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Irgendwas das bleibt

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P16 / Gen
29.12.2020
19.01.2021
4
2.954
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
29.12.2020 661
 
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe hier eine kleine Geschichte für all diejenigen, die sich für Nazan und Felix eine ähnliche Entwicklung wünschen, wie ich. Die beiden sind bei GZSZ seit langem nochmal ein Pairing, das mich wirklich vom ersten Moment gecatched hat von dem ich mir erhoffe, dass es in der Serie zeitnah Realität wird.

Über Reviews, Anregungen, Kritik und Wünsche würde ich mich sehr freuen.
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Ein wenig verloren taumelte er den dunklen Fußgängerweg entlang, ohne wirklich zu wissen, wo er überhaupt hinwollte. Es war vorbei. Bei dem Versuch sich alles unter den Nagel zu reißen, hatte er alles verloren. All seine Anstrengungen waren völlig umsonst gewesen. Der Whiskey hatte ihn innerlich soweit betäubt, dass es im Augenblick nicht allzu schmerzte, doch er wusste, dass es ihn am Morgen zerreißen würde. Ihm war inzwischen bewusst, dass er zu weit gegangen war, auch wenn er das wahrscheinlich niemals zugeben würde. Die Entführung seiner Mutter war etwas, das er zutiefst bereute. Er schämte sich für das, was er ihr angetan hatte. Mit gesenktem Kopf lief er weiter und ließ währenddessen seine Finger stützend an ein paar Häuserfassaden entlang schlittern. Er spürte, wie sich der raue Putz stellenweise in seine Fingerkuppen bohrte, wie er an seiner Haut zwickte und kratzte. „Felix?“ Eilig hob er den Kopf und spürte, wie sich ein ertapptes Gefühl in ihm breit machte. Als sein Blick auf ihren traf, war das Kribbeln in seiner Magengrube so unerwartet intensiv, dass er kurz das Bedürfnis verspürte sich hinzusetzten. „Nazan.“ Er ließ ein aufkommendes Lächeln zu, das ehrlicher war als alles, was er in den letzten Wochen getan oder gesagt hatte. „Geht’s dir gut?“ Sie streifte mit ein paar Fingern fürsorglich seine Schulter entlang und unterdrückte gleichermaßen jegliches Empfinden für ihn. Er setzte zu einem nicken an, das ihn wie ferngesteuert in ein Kopfschütteln verfallen ließ. Er konnte nicht mehr lügen. Er war am Boden. „Ich habe alles kaputt gemacht.“  So sehr er sich auch anstrengte und versuchte das Prickeln hinter seinen Augen zu unterdrücken, es war zwecklos. Bereits Sekunden später spürte er, wie die ersten Tränen seine kalten Wangen benetzten und diese ihn mehr und mehr einnahmen. Sein Blick verschwamm, sodass er ihr erstes Zögern nicht bemerkte. Umso überraschter war er, als sie ihn kurz darauf tröstend an sich zog und ihre Arme um ihn schlang. Er ließ sich völlig darauf ein, ihre Wärme, ihre Fürsorge und alles was sie umgab. Während er sein Gesicht immer tiefer in der Kuhle zwischen ihrem Hals und ihrer Schulter vergrub, fuhr sie ihm mit ihren warmen Händen beruhigend über den freiliegenden Nacken. Er versuchte nicht mehr gegen seinen Gefühlsausbruch anzukämpfen, ließ sich stattdessen von ihr auffangen. „Egal was passiert ist, am Ende wird immer alles wieder gut.“ Murmelte sie ihm leise ins Ohr und war überrascht, als er kaum spürbar mit dem Kopf schüttelte. „Dieses Mal nicht.“ Sie hatte keine Ahnung, was passiert war, trotzdem war sie nicht so naiv zu glauben, dass es sich seiner Reaktion nach zu urteilen um irgendeine Lappalie handelte. Wahrscheinlich war auch das der Grund, wieso sie ihn jetzt so nah an sich heranließ. Ob sie wollte oder nicht, sie empfand etwas für ihn, und Felix so verzweifelt zu sehen, brach ihr das Herz. „Erzählst du mir, was passiert ist?“ Nachdem sie sich aus der gegenseitigen Umarmung gelöst hatten, blickte er sie unentschlossen an. „Komm, wir gehen zu mir. Da sind wir allein. Hab ich dir eigentlich schon mal erzählt, dass ich den besten Tee in ganz Berlin mache?“ Sie streckte ihm ihre Hand entgegen, die er zögerlich umfasste. Ihre Finger waren warm, vertraut, obwohl sie sich, abgesehen von diesem einen Kuss, körperlich nie sehr nah gekommen waren. Wenn er ihr die ganze Wahrheit erzählen würde, dann hätten sie niemals eine Chance, viel schlimmer, sie würde ihn verachten. Trotzdem wollte er nichts mehr, als endlich reinen Tisch zu machen. Unentschlossen ließ er sich von ihr mitziehen und war letztendlich froh, dass sie jetzt für ihn da war.
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