu sein, du bist so gut Ellie und außerdem bin ich doch hier.“
Grinst Karen jetzt.
Innerlich dachte ich „Ja genau das ist ja das Problem grade“
Karen nimmt ihren Arm um meine Schultern weg.
Ihr Arm lag zwar nicht lange dort, trotzdem kribbelt meine Haut leicht, nachdem sie ihn wieder zu sich nimmt.
Ich versuche das aber so weit es geht zu ignorieren, ich meine ich muss mich jetzt schließlich konzentrieren.
Karen Stellt sich als erstes zwischen die Pfosten und ich beobachte ihre Bewegungen genau.
Sie ist Flink, hat super Reflexe, hat eine Hammer Ausstrahlung, eine Atemberaubende Körperhalten.
Ich verliere mich darin sie zu beobachten, sie hat das Torhüter sein Perfektioniert denke ich mir.
„Du bist dran kleine“ reißt Karen mich aus den Gedanken.
Sie ist leicht außer Atem, aber trotzdem bringt sie noch ihr typisches grinsen hervor, jedes mal sieht man dann ihre kleine Grübchen, was unglaublich süß ist.
Süß ist?
Ellie, wenn jemand deine Gedanken heute aussprechen würde, würde er merken, was für ein Bullshit du doch denkst.
Aber ihre Grübchen sind schon süß.
ELLIE reiß dich jetzt zusammen.
Karen sieht mich erneut am Heutigen Tag etwas fragend an, doch ich schenke ihr schnell ein nervöses und verunsichertes Lächeln bevor ich zwischen die Pfosten gehe.
Sehr zu meiner Überraschung konnte ich meine Konzentration heute mal auf eine andere Sache bündeln, denn ich haue ein paar gute Paraden raus.
„Weiter so Ellie“ höre ich dumpf in meinem Tunnel Karen, die mich anfeuern zu scheint.
Nächste gute Parade.
„Du machst das Richtig Gut Ellie. Weiter so Kleine“ Diese zurufe von ihr motivieren mich wirklich sehr.
Irgendwie will ich es ihr zeigen, sie soll damit nicht aufhören, sie soll mich weiter anfeuern, also versuche ich weiter meine absoluten Topleistungen abzurufen.
„Stark Ellie“ Ermutigt sie mich weiter.
In meiner Magengegend wird es warm.
Ihr Zuspruch, ihre Anfeuerungsrufe, bringen mich zum lächeln, während ich weiter Topleistung abrufe.
„Und der Letzte“ Ruft unser Torwarttrainer.
Völlig außeratem steh ich auf der Linie.
Karen kommt mit großen Schritten auf mich zu und hält mir die Hand hin zum einschlagen, doch ich schlinge meine Arme einfach nur um sie.
Warum ich das grade mache weiß ich nicht, aber es fühlt sich richtig an.
Ich drücke mich fest an Karen, die nun sanft meine Kopf tätschelt.
Irgendwie will ich aus dieser Umarmung gar nicht mehr weg, es fühlt sich so vertraut, so heimisch an, in Karens Armen zu liegen.
Der Fakt das meine Gefühle seid heute über sie verücktspielen, macht mich wirklich fertig.
Ich kneife meine Augen zusammen und halte Karen weiter, als ob mein Leben davon abhängt.
Karen Tätschelt mir weiter den Kopf.
„Ist wirklich alles gut kleine“ Fragt Karen nun sanft.
Ich schau zu ihr hoch und nicke leicht.
„Wollen wir dann weiter an unseren guten Leistungen anknüpfen?“ Fragt Karen jetzt mit einem Sanften Lächeln.
Erneut Nicke ich und löse mich von ihr.
„Also kann es weiter gehen?“ Fragt unser Torwarttrainer, zu meiner Verwunderung in keinem besonders harschen Ton, sondern eher mit einem sanften Ton.
Karen sieht mir nochmal in die Augen und ich muss wirklich aufpassen mich nicht in ihren zu verlieren, bevor wir mit den Nächsten Übungen beginnen.
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